Milchlingshilfe erbeten... *PIC*
.. bei diesen tippe ich auf pterosporus, oder vielleicht doch fuliginosus. Milch verfärbt relativ langsam und ohne Fleischkontakt gar nicht.
![[image]](/archiv/extern/christoph_g/Ptero.jpg)
.. bei diesen tippe ich auf pterosporus, oder vielleicht doch fuliginosus. Milch verfärbt relativ langsam und ohne Fleischkontakt gar nicht.
![[image]](/archiv/extern/christoph_g/Ptero.jpg)
Hallo Christoph,
diesen Milchling finde ich bei uns auch sehr häufig. Er schmeckt sehr gut in der Pfanne mit etwas Salz u. Pfeffer.
Ich halte ihn für den Rauchfarbenen Milchling, Lactarius Azonites, in anderen Büchern steht er unter Lactarius fuliginosus, was aber bei anderen Experten wiederum abgelehnt wurde.
Grüße
Peter
... Peter, egal ob`s nun fuliginosus, pterosporus oder azonites ist, über lignyotus könnte man ja noch reden bezüglich Bratpfanne...
Hallo Peter und Christoph,
diesen Milchling finde ich bei uns auch sehr häufig. Er schmeckt sehr gut in
der Pfanne mit etwas Salz u. Pfeffer.
Ich halte ihn für den Rauchfarbenen Milchling, Lactarius Azonites, in anderen
Büchern steht er unter Lactarius fuliginosus, was aber bei anderen
Experten wiederum abgelehnt wurde.
Lactarius fuliginosus und Lactarius azonites gibts es beide, allerdings wurde/wird? L. azonites mal als L.. azonites bezeichnet (Andreas weiß da sicher mehr drüber, ich beziehe mich in der Nomenklatur auf unten angebenes Buuch). Auch in der Plinthogaligruppe braucht man des öfteren etwas speziellere Literatur (z.B. Heilmann-Clausen, Verbekken, Vesterholt: Lactarius), um die Arten sicher zu bestimmen, da es da ebenso einige Namensverwirrungen gibt. Für Lactarius azonites und L. pterosporus ist mir der Hut vom abgebildeten Pilz eigentlich zu dunkel, der sollte eher milchkaffeefarben sein. Lactarius azonites sollte weiter entfernte Lamellen haben. Lactarius pterosporus sollte eine runzelige Hutmitte und gedrängte Lamellen haben. Vom Foto her würde ich eher auf Lactarius fuliginosus tippen, der auf sauren Böden vorkommt und vermutlich Mykorrhiza mit Rotbuche oder Hasel bildet. Ich hab ihn sebst noch nicht gesehen, er scheint ziemlich selten zu sein. Ein Blick ins Mikroskop sollte schnell weiterhelfen, um L. pterosporus, der geflügelte Sporen besitzt auszuschließen. Wichtig scheint mir unbedingt zur Abtrennung die Ökologie zu sein, also Bodenverhältnisse und Begleitbäume.
Liebe Grüße
Birgit
- kein Text -
Lactarius fuliginosus und Lactarius azonites gibts es beide, allerdings
wurde/wird? L. azonites mal als L. fuliginosus bezeichnet (Andreas weiß da
sicher mehr drüber, ich beziehe mich in der Nomenklatur auf unten
angebenes Buch).
so stimmts
Birgit
wärs einfacher. Ich schwank eigentlich nur zw. pterosporus und fulginosus.
Standort: Parabraunerde mit Moränenschotter, prinzipiell eher kalkhaltig, aber wer weiß wies da mit der Oberflächenversauerung aussieht.Begleitbäume vor allem Hainbuche, aber auch Buche und Eiche (auch hasel schließ ich nicht aus, hab nicht aufgepasst). Daneben standen einige Hainbuchenrauhfüße und in der Nähe wuchsen schon B. Rhodoxanthus und radicans.
Lieber gruß Christoph
Ich bleib dabei, diese Sorte Brätlinge esse ich seit Jahrzehnten mit Genuss !
Grüsse
... Peter, egal ob`s nun fuliginosus, pterosporus oder azonites ist, über
lignyotus könnte man ja noch reden bezüglich Bratpfanne...
