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Bitte um Hilfe (3 Bilder, ca. 470 kB) *PIC*

Rainer_aus_AC, (vor 8489 Tagen)

Hallo zusammen,

auch hier in der Nordeifel war bisher nicht viel los. Ein paar Perlpilze,
Stinkmorcheln, Waldfreundrüblinge, das war's letztes Wochenende schon fast.

Einen Pilz konnte ich nicht richtig zuorden. Die kleine Gruppe wuchs auf
einen grasigen Waldweg (i.w. Fichten, mit ein paar eigestreuten Büschen
am Rand). Hutdurchmesser +/-3 cm, die Farbe kommt ganz gut rüber.
Könnt Ihr mir helfen?

[image]

[image]

Das nächste Foto (sorry, die Bildqualität ist bescheiden) zeigt eine
Baumleiche in leicht fortgeschrittenem Stadium. Da weit und breit nur
Eichen wuchsen, war dieser vermutlich auch eine. Unter der abgelösten
Rinde waren diese faserigen Gebilde zu sehen. Was mich nur mal
interesiert: Kann das von Pilzen stammen? Die Stränge waren schon recht
dick (einige mm Durchmesser).

[image]

Vielen Dank,
Rainer.

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Re: Bitte um Hilfe (3 Bilder, ca. 470 kB)

Huperzia ⌂, (vor 8489 Tagen) @ Rainer_aus_AC

Hallo Rainer,

Das erste sieht aus wie ein Rißpilz.

....und das zweitekann dasMycel vomBreitblättrigen Holzrübling sein - das sind solche dicken Stränge.

Viele Grüße,

Tanja

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Re: Bitte um Hilfe (3 Bilder, ca. 470 kB)

Gerd-A, (vor 8489 Tagen) @ Huperzia

Hallo Tanja,

bei Deiner Bestimmung habe ich Zweifel:

-- Beim Risspilz passt mir die Lamellenfarbe nicht
-- Und beim 2. Bild gehe ich davon aus, dass der weiße Belag nicht zu dem von Dir bestimmten Pilz gehört

Viele Grüße Gerd

PS.: Für einen eigenen Tipp bin ich zu feige !!!

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Risspilz ist richtig, aber

Helmut, (vor 8489 Tagen) @ Gerd-A

bei derart überalterten Exemplaren mit bereits verklebten Lamellen, ohne jegliche Angaben zur Mikroskopie, zum Geruch oder zur Stielbasis einen Namen nennen zu wollen wäre reines Rätselraten und hätte mit "Bestimmen" nichts mehr zu tun. In diesem Fall könnte alleine die Mikroskopie vielleicht schon helfen.

Aufgrund der Art des Postings vermute ich aber, dass kein Beleg angefertigt wurde. Solche Fotos von schwierigeren Gattungen ohne Beleg und weitere Angaben sind wertlos (auch wenn die Fruchtkörper noch jünger wären)! Schade um die Mühe und die Zeit.

Gruß

Helmut

Hallo Tanja,
bei Deiner Bestimmung habe ich Zweifel: -- Beim Risspilz passt mir die
Lamellenfarbe nicht
-- Und beim 2. Bild gehe ich davon aus, dass der weiße Belag nicht zu dem von
Dir bestimmten Pilz gehört
Viele Grüße Gerd
PS.: Für einen eigenen Tipp bin ich zu feige !!!

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Zum Thema "wertlose Fotos"

Rainer_aus_AC, (vor 8489 Tagen) @ Helmut

...
Aufgrund der Art des Postings vermute ich aber, dass kein Beleg angefertigt
wurde. Solche Fotos von schwierigeren Gattungen ohne Beleg und weitere
Angaben sind wertlos ....(auch wenn die Fruchtkörper noch jünger
wären)! Schade um die Mühe und die Zeit
...

Hallo Helmut,

Deine Vermutung stimmt.

"Wertlos" ist, so finde ich, allerdings ein relativer Begriff.

Was für Dich wertlos ist, ein einfaches Foto(*), hat mir - und ich
vermute, anderen Nicht-Profis geht es ebenso - im Forum schon oft
geholfen, auf die richtige Spur zu kommen. Für mich war das dann sehr
hilfreich.

