Bestimmung erbeten - Knolli? *PIC*
Liebe Pilzfreunde,
Von dieser Sorte Pilze gibt es hier bei uns eine ganze Menge. Sieht das nicht
nach einem Spitzhütigen Knollenblätterpilz aus?
![[image]](http://www.galerieimweb.com/images/pilz3.jpg)
![[image]](http://www.galerieimweb.com/images/pilz4.jpg)
Danke fürs Mithelfen.
Ina
Ina, (vor 8444 Tagen)
Liebe Pilzfreunde,
Von dieser Sorte Pilze gibt es hier bei uns eine ganze Menge. Sieht das nicht
nach einem Spitzhütigen Knollenblätterpilz aus?
![[image]](http://www.galerieimweb.com/images/pilz3.jpg)
![[image]](http://www.galerieimweb.com/images/pilz4.jpg)
Danke fürs Mithelfen.
Ina
Hallo Ina,
hm... wenn es einer von den weißen Knollis wäre, müsste er auch eine häutige Scheide an der Stielbasis haben, von der ich erstmal nichts erkennen kann.
Aber dennoch Vorsicht.
Gibt es in Deiner Nähe einen Pilzberater, dem Du die Teile mal vorlegen kannst?
Gruß Jens
Liebe Pilzfreunde,
Von dieser Sorte Pilze gibt es hier bei uns eine ganze Menge. Sieht das
nicht
nach einem Spitzhütigen Knollenblätterpilz aus?
Danke fürs Mithelfen.
Ina
Ina, (vor 8444 Tagen) @ Jens
Nein, bei uns im Kölner Raum gibt es leider keine Pilzberater mehr. Mit wurde letztes Jahr schon überall mitgeteilt, dass die zumindest für die ehrenamtliche Arbeit "ausgestorben" sind.
Ist die häutige Scheide denn eine unbedingte Voraussetzung für einen Knollenblätterpilz? Die ist nämlich eindeutig bei meinen Pilzen nicht vorhanden. Was könnte es denn sonst noch sein? Alle Altersgruppen haben komplett weiße Lamellen. Sie wachsen auf dem Gras hinter unserem Haus, riechen angenehm nach Champignons.
Nein, bei uns im Kölner Raum gibt es leider keine Pilzberater mehr.wurde
letztes Jahr schon überall mitgeteilt, dass die zumindest für die
ehrenamtliche Arbeit "ausgestorben" sind.
Schade eigentlich.
Ist die häutige Scheide denn eine unbedingte Voraussetzung für einen
Knollenblätterpilz?
Ja
Die ist nämlich eindeutig bei meinen Pilzen nicht
vorhanden. Was könnte es denn sonst noch sein?
Siehe Antwort von Andreas.
Gruß Jens
Liebe Pilzfreunde,
Von dieser Sorte Pilze gibt es hier bei uns eine ganze Menge. Sieht das
nicht
nach einem Spitzhütigen Knollenblätterpilz aus?
Danke fürs Mithelfen.
Ina
Hallo Ina,
nee, das sind keine Spitzkegeligen Knollis. Die hätten eine auffallende Volva an der Stielbasis und fetzig-wattige Velumreste am Stiel entlang.
Was Du gefunden hast ist der Rosablättrige Egerlingsschirmling (Leucoagaricus leucothites. Er heißt so, weil die Lamellen beim Altwerden meistens einen leichten Rosaton bekommen.Im übrigen ist er eßbar.
Beste Grüße,
Andreas
Ina, (vor 8444 Tagen) @ Andreas
- kein Text -
Hallo Andreas,
Was Du gefunden hast ist der Rosablättrige Egerlingsschirmling (
Leucoagaricus leucothites.
Denke ich auch (sofern eine Bestimmung nach einem Bild 'zulässig'
ist).
Er heißt so, weil die Lamellen beim Altwerden
meistens einen leichten Rosaton bekommen.
Ich habe den schon in allen Stadien gefunden, aber rosa waren
die Lamellen nie ... bestenfalls 'angehaucht' rosa - meiner Ansicht
nach ist der Name ziemlich irreführend.
Im übrigen ist er eßbar.
Mag sein - ich lasse ihn aber bei Beratungen nicht als Speisepilz
durchgehen.
Gruß
Thomas
Nik-Weserbergland, (vor 8444 Tagen) @ 42
Hallo Andreas,
Denke ich auch (sofern eine Bestimmung nach einem Bild 'zulässig'
ist).
Ich habe den schon in allen Stadien gefunden, aber rosa waren
die Lamellen nie ... bestenfalls 'angehaucht' rosa - meiner Ansicht
nach ist der Name ziemlich irreführend.
