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Rote Liste - wo kann man die mal einsehen?

Christoph Kukulies, (vor 8083 Tagen)

Ich würde ja gerne die Umfrage oben beantworten, wenn ich wüßte, was die "Rote Liste" ist.

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Re: Rote Liste - wo kann man die mal einsehen?

Christoph Kukulies, (vor 8083 Tagen) @ Christoph Kukulies

Ich würde ja gerne die Umfrage oben beantworten, wenn ich wüßte, was die
"Rote Liste" ist.

Um meine Frage gleich selbst zu beantworten: Habe ein bißchen auf diesen Seiten gesucht und die "Rote Liste" ist wohl eine Artenschutzliste, die Entwurfstadium zu haben scheint.

Insofern ist die obenstehende Frage für den Erstbesucher total irreführend und daher kommt wohl auch der hohe Anteil an "Nein, niemals" Antworten zustande.

Ich würde die Frage anders stellen:

"Würdest Du Pilze, die auf eine Liste für bedrohte Pilzarten stehen, essen?"

Urprünglich hatte ich angenommen, daß die Rote Liste so etwas ist wie Pilze, die bedingt eßbar sind. Ich weiß nicht, wie es anderen hier ergangen ist, die zum ersten Mal diese Umfrage gelesen haben. Andererseits kann es sein, daß ich gerade diesem Forum beigetreten bin, als diese Umfrage lief und alle anderen ja lange bescheid wußten, was die "Rote Liste" ist.

Nun gut, wenden wir uns dem Thema zu:

Können Pilzarten durch Pilzsammler überhaupt bedroht werden?

Ist es nicht so, daß Pilzsammler erst dann ausrücken, wenn die Kunde geht, daß es wieder massig Pilze gibt?

Meine Auffassung: Pilze sind mehr von Umweltfaktoren bedroht als durch Pilzsammler.

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es gibt viele Wege nach Rom!man kann auch eine

Hans hurter, (vor 8083 Tagen) @ Christoph Kukulies

Frage so oder so interpretieren.Ich hatte mit diesem Text oder Begriff rote Liste keine Probleme weil ich mich im Internet und der Literatur schlau gemacht habe.Eben viele Wege...
Mit dem zweiten Teil Deiner Frage bin ich nicht einverstanden,ich gebe Dir zu bedenken ,dass vor vielen Jahren bei uns im Kreis Lörrach zwei Jahre absolutes Pilzpfückverbot war!Schon im ersten Jahr konnte ich wieder Steinis fotografieren und meiner kleinen Tochter zeigen!Ein zwei Jahre danach, wieder tote Hose am Samstag /Sonntag wenn ich Zeit hatte.Vor vierzig Jahren haben ich und meine Freunde vor der Haustüre Steinis und Pfiffis gepflückt und sogar etwas Heidelbeeren!Heute tote Hose!
Weil wir Menschen nicht wissen (wollen?)wie mit der Natur und den Früchten des Waldes umgehen ,ich schliesse mich da auch mit ein!
Die Indianer in Canada haben einen Satz geprägt,nimm nur das was Du brauchst !Bei uns gilt der Satz nimm alles was Dir Freude macht egal ob die Reproduktion funktioniert? Gruss Hans

Um meine Frage gleich selbst zu beantworten: Habe ein bißchen auf diesen
Seiten gesucht und die "Rote Liste" ist wohl eine
Artenschutzliste, die Entwurfstadium zu haben scheint.
Insofern ist die obenstehende Frage für den Erstbesucher total irreführend
und daher kommt wohl auch der hohe Anteil an "Nein, niemals"
Antworten zustande.
Ich würde die Frage anders stellen: "Würdest Du Pilze, die auf eine
Liste für bedrohte Pilzarten stehen, essen?"
Urprünglich hatte ich angenommen, daß die Rote Liste so etwas ist wie Pilze,
die bedingt eßbar sind. Ich weiß nicht, wie es anderen hier ergangen ist,
die zum ersten Mal diese Umfrage gelesen haben. Andererseits kann es sein,
daß ich gerade diesem Forum beigetreten bin, als diese Umfrage lief und
alle anderen ja lange bescheid wußten, was die "Rote Liste" ist.
Nun gut, wenden wir uns dem Thema zu: Können Pilzarten durch Pilzsammler
überhaupt bedroht werden?
Ist es nicht so, daß Pilzsammler erst dann ausrücken, wenn die Kunde geht,
daß es wieder massig Pilze gibt?
Meine Auffassung: Pilze sind mehr von Umweltfaktoren bedroht als durch
Pilzsammler.

