Hallo Thomas,
an zwei verschiedene Arten hatte ich auch schon gedacht. In dem Waldstück
wuchsen kleine, jüngere gelbbraune bis rotbraune Pilze und die großen,
älteren roten jeweils in großer Menge und in unmittelbarer Nachbarschaft.
Beide hatten ockerfarbene, biegsame Lamellen, deshalb ging ich von einer
Art aus.
Tja, wenn die in unmittelbarer Nachbarschaft wachsen, dann kann ich mir das so auch nicht vorstellen. Ich hatte hier allerdings auch schon Russula xerampelina und so zwanzig Meter weiter den zitronengelben Rauhkopf (Cortinarius limonius), der auch sauren Boden mag. Ach das mit den biegsamen Lamellen: Du mußt da schon ordentlich fest drüberstreichen, nicht nur zart streicheln
, dann splittern die Lamellen meistens schon.
Über den Boden habe ich nichts geschrieben, da war ich mir nicht wirklich
sicher. Fuchsigbraune Scheidenstreiflinge und Gallenröhrlinge sprechen
eher für saure Böden, große Mengen an Pfifferlingen wohl eher nicht.
Pfifferlinge, zumindestens die Fichtenvariante (Cantharellus cibarius), also die normal gelben, nicht bereiften, (das sind meist auch die verkauften Pfifferlinge) sind natürlich auch typische saure-Boden-Pilze (mehr noch als Gallenröhrlinge, die wohl auch mit oberflächlich versauerten Böden zufrieden sind), deswegen finde ich die hier auch kaum (Landsberg/Lech). Im Ammerseegebiet auf den kalkreichen Böden gibts dann den bereiften Pfifferling oder Laubwaldpfifferling (C. subpruinosus), den finde ich daher viel häufiger. Da herrsccht möglweise auch eine ähnliche Verwirrung wie bei den Steinpilzen (Fichtensteinpilz meist auf sauren, Sommersteinpilz auf eher basischen wie wohl auuh auf neutraleren Böden unter Buche/Eiche.)
Die
Lage war nördliche fränkische Schweiz, also gut möglich, dass der Boden
ein wenig von allem hat. Salzhering habe ich keinen gerochen, werde aber
alle hier gegebenen Tips am Wochenende nochmals anhand der dann etwas
älteren Pilz untersuchen.
Ich glaub auch eher nicht an den Salzhering, wenns da so sauer war.
herzliche Grüße
Birgit