Pilze Pilze Forum
Erweitert

Vermutlich Maipilze gefunden ...

MH aus Varel, (vor 9672 Tagen)

Endlich mal ein richtiger Fund - wer jetzt glaubt Varel gäbe doch was her,
der irrt.

Das war auf einem Ausflug heute ins Wiehengebirge. An einem Wanderweg unweit von
Bad Essen fand ich eine Gruppe frischer Maipilze,

leider konnte ich kaum welche mitnehmen...

Schon erstaunlich, einmal raus aus der besch***** Geest, und schon gibts alles.

Michael

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Re: Vermutlich Maipilze gefunden ...

bleem, (vor 9670 Tagen) @ MH aus Varel

Hi!
Du schreibst immer es gäbe keine Pilze bei Euch in Varel aber von dem was ich weiß müßte es welche geben.

Varel ist eine kleine friesische Stadt 30km nördlich von Oldenburg. Sie wird im Norden vom Jadebusen und im Süden von Laub-und Nadelwäldern begrenzt. Im Osten schließen sich weite Marschgebiete an, während der Besucher in westlicher Richtung urwüchsige Heide- und Moorflächen findet.

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Re: Vermutlich Maipilze gefunden ...

MH aus Varel, (vor 9670 Tagen) @ bleem

Hi!
Du schreibst immer es gäbe keine Pilze bei Euch in Varel aber von dem was ich
weiß müßte es welche geben.
Varel ist eine kleine friesische Stadt 30km nördlich von Oldenburg. Sie wird
im Norden vom Jadebusen und im Süden von Laub-und Nadelwäldern begrenzt.
Im Osten schließen sich weite Marschgebiete an, während der Besucher in
westlicher Richtung urwüchsige Heide- und Moorflächen findet.

Korrektur:

Varel ist eine kleine friesische Stadt 30km nördlich von Oldenburg. Sie wird
im Osten vom Jadebusen und im Norden von vereinzelten Laub-und Nadelwaldgebieten begrenzt. Im Südosten schließen sich weite Marschgebiete an, während der Besucher in westlicher Richtung eine weite Kultursteppe mit letzten Resten ehemaliger Moorgebiete findet.

PILZE sind dort eine Rarität, REGENFÄLLE neuerdings auch

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

Re: Vermutlich Maipilze gefunden ...

bleem, (vor 9670 Tagen) @ MH aus Varel

Hallo!

Ist ja echt übel bei Euch.Es hört sich an als ob die alles abholzen und in Nutzflächen umwandeln würden. Dabei ist die Gegend doch eine fruchtbare Ebene mit guter alter Erde!Schade - am Besten Du packst Deine 7 Sachen und kommst in den Süden oder Südwesten. Hier wird zwar auch Schindluder mit der Natur getrieben aber zumindestens findest Du hier noch ein paar Pilze.

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Re: Vermutlich Maipilze gefunden ...

MH aus Varel, (vor 9670 Tagen) @ bleem

Hallo!
Ist ja echt übel bei Euch.Es hört sich an als ob die alles abholzen und in
Nutzflächen umwandeln würden. Dabei ist die Gegend doch eine fruchtbare
Ebene mit guter alter Erde!Schade - am Besten Du packst Deine 7 Sachen und
kommst in den Süden oder Südwesten. Hier wird zwar auch Schindluder mit
der Natur getrieben aber zumindestens findest Du hier noch ein paar Pilze.

Fruchtbarer Boden - falsch gewickelt, ärmlicheres Zeug als hier gibts kaum
noch, der schiere Sand, nur braun gefärbt :-))

Michael

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Re: Vermutlich Maipilze gefunden ...

bleem, (vor 9670 Tagen) @ MH aus Varel

hi!

Naja Sand gibt ja auch noch ein wenig her -oder? Zwar zu dieser Jahreszeit sieht es mit Sand sehr schlecht aus aber im Herbst wirst auch Du fündig! Auf alle fälle die Hoffnung nicht aufgeben und beten- wenn das was bringen sollte denn ich bin nicht religiös.
Bis dann-bleem

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Agrocybe praecox (?) in Oldenburg

Mark, (vor 9667 Tagen) @ MH aus Varel

Korrektur:
Varel ist eine kleine friesische Stadt 30km nördlich von Oldenburg. Sie wird
im Osten vom Jadebusen und im Norden von vereinzelten Laub-und
Nadelwaldgebieten begrenzt. Im Südosten schließen sich weite Marschgebiete
an, während der Besucher in westlicher Richtung eine weite Kultursteppe
mit letzten Resten ehemaliger Moorgebiete findet.
PILZE sind dort eine Rarität, REGENFÄLLE neuerdings auch

Tja, hier in Oldenburg sieht das zur Zeit nicht anders aus, doch ich kann immerhin einige Exemplare von Agrocybe praecox melden, wobei ich mir bei der Bestimmung allerdings nicht allzu sicher bin (beim ersten Versuch führte mich der Bestimmungsschlüssel direkt zu Galerina autumnalis!). Fundort: Oldenburg, Universität, auf Mulch aus Holzhäcksel. Hat Agrocybe praecox einen hängenden, gerieften Ring?