Hallo Christoph,
hier wäre die Probe der Milch sehr wichtig: L. pterosporus (Flügelsporiger Milchling) ist äusserst scharf, die von L. fuliginosus (Russfarbenenr Milchling) nicht sehr!
Ohne diese Kostprobe und auch der Details der Sporen ist alles nur Mutmassung!
Die Milch (isoliert) bleibt übrigens bei allen Russmilchlingen weiss, ausser bei L. acris! (Rosaanlaufender Milchling).
Mit Grüssen, Markus
... dann ists denk ich pterosporus, auch wenn die restunsicherheit mangels mikroskop bleibt. Danke für den Tip Markus!
Hallo Christoph,
hier wäre die Probe der Milch sehr wichtig: L. pterosporus (Flügelsporiger
Milchling) ist äusserst scharf, die von L. fuliginosus (Russfarbenenr
Milchling) nicht sehr!
Ohne diese Kostprobe und auch der Details der Sporen ist alles nur
Mutmassung!
Die Milch (isoliert) bleibt übrigens bei allen Russmilchlingen weiss, ausser
bei L. acris! (Rosaanlaufender Milchling).
Mit Grüssen, Markus
.... die auf meinem Bild BENNEND scharf???
na denn guten appetit Peter
)
Ich bleib dabei, diese Sorte Brätlinge esse ich seit Jahrzehnten mit Genuss !
Grüsse
Sorry Christoph, aber viele Milchlinge sind roh scharf, wie z.B. der Pfeffermilchling, den du nur gut gebraten essen kannst,oder auch der den du gefunden hast, ich bleib' dabei, diesen kann man braten und mit Genuss verzehren! Ich habe diese Milch schon mal roh probiert , die ist wirklich scharf, aber gebraten sehr gut !!! 
Nix für ungut
Grüße Peter
.... die auf meinem Bild BENNEND scharf???
na denn guten appetit Peter)
Pfeffermilchlinge geschmeckt haben (s.u. ihr beitrag über die riesenporlinge)
Aber bekanntlich sind geschmäcker verschieden und ich geb dir in einem recht: in Osteuropa wird ja auch so ziemlich alles gegessen, was nicht gerade tödlich giftig ist und wenns dir schmeckt dann weiterhin guten Appetit
)
Sorry Christoph, aber viele Milchlinge sind roh scharf, wie z.B. der
Pfeffermilchling, den du nur gut gebraten essen kannst,oder auch der den
du gefunden hast, ich bleib' dabei, diesen kann man braten und mit Genuss
verzehren! Ich habe diese Milch schon mal roh probiert , die ist wirklich
scharf, aber gebraten sehr gut !!!
Nix für ungut
Grüße Peter
es geht nicht darum wie Pfeffermilchlinge schmecken, ich esse sie auch nicht. Es geht darum, dass manche Milchlinge roh besch.... schmecken, und sie gebraten gut essbar sind. Ich würde auch nie an einem rohen Fichtenreizker lecken, die Milch ist auch nicht gerade mein Geschmack, aber gebraten sollen sie der Hit sein 
Pfeffermilchlinge geschmeckt haben (s.u. ihr beitrag über die riesenporlinge)
Aber bekanntlich sind geschmäcker verschieden und ich geb dir in einem recht:
in Osteuropa wird ja auch so ziemlich alles gegessen, was nicht gerade
tödlich giftig ist und wenns dir schmeckt dann weiterhin guten Appetit
)
.. bei diesen tippe ich auf pterosporus, oder vielleicht doch fuliginosus.
Milch verfärbt relativ langsam und ohne Fleischkontakt gar nicht.
Hallo Christoph,
auch wenn es nur eine Mutmaßung ist, so denke ich doch, dass dies L. pterosporus ist. Beim größeren Pilz kann man die typische feine Runzelung auf dem Hut erkennen (erahnen?) und die Färbung paßt mir auch perfekt.
