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Welches Pilzbuch ist das beste?

Harry29, (vor 8409 Tagen)

Habe nun Mittlerweile 4 Pilzbücher mir zugelegt und bin einbißchen enttäuscht, da sie zum Teil wenige Pilze beinhalten, zum anderen sehen sie anders aus als die die ich im Wald sehe.

Folgende Bücher habe ich also:

1.) „Pilze suchen mit Vergnügen“ Traudi & Hugo Portisch

Ok wenn man nur 10 Hauptpilze suchen will und gute Kochrezepte sind auch drin.

2.) „Pilze Mitteleuropa“ Orbis Neue Naturführer

Das Buch ist absoluter Mist und Verarschung oben drauf. Werden gerade mal knapp über 200 Pilze mit schlechten Fotos und oberflächlicher Beschreibungen präsentiert aber auf dem Umschlag wird das Buch mit mehr als 750 Bildern umworben. Verarschung PUR!!! DA sie kleine nichtige Symbole mitzählen und so mit irreführen!

3.) „Pilze“ Eward Gehardt

Super Buch mit 282 Pilznamen und Bildern und guter Beschreibung und Bestimmungshilfe!

4.) „Welcher Pilz ist das?“ Markus Flück

Genau wie oben ( 3 ) nur größer und besser!

Jetzt habe ich mir den „BLV Der große BLV Pilzführer„ bestellt mit 1200 Pilzen. Hoffe endlich mal ein gutes Buch zu kriegen!!!

Gruß
Harry

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Re: Welches Pilzbuch ist das beste?

Rene, (vor 8409 Tagen) @ Harry29

zum anderen sehen sie anders aus als die die ich im Wald sehe.

Hallo Harry

Was du mit deinem Pilzbuch machen willst ist nichts anderes als die Bestimmung einer biologische Art anhand ihrer Merkmale. Natürlich sehen die Bilder in deinem Buch anders aus als die Pilze im Wald. Spiele mal folgenden Vergleich durch;

Homo sapiens sapiens, der moderne Mensch ist in der Taxonomie auch eine biologische Art. Schau dich mal genau um. Du kannst die Menschheit nicht mit einem einzelnen Bild genau beschreiben. Da gibt es grosse, kleine, jung, alte, dünne, dicke, dunkle, helle usw.

Genau so ist es halt auch bei den Pilzen. Die müssen auch (wie der Mensch) anhand von biologischen Merkmalen erst mal in eine Gattung und dann in eine Art eingeordnet werden.

Ich wage mal einen etwas gewagten taxonomischen Vergleich zwischen Mensch / Fliegenpilz um die Sache weiter zu erklären. (Bin kein studierter Biologe, also verreisst mich nicht gleich ;-). Dieser Vergleich soll lediglich helfen das System zu erklären.

Die Taxonomie umschreibt wie folgt die Lebewesen in einem (von Menschen geschaffenen) System nach Verwandschaftsgraden:

Reich: Animalia (Tiere) / Fungi (Pilze)
Stamm: Chordata (Unterstamm Wirbeltiere) / Basidiomycota (Ständerpilze)
Klasse: Mammalia (Säugetiere) / Hymenomycetes (eine von 3 Klassen der Pilze)
Ordnung: Primates (Herrentiere) / Agaricales (Egerlingsartige)
Familie: Hominidae (Menschenverwandte) / Amantiaceae (Wulstlingsverwandte)
Gattung: Homo (Menschen) / Amanita (Wulstlinge)
Art: sapiens (der moderne Mensch) / Amanita muscaria (Fliegenpilz)
Rassen oder Varietäten: unterscheiden dann noch weiter in verschiedene Varietäten der gleichen biologischen Art. zB. Amanita muscaria var. alba (ganz weisser Fliegenpilz nur als Beispiel gedacht)

Merke dir das (Un-)wort SKOFGAR für die richtige Reihenfolge der Einordnung in die Taxonomie (siehe oben).

Und genau das läuft dann im Gehirn grob ab wenn du einen Fliegenpilz findest: Aha ein Pilz (Fungi), mit Lamellen (vermutlich Agaricales), sieht aus wie ein Wulstling (Amanitaceae / Amanita), hat einen roten Hut mit weissen Velumresten (und viele andere Merkmale die man kennen muss wie z.B. rein weisse Lamellen, Lamellen frei, hängender Ring, Hutrand gerieft, Stiel weisslich bis gelblich, Basis mit gegürtelter Knolle, Fleisch weiss, Geschmack nussartig und so weiter.)

