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wegen Glosse im Tintling

Christoph ⌂, (vor 8073 Tagen)

Hallo zusammen,

Birgit hatte in einem Beitrag weiter unten ein wenig Stellung zur Glosse im neuen Tintling bezogen. Da dachte ich, ich schreib auch was dazu ;-).

Neben den üblichen, leider weit verbreiteten Aussagen wie "Internet sei der Müllhaufen der Informationsgesellschaft" findet man vor allem Kritik an der Abwandlung der Sprache durch das Internet (z.B. Knollis statt Knollenblätterpilze").

Ersteres finde ich nicht so tragisch. Wer nicht weiß, wie man das Internet richtig nutzt, wird allzuoft falsche Informationen erhalten oder unseriöse Seiten entdecken. Wer nicht weiß, welche Zeitung man am Kiosk kauft, kann auch bei Propagandablättern landen und wird fehlinformiert.

Der Abschlusssatz, der sich indirekt auf die Teilnehmer dieses Forums (wo hauptsächlich "Flockis" und andere Abkürzungen verwendet werden) bezieht, ist dagegen schon ein ziemlich übler Angriff. Letzten Endes kann einem das aber doch auch egal sein, denke ich. Zumal im text recht wenig an Argumenten gebracht wird, warum dies so sei.

Also zur Sprache. Herrlich ist die in der Überschrift vom Autor selbst vorgenommene Apostrophierung, wie sie im Englischen üblich ist, um einen Genitiv auszudrücken - allerdings im Pluralsinn gemeint (Flocki`s, Steini`s und Täuberl). Aua!!! War das nun Glosse, also Absicht, oder war es unbemerkt? Es sei dahingestellt.

Was ich immer wieder feststellen kann, das ist der Wunsch, Sprache möge unveränderlich sein. Sie möge konserviert werden, auf dass man in 500 Jahren noch so spreche wie dereinst. Irrtum. Gerade der Fluss und die Veränderung macht Sprache interessant.

Wie passend der Vergleich anhand der Bilder (man wird aufgeklärt, was Maronen sind und was Maronenröhrlinge sind). Nun, auch Menschen, die gar nichts mit dem Internet zu tun haben, sammeln bei mir in der Gegend ihre "Maronen" und meinen damit den Röhrling. Dies hat sich schon sehr lange eingebürgert, schon in meiner Kindheit - ich kann mich dran erinnern, da es der erste Röhrling war, den ich bewusst zu Gesicht bekam.
Sowas ist üblicher Abschleif. Teils auch Dialekt. Die Täublinge heißen in bayern nunmal "Deiberl", im plural "Deiberln". Somit ist der Versuch, dies mit "Täuberln" zu transkribieren, gar nicht so schlecht - Herr Zehfuß spricht ja kein Bairisch. Zum Glück ohne Apostroph geschrieben (Täuberl`n wäre zu komisch).

Aber ich schweife ab...

Sprache ändert sich, hat sich geändert und wird dies auch immer tun. Es wird immer Neologismen geben, es gibt Abschleifungen, sekundäre Umdeutungen, auch Fehler.

Beispiel: Efeu, eine bekante Pflanze. Die wurde mal Epheu geschrieben. Und das kam von Ep-Heu (ewiges Heu), weil deren Blätter auch im Winter als Streu und Heuersatz dienen können und in Notzeiten als solches verwendet werden konnten, wenn Streu / Heu ausging. Tja, und da "ph" so schön griechisch klingt, wurde es mit "f" umgeschrieben, was völlig falsch war. Nun gut, ist passiert. Dennoch sage ich "Efeu" und schreibe es auch.

Den Begriff "Knolli" verwende ich auch gerne in der Umgangssprache. Vielleicht wird er sich ähnlich durchsetzen, wie der von Wolfgang Dämon (führender Forscher im Bereich der Corticioiden Pilze) geprägte Begriff "Cortis" für seine Lieblinge, die corticioiden Pilze. Und auch hier war das Internet nicht schuld.

Nein, zu der Glosse kann ich nur sagen, dass ich es schade fände, wenn sich keine themenbezogenen Jargons mehr bilden dürften. Wenn irgendwer bestimmen dürfte, welche Neologismen akzeptiert werden. Wenn alles in einem reinen Hochdeutsch (das auch erfunden wurde) gehalten werden müsste. Ich gehe also mit dem Inhalt der Glosse gar nicht konform. Ich finde es positiv, dass sich ein eigener Sprachgebrauch bildet.

