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Anthropogene Substrate

Bruno, (vor 9697 Tagen)

Liebe Pilzsammler

Ich möchte zu diesem Thema mal ein paar Daten sammeln.
Ich erbitte Eure Fundmeldung über Pilze auf anthropogenen Substraten mit eMail an meine Adresse- das ganze Jahr über.
.
Besonders bitte auch und gerade darauf achten, ob die Pilze an solchen Stellen wie aufgefüllten Flächen, Wegebau(-rändern), befestigten Flächen, Schutt- und Ruderalflächen, Brandplätzen etc auftauchen. Bitte gebt immer die Art- gern auch in der "Amtssprache" :-), Datum und Substratart- soweit identifizierbar an.
Bei bauschutthaltigen Flächen wäre es auch interessant, ob es Beton, Ziegel oder beides ist. Vielleicht habt Ihr auch den HCl-Test gemacht?
Über Meldungen aus Komposthäufen, Häckselgut, Misthaufen und Klärschlamm, sogar Straßenkehricht freue ich mich natürlich auch.
Ihr erhaltet dann auch eine Auswertung. Text oder Tabelle weiß ich noch nicht.
Bis dann
Bruno

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Re: Anthropogene Substrate

Thomas Pruß, (vor 9697 Tagen) @ Bruno

Hallo Bruno, dann fange ich mal an:

Erdmuschelseitling auf Wall aus Mutterboden, Kompost, Bauschutt (Ziegel) und Grabenaushub unter einer Esche. Fundort: Drgae/NF, Originalboden: Sand/Kies Funddatum: Januar 2000

Wiesenchampignons auf einer Teerstraße zwischen Ralingen-Olk und Ral.-Godendorf (Eifel). Originalboden: Muschelkalk. Funddatum: Sommer 1979

Glimmertintlinge auf Kompost und auf Kuhmisthaufen. Funddatum: Sommer 1999

Faltentintlinge und Schopftintlinge vor Komposthaufen. Originalboden: Sand/Kies, Fundort: Drage/NF, Funddatum: Sommer/Herbst 1999

Orangerote Becherlinge auf geschottertem Waldweg (KIes, Bauchsutt aus Ziegel, Mörtel und Betonresten. Fundort: Wald bei Bergenhusen (Kreis Schleswig-Flensburg) Funddatum: Sommer 1999

Perlpilze auf einem mit Kies geschotterten Waldparlplatz bei Schwabstedt (NF), Funddatum: Sommer 1999. Die Pilze z. T. gespalten

Rotfußröhrlinge im Sandfang eines Straßen-Gullys. Fundort Drage, Funddatum: Sommer 1999. Der Gully liegt direkt unter einer großen Buche die auf unserem Grundstück steht. Der Sandfang war voll mit Laub und Sand, Dieses Gemisch war total durchnässt. Die Pilze waren z. T. verschimmelt.

Leider habe ich nichts fotografiert. Gelobe aber für dieses Jahr Besserung.
Gruß
Thomas

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Re: Anthropogene Substrate

KARL, (vor 9695 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,

interessant, Deine Funde auf anthropogen beeinflussten Standorten!

Wiesenchampignons auf einer Teerstraße zwischen Ralingen-Olk und
Ral.-Godendorf (Eifel). Originalboden: Muschelkalk. Funddatum: Sommer 1979

Bist Du Dir sicher, dass das Wiesenchampignons waren? Oder waren es vielleicht Stadt-Champignons, Agaricus bitorquis?
Die bohren sich vor meiner früheren Garage durch die Teerdecke durch!
Gruß
Karl

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Re: Anthropogene Substrate

Bruno, (vor 9695 Tagen) @ KARL

Hallo Thomas,
interessant, Deine Funde auf anthropogen beeinflussten Standorten!
Bist Du Dir sicher, dass das Wiesenchampignons waren? Oder waren es
vielleicht Stadt-Champignons, Agaricus bitorquis?
Die bohren sich vor meiner früheren Garage durch die Teerdecke durch!
Gruß
Karl

Hallo Karl, bist Du sicher, dass das Teer war? Das ist nämlich meistens Asphalt.
;-) Gruß Bruno

