Was sagt man dazu? *PIC*
Hallo Pilzfreunde,
in der jüngsten Ausgabe der GARTENZEITUNG wurde diese Anzeige geschaltet:
![[image]](http://home.arcor.de/ib/ib-thumser/pub-pictures/hawlik.jpg)
Was sagt Ihr als Insider dazu?
Viele Grüße aus Ost- Thüringen
go
Hallo Pilzfreunde,
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Was sagt Ihr als Insider dazu?
Viele Grüße aus Ost- Thüringen
go
dass die verkauften Morcheln,sowie die Steinpilze aus Frankreich und Südafrika stammen , wo man sie in den geeigneten Wäldern züchtet resp.anbaut???Sie sollen einen etwas anderen Geschmack haben?Was meint Ihr dazu.Gruss Hans (der ungläubige)
Hallo Pilzfreunde,
in der jüngsten Ausgabe der GARTENZEITUNG wurde diese Anzeige geschaltet:
Was sagt Ihr als Insider dazu?
Viele Grüße aus Ost- Thüringen
go
hallo,
In Baden (wo ich wohne) hat ein Profi-Gärtner mal nach jahrelangen, aufwändigen, kostspieligen Versuchen einen sensationellen Erfolg erzielt:
Es wuchs eine kleine Morchel!!!!!!!
Was heisst das jetzt?
Hat er eine Morchel gezüchtet?
Natürlich! Ich denke, das Glücksgefühl nach jahrelangen, liebevollen Versuchen ist sicher nicht zu unterschätzen.
Nur:
"Züchten" bedeutet für einen Gärtner in unserer renditeorientierten Zeit:
Zum gewünschten Zeitpunkt die gewünschte Menge Pilze liefern können.
Damit hat der beschriebene "Erfolg" natürlich nichts zu tun.
Die eine Morchel würde im Verkauf einen Preis von zehnttausenden Euro verlangen.
Ganz andere Probleme stellen sich bei Pilzen, die sich gut züchten lassen, wie z.B. die Riesenträuschlinge.
Da kommen auf Strohballen auf einen Schlag(!) unzählige Kilo Träuschlinge.
Nach der ersten Euphorie die ratlose Frage:
Was jetzt?
Die nach Rettich schmeckende Ernte harrt ihrer Bestimmung.
Welcher?
Wer braucht eine solche Riesenmenge schlecht bekömmlicher Rettichmonster?
Da bleibt nur der Komposthaufen...
Gruss, Harald Andres
Hallo Harald A.
In welcher Jahreszeit wuchs denn diese "gezüchtete" Morchel? Etwa zur üblichen
Morchelzeit? Ich will ja nicht den Erfolg dieses Gärtners in Frage stellen - nur einwenig relativieren: In der alten Gärtnerei meines Vaters im Kanton Bern (450 NN) erschienen exakt zur Morchelzeit gelegentlich einzelne Spitzmorcheln in seinen Treibhäusern auf unbehandelter Erde, eine sogar mal im finsteren Keller auf dem recht feuchten Naturboden (Haus war über 100-jährig). Das war wohl während der 50-er Jahre, als im nahegelegenen Wald (ca. 300-400 m) ohnehin noch reichlich Spitzmorcheln wuchsen.
Ich denke, da spielte doch wohl der Sporenflug auch eine Rolle - wie gesagt, nur um einwenig zu relativieren.
Gruss
Manfred
hallo,
Ich habe keine Ahnung, wie das gelaufen ist, betr. Jahreszeit, etc. sorry.
Deine Zweifel sind sicher angebracht.
Luce Höllthaler beschreibt in seinem witzigen Pilzbuch, dass er immer beim Kochen die Morchelabfälle vor seiner Hintertür verstreut habe und seit einiger Zeit da Morcheln wüchsen. Und gleich Spitz- sowie Speisemorcheln...
Mykologenlatein? Auch keine Ahnung.
Eine hübsche Geschichte jedenfalls.
Er begründet seinen Erfolg damit, dass er in "Morchelkreisen vielleicht gut angesehen sei".. 
Gruss, Harald Andres
Hallo Harald A.
In welcher Jahreszeit wuchs denn diese "gezüchtete" Morchel? Etwa
zur üblichen
Morchelzeit? Ich will ja nicht den Erfolg dieses Gärtners in Frage stellen -
nur einwenig relativieren: In der alten Gärtnerei meines Vaters im Kanton
Bern (450 NN) erschienen exakt zur Morchelzeit gelegentlich einzelne
Spitzmorcheln in seinen Treibhäusern auf unbehandelter Erde, eine sogar
mal im finsteren Keller auf dem recht feuchten Naturboden (Haus war über
100-jährig). Das war wohl während der 50-er Jahre, als im nahegelegenen
Wald (ca. 300-400 m) ohnehin noch reichlich Spitzmorcheln wuchsen.
Ich denke, da spielte doch wohl der Sporenflug auch eine Rolle - wie gesagt,
nur um einwenig zu relativieren.
Gruss
Manfred