Die Erkennung der Merkmale und deren Einordnung in die Taxonomie, bzw. die Verwendung eines Bestimmungsschlüssels muss halt einfach gelernt werden, ansonsten ist jeder Pilz ein Blätterpilz (das heisst man blättert so lange in der Literatur herum bis man denkt die richtige Art gefunden zu haben).

Dazu kommen neben den makroskopischen (von blossem Auge sichtbaren) Merkmalen dann noch die mikroskopischen Merkmale um die Bestimmung weiter zu erhärten, und allenfalls noch ein paar arttypische chemische Reaktionen. Weiter hilft die Kenntnis bei der Bestimmung von Pflanzen und deren Anzeige von geologischen Untergründen.

Klingt alles furchtbar kompliziert. Glaube mir, es ist kompliziert! Wenn du mehr als nur ein paar gut kenntliche Pilze (Fliegenpilz) sicher bestimmen willst, so musst du dich mit obigen Themen befassen. Besonders wichtig ist es dabei die Gattung sauber zu erkennen. Dies bringt dich ein gutes Stück weiter.

Ich möchte mit diesem Beitrag niemanden verunsichern, aber so verhält es sich nun mal wenn man sich näher mit der Pilzbestimmung befassen will. Ihr seit dann mehr oder minder sattelfest wenn ihr bekannte Pilze (Fliegenpilz) allein aufgrund der erlernten Merkmale (ohne vorliegendes Exemplar) in einem Bestimmungsschlüssel sauber auffindet. Macht einmal diesen Versuch, er ist sehr lehrreich.

Gruss René

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Rene, das ist der Nagel auf dem Kopf! *oT*

elfi ⌂, (vor 8409 Tagen) @ Rene

- kein Text -

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Re: Welches Pilzbuch ist das beste?

Harry29, (vor 8408 Tagen) @ Rene

Hallo Rene,

danke für den mnemonischen Schlüsel, ich wollte sowieso schon fragen ob da sowas ähnliches gibt wie das was du gerade beschrieben hast. In welchem Buch kann man das genauer nachlesen oder auf welcher Internetseite?
mfg
Harry