Dass es manchmal (oft?) allein damit nicht geht, ist auch klar. Nur das
Problem ist ja, dass man (als Nicht-Profi) im vorneherein eben nicht
immer weiss, ob das nun eine schwierige Gattung ist, oder nicht.

Also, ich glaube, dass das Lernen auch über solche Fotos gerade in der
Anfangsphase sehr wertvoll ist, d.h. wenn es erstmal darum geht, ein Gefühl
für die verschiedenen Gattungen (und Schwierigkeiten) zu bekommen. Und
zum Glück gibt es ja viele im Forum, die da gerne helfen.

Zum Thema "Beleg": Was genau versteht Ihr darunter? Sollte man den Pilz
trocknen oder irgenwie anders konservieren?

Viele Grüße,
Rainer.

(*) Frage:
Wäre es hilfreich, neben der KB-Angabe im Betreff zukünftig auch anzugeben,
welchen Wert die Fotos haben? Z.B.

Betreff: Bitte um Hilfe (3 Bilder, 370 kB, potenziell wertlos) ;-)

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Re: Bitte um Hilfe (3 Bilder, ca. 470 kB)

Rainer_aus_AC, (vor 8489 Tagen) @ Huperzia

Hallo Tanja,

vielen dank für Deine Hilfe. In Richtung Rißpilz hatte ich auch mal
gedacht, nur nichts passendes gefunden. Was aber auch daran liegen
mag, dass die Pilze einfach zu alt waren (vgl. Helmuts Posting unten).

Breitblättriger Holzrübling würde passen, den habe ich im gleichen
Waldstück auch schon gesehen. Erstaunlich finde ich diese Art
von Mycel aber schon ... (mal ganz unwissenschaftlich ausgedrückt ;-)

Viele Grüße nach Thüringen,
Rainer.

Das erste sieht aus wie ein Rißpilz.
....und das zweitekann dasMycel vomBreitblättrigen Holzrübling sein - das
sind solche dicken Stränge.

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Beleg:

Gerd-A, (vor 8489 Tagen) @ Rainer_aus_AC

Hallo Rainer,

einen Pilz nach Abbildung zu bestimmen, ist grundsätzlich "Glückssache" und mit einer hohen Fehlerquote verbunden (da gibt es nur wenige Ausnahmen !).
- Es sei denn, man ist mit einer "Sammelart" zufrieden, da wird es gelegentlich einfacher.
- Doch auch hier gibt es genügend Gattungen, bei denen noch nicht einmal ohne zusätzliche makroskopische/mikroskopische Angaben eine "Sammelart" angegeben werden kann.

====> Also nimm eine Pilzbestimmung nach Bild nicht so ernst, es sei denn, da schwört einer, dass er "einen Besen frißt", wenn er den Pilz falsch bestimmt hat.
----------------

Zu Thema Beleg:
Zur Zeit laufen einige mir bekannte Kartierungs-Programme (BRD, BW, Bayern), in denen die vorkommenden (und sicher bestimmten Arten) festgestellt werden:
- Da muss man einfach (und evtl. an Hand des getrockneten Fruchtkörpers nachprüfbar)sicher sein, dass keine Fehlbestimmung vorliegt. Da reicht in vielen Fällen ein Bild einfach nicht aus.
- Benötigt werden hier zusätzlich Namen des Finders/Bestimmers, Funddatum, Fundort, mNN und Daten zur Ökologie (z. B. Substrat, Waldtyp etc.)

Fazit:
- Da kann man nur mit "Radio Eriwan" antworten:
Im Prinzip ist ein Foto (ohne Beleg)nicht unbedingt wertlos:
Aber, wenn man es genau wissen will, dann nützt das Foto alleine meist nichts.

Viele Grüße Gerd

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Re: Bitte um Hilfe (3 Bilder, ca. 470 kB)

Andreas ⌂, (vor 8489 Tagen) @ Rainer_aus_AC

Breitblättriger Holzrübling würde passen, den habe ich im gleichen
Waldstück auch schon gesehen. Erstaunlich finde ich diese Art
von Mycel aber schon ... (mal ganz unwissenschaftlich ausgedrückt ;-)
Viele Grüße nach Thüringen,
Rainer.