Ich ärgere mich nicht über den Beitrag von Herrn Zehfuß. Er vertritt seine Meinung, so wie ich z.B. die meine. Und den Nachsatz, dass dieses Forum das Internet zum Müllhaufen der Informationsgesellschaft mache, nehme ich nicht ernst (wie gesagt, indirekt aufs Forum bezogen). Leider kann man bei einer Überschrift namens "Glosse" ohnehin nicht gegenargumentieren, da sich Kritik verbietet (sonst verstünde man keinen Humor). Drum werte ich diesen Satz nicht, stelle aber den Gesamttenor der Glosse zur Diskussion und kritisiere diesen.

Es lebe die Vielfalt und die Freiheit des Einzelnen. Und ich nenne weiterhin den Grünen Knolli Grünen Knolli ;-)))

In diesem Sinne
Christoph

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Re: wegen Glosse im Tintling

Huperzia ⌂, (vor 8073 Tagen) @ Christoph

Und ich nenne weiterhin
den Grünen Knolli Grünen Knolli ;-)))

....solange du ihn nicht Grünen Täubli nennst ;-)...

ansonsten entspricht dein Beitrag ja inhaltlich meinem weiter unten, den ich hier nochmal verlinken möchte, da er vielleicht doch besser an diese Stelle paßt:
Beitrag 69465

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uoh... *PIC*

elfi ⌂, (vor 8073 Tagen) @ Huperzia

...ein Kolli ist ein Kolli!
und kein Täubling,
Schon alleine die
Übersetzung Knolli = Täubling
sieht wie die Hohlwelttheorie aus!
weißt du was ich meine Hupi?
elfi [image]

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Re: wegen Glosse im Tintling

Gerd-A, (vor 8073 Tagen) @ Christoph

Hallo Christoph, hallo Tanja,

mag sich doch irgend ein Humanist (oder besserwissenter Spachwissentschaftler, Lehrer) aufregen über Bezeichnungen wie "Knolli", Pfiffi", "Hexi", Steini" etc.

===> Da kann ich nur feststellen: "Was juckst die Eiche, wenn sich 'ne Sau dran reibt !!!"

Liebe Grüße
Gerd

PS.:
- Auch diese Herren müssen (!!!) akzeptieren, dass unsere Sprache lebt und neue Begriffe, die allgemein verständlich sind, kreiert werden.

- Schlimm finde ich nur, wenn völlig unnötig und überflüssig englische Wörter (für die es gute deutsche Bezeichnungen gibt) "IN" werden.

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Ich gebe Herrn Zehfuß recht....

Christoph G, (vor 8073 Tagen) @ Gerd-A

.. denn er ist/war ja Lehrer, und die haben bekanntlich am morgen recht und am Mittag frei, und daher auch genügend Zeit sich über Stenis zu ärgern ;-)) (War jetzt auch ne Glosse...)

LG Christoph

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keine Glosse

Birgit, (vor 8073 Tagen) @ Christoph

Hallo Christoph und alle Anderen,

ich habe das Wort "Glosse" absichtlich in Anführungszeichen gesetzt, weil der Artikel für mich keine Glosse ist. Eine Glosse macht sich m.E. in humorvoller Weise über bestimmte Dinge lustig, um sie ad absurdum zu führen. Größere Spuren von Humor konnte ich in dem Artikel aber beim besten Willen nicht entdecken. Den erhobenen Zeigefinger des Lehrers kann ich aber deutlich erkennen, ich würde den Artikel daher in die Rubrik "Kommentar" einordnen. Kommentare stellen die "subjektive" Meinung eines Einzelnen dar und sind daher natürlich kritisierbar. Eine wirklich gute Glosse oder Satire ist meines Erachtens nach ungleich schwieriger zu schreiben und dieses Ziel ist hier meiner Meinung nach nicht erreicht worden. Schade, denn ich könnte mir durchaus vorstellen, daß man gerade dieses Thema wirklich zu einer witzigen Glosse - bei der auch wir, die Betroffenen, schmunzeln und vielleicht nachdenken - aufbereiten könnte.