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Ich bin nicht Deiner Ansicht ....

Andreas ⌂, (vor 8083 Tagen) @ Hans hurter

Hallo Hans,

Mit dem zweiten Teil Deiner Frage bin ich nicht einverstanden,ich gebe Dir zu
bedenken ,dass vor vielen Jahren bei uns im Kreis Lörrach zwei Jahre
absolutes Pilzpfückverbot war!Schon im ersten Jahr konnte ich wieder
Steinis fotografieren und meiner kleinen Tochter zeigen!Ein zwei Jahre
danach, wieder tote Hose am Samstag /Sonntag wenn ich Zeit hatte.Vor
vierzig Jahren haben ich und meine Freunde vor der Haustüre Steinis und
Pfiffis gepflückt und sogar etwas Heidelbeeren!Heute tote Hose!

Ich halte das für rein zufällige zeitliche Zusammentreffen bzw. dadurch begründet, dass Du eben in den zwei jahren weniger Konkurrenz gehabt hast. Das mag sich positiv auf Deine persönliuche Fundbilanz ausgewirkt haben, aber einen positiven Einfluß auf die Vitalität dieser Steinpilzmyzelien zu unterstellen erscheint mir doch sehr fragwürdig!
Dass Du vor 40 jahren vor Deiner Haustüre Sachen gefunden hast die Du heute nicht mehr vorfindest, hat mit Sicherheit mit den veränderten Umweltbedingungen zu tun, seien sie nun natürlichen oder anthropogenen Umständen zu verdanken. Mit Sammeln bzw. Sammelverboten lassen sich solche Veränderung meiner Meinung nach kaum bis gar nicht hervorrufen!

beste Grüße,
Andreas

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hallo Andreas,glaubst Du nicht,dass beides

Hans hurter, (vor 8083 Tagen) @ Andreas

möglich ist?Umweltbeeinflussung und Benutzungsdruck durch uns Erholungssuchende und Wald Naturbenutzer? Siehe Fischerei wo ich als Fachmann mitreden kann ,da ist es bestimmt beides! Gruss Hans

Hallo Hans,
Ich halte das für rein zufällige zeitliche Zusammentreffen bzw. dadurch
begründet, dass Du eben in den zwei jahren weniger Konkurrenz gehabt hast.
Das mag sich positiv auf Deine persönliuche Fundbilanz ausgewirkt haben,
aber einen positiven Einfluß auf die Vitalität dieser Steinpilzmyzelien zu
unterstellen erscheint mir doch sehr fragwürdig!
Dass Du vor 40 jahren vor Deiner Haustüre Sachen gefunden hast die Du heute
nicht mehr vorfindest, hat mit Sicherheit mit den veränderten
Umweltbedingungen zu tun, seien sie nun natürlichen oder anthropogenen
Umständen zu verdanken. Mit Sammeln bzw. Sammelverboten lassen sich solche
Veränderung meiner Meinung nach kaum bis gar nicht hervorrufen!
beste Grüße,
Andreas

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Es ist auch Arten- und Ortsabhängig

Marcell Rost, (vor 8083 Tagen) @ Hans hurter

In meinem Sammelgebiet würde ich ein Sammelverbot bzw. eine Einschränkung zumindest für den Steinpilz für schwachsinnig halten. Er dominiert den Wald eindeutig. Und da ich bis jetzt noch nicht festgestellt habe, das jemand mit einem Spaten nach den Pilzen sucht, glaube ich das man nicht viel kaputt machen kann. Ich spreche wie immer von einem jungen Fichtenwald. Hier werden die Pilze seit Jahren von etlichen Sammlern schon ganz jung gepflückt, herrausgedreht oder auch einfach abgeschnitten. Das scheint das Myzel nicht im geringsten zu stören. Für ein vorhandenes Myzel ist es uninteressant ob die Pilze groß werden und aussporen. Jedes Jahr kommt eine erneute Flut von Steinpilzen zum Vorschein. Mal mehr mal etwas weniger. Meiner Ansicht nach rein witterungsabhängig. Dann gibt es noch die Waldränder. Hier wächst in aller Regel hohes Gras. So hoch, das ein Steinpilz erst erkannt wird, wenn er bereits mit dem Sporen beginnt. Somit ist auch für neue Myzel eine perfekte Ausgangsposition geschaffen. Außerdem gibt es ja noch die sogenannten Nachkömmlinge. Wenn man wirklich keinen Menschen mehr im Wald sieht, z.B. im November wachsen hier immer noch ein paar Nachkömmlinge. Diese werden alle groß und können ihre Sporen dem Wind zur Verfügung stellen.
Irgendwann wird ein Wald aber auch mal groß und dann kommen die tollen Aufforstungsgräben. Spätestens an dieser Stelle ist es vorbei mit der Flut an Pilzen. Meistens allerdings schon eher. Nämlich dann wenn der Wald von jedem zweiten Baum durch Abholzen befreit wird um den übrig gebliebenen Bäumen ausreichend Platz zum Wachsen zu geben. Zerstört werden diese ergiebigen Stellen also immer durch die Waldbetreiber.
Beim Pfifferling allerdings bin ich anderer Meinung. Diesen kann man natürlich zerstören, wenn man für ein Paar "Kleine" meterweise Moos wegreisst.

