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Austernseitlinge

Lexi, (vor 8381 Tagen)

Liebe Schwammerlkönige und -Königinnen!

Bei meinem sonntäglichen Streif durch den Wald entdeckte ich eine Gruppe junger, süsser Austernseitlinge - glaub ich zumindest. Habe mich furchtbar darüber gefreut, sie allerdings mangels Behälter dort gelassen.
Nun bin ich allerdings durch meine diversen Pilzbücher doch etwas irritiert, steht in diesen doch beinhahe einheitlich, daß es diesen Pilz erst ab Dezember bis März gibt, nur ein Buch sprach von September bis Dezember. Wie sind Eure Erfahrungen?
Und gibt es giftige oder ungeniessbare Doppelgänger zum Verwechseln? Konnte mir kein Buch etwas zu sagen.

Vielen Dank im voraus für Antworten!
Herbstliche Grüsse,
Lexi

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Re: Austernseitlinge

saibling, (vor 8381 Tagen) @ Lexi

Liebe Schwammerlkönige und -Königinnen!
Bei meinem sonntäglichen Streif durch den Wald entdeckte ich eine Gruppe
junger, süsser Austernseitlinge - glaub ich zumindest. Habe mich furchtbar
darüber gefreut, sie allerdings mangels Behälter dort gelassen.
Nun bin ich allerdings durch meine diversen Pilzbücher doch etwas irritiert,
steht in diesen doch beinhahe einheitlich, daß es diesen Pilz erst ab
Dezember bis März gibt, nur ein Buch sprach von September bis Dezember.
Wie sind Eure Erfahrungen?
Und gibt es giftige oder ungeniessbare Doppelgänger zum Verwechseln? Konnte
mir kein Buch etwas zu sagen.
Vielen Dank im voraus für Antworten!
Herbstliche Grüsse,
Lexi

Verwechselt werden kann der Austernseitling mit dem gelbstieligen Muschelseitling. siehe auch diesen Beitrag mit Bildern.

Beitrag 58468

cu
saibling

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Re: Austernseitlinge

Jens ⌂, (vor 8381 Tagen) @ Lexi

Hallo Lexi,
den Angaben zur Erscheinungszeit sollte man generell tolerant gegenüberstehen.
Den Austernseitling habe ich z.B. auch schon im Oktober gefunden.

Gruß Jens

Liebe Schwammerlkönige und -Königinnen!
Bei meinem sonntäglichen Streif durch den Wald entdeckte ich eine Gruppe
junger, süsser Austernseitlinge - glaub ich zumindest. Habe mich furchtbar
darüber gefreut, sie allerdings mangels Behälter dort gelassen.
Nun bin ich allerdings durch meine diversen Pilzbücher doch etwas irritiert,
steht in diesen doch beinhahe einheitlich, daß es diesen Pilz erst ab
Dezember bis März gibt, nur ein Buch sprach von September bis Dezember.
Wie sind Eure Erfahrungen?
Und gibt es giftige oder ungeniessbare Doppelgänger zum Verwechseln? Konnte
mir kein Buch etwas zu sagen.
Vielen Dank im voraus für Antworten!
Herbstliche Grüsse,
Lexi

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Re: Austernseitlinge *PIC*

interhias ⌂, (vor 8381 Tagen) @ Lexi

Servus Lexi!

Wie Saibling schon anmerkte, musst du nachschauen, ob es sich nicht um die meist schleimigen Gelbstieligen Muschelseitlinge handelt. Im Münchner Süden wachsen die zur Zeit massenhaft.

Die "richtigen" Austernseitlinge habe ich auch schon im Oktober, nach den ersten Frösten, gefunden. Und es gab gerade in letzter Zeit viele Fundberichte über Austernseitlinge.

Zudem gibt es noch ähnliche Arten, die auch mitten im Sommer fruchten. Z.B. diese hier, die ich Anfang September fotografiert habe:
[image]

Oder diese hier, die Mitte April gewachsen sind:
[image]

Im Archiv habe ich die noch unter "unbestimmt" abgelegt. In einem Buch habe ich mal gelesen, dass die im Handel erhältlichen "Austernseitlinge" eigentlich keine "richtigen" sind, es wäre viel zu aufwendig, die für ihr Wachstum nötigen klimatischen Verhältnisse (Fröste u.a.) zu immitieren. Ob's stimmt, weiß ich nicht.

