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A bisserl wos geht oiwei!, von Thomas *PIC*

Notizbrettbildservice, (vor 8416 Tagen)

Kaum habe ich in über die schlechte Pilzsaison im hohen Norden gemäkelt, da scheint es, als wollten mich die Pilze Lügen strafen und ploppen aus dem Boden, was das Zeug hält. Aber ich motze weiter und frage: Und wo bleiben die essbaren? (Vielleicht hilft’s ja ;-))
Aber wie es im Titel steht: Ein bißchen was geht immer, und so fasse ich hier mal meine Wochenendfunde zusammen.
Suchgebiet war ein kleines Wäldchen aus Tannen, Eichen und Birken in Hennstedt (Dithmarschen) mit dem sinnigen Namen „Rosengarten“ (aber die einzigen Rosaceen, die da wachsen, sind Brombeeren).
Auffallend war, dass wir dort neben Grünblättrigen (Hyphloma fasciculare) auch viele Graublättrige (H. capnoides) und Ziegelrote Schwefelköpfe ( H. sublateritium) gefunden haben:
[image]
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Graubl. Schweflkopf02.jpg
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Ziegelroter Schwefelk.jpg

Sehr beeindrucken fand ich folgendes Bild:
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Mycenchen.jpg

Ein winziges Mycenchen hat sich vor dem Hintergrund besonders stattlicher Graublättriger Schwefelköpfe aufgebaut. Den Lütten hätte ich fast übersehen und meine Kamera draufgestellt…

Neben einer Schützhütte fand ich jene monströsen Gesellen:
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Nebelkappe.jpg
Die Nebelkappen (Clitocybe nebularis) sollen zwar genießbar sein, aber man muss ja nun wirklich nicht alles essen… Aber vielleicht siedelt sich ja hier noch der Parasitische Scheidling an. Den habe ich erst einmal gefunden, auf Nebelkappen in einem Wald bei Burg/Dithm.

Auch diesen scharfen Kerl fand ich in der Nähe der Schutzhütte:
Eichenmilchling.jpg
Das ist der Eichenmilchling (Lactarius quietus), ein streng an Eiche gebundener Pilz.

Weiter ging es zu meinem geliebten „Sandkasten“ in Süderstapel. Dort hatte sich seit dem letzten Mal nicht viel getan, außer, dass die Fliegenpilze (Amanita muscaria) wie die Wilden aus dem Boden schoben:
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Fliegenpilz.jpg

Und in deren Gefolge einige besonders gut entwickelte Perlpilze (A. rubescens).
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Perlpilz.jpg

Unter den Weiden (Salweiden) wucherten diese Fälblinge, die ich als Großer Weidenfälbling (Hebeloma leucosarx) identifiziert habe:
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Hebeloma.jpg
Die für diese Art typischen Tröpchen an den Schneiden der Lamellen waren leider eingetrocknet und nur noch als dunkle Punkte erkennbar:
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Hebelomalamellen.jpg

Zum Schluss noch ein alter Bekannter unter den Birken in der Sandkiste: Der Birkenreizker (Lactarius torminosus), schon etwas älter.
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Birkenreizker.jpg

Grüsslis
Thomas

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Re: Birkenreizker

Heinz.Ebert@dgfm-ev.de, (vor 8416 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Hallo Thomas,
freue mich über deine schönen Fotos, auch wenn die Ladezeiten lang sind. Aber nun zum Birkenreizker:
wir sollten langsam alle dazu übergehen, nur diejenigen Milchlinge als Reizker zu bezeichnen, die karottenfarbene/rote Milch haben. Der Birken-"Reizker" hat jedoch weiße Milch. Er ist in fast allen Büchern in diesem Sinne falsch benamt. Ich möchte einfach erreichen, dass ursprüngliche klare Namen ihren Sinn behalten. Beispiel: Seit über 100 Jahren nennt man die Egerlinge (Agaricus) Champignons, weil Egerlinge die ersten Zuchtpilze waren und unter dem Begriff "Champignons de Paris" auf den Markt kamen (d.h. "Pilze von Paris"), weil sie seinerzeit in Paris gezüchtet worden sind.
Die deutsche Bezeichnung "Egerlinge" ist fast verloren. Der Begriff "Reizker" für rotmilchende Milchlinge wird vielleicht in seinem Sinne verstellt. Nennt ihn einfach "Birken-Milchling".
In diesem Sinne viel Freude mit Pilzen, Heinz Ebert

