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Leccinum holopus/scabrum var. niveum/nucatum? *PIC*

Werner, (vor 8086 Tagen)

Hallo,

als was könnte man diesen Rauhfuß denn bezeichnen? Gefunden im Moor bei Birke/Fichte. Hut sehr hell, Stielschüppchen deutlich. Ein Grünen konnte ich aber selbst nach etlichen Stunden nicht feststellen. Leider ist meine Literatur da zu schwach für eine gute Bestimmung (Alessio - Fungi Europaei ist zu alt, BK gibt nicht viel her und Krieglsteiner - Großpilze BaWü ist wohl für so eine Bestimmung auch nicht geeignet). Könnte mir einer der Röhrlingsspezialisten mal die wirklichen Unterschiede erklären und sind das wirklich 3 verschiedene Arten? Oder nur holopus-nucatum, wie bei Krieglsteiner? Oder ist mein Fund nur ein ausgeblaßter L. scabrum am Ende?

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Vielen Dank vorab und Grüße aus München,

Werner

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P.S.: Auch keine Tramaverfärbung *oT*

Werner, (vor 8086 Tagen) @ Werner

- kein Text -

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Nach 12 Std. grünt die erste Huthaut doch *oT*

Werner, (vor 8086 Tagen) @ Werner

- kein Text -

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Gibt leider auch nicht viel her

Werner, (vor 8086 Tagen) @ Lemm2

vielleicht hilft Dir diese Seite weiter.

Habe ich schon angesehen. Leider ist da aber auch nur L. nucatum so zu sehen, daß er es sein könnte. Der ist auch meine Vermutung. Aber mir ist die Abgrenzung zu L. holopus (L. scabrum var. holopus) und L. niveum (L. scabrum var. niveum) nicht so richtig klar. Die Bilder im Netz habe ich größtenteils schon angesehen, aber die widersprechen sich teilweise auch.

Ich vermute zwar L. nucatum wegen der recht wollig-filzigen Schüppchen, aber vielleicht hat ja jemand das oft zitierte Werk von Lannoy-Estades und/oder kann mehr dazu sagen.

Gruß,

Werner

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Vergleich holopus - nucatum

Jürgen, (vor 8086 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

die wesentlichen makroskopischen Unterscheidungsmerkmale in Kürze (hatte ich am 15. Juli schon mal ins Forum gestellt):

Leccinum

holopus

nucatum

Hutgröße

3-6 cm

8-13 cm

Hutfarbe

glänzend rein weiß, weißlich, bei Reife blass rosalich-beige, gelbgrünlich, grauolivlich

jung meist hell beigebräunlich, bei Reife hell nussbraun, eierschalenfarben bis stumpf weißlich ausblassend, auch (v. a. feucht) mit Olivtönen

Stiel

sehr schlank ->1,5 cm, kein Blau in Basis

robuster ->3 cm, oft mit Blau in Basis

Schuppen

fein, weißlich bis rosalich

gröber, zur Basis oft wollig-netzig, weißlich, bei Reife hutfarben

Sporen

15-18,5 x 5-6,5 µ; Q 2,9

15-20 x 5,5-7,5 µ; Q 2,7

Habitat

Moore

Moorränder, bei Birken an sauren, frischen bis feuchten Standorten

Grob gesagt ist Leccinum nucatum die größere, robustere, etwas kräftiger bräunlich gefärbte, weniger streng an Moore gebundene (und deswegen häufigere) Art. Mikroskopisch sind sie weitgehend identisch; L. nucatum hat nach Lannoy/Estades etwas größere, gedrungenere Sporen.

Gruß, Jürgen

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Nachtrag

Jürgen, (vor 8086 Tagen) @ Werner

Ich halte deinen Fund daher mit ziemlicher Sicherheit für L. nucatum.

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Re: Nachtrag

Werner, (vor 8086 Tagen) @ Jürgen

Ich halte deinen Fund daher mit ziemlicher Sicherheit für L. nucatum.

Danke, Jürgen. Ich hatte den ja eigentlich auch im Verdacht. Aber Deine sehr gute Tabelle gibt mir mehr Sicherheit. Tut mir leid, daß ich Dein Juni-Posting wohl übersehen habe. Die größten Fk. waren definitiv größer als 6 cm, eher so um die 12. Blau in der Stielbasis konnte ich nirgends feststellen.

Wie sieht es denn mit L. scabrum var. niveum aus? Der kommt wohl nicht in Frage, aber so rein theoretisch interessiert er mich doch: gibt es den überhaupt oder wird der heute woanders eingereiht? Meine Quellen widersprechen sich da etwas...

Gruß und herzlichen Dank,

Werner

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Re: Nachtrag

Jürgen, (vor 8086 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

früher wurden mit L. scabrum var. niveum einfach alle "weißen Birkenpilze" angesprochen. Das Problem der Anwendung bei der heute maßgeblichen Artkonzeption besteht hauptsächlich darin, dass es sowohl originär weiße Arten gibt (z. B. holopus), aber auch Blässlinge oder Albinos dunkelhütiger Birkenpilzarten. Die Frage ist also, was unter L. scabrum var. niveum überhaupt verstanden werden soll bzw. was ursprünglich gemeint war.

Derzeit spielt der Name keine Rolle, er müsste aber andernfalls - falls nomenklatorisch möglich - auf hellhütige/weißliche Varianten von L. scabrum ss. str. beschränkt werden. Dass es so etwas gibt, zeigt z. B. ein Foto in Gerhardts Pilzführer.

Grüße, Jürgen

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Nochmals vielen Dank. *oT*

Werner, (vor 8086 Tagen) @ Jürgen

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