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Anemonenbecherling *PIC*

Max, (vor 8257 Tagen)

Hallo Pilzfreunde

Nachfolgend ein Bild eines Pilzfundes von heute morgen.
Die Anemonenbecherlinge sind sehr klein und deshalb fast nicht zu sehen.
Da sie standorttreu sind ( zumindest meine ) und regelmässig erscheinen,
kann ich jedes Jahr ein Foto von ihnen machen.
Kann mir jemand von den Profifotografen einen Tipp geben, wie ich bei kleinen
Pilzen mein Problem mit der Tiefenschärfe besser in den Griff bekomme?
Meine Pilzfotos mache ich mit einer Nikon Coolpix 5700.

Besten Dank und Gruss
Max

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Re: Anemonenbecherling *PIC*

Jürgen aus D, (vor 8257 Tagen) @ Max

Hallo Max,
hier 2 Bilder vom Erlenkätzenbecherling von 2003,gemacht mit einer Nikon Coolpix 995.Ich stelle die Entfernung manuell ein und stelle die Blende auf den höchsten Wert.
Ich hoffe es klappt, den das ist mein erster Versuch, Bilder einzustellen.
Gruß Jürgen

[image]
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Super-Aufnahmen, Jürgen! *oT*

Karl Keck ⌂, (vor 8257 Tagen) @ Jürgen aus D

- kein Text -

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das sind Superaufnahmen,mit meiner Sony...

Hans hurter, (vor 8257 Tagen) @ Jürgen aus D

kann ich mit man.Entfernung nur auf 0,5m ran und die Blende ist nicht man.einstellbar ,kann aber die Belichtung mit + und - verstellen.Ich habe mir vorgenommen bei gutem Wetter etwas zu pröbeln! Gruss Hans

Hallo Max,
hier 2 Bilder vom Erlenkätzenbecherling von 2003,gemacht mit einer Nikon
Coolpix 995.Ich stelle die Entfernung manuell ein und stelle die Blende
auf den höchsten Wert.
Ich hoffe es klappt, den das ist mein erster Versuch, Bilder einzustellen.
Gruß Jürgen

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Re: Tiefenschärfe

42, (vor 8256 Tagen) @ Max

Hallo Max,

die Tiefenschärfe auf Deinem Bild ist doch recht gut (leider hat Dein Bild
keine Exif-Informationen mehr, so das nicht festzustellen ist, mit
welcher Blende Du gearbeitet hast).

Grundsätzlich kannst Du die Tiefenschärfe nur verbessern, indem Du die
Blende so weit wie möglich zumachst (= grosse Blendenzahl). Nachteil: es
kommt weniger Licht durchs Objektiv -> lange Belichtungszeit. Im Wald
heißt das fast zwangsläufig: Stativ (oder Linsensäckchen) + Selbstauslöser.

Gruß
Thomas

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Re: Tiefenschärfe

Walter, (vor 8256 Tagen) @ Max

Hallo Pilzfreunde
Nachfolgend ein Bild eines Pilzfundes von heute morgen.
Die Anemonenbecherlinge sind sehr klein und deshalb fast nicht zu sehen.
Da sie standorttreu sind ( zumindest meine ) und regelmässig erscheinen,
kann ich jedes Jahr ein Foto von ihnen machen.
Kann mir jemand von den Profifotografen einen Tipp geben, wie ich bei kleinen
Pilzen mein Problem mit der Tiefenschärfe besser in den Griff bekomme?
Meine Pilzfotos mache ich mit einer Nikon Coolpix 5700.
Besten Dank und Gruss
Max

Hallo Max,

meiner Meinung hat Dein Foto zuviel Tiefenschärfe, die ja bei solchen Aufnahmen gar nicht erwünscht ist. Besser zur Wirkung kommen solche Fotos, wenn nur das Objekt scharf ist und der Hintergrund unschärfer, dadurch gewinnt das Bild an Tiefe und sieht plastischer aus. Wie schon in einer Antwort beschrieben, empfiehlt es sich, hier alles manuell einzustellen, auf Deinen Foto hat der Autofocus die Entfernung ungefähr im Bildzentrum gemessen.
Also die Blende soweit als möglich geöffnet und die Entfernung manuell auf das gewünschte Objekt einstellen, ist ja mit Deiner tollen Kamera alles möglich.
Man könnte das Foto auch nachbearbeiten, um den gewünschten Effekt zu erzielen,
ich werde es versuchen (als Beispiel, wenn es mir gelingt ;-)

Gruss
Walter

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Re: Beispiel *PIC*

Walter, (vor 8256 Tagen) @ Walter

Na ja, besonders ist es ja auf die Schnelle nicht geworden, man sollter etwas länger daran herumprobieren um den gewünschten Effekt zu erzielen.