Hallo Harry
Was du mit deinem Pilzbuch machen willst ist nichts anderes als die
Bestimmung einer biologische Art anhand ihrer Merkmale. Natürlich sehen
die Bilder in deinem Buch anders aus als die Pilze im Wald. Spiele mal
folgenden Vergleich durch;
Homo sapiens sapiens, der moderne Mensch ist in der Taxonomie auch eine
biologische Art. Schau dich mal genau um. Du kannst die Menschheit nicht
mit einem einzelnen Bild genau beschreiben. Da gibt es grosse, kleine,
jung, alte, dünne, dicke, dunkle, helle usw.
Genau so ist es halt auch bei den Pilzen. Die müssen auch (wie der Mensch)
anhand von biologischen Merkmalen erst mal in eine Gattung und dann in
eine Art eingeordnet werden.
Ich wage mal einen etwas gewagten taxonomischen Vergleich zwischen Mensch /
Fliegenpilz um die Sache weiter zu erklären. (Bin kein studierter Biologe,
also verreisst mich nicht gleich ;-). Dieser Vergleich soll lediglich
helfen das System zu erklären.
Die Taxonomie umschreibt wie folgt die Lebewesen in einem (von Menschen
geschaffenen) System nach Verwandschaftsgraden: Reich: Animalia (Tiere) /
Fungi (Pilze)
Stamm: Chordata (Unterstamm Wirbeltiere) / Basidiomycota (Ständerpilze)
Klasse: Mammalia (Säugetiere) / Hymenomycetes (eine von 3 Klassen der Pilze)
Ordnung: Primates (Herrentiere) / Agaricales (Egerlingsartige)
Familie: Hominidae (Menschenverwandte) / Amantiaceae (Wulstlingsverwandte)
Gattung: Homo (Menschen) / Amanita (Wulstlinge)
Art: sapiens (der moderne Mensch) / Amanita muscaria (Fliegenpilz)
Rassen oder Varietäten: unterscheiden dann noch weiter in verschiedene
Varietäten der gleichen biologischen Art. zB. Amanita muscaria var. alba
(ganz weisser Fliegenpilz nur als Beispiel gedacht)
Merke dir das (Un-)wort SKOFGAR für die richtige Reihenfolge der Einordnung
in die Taxonomie (siehe oben).
Und genau das läuft dann im Gehirn grob ab wenn du einen Fliegenpilz findest:
Aha ein Pilz (Fungi), mit Lamellen (vermutlich Agaricales), sieht aus wie
ein Wulstling (Amanitaceae / Amanita), hat einen roten Hut mit weissen
Velumresten (und viele andere Merkmale die man kennen muss wie z.B. rein
weisse Lamellen, Lamellen frei, hängender Ring, Hutrand gerieft, Stiel
weisslich bis gelblich, Basis mit gegürtelter Knolle, Fleisch weiss,
Geschmack nussartig und so weiter.)
Die Erkennung der Merkmale und deren Einordnung in die Taxonomie, bzw. die
Verwendung eines Bestimmungsschlüssels muss halt einfach gelernt werden,
ansonsten ist jeder Pilz ein Blätterpilz (das heisst man blättert so lange
in der Literatur herum bis man denkt die richtige Art gefunden zu haben).
Dazu kommen neben den makroskopischen (von blossem Auge sichtbaren) Merkmalen
dann noch die mikroskopischen Merkmale um die Bestimmung weiter zu
erhärten, und allenfalls noch ein paar arttypische chemische Reaktionen.
Weiter hilft die Kenntnis bei der Bestimmung von Pflanzen und deren
Anzeige von geologischen Untergründen.
Klingt alles furchtbar kompliziert. Glaube mir, es ist kompliziert! Wenn du
mehr als nur ein paar gut kenntliche Pilze (Fliegenpilz) sicher bestimmen
willst, so musst du dich mit obigen Themen befassen. Besonders wichtig ist
es dabei die Gattung sauber zu erkennen. Dies bringt dich ein gutes Stück
weiter.
Ich möchte mit diesem Beitrag niemanden verunsichern, aber so verhält es sich
nun mal wenn man sich näher mit der Pilzbestimmung befassen will. Ihr seit
dann mehr oder minder sattelfest wenn ihr bekannte Pilze (Fliegenpilz)
allein aufgrund der erlernten Merkmale (ohne vorliegendes Exemplar) in
einem Bestimmungsschlüssel sauber auffindet. Macht einmal diesen Versuch,
er ist sehr lehrreich.
Gruss René

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Re: Welches Pilzbuch ist das beste?

Rene, (vor 8408 Tagen) @ Harry29

Hallo Rene,
danke für den mnemonischen Schlüsel, ich wollte sowieso schon fragen ob da
sowas ähnliches gibt wie das was du gerade beschrieben hast. In welchem
Buch kann man das genauer nachlesen oder auf welcher Internetseite?
mfg
Harry

Hallo Harry

Ich habe mir mal vor Jahren die Biologie Enzyklopädie der University of Cambridge reingezogen. Da werden einem solche Dinge erklärt. Es gibt aber sicher auch noch viele andere gute Biologiebücher.

Zum Thema Pilzbücher sieh dir mal diesen Link an.
http://www.mykonet.ch/buchempfehlungen.htm

Dies sind Bücher die ich unter anderen auch habe und empfehlen kann.

Noch mehr als Bücher empfehle ich aber: Suche einen Verein welcher sich mit Pilzen befasst und werde dort Mitglied. Dieses dürfte um vieles erfolgreicher sein als alleine irgendwelche Bücher zu studieren.

Gruss René

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Re: Welches Pilzbuch ist das beste?

elfi ⌂, (vor 8409 Tagen) @ Harry29

Hallo Harry 29,
bevor Du nicht eine Pilzbuchgalerie von
25 bis 40 Pilzbüchern hast, wirst Du mit
keinem zufrieden sein. ☻
elfi

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Re: Welches Pilzbuch ist das beste?

Werner, (vor 8409 Tagen) @ Harry29

Habe nun Mittlerweile 4 Pilzbücher mir zugelegt und bin einbißchen
enttäuscht, da sie zum Teil wenige Pilze beinhalten, zum anderen sehen sie
anders aus als die die ich im Wald sehe.