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Re: Anthropogene Substrate

KARL, (vor 9693 Tagen) @ Bruno

Hallo Karl, bist Du sicher, dass das Teer war? Das ist nämlich meistens
Asphalt.
;-) Gruß Bruno

Ja, Bruno, da hast Du mich jetzt kalt erwischt! Mit Straßenbelägen kenne ich mich leider nicht so gut aus wie mit Pilzen!
Gruß Karl ;-))

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Re: Anthropogene Substrate

Thomas Pruß, (vor 9695 Tagen) @ KARL

Hallo Thomas,
interessant, Deine Funde auf anthropogen beeinflussten Standorten!
Bist Du Dir sicher, dass das Wiesenchampignons waren? Oder waren es
vielleicht Stadt-Champignons, Agaricus bitorquis?
Die bohren sich vor meiner früheren Garage durch die Teerdecke durch!
Gruß
Karl

Hallo Karl,
sicher bin ich mir nicht mehr. Immerhin ist das ja schon ein paar Jährchen her. Damals war ich noch jung und schön, heute bin ich nur noch und. Aber da sich die Pilze neben der Straße auf einer Kuhweide fortsetzten, nehme ich an, dass es Wiesenchampis waren.
Gruß
Thomas

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Re: Anthropogene Substrate

Wolfgang F., (vor 9696 Tagen) @ Bruno

Liebe Pilzsammler
Ich möchte zu diesem Thema mal ein paar Daten sammeln.
Ich erbitte Eure Fundmeldung über Pilze auf anthropogenen Substraten mit
eMail an meine Adresse- das ganze Jahr über.
Über Meldungen aus Komposthäufen, Häckselgut, Misthaufen und Klärschlamm,
sogar Straßenkehricht freue ich mich natürlich auch.
Ihr erhaltet dann auch eine Auswertung. Text oder Tabelle weiß ich noch
nicht.
Bis dann
Bruno

Hallo Bruno,
welche Daten willst Du denn (ich will mir nicht die Finger wundschreiben und auch nicht, daß Dir für eine wichtige Auswertung Infos fehlen...)

Mein "anthropogenes Lieblingsbiotop" ist Kiefern-Hächsel auf Kalkflugsanden. Dort beobachte ich seit Jahren den Süßriechenden Rötling (Entoloma sacchariolens), neben Rehbraunen Dachpilzen ( Pluteus ... das Epithet fällt mir grad' nicht ein, die Dinger werden auf dem Hächsel richtig dickfleischig und sind dann viel leckerer als die normalen von Stammholz) und Nadelholz-Häublingen (Galerina marginata).

Morcheln auf Rindenmulch sind ja inzwischen ein alter Hut, bei mir in Mainz zur Zeit leider nur an einer belebten Straße zu sehen,
die mochte ich nicht essen :-(

WF

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Re: Anthropogene Substrate

Birgit, (vor 9696 Tagen) @ Bruno

Hallo Bruno,

hab ich zwar hier alles schon mal erzählt, aber zur Vollständigkeit nochmal und verzeih bitte die wenig fachkundigen Ausdrücke mit den genauen Boden/Gesteins-bezeichnungen kenn ich mich gar nicht aus:

1. Spitzmorcheln (M. conica): Nach Kanalisationsarbeiten umgewühltes Stück, grober Kies, sandiger, kalkiger Boden mit kleinem Lehmanteil (vermutlich ehemals Flußuferbereich ? Kannst du damit was anfangen ? ;-) ) Mit ziemlicher Sicherheit kein Holz im Boden. Sonstige Vegetation: Veilchen, Huflattich... April 2000 (Foto folgt eventuell)
Wo Holz im Boden sein sollte habe ich übrigens bisher noch keine einzige Spitzmorchel gefunden.

2. Lepista nuda und Lepista personata auf mindestens 2 Jahre lang verrottetem leicht gekalktem Pferdemist, genutzt als Gemüsebeet, November 99

3. Lepista personata auf altem aufgelassenem Beet, Mischung aus sandiger, kalkiger Erde und uraltem verrottetem Pferdemist November 99 und vor ca. 5-6 Jahren

4. Tintlinge auf "frischem" Pferdemisthaufen. Oktober 1999

Liebe Grüße

Birgit