[image]

Gruss
Walter

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Re: Tiefenschärfe

Max, (vor 8256 Tagen) @ Walter

Hallo liebe Pilzler

Herzlichen Dank für all die guten Tipps im Forum wie in den direkten
Mails an mich. Ich finde es gar nicht selbstverständlich wenn jemand
all seine Erkenntnisse und Erfahrungen mit der Pilzfotografie weitergibt.
Es bewahrheitet sich einmal mehr, dass einem die teuerste Kamera nicht
viel nützt wenn das fotografische Fachwissen fehlt.
Doch mit Euren Tipps und weiterem ständigem Ueben werde ich mich sicher
verbessern können.

Danke und Gruss
Max

Hallo Max,
meiner Meinung hat Dein Foto zuviel Tiefenschärfe, die ja bei solchen
Aufnahmen gar nicht erwünscht ist. Besser zur Wirkung kommen solche Fotos,
wenn nur das Objekt scharf ist und der Hintergrund unschärfer, dadurch
gewinnt das Bild an Tiefe und sieht plastischer aus. Wie schon in einer
Antwort beschrieben, empfiehlt es sich, hier alles manuell einzustellen,
auf Deinen Foto hat der Autofocus die Entfernung ungefähr im Bildzentrum
gemessen.
Also die Blende soweit als möglich geöffnet und die Entfernung manuell auf
das gewünschte Objekt einstellen, ist ja mit Deiner tollen Kamera alles
möglich.
Man könnte das Foto auch nachbearbeiten, um den gewünschten Effekt zu
erzielen,
ich werde es versuchen (als Beispiel, wenn es mir gelingt ;-)
Gruss
Walter

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Re: das sind Superaufnahmen,mit meiner Sony...

Jogi, (vor 8256 Tagen) @ Hans hurter

Was hast Du denn für eine Sony, dass du nur auf 0,5 m ran kommst.
Hat die keine Macro Funktion. Hatten doch schon die
ersten Sonys...

Grüße

Jogi

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Re: das sind Superaufnahmen,mit meiner Sony...

Hans hurter, (vor 8256 Tagen) @ Jogi

Hallo Jogi,ich habe die P10, die hat natürlich Makrofunktion,ich wollte nur sagen,dass bei der manuellen Entfernungseinstellung max.o,5 m möglich ist und keine manuelle Blendeneinstellung.Soweit bin ich aber mit meinen Fotos zufrieden,aber die Forumsspezialisten schiessen bessere ,mehr Tiefenschärfe.Trotzdem vielen Dank für Deine Antwort.Gruss Hans

Was hast Du denn für eine Sony, dass du nur auf 0,5 m ran kommst.

Hat die keine Macro Funktion. Hatten doch schon die
ersten Sonys...
Grüße
Jogi

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Re: Tiefenschärfe

Thomas Pruß, (vor 8255 Tagen) @ Walter

Moin Walter,
ich weiß, was du meinst, aber mit deinen Ausführungen bringst du Max evtl. etwas ins Schleudern. Zu viel Tiefenschärfe??
Aller Erfahrung nach kann man beim Fotografieren im Makrobereich gar nicht genug davon haben. Daher ist es schon richtig, mit der kleinstmöglichen Blende (große Blendenzahl) zu fotografieren, den Blitz einzusetzen oder lange Belichtungszeiten zu „riskieren“. Max’ Foto ist von der Tiuefenschärfe her ideal, denn nicht nur der„Hut“ des Becherlings ist scharf, sondern auch der „Stiel“. Das ist nicht leicht zu erreichen bei solch kleinen Objekten. Und dann noch die etliche cm daneben stehende Wirtspflanze scharf zu bekommen, ist oft noch schwieriger, wenn man nicht gewaltig „türkt“.
Deinen Vorschlag funzt bei Großpilzen aber ganz gut. Allerdings verwendet man dann besser nicht die Makroeinstellung der Kamera, sondern geht etwas auf Distanz und fotografiert im Telemodus. Das ist dann so ähnlich wie bei der Portraitfotografie: Der Kopf (in unserem Falle der Pilz) wird dann vom Hintergrund gelöst.

Grüsslis
Thomas

Hallo Max,
meiner Meinung hat Dein Foto zuviel Tiefenschärfe, die ja bei solchen
Aufnahmen gar nicht erwünscht ist. Besser zur Wirkung kommen solche Fotos,
wenn nur das Objekt scharf ist und der Hintergrund unschärfer, dadurch
gewinnt das Bild an Tiefe und sieht plastischer aus. Wie schon in einer
Antwort beschrieben, empfiehlt es sich, hier alles manuell einzustellen,
auf Deinen Foto hat der Autofocus die Entfernung ungefähr im Bildzentrum
gemessen.
Also die Blende soweit als möglich geöffnet und die Entfernung manuell auf
das gewünschte Objekt einstellen, ist ja mit Deiner tollen Kamera alles
möglich.
Man könnte das Foto auch nachbearbeiten, um den gewünschten Effekt zu
erzielen,
ich werde es versuchen (als Beispiel, wenn es mir gelingt ;-)
Gruss
Walter

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herzlichen Dank für die interessanten Fototipps! *oT*