Als erstes möchte ich mal Rene und elfi absolut zustimmen. Sie haben ja so recht.

Jetzt habe ich mir den „BLV Der große BLV Pilzführer„ bestellt mit 1200
Pilzen. Hoffe endlich mal ein gutes Buch zu kriegen!!!

Das ist für mich so eine Art Basiswerk. Mit dem bist Du schon mal relativ gut bedient. Desweiteren sei Dir noch der kleine Laux ans Herz gelegt. Wurde hier auch schon zig mal besprochen. Außerdem bekommt man z.Zt. evtl. noch letzte Reste von Pareys Buch der Pilze von Marcel Bon. Das ist sehr lohnend, da es als einziges Buch der Einstiegsliteratur einen vernünftigen Schlüssel enthält.

Ich hatte als blutiger Anfänger auch etliche gute Erfahrungen mit dem Winkler "2000 Pilze", der auch einen - noch einfacheren - Schlüssel enthält, dafür aber wenig Fotos. Die Beschreibungen und der Schlüssel führen aber dann oft zum Erfolg.

Und wenn es dann mal mikroskopisch wird, kommt niemand an "Pilze der Schweiz" vorbei .... usw. usf.

Du findest diese Bücher z.B. bei http://www.pilzzentrum.de/buecher.html . Auch für die dort angebotenen Kurse möchte ich wieder einmal Werbung machen, denn dort habe ich das Meiste gelernt. Alleine mit Büchern geht halt einfach nicht alles - eigentlich sogar recht wenig. Dir würde ich den Fortgeschrittenenkurs 1 empfehlen, dafür muß man sich i.d.R. allerdings inzwischen schon im Januar anmelden - kurz nachdem die Kursliste für 2004 raus ist - ansonsten sind die Kurse voll.

Eine weitere Alternative ist noch ein lokaler Pilzverein, der auch Wanderungen durchführt. Wenn Du sowas in der Nähe hast, versuch das auch mal.

Merke: mit Büchern allein wirst Du vermutlich nicht glücklich werden, die helfen bestenfalls bei den leicht kenntlichen Arten im Anfangsstadium. Und: esse niemals Pilze, die Du lediglich nach Büchern bestimmt hast. Das kann im schlimmsten Fall Dein Leben kosten! Im besten Fall sitzt Du bald mal ausgiebig auf dem Klo.

Gruß,

Werner

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Re: Welches Pilzbuch ist das beste?

Anette, (vor 8408 Tagen) @ Harry29

Lieber Harry,

"das Beste" ist immer auch Geschmacksache. Meine Erfahrung ist, daß man spätesten dann mehr als eins braucht, wenn man anfängt, sich für die unscheinbaren "little brown mushrooms" zu interessieren, die der rein kulinarisch interessierte Sammler geflissentlich ignoriert.

Der Gerhard, den du bestellt hast, ist schon nicht schlecht. Ich empfehle dir zusätzlich Marcel Bon: Pareys Buch der Pilze, mit 1500 Arten. Das ist ein preiswertes Buch im handlichen Taschenformat, das als eines der wenigen einen brauchbaren Schlüssel enthält, mit dem man auch im Gelände schon was anfangen kann.

Nachteil: Man muß sich schon ein bißchen in die Kapitel über Systematik und Nomenklatur der Pilzanatomie einlesen. Die Abbildungen sind Aquarelle und teilweise etwas blaß. Bestimmung rein nach dem Aussehen funktioniert also nicht besonders gut - aber das tut sie bei Fotos meiner Erfahrung nach auch nicht. Weil Pilze im Wald selten so aussehen wie auf dem Bild. Schlüssel und anatomische Merkmale sind sicherer.

Mit beiden Büchern zusammen wirst du für den Anfang schon ziemlich weit kommen.

Anette

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Re: Welches Pilzbuch ist das beste?

Tillmann, (vor 8408 Tagen) @ Harry29

Hallo Harry29,

als interessierter Pilzsammler (und Esser) OHNE Mikroskop habe ich auch "Parey's Buch der Pilze" von Marcel Bon, aber wenn man den Vergleich jemandem zeigen muß halte ich viel von den Farbfotos vom E. Gerhard "Der große BLV-Pilzführer", der sich prima mit dem "Großen Kosmos Pilzführer" (von H. E. Laux) ergänzt. Für mich erstaunlich überschneiden sich die beiden Bücher - trotz gleichen Formates, gleicher Pilzzahl und ich glaube auch Preises - nur bei den Standardpilzen.
Mit den Fotos kommt man recht weit, doch ich finde richtige Gewißheit bekommt man nur "live" bei einer Exkursion (oder auch in diesem Forum).