Gruß
Hias

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Re: Austernseitlinge

Hagen Graebner, (vor 8381 Tagen) @ Lexi

Liebe Schwammerlkönige und -Königinnen!
Nun bin ich allerdings durch meine diversen Pilzbücher doch etwas irritiert,
steht in diesen doch beinhahe einheitlich, daß es diesen Pilz erst ab
Dezember bis März gibt, nur ein Buch sprach von September bis Dezember.
Wie sind Eure Erfahrungen?

Wir haben ihn im Hunsrück dieses Jahr im September (so um den 20.)gefunden, und da mindestens ein ausgewachsener Pilzsachverständiger dabei war, bin ich mir auch recht sicher.
Schon blöd, dass so ein Pilz nicht lesen kann. Mein Laux schreibt übrigens Oktober bis März, vielleicht hatten die Pilze ja das Buch....
Ich will ja niemanden zu nahe treten, aber in der Literatur schreibt auch viel einer vom andern ab, wie weit das speziell in der Pilzliteratur geht, vermag ich nicht zu beurteilen.
Gruß

Hagen

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Re: Austernseitlinge

bert, (vor 8381 Tagen) @ interhias

Im Archiv habe ich die noch unter "unbestimmt" abgelegt. In einem
Buch habe ich mal gelesen, dass die im Handel erhältlichen
"Austernseitlinge" eigentlich keine "richtigen" sind,
es wäre viel zu aufwendig, die für ihr Wachstum nötigen klimatischen
Verhältnisse (Fröste u.a.) zu immitieren. Ob's stimmt, weiß ich nicht.

Es gibt mehrere Arten, die gezüchtet werden.
Stamets nennt folgende Pleurotus-Arten:
p. citrinopileatus (Goldene Form)
p. cystidiosus (weisse Form)
p. djamor (pink)
p. eryngi
p. euosmus
p. ostreatus
p. pulmonarius ("indisch")
p. tuberregium

von "unserem" Austernseitling gibt es viele Stämme, die zu unterschiedlichen Zeiten/Temperaturen fruchten.

So! Jetzt hab ich auch mal einen Beitrag in Schlausprech geschrieben. :-))

Gruß
Bert

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Re: Austernseitlinge

Kazuya, (vor 8381 Tagen) @ Lexi

hallo lexi,

also, giftige Doppelgänger sind nicht vorhanden. Es gibt hier in ME generell keine ungestielten Giftpilze, mir fällt zur Zeit zumindest keiner ein. Die meisten ungestielten Lamellenpilze sind ungenießbar oder von geringem Speisewert. Der Austernseitling macht da schon die Ausnahme. Dem Austernseitling am nächsten käme der Gelbstielige Muschelseitling (Sarcomyxa serotina), der durch den meist mit Blau- oder Grüntönen versehenen Hut und vor allem durch die filzige, orangegelbliche Stielbasis leicht zu unterscheiden ist.

Gruß,
Kazuya

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Re: Austernseitlinge-verwildern Kulturpilze

Hagen Graebner, (vor 8380 Tagen) @ bert

Es gibt mehrere Arten, die gezüchtet werden.
Stamets nennt folgende Pleurotus-Arten: p. citrinopileatus (Goldene Form)
p. cystidiosus (weisse Form)
p. djamor (pink)
p. eryngi
p. euosmus
p. ostreatus
p. pulmonarius ("indisch")
p. tuberregium

Das bringt mich zu einer anderen Frage, da ich mich (neben diversen anderen Dingen) auch für die Fragen zu Neophyten bzw. Neozoen interessiere, es sind ja zumindest ein paar Neomyceten bekannt, z.B. der Tintenfischpilz, eventuell auch der Gelbe Faltenschirmling, obwohl der ja bei uns nicht im Freiland auftritt.Auf der Link-Seite gibt es was über den nach Nord-Amerika eingeschleppten Grünen Knollenblätterpilz.
Weiß eigentlich jemand, ob auch schon "verwilderte" Stämme von Kulturpilzen, die bei uns eigentlich nicht heimisch sind (Shi-Take zum Beispiel, oder exotische Stämme vom Austerseitling)existieren? Gerade bei Freilandanbau durch Hobbygärtner könnten die doch relativ leicht "entkommen".

Gruß

Hagen