Ich bin übrigens auch kein Fan von Knolli, Steini, Flocki und benutze diese Begriffe im realen Leben eher weniger. Mir machts aber auch nichts aus, wenn sie jemand anderer benutzt.

Also zur Sprache. Herrlich ist die in der Überschrift vom Autor selbst
vorgenommene Apostrophierung, wie sie im Englischen üblich ist, um einen
Genitiv auszudrücken - allerdings im Pluralsinn gemeint (Flocki`s,
Steini`s und Täuberl). Aua!!! War das nun Glosse, also Absicht, oder war
es unbemerkt? Es sei dahingestellt.

Ich glaub inzwischen auch, daß das wohl witzig sein sollte (?). Offensichtlich war ich zu blöd dazu diesen feinsinnigen Humor zu entdecken ;-).

Birgit

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Re: keine Glosse

Ilmtalratz, (vor 8073 Tagen) @ Birgit

Hallo Christoph und alle Anderen,
ich habe das Wort "Glosse" absichtlich in Anführungszeichen
gesetzt, weil der Artikel für mich keine Glosse ist. Eine Glosse macht
sich m.E. in humorvoller Weise über bestimmte Dinge lustig, um sie ad
absurdum zu führen. Größere Spuren von Humor konnte ich in dem Artikel
aber beim besten Willen nicht entdecken. Den erhobenen Zeigefinger des
Lehrers kann ich aber deutlich erkennen, ich würde den Artikel daher in
die Rubrik "Kommentar" einordnen. Kommentare stellen die
"subjektive" Meinung eines Einzelnen dar und sind daher
natürlich kritisierbar. Eine wirklich gute Glosse oder Satire ist meines
Erachtens nach ungleich schwieriger zu schreiben und dieses Ziel ist hier
meiner Meinung nach nicht erreicht worden. Schade, denn ich könnte mir
durchaus vorstellen, daß man gerade dieses Thema wirklich zu einer
witzigen Glosse - bei der auch wir, die Betroffenen, schmunzeln und
vielleicht nachdenken - aufbereiten könnte.
Ich bin übrigens auch kein Fan von Knolli, Steini, Flocki und benutze diese
Begriffe im realen Leben eher weniger. Mir machts aber auch nichts aus,
wenn sie jemand anderer benutzt.
Ich glaub inzwischen auch, daß das wohl witzig sein sollte (?).
Offensichtlich war ich zu blöd dazu diesen feinsinnigen Humor zu entdecken
;-).
Birgit

Mal ganz provokativ gesagt - auch wenn ich den Artikel im Tintling nicht gelesen habe (ich habe den Tintling nicht und bin in der Online-Ausgabe nicht fündig geworden) - halte ich das Ganze für einen (recht erfolgreichen) Trollbeitrag. Daß der Troll gut war zeigt sich an dem Staub, den er hier im Forum aufgewirbelt hat.

Meine Meinung zu dem Thema: So wie es für die Pilze regional unterschiedliche Bezeichnungen gibt (Beispiel: Pfifferling vs Reherl vs Eierschwamm), so entwickelt sich auch die Sprache im Netz weiter. Letztendlich weiß aber jeder, was gemeint ist.

Stellt euch mal vor, wir würden nur noch die lateinischen Bezeichnungen für unsere Freunde verwenden. Dann hätten wir nur noch eine Handvoll Aktive, die im Regelfall Absolventen irgendeiner Universität wären. Neueinsteiger und Ratsuchende würden sich aber verschreckt abwenden, da sie nur Bahnhof verstehen.

In dem Sinne eine weiterhin pilzige Saison.

Ratz

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eben

Birgit, (vor 8073 Tagen) @ Ilmtalratz

Mal ganz provokativ gesagt - auch wenn ich den Artikel im Tintling nicht
gelesen habe (ich habe den Tintling nicht und bin in der Online-Ausgabe
nicht fündig geworden) - halte ich das Ganze für einen (recht
erfolgreichen) Trollbeitrag. Daß der Troll gut war zeigt sich an dem
Staub, den er hier im Forum aufgewirbelt hat.

Klar wollte der Autor provozieren, ich frage mich nur warum? Trolle provozieren nur um des Provozierens willen, das wollte ich Herrn Zehfuß aber eigentlich nicht unterstellen.