Mag sein - ich lasse ihn aber bei Beratungen nicht als Speisepilz
durchgehen.
Gruß
Thomas
Hallo Thomas
Die Arten der Gattung Leucoagaricus scheinen noch nicht genug differenziert
zu sein. Für meinen im Garten auf Rasen gefundenen L. mit auch im Alter
weiss bleibenden Lamellen und glatten , seidigen und nicht schuppigen Hut,
habe ich keinen Namen gefunden. Kennst Du oder irgend jmd. anderer einen
Namen dafür , oder bleibts erst mal beim Rosablättrigen Schirmpilz?
Danke für Antwort , Gruss von Nik
42, (vor 8443 Tagen) @ Nik-Weserbergland
Die Arten der Gattung Leucoagaricus scheinen noch nicht genug differenziert
zu sein. Für meinen im Garten auf Rasen gefundenen L. mit auch im Alter
weiss bleibenden Lamellen und glatten , seidigen und nicht schuppigen Hut,
habe ich keinen Namen gefunden. Kennst Du oder irgend jmd. anderer einen
Namen dafür , oder bleibts erst mal beim Rosablättrigen Schirmpilz?
Nein, ich habe auch keinen anderen Namen dafür (und, wie man hier
des öfteren Lesen kann, ist das mit der (wissenschaftlichen) Namensvergabe
ja ein ganz besonderes Problem). Ich würde, wenn ich einen Namen vergeben
dürfte, halt das 'rosablättrig' weglassen. Und vielleicht nochmals
die frappierende Ähnlichkeit dieses Pilzes sowohl mit Champignons als auch
mit Schirmlingen im Namen unterzubringen versuchen (also Champignons-Schirmling
oder Schirmlings-Champignon oder so).
Gruß
Thomas
42, (vor 8443 Tagen) @ Nik-Weserbergland
Die Arten der Gattung Leucoagaricus scheinen noch nicht genug differenziert
zu sein. Für meinen im Garten auf Rasen gefundenen L. mit auch im Alter
weiss bleibenden Lamellen und glatten , seidigen und nicht schuppigen Hut,
habe ich keinen Namen gefunden. Kennst Du oder irgend jmd. anderer einen
Namen dafür , oder bleibts erst mal beim Rosablättrigen Schirmpilz?
Nein, ich habe auch keinen anderen Namen dafür (und, wie man hier
des öfteren Lesen kann, ist das mit der (wissenschaftlichen) Namensvergabe
ja ein ganz besonderes Problem). Ich würde, wenn ich einen Namen vergeben
dürfte, halt das 'rosablättrig' weglassen. Und vielleicht nochmals
die frappierende Ähnlichkeit dieses Pilzes sowohl mit Champignons als auch
mit Schirmlingen im Namen unterzubringen versuchen (also Champignons-Schirmling
oder Schirmlings-Champignon oder so).
Gruß
Thomas
Thomas Pruß, (vor 8443 Tagen) @ 42
Mag sein - ich lasse ihn aber bei Beratungen nicht als Speisepilz
durchgehen.
Warum?
Gruß
Thomas
auch so
42, (vor 8443 Tagen) @ Thomas Pruß
Warum?
Weil es meistens sinngemäß heißt: er SOLL essbar sein - ich habe den
Eindruck, dass da einige Autoren voneinander abschreiben und keiner
nichts Genaues weiß. Und dann ist da noch das Problem, daß es
ja mehrere Arten der Leucoagaris gibt, aber eine GENAUE Unterscheidung,
welche dieser Arten jetzt essbar sind und welche nicht in meiner Literatur
irgendwie 'Wischiwaschi' ist. Daraus folgt für mich -> nicht freigeben.
Grüße
Thomas
Nik-Weserbergland, (vor 8443 Tagen) @ 42
Weil es meistens sinngemäß heißt: er SOLL essbar sein - ich habe den
Eindruck, dass da einige Autoren voneinander abschreiben und keiner
nichts Genaues weiß. Und dann ist da noch das Problem, daß es
ja mehrere Arten der Leucoagaris gibt, aber eine GENAUE Unterscheidung,
welche dieser Arten jetzt essbar sind und welche nicht in meiner Literatur
irgendwie 'Wischiwaschi' ist. Daraus folgt für mich -> nicht freigeben.
Grüße
Thomas
Hallo Thomas
Vielen Dank für deine Antwort heute früh.
Die Lamellen meines Leucoagaricus sind nun tatsächlich nach ca. 5 Tagen rosa
geworden.War also doch keine weiß bleibende Art.
Bin nun im Handbuch für Pilzfreunde Bnd. 3 von Hennig u.a. (4. Aufl.) auf S.153
auf Folgendes gestoßen:
"In Europa gibt es 5-6 Arten der Gattung L.,sämtlich essbar."
