Servus Rainer,
danke für den Hinweis. Es war nicht so gemeint, dass Bilder grundsätzlich wertlos sind. Natürlich kann man am Anfang viel dadurch lernen (war auch bei mir so). Beim Lesen meiner eigenen Zeilen habe ich feststellen müssen, dass die letzten Zeilen etwas polemisch geraten sind und damit potentiell demotivierend. Dafür eine kleine Entschuldigung.
Wichtig aber ist das Selber lernen. Einfach fotografieren und von jemand sich einen Namen sagen lassen (der vielleicht gar nicht stimmt) bringt nur wenig. Zumindest gehe ich da von mir aus: Am meisten habe ich gelernt, wenn ich selber versucht habe, die Funde irgendwie einzuordnen. Wenn jemand seine Kollektionen in ein Forum stellt, sollte er/sie zumindest einen Verdacht haben (auch auf die Gefahr hin, völlig daneben zu liegen).
Ich kenne einen älteren Pilzfreund, der immer nur Fotos gemacht hat, keine Beschreibungen, keine Exsikkate, keine näheren Angaben zur Bestimmungsliteratur. Sein Lebenswerk, jahrzehntelange Arbeit - alles umsonst. Nun gut - er hatte wohl Freude an dem Hobby. Das Ganze ist wohl doch eine philosophische Frage.
Bevor ich auf Deine Anmerkungen eingehe, noch eine Bitte: Wer ein Bild ins Forum stellt, möge doch bitte vorübergehend einen Teil des Fundes trocknen für den Fall, das jemand sich für die Art interessiert (gilt vor allem für Risspilze). Es könnte ja was ganz Seltenes oder Interessantes sein. Andernfalls kann er das Exsikkat ja immer noch wegwerfen.
Zu Deinem Posting:
"Wertlos" ist, so finde ich, allerdings ein relativer Begriff.
Was für Dich wertlos ist, ein einfaches Foto(*), hat mir - und ich
vermute, anderen Nicht-Profis geht es ebenso - im Forum schon oft
geholfen, auf die richtige Spur zu kommen. Für mich war das dann sehr
hilfreich.
Ein "Profi" bin ich sicher nicht, und wer sich viele Jahre lang speziell für eine Gattung oder Gruppe näher interessiert, wird wohl automatisch zu einer Art Spezialist (oder Fachidiot, weil das breite Spektrum verloren geht).
Also, ich glaube, dass das Lernen auch über solche Fotos gerade in der
Anfangsphase sehr wertvoll ist, d.h. wenn es erstmal darum geht, ein Gefühl
für die verschiedenen Gattungen (und Schwierigkeiten) zu bekommen. Und
zum Glück gibt es ja viele im Forum, die da gerne helfen.
Auch ich habe meine ersten Schritte in der Pilzkunde auf diese Art gemacht. Und ganz an Anfang standen die Speisepilze.
Zum Thema "Beleg": Was genau versteht Ihr darunter? Sollte man den
Pilz
trocknen oder irgenwie anders konservieren?
Ein Beleg kann ein Bild sein (Foto), eine Beschreibung oder - vor allem bei Risspilzen unentbehrlich - ein Exsikkat (getrockneter Herbarbeleg). Also auch ein Foto ist ein Beleg, m. E. für die Risspilze ein wichtiger.
(*) Frage: Wäre es hilfreich, neben der KB-Angabe im Betreff zukünftig auch
anzugeben,
welchen Wert die Fotos haben? Z.B.
Betreff: Bitte um Hilfe (3 Bilder, 370 kB, potenziell wertlos) 
Polemik produziert noch mehr Polemik oder: Wie man in den Wald hineinschreit ...
Freundschaftlich
Helmut
P. S.: Ich bin über jede/n froh, der/die sich für Pilze interessiert. Wir sind eh' so wenige. Aber bitte vielleicht auch nicht überempfindlich sein.