L. fuliginosus ist für mich eine sehr problematische Art. Das, was ich in Skandinavien unter diesem Namen kennengelernt habe, ist etwas blasser als L. picinus gefärbt, aber wesentlich dunkler als L. azonites. Mit pterosporus, ruginosus und speciosus aufgrund der mehr graubraunen als schön braunen Hutfärbung eigentlich nicht zu verwechseln. L. azonites heißt bei den Franzosen L. fuliginosus var. albipes. Ich habe das nie verstanden, den für mich sind die Hutfarben auch verschieden, nicht nur der Stiel. In Deutschland habe ich noch nie L. fuliginosus gesehen und habe so meine Zweifel, ob es die Art hier überhaupt gibt. Zumindest dürften die meisten Fundmeldungen dieser Art Fehlbestimmungen sein. In Skandinavien wächst L. fuliginosus an frischen bis feuchten Standorten unter Birke und Zitterpappel (wobei es da ja auch keine Buchen und Eichen mehr gab ....).
Peter Reil hat mal eine schöne Bearbeitung dieser Gruppe in der SPR gemacht. Dazu muss lediglich angemerkt werden, dass sein L. ruginosus bei HEILMANN-CLAUSEN, VERBEKEN & VESTERHOLT L. speciosus heißt und sie in L. ruginosus eine andere Art sehen (mit Hutfarben ähnlich L. azonites).
Die Gruppe ist eigentlich nicht besonders problematisch, wenn man ein Mikroskop zu Verfügung hat und das Glück, allen oder zumindest den meisten Arten zu begegnen. Wenn man sie mal in Natura gesehen hat, ist die Unterscheidung nicht mehr so schwierig wie es in der Theorie scheint. Aber das ist ja in den meisten Gruppen so, siehe die vielen Diskussionen um die ach so einfachen Röhrlinge ....
Beste Grüße,
Andreas
Pfeffermilchlinge geschmeckt haben (s.u. ihr beitrag über die riesenporlinge)
Aber bekanntlich sind geschmäcker verschieden und ich geb dir in einem recht:
in Osteuropa wird ja auch so ziemlich alles gegessen, was nicht gerade
tödlich giftig ist und wenns dir schmeckt dann weiterhin guten Appetit
)
Tja Christoph,
ich nehm dem Schwammerlkönig durchaus ab, dass er die ißt und vielleicht auch mit Genuß.
Mir kam vor drei Jahren eine Frau in die Pilzberatung, die hatte Milchlinge aus ihrem Garten dabei und wollte wissen was das für Pilze sind. Ich sagte ihr, dass das der Hasel-Milchling ist (Lactarius hortensis) und das die Art brennend scharf ist, vielleicht der schärste Milchling überhaupt. Zu meiner Überraschung sagte die Gute vor versammeltem Publikum, "oh nein, die sind lecker. Ich esse die schon seit Jahren, ich wollte nur mal wissen was das eigentlich für welche sind". Ich war natürlich erst mal platt und um den weiteren Ratsuchenden ihren Glauben an meine Fachkenntnis zurückzugeben, habe ich natürlich die beiden Nächststehenden gnadenlos zum Probieren aufgefordert. Das ergab logischerweise rote Köpfe, Schreie nach Wasser etc.. Aber man glaubte mir wenigstens wieder *ggg*
Die Frau allerdings, und das mußte ich ihr natürlich auch zugestehen, mag ihre Pilze durchaus mögen und soll sie von mir aus weiterhin essen wenn's ihr schmeckt. Das habe ich auch den anderen Ratsuchenden so gesagt, aber eben auch, dass ich das nicht weiterempfehlen würde. Und die Reaktion der beiden Versuchskaninchen sprach ja auch für sich .....
Wer Milchlinge mal scharf gebraten probieren mag, der soll's ruhig mit ein paar Hüten versuchen. Mit persönlich schmeckt noch nicht mal der Brätling, allerdings finde ich Mohrenköpfe lecker (Lactarius lignyotus, nicht die Dickmann's).
Beste Grüße,
Andreas
Hi Andreas,
auch wenn es nur eine Mutmaßung ist, so denke ich doch, dass dies L.
pterosporus ist. Beim größeren Pilz kann man die typische feine Runzelung
auf dem Hut erkennen (erahnen?) und die Färbung paßt mir auch perfekt.