Kaum habe ich in über die schlechte Pilzsaison im hohen Norden gemäkelt, da
scheint es, als wollten mich die Pilze Lügen strafen und ploppen aus dem
Boden, was das Zeug hält. Aber ich motze weiter und frage: Und wo bleiben
die essbaren? (Vielleicht hilft’s ja ;-))
Aber wie es im Titel steht: Ein bißchen was geht immer, und so fasse ich hier
mal meine Wochenendfunde zusammen.
Suchgebiet war ein kleines Wäldchen aus Tannen, Eichen und Birken in
Hennstedt (Dithmarschen) mit dem sinnigen Namen „Rosengarten“ (aber die
einzigen Rosaceen, die da wachsen, sind Brombeeren).
Auffallend war, dass wir dort neben Grünblättrigen (Hyphloma fasciculare)
auch viele Graublättrige (H. capnoides) und Ziegelrote Schwefelköpfe ( H.
sublateritium) gefunden haben:

Graubl. Schweflkopf02.jpg

Ziegelroter Schwefelk.jpg
Sehr beeindrucken fand ich folgendes Bild:
Mycenchen.jpg
Ein winziges Mycenchen hat sich vor dem Hintergrund besonders stattlicher
Graublättriger Schwefelköpfe aufgebaut. Den Lütten hätte ich fast
übersehen und meine Kamera draufgestellt…
Neben einer Schützhütte fand ich jene monströsen Gesellen:
Nebelkappe.jpg
Die Nebelkappen (Clitocybe nebularis) sollen zwar genießbar sein, aber man
muss ja nun wirklich nicht alles essen… Aber vielleicht siedelt sich ja
hier noch der Parasitische Scheidling an. Den habe ich erst einmal
gefunden, auf Nebelkappen in einem Wald bei Burg/Dithm.
Auch diesen scharfen Kerl fand ich in der Nähe der Schutzhütte:
Eichenmilchling.jpg
Das ist der Eichenmilchling (Lactarius quietus), ein streng an Eiche
gebundener Pilz.
Weiter ging es zu meinem geliebten „Sandkasten“ in Süderstapel. Dort hatte
sich seit dem letzten Mal nicht viel getan, außer, dass die Fliegenpilze
(Amanita muscaria) wie die Wilden aus dem Boden schoben:
Fliegenpilz.jpg
Und in deren Gefolge einige besonders gut entwickelte Perlpilze (A.
rubescens).

Perlpilz.jpg
Unter den Weiden (Salweiden) wucherten diese Fälblinge, die ich als Großer
Weidenfälbling (Hebeloma leucosarx) identifiziert habe:
Hebeloma.jpg
Die für diese Art typischen Tröpchen an den Schneiden der Lamellen waren
leider eingetrocknet und nur noch als dunkle Punkte erkennbar:
Hebelomalamellen.jpg
Zum Schluss noch ein alter Bekannter unter den Birken in der Sandkiste: Der
Birkenreizker (Lactarius torminosus), schon etwas älter.

Birkenreizker.jpg
Grüsslis
Thomas

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Re: Birkenreizker

Thomas Pruß, (vor 8416 Tagen) @ Heinz.Ebert@dgfm-ev.de

Moin Heinz,
ich hatte ursprünglich „Birkenmilchling“ dort geschrieben, wo jetzt „Birkenreizker“ steht. Doch weil mir der Name irgendwie nicht so recht über die Zunge und auch nicht so recht in die Tastatur wollte, habe ich ihn wieder geändert. Aber du hast Recht, und ich werde ihn in Zukunft auch nur noch „Birkenmilchling“ nennen.
Grüsslis
Thomas

