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Schopf-Tintling und andere Pilze

ajuga, (vor 8433 Tagen)

Ich habe in den letzten Tagen vermehrt Schopf-Tintlinge (Coprinus comatus)gefunden (in Thüringen und Sachsen-Anhalt) und auch zum ersten Mal welche mitgenommen und gegessen. In meinen Pilzbüchern stand, dass man nur junge (walzenförmiger noch geschlossener Hut) und rein weiße Exemplare essen sollte. Leider war nur noch einer von den drei Thüringer Hüten rein weiß, so dass die Mahlzeit spärlich ausfiel. Aber der Geschmack war wirklich gut. Vergleichbar mit dem Riesen-Schirmpilz (Macrolepiota procera). Hat schon jemand Erfahrung mit dem Schopf-Tintling? Kann man bereits leicht verfärbte Jungpilze auch noch essen oder ist davon abzuraten?

Übrigens gibt es auch in Mittelthüringen (südlich von Weimar und Jena) trotz relativer Trockenheit einige Pilze. Ich habe herrliche Steinpilze (ohne Maden!), Butterpilze und Rotfußröhrlinge gefunden. Fliegenpilze und Flaschenboviste gibt es geradezu massenhaft - das war in den letzten Jahren immer ein gutes Zeichen!

Wichtig ist, dass man richtige Stellen aussucht. An dichtbewaldeten Nordhängen ist der Boden feucht genug. Hier kommt die Sonne jetzt nur noch schlecht hin und der Boden trocknet nicht so schnell aus.

Der trockene Sommer hat den Pilzen nicht geschadet. Hingegen sind Plagegeister wie Mücken und Zecken dieses Jahr kaum zu finden und die Pilze haben erstaunlich wenig Maden. Wenn es jetzt nochmal richtig regnet, könnte es ein ausgezeichnetes Pilzjahr werden!!

ajuga

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Re: Schopf-Tintling und andere Pilze

Werner, (vor 8433 Tagen) @ ajuga

Aber der Geschmack war

wirklich gut. Vergleichbar mit dem Riesen-Schirmpilz (Macrolepiota
procera).

Das wundert mich etwas, da ich M. procera doch als deutlich anders schmeckend empfinde.

Hat schon jemand Erfahrung mit dem Schopf-Tintling? Kann man

bereits leicht verfärbte Jungpilze auch noch essen oder ist davon
abzuraten?

Ja, leicht verfärbte kannst Du sicherlich noch essen. Das ist nur eine Geschmacks- und Optikfrage. Je schwärzer der Pilz, desto schlechter die Optik des resultierenden Pilzgerichts und desto schlechter der Geschmack. Leicht grau-schwarze Schopfis haue ich aber immer in die Pfanne.

Wenn es jetzt nochmal richtig regnet,

könnte es ein ausgezeichnetes Pilzjahr werden!!

Na, Dein Wort in Gottes Ohr, aber ich befürchte, daß dieses Jahr nicht mehr durch 2-3 Wochen zu retten ist. Selbst wenn noch mal ein Schub Pilze kommt.

Gruß,

Werner

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Re: Schopf-Tintling und andere Pilze

Harry, (vor 8433 Tagen) @ ajuga

Ich habe in den letzten Tagen vermehrt Schopf-Tintlinge (Coprinus
comatus)gefunden (in Thüringen und Sachsen-Anhalt) und auch zum ersten Mal
welche mitgenommen und gegessen. In meinen Pilzbüchern stand, dass man nur
junge (walzenförmiger noch geschlossener Hut) und rein weiße Exemplare
essen sollte. Leider war nur noch einer von den drei Thüringer Hüten rein
weiß, so dass die Mahlzeit spärlich ausfiel. Aber der Geschmack war
wirklich gut. Vergleichbar mit dem Riesen-Schirmpilz (Macrolepiota
procera). Hat schon jemand Erfahrung mit dem Schopf-Tintling? Kann man
bereits leicht verfärbte Jungpilze auch noch essen oder ist davon
abzuraten?

Hallo Ajuga,

das mit dem "reinweissen" bezieht sich auf die Lamellen.- nicht auf die Hutfarbe. Bei deinen nächsten Tintlingsfunden dreh einfach die Stiele heraus und schau dir die Farbe der Lamellen an. Abstand vom Verzehr würde ich nehmen, wenn sich diese schon deutlich ins rötlich/schwärzliche verfärbt haben.