Gerade, wenn man sich Peters Beitrag aus der SPR anschaut, dann erscheint dort L. fuliginosus erheblich dunkler als L. pterosporus (Zitat dortselbst: Farbe matt rußbraun, umbra, dunkelbraun, Peter berichtet dort auch von zwei deutschen FUnden. ), während L. azonites und L. pterosporus beide als hell milchkaffeefarben beschrieben werden, das Bild von Christoph ist - sofern die Farben stimmen - jedenfalls m. E. nie und nimmer als hell milchkaffeefarben zu beschreiben. Ich hatte neulich erstmals L. pterosporus in Händen - erheblich heller als auf dem Foto und L. azonites schon öfter ebenfalls erheblich heller. Natürlich hast du sicher schon erheblich mehr L. pterosporus in den Händen gehabt, aber irgendwie wird die Unterscheidung L. pterosporus / L. fuliginosus für mich problematisch, wenn offenbar so minimale Farbunterschiede herrschen.... oder mein Farbsinn geht den Bach runter
.
Peter Reil hat mal eine schöne Bearbeitung dieser Gruppe in der SPR gemacht.
Dazu muss lediglich angemerkt werden, dass sein L. ruginosus bei
HEILMANN-CLAUSEN, VERBEKEN & VESTERHOLT L. speciosus heißt und sie in
L. ruginosus eine andere Art sehen (mit Hutfarben ähnlich L. azonites).
Mein - von Peter Reil bestimmter - Lactarius ruginosus sensu Heilmann-Claussen (auf den du oben ja Bezug nimmst) war übrigens ebenfalls erheblich dunkler als L. azonites - so wie ich ihn kenne (und was sollte es sonst sein, L. acris schied jedenfalls aus), wenn auch nicht so dunkel wie L. picinus.
Liebe Grüße
Birgit
...jeder soll die Pilze essen, die ihm schmecken, und mir steht es nicht zu abschließend darüber zu urteilen, was jemand als "lecker" empfindet oder nicht. Ich persönlich ess sehr gern "Champignons" und Pfifferlinge frisch und trockne Maronen und Steinpilze, und ein dicker Fransenwulstling war auch schon mal sehr lecker. Ich muss mich nur leider sehr oft bei meinem geliebten Hobby damit auseinandersetzen zu erklären, dass ich nicht nur Pilze suche um mich zu ernähren, sondern, dass mich das einfach interessiert und dass meine Frage zu fuliginosus oder pterosporus weniger darauf abziehlt, ob ich ihn mit Pfeffer und salz braten kann. Aber ich gestehe jedem mensch zu bei seinem Pilzhobby eigene Prioritäten zu setzen. Nur manchmal juckts halt nachzuhaken auch wenn das "Oberlehrerhaft" wirkt
)
Gruß Christoph
ich nehm dem Schwammerlkönig durchaus ab, dass er die ißt und vielleicht auch
mit Genuß.
Mir kam vor drei Jahren eine Frau in die Pilzberatung, die hatte Milchlinge
aus ihrem Garten dabei und wollte wissen was das für Pilze sind. Ich sagte
ihr, dass das der Hasel-Milchling ist (Lactarius hortensis) und das die
Art brennend scharf ist, vielleicht der schärste Milchling überhaupt. Zu
meiner Überraschung sagte die Gute vor versammeltem Publikum, "oh
nein, die sind lecker. Ich esse die schon seit Jahren, ich wollte nur mal
wissen was das eigentlich für welche sind". Ich war natürlich erst
mal platt und um den weiteren Ratsuchenden ihren Glauben an meine
Fachkenntnis zurückzugeben, habe ich natürlich die beiden Nächststehenden
gnadenlos zum Probieren aufgefordert. Das ergab logischerweise rote Köpfe,
Schreie nach Wasser etc.. Aber man glaubte mir wenigstens wieder *ggg*
Die Frau allerdings, und das mußte ich ihr natürlich auch zugestehen, mag
ihre Pilze durchaus mögen und soll sie von mir aus weiterhin essen wenn's
ihr schmeckt. Das habe ich auch den anderen Ratsuchenden so gesagt, aber
eben auch, dass ich das nicht weiterempfehlen würde. Und die Reaktion der
beiden Versuchskaninchen sprach ja auch für sich .....
Wer Milchlinge mal scharf gebraten probieren mag, der soll's ruhig mit ein
paar Hüten versuchen. Mit persönlich schmeckt noch nicht mal der Brätling,
allerdings finde ich Mohrenköpfe lecker (Lactarius lignyotus, nicht die
Dickmann's).
Beste Grüße,
Andreas