Meine Meinung zu dem Thema: So wie es für die Pilze regional unterschiedliche
Bezeichnungen gibt (Beispiel: Pfifferling vs Reherl vs Eierschwamm), so
entwickelt sich auch die Sprache im Netz weiter. Letztendlich weiß aber
jeder, was gemeint ist.
Stellt euch mal vor, wir würden nur noch die lateinischen Bezeichnungen für
unsere Freunde verwenden. Dann hätten wir nur noch eine Handvoll Aktive,
die im Regelfall Absolventen irgendeiner Universität wären. Neueinsteiger
und Ratsuchende würden sich aber verschreckt abwenden, da sie nur Bahnhof
verstehen.

Genau, in diesem Sinne war ja auch mein allererster Beitrag gehalten. Ich glaube, daß es sehr wichtig ist niemanden auszugrenzen.

Liebe Grüße

Birgit

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Tintling

Werner, (vor 8073 Tagen) @ Birgit

Klar wollte der Autor provozieren, ich frage mich nur warum? Trolle
provozieren nur um des Provozierens willen, das wollte ich Herrn Zehfuß
aber eigentlich nicht unterstellen.

Da gebe ich Dir recht. Nur denke ich, das ist die "konservative Denke" älterer Leute, die es nicht schaffen, Neuheiten zu akzeptieren. Auch ich gehöre zwar zu den Menschen, die Knolli, Steini und Co. bestenfalls sparsam benutzen und nicht unbedingt einen Netzi und Pfiffi als besonders gelungene Sprachschöpfungen empfinden. Dennoch halte ich die "Glosse" für sowas von überflüssig, daß sich damit der Autor genau dahin gestellt hat, wo er die "Steini-" und "Pfiffi-Poster" sieht. Und ich fand diesen Kommentar für sowas von "unlustig", daß ich darin auch keine gelungene Glosse entdecken kann. Da muß man fragen - wenn es denn eine "Glosse" sein soll - ob der Autor zum Lachen in den Keller geht. Irgendwie wollte ich ja gar nicht drauf antworten, weil es das eigentlich gar nicht wert ist. Aber da er uns hier direkt angreift und dazu aber keinerlei Substanz liefert, sondern nur "Plattitüden", habe ich nun meinen Senf auch dazugegeben.

Für mich ist es schon komisch, daß man vermeintliche "Müllhäufen der Informationsgesellschaft" mit absolut sinnfreier Kritik belegt. Dem Autor ist völlig entgangen, daß dieses Forum sehr, sehr vielen Nutzern in enormem Ausmaß hilft, ihr Verständnis für Pilze zu ergänzen und aufzubessern. Und daß es hier ganz tolle Menschen gibt, die einem gerne helfen (nur ein Beispiel: Hans aus ED, der mir z.B. meine Mikroskopglühbirnen besorgt, ohne daß ich ihn vorher kannte) oder Artikel zusenden. Ich halte das Internet neben meinen Fachbüchern für die größte und beste Informationsquelle, die ich habe.

Und insbesondere hier im pilzepile-Forum fühle ich mich besonders heimisch, da es hier von netten und hilfsbereiten Leuten "nur so wimmelt". Und das "Oberlehrerhafte" z.B. des deutschen Usenets, wo man die Leute wegen Formalismen runterputzt, fehlte hier bisher völlig. Und ich hoffe, daß sich das auch nie ändern wird - auch nicht nach einem Zehfuß-Artikel.

Der Herr mag seine Verdienste in der Mykologie haben, aber er hat danach geschrieen, eins auf den Deckel zu bekommen und das hat er sich nun redlich verdient - auch wenn ich seine Pilzmikroskopieseiten z.B. größtenteils für sehr gelungen erachte. Und ich halte es für relativ schwach, daß er sich hier noch nie beteiligt hat, sich aber so negativ wegen des Sprachgebrauchs äußert.

Viele Grüße an ein tolles, hilfreiches Forum,

Werner

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Re: keine Glosse

Wolfgang P., (vor 8072 Tagen) @ Ilmtalratz

Mal ganz provokativ gesagt - auch wenn ich den Artikel im Tintling nicht
gelesen habe (ich habe den Tintling nicht und bin in der Online-Ausgabe
nicht fündig geworden) - halte ich das Ganze für einen (recht
erfolgreichen) Trollbeitrag. Daß der Troll gut war zeigt sich an dem
Staub, den er hier im Forum aufgewirbelt hat.