Von den 5 beschriebenen müssten die aus meinem Garten L.holosericeus,
Ganzseidiger Schirmpilz sein: Hut weiß,seidig o. samtig,Lamellen rosa werdend,
Stilbasis knollig und Hut und Stil an Druckstellen gilbend.
Habe weiter unten im Forum etwas über Sericeomyces Serenius,Weißseidiger
Egerling-Schirmling gelesen.Das müsste der gleiche sein. Oder?
Auf jeden Fall passen diese Namen besser zu meinem L. ,zumal er nach Hennigs
Unterscheidung gar kein Rosablättriger Schirmpilz (L.leucothites) ist,
da bei diesem die Stilbasis nicht knollig und Hut und Stil nicht an Druck-
stellen gilbend sind.
Habe übrigens die Pilze wg. Hennigs Ausage "sämtliche 6 Arten der Gattung
Leucoagaricus sind essbar" probiert ,ohne Schaden zu nehmen. Gruss Nik
Andreas , (vor 8443 Tagen) @ Nik-Weserbergland
Hallo Thomas
Vielen Dank für deine Antwort heute früh.
Die Lamellen meines Leucoagaricus sind nun tatsächlich nach ca. 5 Tagen rosa
geworden.War also doch keine weiß bleibende Art.
Bin nun im Handbuch für Pilzfreunde Bnd. 3 von Hennig u.a. (4. Aufl.) auf
S.153
auf Folgendes gestoßen: "In Europa gibt es 5-6 Arten der Gattung
L.,sämtlich essbar."
Von den 5 beschriebenen müssten die aus meinem Garten L.holosericeus,
Ganzseidiger Schirmpilz sein: Hut weiß,seidig o. samtig,Lamellen rosa
werdend,
Stilbasis knollig und Hut und Stil an Druckstellen gilbend.
Die verschiedenen "Arten" in dieser Gruppe werden unterschiedlich interpretiert. Manche Autoren (Krieglsteiner, Vellinga) halten alles für eine einzige plastische Art.
Dass L. holosericeus jedoch auch rosa werdende Lamellen haben soll, ist mir nicht bekannt.
Habe weiter unten im Forum etwas über Sericeomyces Serenius,Weißseidiger
Egerling-Schirmling gelesen.Das müsste der gleiche sein. Oder?
Nein, dass ist eine kleine, sehr zerbrechliche und sehr seltene Art mit Hüten bis max. 3-4 cm und Stieldurchmesser höchstens 0,5 cm.
Viele Autoren halten die Gattung Sericeomyces für ungerechtfertigt und stellen diese Arten zu Leucoagaricus.
Auf jeden Fall passen diese Namen besser zu meinem L. ,zumal er nach Hennigs
Unterscheidung gar kein Rosablättriger Schirmpilz (L.leucothites) ist,
da bei diesem die Stilbasis nicht knollig und Hut und Stil nicht an Druck-
stellen gilbend sind.
Habe übrigens die Pilze wg. Hennigs Ausage "sämtliche 6 Arten der
Gattung
Leucoagaricus sind essbar" probiert ,ohne Schaden zu nehmen. Gruss Nik
Ich habe Leucoagaricus leucothites auch schon gegessen, sowohl mit rosawerdenden Lamellen als auch ohne. Ich finde ihn gar nicht so schlecht und kenne auch mehrere Leute, die ihn gezielt mitnehmen weil er ihnen gut schmeckt. Warum also nicht?
Beste Grüße,
Andreas
Nik-Weserbergland, (vor 8442 Tagen) @ Andreas
- kein Text -
Karl-Heinz , (vor 8443 Tagen) @ 42
Die Hauptgefahr besteht doch darin, das der Anfänger sich künftig selbst zutraut
(ohne es für nötig zu halten sich diesbez. noch einmal beraten zu lassen) hier zwischen zwei auf den ersten Blick sehr ähnlichen Pilzen zu unterscheiden und hat den Fruchtkörper womöglich ABGESCHNITTEN!!!
Grüße
Karl-Heinz
Andreas , (vor 8443 Tagen) @ Karl-Heinz
Die Hauptgefahr besteht doch darin, das der Anfänger sich künftig selbst
zutraut
(ohne es für nötig zu halten sich diesbez. noch einmal beraten zu lassen)
hier zwischen zwei auf den ersten Blick sehr ähnlichen Pilzen zu
unterscheiden und hat den Fruchtkörper womöglich ABGESCHNITTEN!!!
Grüße
Karl-Heinz
Hallo Karl-Heinz,
diese Gefahr besteht immer, auch wenn jemand Pilze zur Beratung bringt.