Viele Grüße,

Marcell

möglich ist?Umweltbeeinflussung und Benutzungsdruck durch uns
Erholungssuchende und Wald Naturbenutzer? Siehe Fischerei wo ich als
Fachmann mitreden kann ,da ist es bestimmt beides! Gruss Hans

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Re: Rote Liste - wo kann man die mal einsehen?

Micha aus Jever, (vor 8083 Tagen) @ Christoph Kukulies

Nun gut, wenden wir uns dem Thema zu: Können Pilzarten durch Pilzsammler
überhaupt bedroht werden?
Ist es nicht so, daß Pilzsammler erst dann ausrücken, wenn die Kunde geht,
daß es wieder massig Pilze gibt?

Hallo Christoph,

ich denke, dass zumindest in pilzärmeren Gebieten, sowohl Arten umd auch mengenbedingt, wie hier im hohen NW duch übermaßiges sammeln Pilzsorten bedroht sein könnten. Zundem kommen die Verschmutzer und Umtreter, die fein dabei sind, die Wälder einzumüllen.
Vor etwa 10 Jahren, so meine Erinnerung, waren die Wäler noch sauber, Hexenringe habe ich zuletzt um diese Zeit in hoher Artenvielfalt bewundern können.
Daran ist aber sicher auch die Forstwirtschaft Schuld, es wird ausgedünnt was das Zeug hält, der Rest incl. Unterholz bleibt liegen. Breite Träckerspuren und neu angelegte Gräben sind tötlich.
Und in die überlaufenen Steininester geh ich nicht mehr hin, vermüllt.

Gruß Micha

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Violettfleischiger Braunsporstacheling?

42, (vor 8082 Tagen) @ Hans hurter

Hallo,

http://www.pilze.ch/RoteListe/Pilzschutz.jpg

auf obigem Link ist ein Pilzplakat der 'Geschützten Pilze der Schweiz' zu
bewundern. Oben links ist gleich der genannte Pilz (Sarcodon joeides) zu
sehen. Ehrlich gesagt: ich hatte von diesem Pilz zuvor nie gehört.

Und wenn ich mir dann die anderen Arten so ansehe - als Speisepilz könnte
allesfalls der Regius (*) ins Auge fallen und den Rest kennen ohnehin nur
Leute, die sich mit Pilzen sehr gut auskennen. Welchen Sinn macht es also,
ein Plakat zu kreieren, auf dem zu schützende Arten abgebildet sind,
die eh 'keiner' kennt und die mangels Genießbarkeit sowieso nicht gesammelt
werden würden?

Gruß
Thomas (dem das Palkat ansonsten recht gut gefällt - ob man das
irgendwo bestellen kann?)

(*) das mit dem 'Speisepilz-Regius' ist natürlich nicht als Aufforderung
gedacht, diese Pilze für den Kochtopf zu sammeln ;-)

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...nicht nur ungenießbar, sondern so selten, wie

Christoph G, (vor 8082 Tagen) @ 42

L. favrei oder Squamanita schreieri, dass jeder Fortgeschrittene in verzückung gerät, wenn er das Glück hat, sie überhaupt jemals zu finden. Der Speisepilzsammler, der "seine" paar Arten kennt, weiß doch gar nicht, was er tut, wenn er obige Arten findet und mitnimmt (und ist sich, wie ich finde zu recht, keiner Schuld bewusst). Das Plakat ist wunderschön und ich würds gern haben, aber für den "Pilzschutz" m.M. nach nur von sehr geringem Nutzen.

Gruß Christoph