Hallo Rainer,

auch andere Pilze bilden recht stabile Myzelstränge, so z.B. der Voreilende Ackerling oder auch die Stinkmorchel, der Phallogaster saccatus, Alpova-Arten (Tipp von Hupi) und sicher noch weitere hypögäische Arten. Oder denk mal an die schwarzen Myzelstränge vom Hallimasch, mit denen er viele Meter zurücklegen kann bis wieder ein taugliches Substrat in "greifbare" Nähe kommt und das bei Zerreißen in Teilstücke jeweilsfürsich lebensfähig ist!

Die von Dir abgebildeten stammen aber sicher vom Breitblättrigen Holzrübling, wobei der Belag aber nicht dazugehört.

Beste Grüße,
Andreas

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Kleine Entschuldigung und Rechtfertigung

Helmut, (vor 8488 Tagen) @ Rainer_aus_AC

Servus Rainer,

danke für den Hinweis. Es war nicht so gemeint, dass Bilder grundsätzlich wertlos sind. Natürlich kann man am Anfang viel dadurch lernen (war auch bei mir so). Beim Lesen meiner eigenen Zeilen habe ich feststellen müssen, dass die letzten Zeilen etwas polemisch geraten sind und damit potentiell demotivierend. Dafür eine kleine Entschuldigung.

Wichtig aber ist das Selber lernen. Einfach fotografieren und von jemand sich einen Namen sagen lassen (der vielleicht gar nicht stimmt) bringt nur wenig. Zumindest gehe ich da von mir aus: Am meisten habe ich gelernt, wenn ich selber versucht habe, die Funde irgendwie einzuordnen. Wenn jemand seine Kollektionen in ein Forum stellt, sollte er/sie zumindest einen Verdacht haben (auch auf die Gefahr hin, völlig daneben zu liegen).

Ich kenne einen älteren Pilzfreund, der immer nur Fotos gemacht hat, keine Beschreibungen, keine Exsikkate, keine näheren Angaben zur Bestimmungsliteratur. Sein Lebenswerk, jahrzehntelange Arbeit - alles umsonst. Nun gut - er hatte wohl Freude an dem Hobby. Das Ganze ist wohl doch eine philosophische Frage.

Bevor ich auf Deine Anmerkungen eingehe, noch eine Bitte: Wer ein Bild ins Forum stellt, möge doch bitte vorübergehend einen Teil des Fundes trocknen für den Fall, das jemand sich für die Art interessiert (gilt vor allem für Risspilze). Es könnte ja was ganz Seltenes oder Interessantes sein. Andernfalls kann er das Exsikkat ja immer noch wegwerfen.

Zu Deinem Posting:

"Wertlos" ist, so finde ich, allerdings ein relativer Begriff.
Was für Dich wertlos ist, ein einfaches Foto(*), hat mir - und ich
vermute, anderen Nicht-Profis geht es ebenso - im Forum schon oft
geholfen, auf die richtige Spur zu kommen. Für mich war das dann sehr
hilfreich.

Ein "Profi" bin ich sicher nicht, und wer sich viele Jahre lang speziell für eine Gattung oder Gruppe näher interessiert, wird wohl automatisch zu einer Art Spezialist (oder Fachidiot, weil das breite Spektrum verloren geht).

Also, ich glaube, dass das Lernen auch über solche Fotos gerade in der
Anfangsphase sehr wertvoll ist, d.h. wenn es erstmal darum geht, ein Gefühl
für die verschiedenen Gattungen (und Schwierigkeiten) zu bekommen. Und
zum Glück gibt es ja viele im Forum, die da gerne helfen.

Auch ich habe meine ersten Schritte in der Pilzkunde auf diese Art gemacht. Und ganz an Anfang standen die Speisepilze.

Zum Thema "Beleg": Was genau versteht Ihr darunter? Sollte man den
Pilz
trocknen oder irgenwie anders konservieren?

Ein Beleg kann ein Bild sein (Foto), eine Beschreibung oder - vor allem bei Risspilzen unentbehrlich - ein Exsikkat (getrockneter Herbarbeleg). Also auch ein Foto ist ein Beleg, m. E. für die Risspilze ein wichtiger.

(*) Frage: Wäre es hilfreich, neben der KB-Angabe im Betreff zukünftig auch
anzugeben,
welchen Wert die Fotos haben? Z.B.
Betreff: Bitte um Hilfe (3 Bilder, 370 kB, potenziell wertlos) ;-)

Polemik produziert noch mehr Polemik oder: Wie man in den Wald hineinschreit ...