Und ich hoffe doch, dass ein Pilzberater Egerlingsschirmlinge und Knollenblätterpilze auch ohne Stielbasis auseinanderhalten kann!!
Selbst am Foto sollte das möglich sein. Wenn es aber zweifelhaft bleibt, dann würde ich das auch entsprechend schreiben (bzw. sagen in einer Beratung).
Beste Grüße,
Andreas
Luvo, (vor 8443 Tagen) @ Andreas
Hallo Andreas,
nur 'ne Bemerkung:
Findest Du es nicht leicht fahrlässig, jemandem diesen Pilz
nur anhand des Fotos als essbar zu "verkaufen" ?
Ich halte da die Antwort von Jens für deutlich verantwortungs-
voller:
Wenn man selbst noch zu wenig Erfahrung hat, dann sollte man
am besten jemanden aufsuchen(!), der den Pilz bestimmen kann.
Grüße
Luvo
Hallo Ina,
nee, das sind keine Spitzkegeligen Knollis. Die hätten eine auffallende Volva
an der Stielbasis und fetzig-wattige Velumreste am Stiel entlang.
Was Du gefunden hast ist der Rosablättrige Egerlingsschirmling (
Leucoagaricus leucothites . Er heißt so, weil die Lamellen beim Altwerden
meistens einen leichten Rosaton bekommen.Im übrigen ist er eßbar.
Beste Grüße,
Andreas
Hallo Luvo,
nur 'ne Bemerkung: Findest Du es nicht leicht fahrlässig, jemandem diesen
Pilz nur anhand des Fotos als essbar zu "verkaufen" ?
wäre ich mir nicht sicher gewesen, dann hätte ich das klar zum Ausdruck gebracht.
Die Bilder waren gut genug um den Pilz zweifelsfrei anzusprechen.
Ich halte da die Antwort von Jens für deutlich verantwortungs-
voller: Wenn man selbst noch zu wenig Erfahrung hat, dann sollte man
am besten jemanden aufsuchen(!), der den Pilz bestimmen kann.
Das ist klar immer besser.
Aber soll ich/man dann besser nix mehr zu Anfragen im Forum sagen? Auch in den Fällen, wo man keinen Hinweis auf Eßbarkeit oder Giftigkeit gibt, ist dies doch in jedem Pilzbuch nachzulesen, wenn man erst mal einen Namen hat.
Beste Grüße,
Andreas
Luvo, (vor 8442 Tagen) @ Andreas
Hallo Andreas,
Aber soll ich/man dann besser nix mehr zu Anfragen im Forum sagen? Auch in
den Fällen, wo man keinen Hinweis auf Eßbarkeit oder Giftigkeit gibt, ist
dies doch in jedem Pilzbuch nachzulesen, wenn man erst mal einen Namen
hat.
Nee, so war's nicht gemeint. Natürlich soll hier jeder was sagen und im Zweifelsfall auch mal nur 'nen Tip abgeben.
Es ging mir nur um den Einzelfall. Wenn jemand wie Ina noch Schwierigkeiten bei der Bestimmung des Knollis hat, sollte man bei den Antworten vielleicht nur etwas "konservativer" sein.
Mit den Pilzbüchern hast du allerdings recht: Was da drin steht ist manchmal schon bedenklich.
Pilzige Grüße
Luvo
Beste Grüße,
Andreas
Siegerländer Michel, (vor 8443 Tagen) @ Ina
Liebe Pilzfreunde,
Von dieser Sorte Pilze gibt es hier bei uns eine ganze Menge. Sieht das
nicht
nach einem Spitzhütigen Knollenblätterpilz aus?
Danke fürs Mithelfen.
Ina
Ich kenne den Pilz auch schon seit mehreren Jahren und finde Ihn regelmäßig am Niederrhein wo er ganz enormen Größen vorkommt.
Im Siegerland sind mit dem Bild vergleichbare Fruchtkörper üblich.
Essen würde ich den Pilz nicht. Die Angaben über die Genießbarkeit sind mir zu wage.
Gruß
Michel aus dem Siegerland
Kazuya, (vor 8442 Tagen) @ Ina
hallo,
niemals, nix, nein,
)) das ist kein Knolli, theoretisch wäre oder ist der sogar essbar: es ist der gut bekannte Rosablättrige Egerlingsschirmling (L. leucothites), ein "Champignon" mit weißen (später rosagetönten) Lamellen also. Entschiedend ist die Stielscheide: Sie ist beim Knolli (außer beim Gelben) immer vorhanden. Dazu achte man auf die Stielbasis. Diese ist hier glatt und etwas knollig, aber nicht bescheidet. Darum ist e abzuraten, den Pilz zu essen, da Verwechslungsgefahr besteht.
Gruß,
Kazuya