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big problem *oT*

Piwo, (vor 8416 Tagen) @ Heinz.Ebert@dgfm-ev.de

- kein Text -

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Re: Birkenreizker

Christoph ⌂, (vor 8416 Tagen) @ Heinz.Ebert@dgfm-ev.de

Hallo Heinz,

"falsch" kann man bei umgangssprachlichen Pilznamen kaum sagen. Der lactarius necator wird auch immer der "Tannenreizker" sein und bleiben, auch wenn er unter Fichte wächst und der "echte Tannenreizker" im modernen Sinn der Lachsreizker ist.
Ebenso wird und wurde Lact. torminosus schon immer "Borkenreizker" genannt. Bloß weil vermutlich "Reizker" von rot kommt (aus dem Slawischen) ist der Begriff doch nicht falsch.

Die deutschen Namen variieren von Region zu Region (das nenne ich Vielfalt und Ausdruck unserer Kultur), die wissenschaftlichen von Jahr zu Jahr (das ist eher Chaos). Ich bin für eine Vielfalt der "Volksnamen" und gegen Gleichschalterei in diesem Bezug. Für letzteres haben wir ja die wissenschaftliche Namen... ;-)

Grüße
Christoph (für den der Birkenreizker wohl immer der Birkenreizker bleibt, weil er es als Kind so gelernt hat)

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Re: Birkenreizker

Heinz.Ebert@dgfm-ev.de, (vor 8416 Tagen) @ Christoph

Lieber Christoph,
ich sehs trotzdem anders, macht aber nix. Wenn wir alle die gleiche Meinung hätten, dann wärs ja langweilig, und überhaupt ....
Herzliche Grüße, Heinz

Hallo Heinz,
"falsch" kann man bei umgangssprachlichen Pilznamen kaum sagen. Der
lactarius necator wird auch immer der "Tannenreizker" sein und
bleiben, auch wenn er unter Fichte wächst und der "echte
Tannenreizker" im modernen Sinn der Lachsreizker ist.
Ebenso wird und wurde Lact. torminosus schon immer "Borkenreizker"
genannt. Bloß weil vermutlich "Reizker" von rot kommt (aus dem
Slawischen) ist der Begriff doch nicht falsch.
Die deutschen Namen variieren von Region zu Region (das nenne ich Vielfalt
und Ausdruck unserer Kultur), die wissenschaftlichen von Jahr zu Jahr (das
ist eher Chaos). Ich bin für eine Vielfalt der "Volksnamen" und
gegen Gleichschalterei in diesem Bezug. Für letzteres haben wir ja die
wissenschaftliche Namen... ;-)
Grüße
Christoph (für den der Birkenreizker wohl immer der Birkenreizker bleibt,
weil er es als Kind so gelernt hat)

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@Heinz Ebert: sag mal...!

Harald Andres Schmid, (vor 8416 Tagen) @ Heinz.Ebert@dgfm-ev.de

hallo, Heinz
sag mal, gibt es dich tatsächlich noch?
Meines Wissens bist du seit Juli verschollen.
Im pilzleeren Wald verirrt oder was?
Herzlich willkommen zurück!!!
Lieben Gruss, Harald Andres

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Re: @Heinz Ebert: sag mal...!

Heinz.Ebert@dgfm-ev.de, (vor 8416 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Lieber Harald,
es gibt mich noch. Hatte zunächst französische Wälder unsicher gemacht, dann wie üblich in der Eifel gesucht, und jetzt treibe ich mich im Saarland um. Also von wegen verschollen, eher verkrochen, hihi.
Herzliche Grüße, Heinz

hallo, Heinz
sag mal, gibt es dich tatsächlich noch?
Meines Wissens bist du seit Juli verschollen.
Im pilzleeren Wald verirrt oder was?
Herzlich willkommen zurück!!!
Lieben Gruss, Harald Andres

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Achtung!!!

Notizbrettbildservice, (vor 8416 Tagen) @ Notizbrettbildservice

Achtung!
Dieser Beitrag (von 13:44 Uhr) wurde irrtümlich Abgeschickt, er ist nicht vollständig! Bitte nur den Beitrag von 13:59 lesen.
Mit freundlichen Grüßen
Joachim