Gruß,
Mark

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Re: Agrocybe praecox (?) in Oldenburg

Andreas Gminder, (vor 9667 Tagen) @ Mark

Tja, hier in Oldenburg sieht das zur Zeit nicht anders aus, doch ich kann
immerhin einige Exemplare von Agrocybe praecox melden, wobei ich mir bei
der Bestimmung allerdings nicht allzu sicher bin (beim ersten Versuch
führte mich der Bestimmungsschlüssel direkt zu Galerina autumnalis!).
Fundort: Oldenburg, Universität, auf Mulch aus Holzhäcksel. Hat Agrocybe
praecox einen hängenden, gerieften Ring?
Gruß,
Mark

Hallo Mark,

einen hängenden RIng ja, aber nicht gerieft.

Vielleicht hast du ja den Frühlings-Glockenschüppling (Pholiotina aporos) gefunden. Den gibt's gar nicht so selten an ebensolchen Plätzen und er sieht einem Häubling verdammt ähnlich. Agrocybe hat übrigens erdbraunes Sporenpulver, Pholiotina und Galerina rostfarbenes. Galerinen mit geriftem Ring kenne ich nicht, aber es ist vielleicht nicht ausgeschlossen. Eine weitere Pholiotina mit gerifetem Ring ist Ph. blattaria, aber die soll nicht im Frühjahr vorkommen. Galerina autumnalis müßte mehlartig schmecken, wie die meisten Gift-Häublinge (nach dem Probekosten wieder ausspucken, dann ungefährlich). Die Glockenschüpplinge haben oft weiße Velumreste am Hutrand hängen (nicht immer), Häublinge nie.

Einige Farbbilder von Ph. aporos und blattaria:
Breitenbach/Kränzlin Bd. 4 Nr. 396 und 399
Cetto Bd. 4 Nr. 1307 (fraglich) und Bd. 6 Nr. 2230 (oberbeschissen)
Michael-Hennig-Kreisel Bd. 4 Nr. 214 und 215
Gerhardt Bd. 1 Nr. 208 (sehr schön)
Ryman/Holmasen S. 436
Und einige schlechter erreichbare in älteren Werken und in Zeitschriften.

Viel Erfolg,
Andreas

Eintrag gesperrt
5 Aufrufe

Re: Agrocybe praecox (?) in Oldenburg

Mark, (vor 9665 Tagen) @ Andreas Gminder

einen hängenden RIng ja, aber nicht gerieft.

Schade eigentlich.

Vielleicht hast du ja den Frühlings-Glockenschüppling (Pholiotina aporos)
gefunden. Den gibt's gar nicht so selten an ebensolchen Plätzen und er
sieht einem Häubling verdammt ähnlich.

Ich habe ihn im Courtecuisse - danach hat der einen gerieften Rand, was auf meinen Pilz nicht zutrifft; da ist nur der Ring gerieft.

Agrocybe hat übrigens erdbraunes
Sporenpulver, Pholiotina und Galerina rostfarbenes.

Das spricht nun doch für Agrocybe, das Spp ist sicher nicht rostbraun. Erdbraun trifft die Sache schon besser, allerdings ist es ein relativ blasses Braun.

Galerinen mit geriftem
Ring kenne ich nicht, aber es ist vielleicht nicht ausgeschlossen. Eine
weitere Pholiotina mit gerifetem Ring ist Ph. blattaria, aber die soll
nicht im Frühjahr vorkommen.

Die finde ich als P. arrhenii (Fr)Singer. Im Bild ist der Ring außerdem aufsteigend.

Galerina autumnalis müßte mehlartig

schmecken, wie die meisten Gift-Häublinge (nach dem Probekosten wieder
ausspucken, dann ungefährlich).

Auch hier passt der ungeriefte Rand nicht - neben Jahreszeit und Verbreitung.

Die Glockenschüpplinge haben oft weiße
Velumreste am Hutrand hängen (nicht immer), Häublinge nie.

Velumreste habe ich nicht beobachtet, ich wollte das noch mal am Standort nachschauen, leider sind die Pilze dort inzwischen verschwunden. Dafür habe ich nahe beim Standort noch andere Pilze gefunden, die allerdings regelrecht getrocknet sind und vom Ring her an Träuschlinge erinnern (sonst sehen sie aber anders aus, doch in ihrem Zustand werden sie sich kaum ernsthaft bestimmen lassen). Wenn es demnächst regnet (soll angeblich Mitte nächster Woche passieren), könnte der Standort ganz interessant werden.

Einige Farbbilder von Ph. aporos und blattaria: Breitenbach/Kränzlin Bd. 4
Nr. 396 und 399
Cetto Bd. 4 Nr. 1307 (fraglich) und Bd. 6 Nr. 2230 (oberbeschissen)
Michael-Hennig-Kreisel Bd. 4 Nr. 214 und 215
Gerhardt Bd. 1 Nr. 208 (sehr schön)
Ryman/Holmasen S. 436

Muss ich mal in der naturwissenschaftlichen Abteilung unserer Unibibliothek nachschlagen...

Danke für die Tips schon mal!