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Birgit, (vor 8444 Tagen) @ josh

Hallo Josh,

so, jetzt habe ich diesen sehr langen Thread gelesen und dabei etwas gelernt!
Das ist doch am schönsten! Ich halte es immer noch nicht für bewiesen, daß
herausdrehen besser ist, aber sehe es jetzt als jedenfalls umstritten (und
nein, ich möchte hier keinen neuen Flame-War anfangen! :-) )
Als ich Gerds Beitrag las, dachte ich, er wollte mir andeuten, ich hätte beim
Abschneiden viel zu viel Stiel stehen lassen, nur damit die Pilze
irgendwie fürs Foto besser stehen, oder irgendso einen Quatsch, denn ich
hielte es für gegeben, daß abschneiden besser ist. So habe ich das
jedenfalls gelernt.

Gerd wollte vermutlich andeuten, daß es für uns, die wir ja hier die Pilze per Foto und Beschreibung "erkennen" sollen, wesentlich leichter ist, wenn wir den ganzen Pilz inklusive Stielbasis (sogar dort anhaftende Myzelstränge geben manchmal Hinweise) sehen können. Der netzstielige Hexenröhrling hat nämlich auch noch ein Merkmal in der Stielbasis, das so wie du die Pilze abgeschnitten hast, nicht mehr sichtbar ist. Schneidest du B. luridus längs durch, dann ist das Fleisch in der Stielbasis so rot wie rote Beete, zusmmen mit dem roten Röhrenboden eine ziemlich sichere Bestimmung.

Auch Champignons sind ein gutes Beispiel dafür, daß Pilze immer mit der Stielbasis geerntet werden sollen, da diese das relevante Unterscheidungsmerkmal zum giftigen Karbolchampignon (A. xanthoderma) bietet. Ich ,und viele andere Pilzberater ebenso, geben Champignons bei der Pilzberatung prinzipiell nicht frei, wenn die Stielbasis fehlt. Daher sagen wir in der Augsburger Pilzberatung den Leuten auch immer, daß sie prinzipiell die Pilze mit Stielbasis bringen sollen.

Knollenblätterpilze sind auch ein guter Grund zum Sammeln mit Stielbasis.

Ich hoffe ich habe jetzt nicht nur das wiederholt, was in dem Thread oben stand.

herzliche Grüße

Birgit

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