Schopftintlinge sollte man nur in wenig Butter schmoren und leicht salzen. Ein zuviel an Gewürzen überdeckt sehr leicht den zarten Eigengeschmack dieser Art.

Gruss

Harry

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Re: Schopf-Tintling und andere Pilze

ajuga, (vor 8433 Tagen) @ Harry

Ich weiß, dass sich das "rein weiss" auf die Lamellen bezieht.

ajuga

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Re: Schopf-Tintling und andere Pilze

Harry, (vor 8433 Tagen) @ ajuga

Ich weiß, dass sich das "rein weiss" auf die Lamellen bezieht.
ajuga

Hi,

"nur einer der drei Thüringer Hüte waren rein weiss" schreibst Du!!

Sorry, kann ja nicht ahnen das du eigentlich Lamellen meinst.

Gruss

Harry

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Re: Schopf-Tintling und andere Pilze

interhias ⌂, (vor 8432 Tagen) @ ajuga

Ich habe in den letzten Tagen vermehrt Schopf-Tintlinge (Coprinus
comatus)gefunden (in Thüringen und Sachsen-Anhalt) und auch zum ersten Mal
welche mitgenommen und gegessen. In meinen Pilzbüchern stand, dass man nur
junge (walzenförmiger noch geschlossener Hut) und rein weiße Exemplare
essen sollte. Leider war nur noch einer von den drei Thüringer Hüten rein
weiß, so dass die Mahlzeit spärlich ausfiel. Aber der Geschmack war
wirklich gut. Vergleichbar mit dem Riesen-Schirmpilz (Macrolepiota
procera). Hat schon jemand Erfahrung mit dem Schopf-Tintling? Kann man
bereits leicht verfärbte Jungpilze auch noch essen oder ist davon
abzuraten
ajuga

Hallo ajuga!

Ich würde dir raten, grundsätzlich nur Exemplare mit rein weißen Lamellen zu ernten. Das heißt nämlich noch lange nicht, dass du mit solchen auch heimkommst, denn die Schopfis "vertinten" in atemberaubendem Tempo auch nach dem Abschneiden. Zu Hause dann also beim Putzen nochmal genau anschaun, bereits schwärzende Exemplare würde ich wegwerfen, die leichten rosa Verfärbungen kann man auch wegschneiden.

Gruß aus München
Hias

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Re: Schopf-Tintling, verfärbt essbar?

42, (vor 8431 Tagen) @ Harry

Da kenn' ich doch im Nürnberger Raum einen Pilzsachverständigen, der mir erzählt hat, dass er die Stiele der zerflossenen Schopftintlinge einsammelt und daraus ein 'Spargelgemüse' macht ...

Gruß
Thomas

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Re: Schopf-Tintling, verfärbt essbar?

Karl-Heinz ⌂, (vor 8431 Tagen) @ 42

Diese Version habe ich auch schon einmal gehört.
Ich denke solange der Stiel noch weiß ist und die Konsistenz von frischem Spargel hat, ist das in Ordnung.
Grüße
Karl-Heinz

Da kenn' ich doch im Nürnberger Raum einen Pilzsachverständigen, der mir
erzählt hat, dass er die Stiele der zerflossenen Schopftintlinge
einsammelt und daraus ein 'Spargelgemüse' macht ...
Gruß
Thomas

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Re: Schopf-Tintling, verfärbt essbar?

Robert Blau, (vor 8431 Tagen) @ Karl-Heinz

Diese Version habe ich auch schon einmal gehört.
Ich denke solange der Stiel noch weiß ist und die Konsistenz von frischem
Spargel hat, ist das in Ordnung.
Grüße
Karl-Heinz

Die Stiele eignen sich ebenso sehr gut fuer Pilzpulver, wie ich gelesen habe. Wir haben das gleich mal ausgestet bei den vielen Schopftintlingen (aber noch nicht benutzt). Da viele Stiele der "tintigen" Schopftintlinge aussehen wie die der jungen Exemplare, spricht eigentlich nix dagegen, die auch zu nehmen.