Leider nein. Herr Zehfuß gehört zu den "mykologischen 12-Endern" - Alpha-Tiere, die das Internet nicht brauchen, weil sie auch so genügend Publikum haben (das unterscheidet ihn fundamental von allen Trollen).

Sehr schade ist, dass herausragende Persönlichkeiten der deutschen Mykologie - nach Peter Reil nun also auch Hans Dieter Zehfuß - die Printmedien nutzen, um die Pilzforen als Kommunikationsmedium zu verunglimpfen. Das kann uns nicht egal sein, denn es schadet uns, weil es die Noch-nicht-Pilzforums-Leser davon abhält, solche zu werden.

Letztlich hat aber die damalige Diskussion von Peter Reil um leichtfertige Speisepilz-Bestimmerei die unerwartete, aber begrüßenswerte Wendung genommen, dass inzwischen Postings mit einem platten "den kannste essen" praktisch verschwunden sind, und immer der Hinweis auf das Restrisiko einer Bildbestimmung gegeben wird.

Der neuen Diskussion um die Sprachverhunzung von H.D. Zehfuß gebe ich dagegen keine vergleichbare Erfolgschance, da Namen wie "Flockenstieliger Hexenröhrling" einfach zu lang sind und danach schreien, abgekürzt zu werden, auch wenn sich bei der Koseform "Flocki" mir selbst genau wie Herrn Zehfuß die Nackenhaare sträuben.

Grüße,

Wolfgang

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Re: keine Glosse

Werner, (vor 8072 Tagen) @ Wolfgang P.

Leider nein. Herr Zehfuß gehört zu den "mykologischen 12-Endern" -
Alpha-Tiere, die das Internet nicht brauchen, weil sie auch so genügend
Publikum haben (das unterscheidet ihn fundamental von allen Trollen).

Nun, damit hast Du sicher recht.

Sehr schade ist, dass herausragende Persönlichkeiten der deutschen Mykologie
- nach Peter Reil nun also auch Hans Dieter Zehfuß - die Printmedien
nutzen, um die Pilzforen als Kommunikationsmedium zu verunglimpfen. Das
kann uns nicht egal sein, denn es schadet uns, weil es die
Noch-nicht-Pilzforums-Leser davon abhält, solche zu werden.

Immerhin ist der Unterschied zwischen Reil und Zehfuß, daß Reil sich hier auch hin und wieder beteiligt. Das berechtigt ihn zu Kritik, auch wenn ich persönlich die Schärfe der Kritik nicht ganz verstanden habe. Aber immerhin ging es damals um etwas, das wirklich diskussionswürdig ist und wozu auch heute noch verschiedene Auffassungen bestehen. Nur hätte ich mir eine etwas mildere Form gewünscht. Aber gut. Aber das jetzt finde ich doch arg daneben. Denn es geht doch um überhaupt nichts Essentielles unter Pilzfreunden. Es geht lediglich um so etwas Banales wie Rechtschreibfehler oder dgl. Und daraus so einen Artikel alias Glosse zu stricken ... naja, eigentlich ist es gar nicht wert, darüber zu diskutieren. Aber die weitere Reaktion auf die Freigabe für das Forum und daraufhin das Zurückziehen halte ich für noch alberner. Und das steht nicht mal einem 12-Ender zu, wenn er denn nicht der Lächerlichkeit preisgegeben sein will. Einfach schade.

Wenn die Glosse wirklich eine gewesen wäre und man auch drüber hätte lachen können, wäre sie vielleicht sogar gut gewesen. Aber der bittere Bierernst von wegen "Müllhaufen der Informationsgesellschaft" u.ä. hat m.E. berechtigte Reaktionen hier hervorgerufen, auch wenn "Troll" sicherlich nicht die richtige Antwort darauf ist.

Letztlich hat aber die damalige Diskussion von Peter Reil um leichtfertige
Speisepilz-Bestimmerei die unerwartete, aber begrüßenswerte Wendung
genommen, dass inzwischen Postings mit einem platten "den kannste
essen" praktisch verschwunden sind, und immer der Hinweis auf das
Restrisiko einer Bildbestimmung gegeben wird.

Richtig, der Meinung bin ich auch - auch wenn das hin und wieder anders hier gesehen wird.

Gruß,

Werner