Hallo Christian!
Vor lauter Bärlauchrezepten weißt du jetzt sicher schon nicht mehr, wo dir der Kopf steht. Und jetzt gebe ich auch noch meinen Bärlauchsenf dazu:
Ich würde empfehlen, den Bärlauch zur Haltbarmachung keinesfalls zu erhitzen, weil sonst wertvolle Inhaltsstoffe verlorengehen. Abgesehen davon ist das Erhitzen komplett überflüssig.
Letztes Jahr habe ich den gesammelten Bärlauch nur grob vorgeschnitten in einen Topf gestopft, mit feinstem Olivenöl übergossen und dann mit dem "Zauberstab" fein gehexelt. Beim Dosieren würde ich nach Gefühl vorgehen, die Masse soll nicht zu flüssig werden, nimm nur soviel Öl, wie nötig ist, um eine homogene Masse herzustellen, die keine Luftblasen mehr enthält. Zum Schluss salze ich mit Meersalz nach Geschmack. Die so entstandene Bärlauchpaste fülle ich in saubere Gläser mit Schraubverschluss, oben gieße ich mit ca. 1 cm Olivenöl auf.
Auf diese Weise ist der Bärlauch locker 1 Jahr haltbar (ich verbrauche gerade das letzte Glas der letztjährigen Ernte).
Die Zugabe von Käse und Pinienkernen oder Sonnenblumenkernen ist Geschmackssache, vermindert aber in jedem Fall die Haltbarkeit. Deswegen verzichte ich darauf. Außerdem ist die "einfache" Variante nur mit Öl und Salz vielseitiger verwendbar und jederzeit zu einem Pesto "aufmontierbar".
Auch bei der Verwendung in der Küche würde ich auf stärkeres Erhitzen verzichten.
Beispiel für ein typisches "Schwammerlsucher-Bärlauchgericht":
Bärlauch-Pilze-Pasta:
Getrocknete Pilze wässern, in eine Einbrenn (in Butter gebräuntes Mehl) schütten und 10 Minuten köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer und eventuell mit etwas Thymian würzen.
Dann vom Feuer nehmen, Sauerrahm und zum Schluss einige Esslöffel Bärlauch unterrühren. Diese Sauce über die Pasta geben. Vom Feinsten!
Gruß
Matthias