Viele Grüße und viel Spaß mit dem "Gerhard" wünscht
Tillmann

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Re: Welches Pilzbuch ist das beste?

Harry29, (vor 8408 Tagen) @ Tillmann

Hallo Tillmann,

danke für den Tipp. Ich werde mir erstmal den grossen BLV anschauen denn ich mir schon bestellt habe, dann werde ich weiter sehen ob ich noch eine Ergenzung habe.

mfg
Harry

Hallo Harry29,
als interessierter Pilzsammler (und Esser) OHNE Mikroskop habe ich auch
"Parey's Buch der Pilze" von Marcel Bon, aber wenn man den
Vergleich jemandem zeigen muß halte ich viel von den Farbfotos vom E.
Gerhard "Der große BLV-Pilzführer", der sich prima mit dem
"Großen Kosmos Pilzführer" (von H. E. Laux) ergänzt. Für mich
erstaunlich überschneiden sich die beiden Bücher - trotz gleichen
Formates, gleicher Pilzzahl und ich glaube auch Preises - nur bei den
Standardpilzen.
Mit den Fotos kommt man recht weit, doch ich finde richtige Gewißheit bekommt
man nur "live" bei einer Exkursion (oder auch in diesem Forum).
Viele Grüße und viel Spaß mit dem "Gerhard" wünscht
Tillmann

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Re: Welches Pilzbuch ist das beste?

Andi S. aus V., (vor 8403 Tagen) @ Harry29

Hallo Harry,

ich habe auch lange "das beste Pilzbuch" geuscht und aber bald bemerkt, dass man mehrere braucht. Bücher mit Bestimmungsschlüssel: Da bin ich ganz günstig an den "Winkler" gekommen und das ist für mich das beste Bestimmungswerk, weil man den Schlüssel nicht nach einer vorgegebenen Reihenfolge durchgehen muss. Besonders wenn man noch das PC-Programm dazu benutzt, kann man auch bei bekannten Gattungen viel dazu lernen. Man kann z.B. eine Gattung anklicken und sieht dann welche Bestimmungsmerkmale auf die Gattung zutreffen können. Außerdem habe ich mir für 1,50 EUR noch das Büchlein "Pilzwanderungen" von Engel (letzte Ausgabe) bei Ebay ersteigert. Außerdem gab es kürzlich recht günstig (9,95) den Pareys bei Humanitas. Und wenn nächstes Jahr das Buch mit Schüssel von Pätzold herauskommt, werde ich mir das auf jeden Fall auch noch zulegen. Pilz-"Bilder"-Bücher: Mein Favorit ist hier "Dähnke 1200 Pilze". Auch wenn das Buch bei vielen nicht so beliebt scheint, sind das für mich die besten, naturgetreuesten Bilder. Immerhin wird im Artenschlüssel des "Winkler" auf die Bilder von Dähnke verwiesen. Die Bilder im "großen Laux" finde ich nicht besonders gut, farbverfälscht und schlecht belichtet. Da liefern die Amateure in diesem Forum oftmals erheblich bessere Aufnahmen! Sehr gut dagegen die Bilder in den Büchern von Gerhardt. Was bei Gerhardt für Anfänger besonders hervorzuheben ist, ist die umfangreiche Angabe von Verwechslungsmöglichkeiten. Und dazu gibt es ein eigenes Büchlein von Laux, das ich jedem Anfänger fast als "Pflichtlektüre" empfehlen kann: "Essbare Pilze und ihre giftigen Doppelgänger". Hiermit kann man in Verbindung mit anderen Büchern mit guter Beschreibung (z.B. Cetto) sehr viel lernen. Wenn man lernen will, kann ich Dir, wie es bereits andere getan haben, auch ein Seminar, z.B. in Hornberg, wärmstens empfehlen. Außer dass man viel lernt, macht es auch noch großen Spaß!

Gruß Andi S. aus V.