Freundschaftlich

Helmut

P. S.: Ich bin über jede/n froh, der/die sich für Pilze interessiert. Wir sind eh' so wenige. Aber bitte vielleicht auch nicht überempfindlich sein.

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Re: Beleg:

Birgit, (vor 8488 Tagen) @ Gerd-A

Hallo Gerd,

einen Pilz nach Abbildung zu bestimmen, ist grundsätzlich
"Glückssache" und mit einer hohen Fehlerquote verbunden (da gibt
es nur wenige Ausnahmen !).
- Es sei denn, man ist mit einer "Sammelart" zufrieden, da wird es
gelegentlich einfacher.
- Doch auch hier gibt es genügend Gattungen, bei denen noch nicht einmal ohne
zusätzliche makroskopische/mikroskopische Angaben eine
"Sammelart" angegeben werden kann.

es werden hier aber auch sehr häufig relativ "einfache" leicht erkennbare Pilze vorgestellt. Da reicht ein Photo eben oft schon aus. Daß verbindliche Fernbestimmungen ein Problem sind oder sein können haben wir schon oft diskutiert.

Gruß

Birgit

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OK: Foto reicht bei einigen einfachen Arten *oT*

Gerd-A, (vor 8488 Tagen) @ Birgit

- kein Text -

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@ Helmut

Rainer_aus_AC, (vor 8488 Tagen) @ Helmut

Hallo Helmut,

Deine Punkte verstehe ich alle gut - ich denke, es ist einfach der Unterschied
zwischen Anfängern und Fortgeschrittenen, der erstmal - was auch normal
ist - zu unterschiedlichen Sichtweisen führt. Deshalb sag ich einfach
"Schwamm drüber".

Und gelernt habe ich auch was; spätestens jetzt ist mir klar, dass
(nicht nur) bei Pilzen, die Risspilze sein könnten, eine Probe immer
sinnvoll ist. Bereits letztes Jahr gab's da einen interessanten Fall,
Beitrag 34197 (*)
den keiner so recht zuordnen konnte. Auch da hatte ich leider kein
"Exsikkat", das war schade, denn Huperzia hatte angeboten, sich das
mal genauer anzuschauen. Jetzt muss ich sehen, dass ich diesen Pilz
dieses Jahr noch mal finde.

Letzte (ernst gemeinte) Frage: Ist ein (im Dörrex) getrockneter XY-Pilz
technisch gesehen auch ein "getrockneter Herbarbelege", oder muss man
da beim Trocknen was Spezielles beachten?.

Freundschaftliche Grüße zurück,
Rainer.

Ein Beleg kann ein Bild sein (Foto), eine Beschreibung oder - vor allem bei
Risspilzen unentbehrlich - ein Exsikkat (getrockneter Herbarbeleg). Also
auch ein Foto ist ein Beleg, m. E. für die Risspilze ein wichtiger.

(*) Damals hatte ich im Spass das Wort "UduPO" = Abkürzung für
"Unvollständig dokumentiertes unbekanntes Pilz-Objekt" vewandt.
Irgendwie passt das ganz gut zum Thema ... ;-)

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Vielen Dank, Andreas. *oT*

Rainer_aus_AC, (vor 8488 Tagen) @ Andreas

- kein Text -

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Re: @ Helmut

Huperzia ⌂, (vor 8487 Tagen) @ Rainer_aus_AC

Letzte (ernst gemeinte) Frage: Ist ein (im Dörrex) getrockneter XY-Pilz
technisch gesehen auch ein "getrockneter Herbarbelege", oder muss
man
da beim Trocknen was Spezielles beachten?.

Hallo Rainer,

eigentlich muß der Pilz nur irgendwie trocken werden - ich bin bisher auch ohne Dörrex ausgekommen, obwohl das sicher das beste ist, indem ich luft-oder bildschirmgetrocknet habe.
Es darf nur nicht zu heiß werden und eben möglichst nicht schimmeln.

Sehr sinnvoll ist es, den Pilz mit Datum, Fundort und möglichst einer Beschreibung zu versehen, da man ziemlich schnell viel vergessen kann.

Viele Grüße,

Tanja