Hans hurter, (vor 8255 Tagen) @ Thomas Pruß

- kein Text -

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Re: Tiefenschärfe *PIC*

Andreas ⌂, (vor 8254 Tagen) @ Thomas Pruß

Moin Walter,
ich weiß, was du meinst, aber mit deinen Ausführungen bringst du Max evtl.
etwas ins Schleudern. Zu viel Tiefenschärfe??
Aller Erfahrung nach kann man beim Fotografieren im Makrobereich gar nicht
genug davon haben. Daher ist es schon richtig, mit der kleinstmöglichen
Blende (große Blendenzahl) zu fotografieren, den Blitz einzusetzen oder
lange Belichtungszeiten zu „riskieren“. Max’ Foto ist von der
Tiuefenschärfe her ideal, denn nicht nur der„Hut“ des Becherlings ist
scharf, sondern auch der „Stiel“. Das ist nicht leicht zu erreichen bei
solch kleinen Objekten. Und dann noch die etliche cm daneben stehende
Wirtspflanze scharf zu bekommen, ist oft noch schwieriger, wenn man nicht
gewaltig „türkt“.
Deinen Vorschlag funzt bei Großpilzen aber ganz gut. Allerdings verwendet man
dann besser nicht die Makroeinstellung der Kamera, sondern geht etwas auf
Distanz und fotografiert im Telemodus. Das ist dann so ähnlich wie bei der
Portraitfotografie: Der Kopf (in unserem Falle der Pilz) wird dann vom
Hintergrund gelöst.
Grüsslis
Thomas

Hallo,

ich bin ganz Deiner Meinung, Thomas. Je näher man im Makrobereich ans Objekt rangeht, desto besser macht sich viel Tiefenschärfe. Ich setze bewußt flauen Hintergrund nur bei größeren Motiven ein, vor allem bei Blütenständen oder Einzelblüten von Pflanzen. Da macht sich ein verwaschen-grüner Hintergrung fast immer besser als ein +/- scharfer Hintergrund der nur vom eigentlichen Motiv ablenkt.
Hier wäre zwar ein noch verwaschener Hintergrund besser gewesen, aber es ist ein Kompromiß mit der Gesamttiefenschärfe, sonst wären die Blütenstempel nicht mehr scharf gewesen:
[image]

Da hilft nur ausprobieren und Erfahrung sammeln. Mit ner Digi-Kamera fällt ja das lästige 1-Woche-auf-die-Dias-Warten zum Glück weg ;-)
In Deinem Fall gefällt mir eigentlich das tiefenscharfe Bild besser als das mit unscharfem Hintergrund, weil es im Makrobereich meist nicht möglich ist, einen Voprdergrund und einen Hintergrund räumlich zu trennen.
Ich fotografiere auch wesentlich kleinere Becherlinge als den Anemonenbecherling und annehmbare Resultate erziele ich nur, wenn ich die Blende manuell soweit als möglich zu mache (bei meiner Olympus 740C ist das 8.0) und dann die Belichtungszeit ebenfalls manuell korrigiere. Das heißt, die Kamera gibt mir zwar eine Belichtungszeit vor, die ihrer Meinung nach richtig ist, diese muss aber fast immer um 2-3 Schritte "dunkler" korrigiert werden (bei hellen Pilzen auf dunklem Holz bis zu 5 Schritte). Im Normalfall ist dann nur die Fotografie mit einem Stativ oder irgendeiner anderen Auflagemöglichkeit möglich.
Ich fotografiere mit hoher Auflösung, dann kann ich mit dem Bildbearbeitungsprogramm daheim noch relativ kleine Ausschnitte aus dem Originalbild bildschirmfüllend darstellen.

Bei nachfolgendem Beispiel ist m.E. das Öffnen der Blende (= unschärferer Hintergrund) auf dem 2. Bild die bessere Lösung gewesen gegenüber dem 1. Bild:
[image]
[image]
Durchmesser des linken Pilzhutes 5 mm

Das folgende Bild zeigt weiße Becherlinge (Lachnum virgineum) mit einem Durchmesser von ca. 2-3 mm auf einem Kiefernzapfen. Bei so einem Bild mußte ich wegen hellem Tageslicht erstens das Motiv beschatten und außerdem um 6 Stufen dunkler korrigieren, sonst wäre bei dem Lachnum keinerlei Struktur sondern nur eintönig weiße Punkte zustande gekommen. Nicht dass das Bild optimal ist, aber es scheint mir ohne weitere Hilfsmittel wie Lupe o.ä. einzusetzen etwa die Grenze des mit meiner Kamera machbaren dazustellen.
[image]

Wie schnell gering der Schärfentiefenbereich ist, kann man am folgenden Bild sehen, welches ebenfalls mit geschlossener Blende, Makro-Zoom und manuellem Unterbelichten von 2 Stufen gemacht wurde. Nach hinten links wird es nach etwa 2 cm Objekttiefe bereits deutlich unschärfer. Der etwas flaue Gesamteindruck kommt daher, dass es ein Ausschnitt aus dem Originalbild ist den ich im Bildbearbeitungprogramm auf ca. 120% vergrößert habe. Über 100% sollte man wohl nicht machen ....
[image]
Durchmesser der Apothezien 1-2,5 mm.

Beste Grüße,
Andreas