Habe nun Mittlerweile 4 Pilzbücher mir zugelegt und bin einbißchen
enttäuscht, da sie zum Teil wenige Pilze beinhalten, zum anderen sehen sie
anders aus als die die ich im Wald sehe.
Folgende Bücher habe ich also: 1.) „Pilze suchen mit Vergnügen“ Traudi &
Hugo Portisch
Ok wenn man nur 10 Hauptpilze suchen will und gute Kochrezepte sind auch
drin.
2.) „Pilze Mitteleuropa“ Orbis Neue Naturführer
Das Buch ist absoluter Mist und Verarschung oben drauf. Werden gerade mal
knapp über 200 Pilze mit schlechten Fotos und oberflächlicher
Beschreibungen präsentiert aber auf dem Umschlag wird das Buch mit mehr
als 750 Bildern umworben. Verarschung PUR!!! DA sie kleine nichtige
Symbole mitzählen und so mit irreführen!
3.) „Pilze“ Eward Gehardt
Super Buch mit 282 Pilznamen und Bildern und guter Beschreibung und
Bestimmungshilfe!
4.) „Welcher Pilz ist das?“ Markus Flück
Genau wie oben ( 3 ) nur größer und besser!
Jetzt habe ich mir den „BLV Der große BLV Pilzführer„ bestellt mit 1200
Pilzen. Hoffe endlich mal ein gutes Buch zu kriegen!!!
Gruß
Harry

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Re: Welches Pilzbuch ist das beste?

Harry29, (vor 8403 Tagen) @ Andi S. aus V.

Hallo Andi,

danke für ausführliche Infos, ich werde mich erstmal auf "Der große BLV Pilzführer" und die restlichen Bücher die ich schon gekauft habe beschränken, wenn ich mich dann tiefer in die Materie einarbeiten will, werde ich mir deine Vorschläge genauer anschauen.

Mfg
Harry

Hallo Harry,
ich habe auch lange "das beste Pilzbuch" geuscht und aber bald
bemerkt, dass man mehrere braucht. Bücher mit Bestimmungsschlüssel: Da bin
ich ganz günstig an den "Winkler" gekommen und das ist für mich
das beste Bestimmungswerk, weil man den Schlüssel nicht nach einer
vorgegebenen Reihenfolge durchgehen muss. Besonders wenn man noch das
PC-Programm dazu benutzt, kann man auch bei bekannten Gattungen viel dazu
lernen. Man kann z.B. eine Gattung anklicken und sieht dann welche
Bestimmungsmerkmale auf die Gattung zutreffen können. Außerdem habe ich
mir für 1,50 EUR noch das Büchlein "Pilzwanderungen" von Engel
(letzte Ausgabe) bei Ebay ersteigert. Außerdem gab es kürzlich recht
günstig (9,95) den Pareys bei Humanitas. Und wenn nächstes Jahr das Buch
mit Schüssel von Pätzold herauskommt, werde ich mir das auf jeden Fall
auch noch zulegen. Pilz-"Bilder"-Bücher: Mein Favorit ist hier
"Dähnke 1200 Pilze". Auch wenn das Buch bei vielen nicht so
beliebt scheint, sind das für mich die besten, naturgetreuesten Bilder.
Immerhin wird im Artenschlüssel des "Winkler" auf die Bilder von
Dähnke verwiesen. Die Bilder im "großen Laux" finde ich nicht
besonders gut, farbverfälscht und schlecht belichtet. Da liefern die
Amateure in diesem Forum oftmals erheblich bessere Aufnahmen! Sehr gut
dagegen die Bilder in den Büchern von Gerhardt. Was bei Gerhardt für
Anfänger besonders hervorzuheben ist, ist die umfangreiche Angabe von
Verwechslungsmöglichkeiten. Und dazu gibt es ein eigenes Büchlein von
Laux, das ich jedem Anfänger fast als "Pflichtlektüre" empfehlen
kann: "Essbare Pilze und ihre giftigen Doppelgänger". Hiermit
kann man in Verbindung mit anderen Büchern mit guter Beschreibung (z.B.
Cetto) sehr viel lernen. Wenn man lernen will, kann ich Dir, wie es
bereits andere getan haben, auch ein Seminar, z.B. in Hornberg, wärmstens
empfehlen. Außer dass man viel lernt, macht es auch noch großen Spaß!
Gruß Andi S. aus V.