Servus Eric,
"der Stangl" (1989) ist schon noch das Beste in deutscher Sprache. Kuyper (1986) hat nur die Glattsporer aufgeführt, enthält aber mehr Arten (in Englisch). Zu nennen wäre an neuerer Literatur noch der Band 5 der Pilze der Schweiz: Gut gemacht mit vielen interessanten und selten abgebildeten Arten. Allerdings auch mit einigen Schwächen und fraglichen Abbildungen (jedenfalls aus meiner Sicht, Herr Kränzlin sieht das anders). Ich habe vor einiger Zeit eine Übersicht zusammengestellt, in der ich auf die Mängel (aus meiner Sicht) eingegangen bin. Interessierten an der Gattung stelle ich sie gerne zur Verfügung.
Interessant sind auch die älteren Schlüssel: Besonders Moser 1983, aber auch Alessio 1980, die Arten enthalten, die bei Kuyper und Stangl der Synonymie zum Opfer fielen. Manche dieser Taxa haben aber doch ihre Berechtigung.
Meine Meinung zu Kobayashi habe ich ja schon ausführlich in der Z. Mykol. kundgetan.
Zu sagen bleibt, dass es immer noch genügend Funde gibt, die nicht sicher zu bestimmen sind. Wenn die dann charakteristische Merkmale haben, fängt der Spaß an der Gattung erst so richtig an: Dokumentieren, archivieren, diskutieren. Es gibt seit 2 Jahren einen Arbeitskreis Inocybe in der DGfM,von dem allerdings selten was zu hören ist (ist auch Selbstkritik, ich bin auch dabei). Bei Interesse wenden an: peter.welt@gmx.de
Vielleicht sei noch ein bisschen Werbung erlaubt für meine Bearbeitung der Risspilze im Großraum Regensburg, erschienen in Band 10 der Regensburger Mykologischen Schriften. 100 Arten und Varietäten sind hier aufgeführt, darunter eine fast neue (eine I. spec. bei Stangl, siehe Bild unten), ein Erstfund für Europa und ein Erstfund für Mitteleuropa. Zu bekommen bei der Regensburgischen Botanischen Gesellschaft:
Und hier noch das Bild:
![[image]](http://home.hpphoto.com/servlet/LinkPhoto?GUID=69e5233d-2dd6-1f33-778e-288e61be2456&size=lg)
Gruß
Helmut
Hallo zusammen,
ich habe vor einigen Tagen "den Stangl" bekommen. Ein großartiges
Buch, das mich auf Inocybe erst so richtig aufmerksam gemacht hat. Nun die
Frage: bestimmt Ihr Rißpilze nach Stangl oder gibts mittlerweile was
"besseres"? (Kann ich mir nicht vorstellen).
Ich weiß nur noch von der Kuyperschen Arbeit, auf die sich Stangl öfter
bezieht und das Werk von Kobayashi (hab ich an der Uni), das aber in der
letzten Z.Mykol. keine besonders gute Rezension bekommen hat.
Bin gespannt auf Eure Meinungen,
Viele Grüße,
Eric