Pilze Pilze Forum
Erweitert

nochmal zum tintling: hier die "glosse" *PIC*

coco, (vor 8073 Tagen)

hallo allerseits,

karin montag, die herausgeberin des stets lesenswerten tintling ( www.tintling.com ) ist einverstanden, den im forum nicht so recht auf begeisterung gestossenen artikel im aktuellen heft hier für die nichtleser wiederzugeben:

[image]

Manche sagen, das Internet sei der Müllhaufen der Informationsgesellschaft. Dem könnte man rasch zustimmen wenn man so liest, was da aus dem Reich der Pilze so alles an Postings abgesetzt wird. Bei tiefergehender Sichtweise und längerem Surfen, auf „Rosinensuche" sozusagen, wird jedoch klar, dass manche das World Wide Web durchaus im Sinne seiner Erfinder nutzen, nämlich dem Austausch von Erkenntnissen und Wissen über Ländergrenzen und Kontinente hinweg zu dienen. Das alles vor der größten Öffentlichkeit, die vorstellbar ist.
Der Austausch kann aber nur dann gelingen, wenn man sich dazu des Kulturgutes Nr. 1, der Sprache nämlich, zu bedienen weiß! Eine Kultursprache hat festgelegte Wörter für feststehende Dinge. Es ist zwar in allen Bereichen des täglichen Lebens unübersehbar, dass Manien zur Verkürzung und Beschneidung, scheinbar auch zur Verniedlichung von Wörtern immer weiter um sich greifen, doch keiner ist gezwungen dieses Spiel mitzumachen. Es sei denn, man möchte die Leser in die Irre führen.
So habe ich mich bei der Erstbegegnung mit der Wortschöpfung Flocki (zu Zeiten als die Zwergpudel große Mode waren, hat man dieses Wort öfter gehört) gefragt, was denn wohl ein Pudel mit den Pilzen zu tun habe? Man weiß ja immerhin, dass manche Hunde manche Pilze finden und ausgraben, aber dies war hier offensichtlich nicht gemeint. Auch zu glauben, in Oberbayern flögen die Täuberin durch die Luft ist offensichtlich ein Trugschluss. Maronen sind Samen, die in den Früchten südländischer Kastanienbäume heranreifen und der Maronenröhrling ist ein Pilz, welcher auf dem Erdboden wächst. Die oft gelesene Begriffs-Verstümmelung ist hier keinesfalls eine Vereinfachung des Sprachgebrauchs, sie stellt Tatsachen faktisch aufden Kopf.
Sinn wird zu Unsinn, Vernunft wird Plage.....fällt mir da nur ein. Es fällt offensichtlich manchen „Postern" sichtlich schwer, sich bei der Verbreitung ihrer Erkenntnisse eines sachlich fundierten und begrifflich festgelegten Wortschatzes zu bedienen. Auch eine postulierte „höhere Aufgabe", in der Verbreitung dialektbezogener Begriffe über den Kulturraum hinaus, welchem sie entstammen, bietet keine befriedigende Erklärung für die Missachtung der Hochsprache.
Nein, das Internet ist gewiss nicht der Müllhaufen der Informationsgesellschaft - aber es wird von manchen dazu gemacht.

Herzlichst,

Ihr Hans D. Zehfuß


[/b]

quelle: der tintling 3/2004, seite 5.
v.i.s.d.p.: k. montag
issn: 1430-595 X
bezug und leserbriefe: www.tintling.com

gruss

coco

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und eine privatmeinung...

coco, (vor 8073 Tagen) @ coco

...aus gründen der korrektheit lieber separat.

das meiste scheint von uns gesagt, und als eiche sind uns die wildschweine wirklich egal, die sich an uns reiben. ich kann birgit, tanja, werner usw. soweit nur zustimmen.

herr zehfuß ist ein grosser experte und hat, nicht nur mit seinen ständigen (fach)artikeln im tintling, wertvolles zur fortbildung vieler pilzfreunde beigetragen.
georgs pilzepilze-forum ist ein gewaltiger fundus des pilzwissens mit eingebautem motivationstrainer, das wertvolles zur gewinnung und fortbildung vieler pilzfreunde beigetragen hat.
mit seinem üblen, indifferenten wort vom müllhaufen der informationsgesellschaft disqualifiziert herr zehfuß m.e. weniger georgs forum, als vielmehr sich selbst. und das finde ich an der ganzen sache schade.

coco

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Re: nochmal zum tintling: hier die "glosse"

Matthias, (vor 8073 Tagen) @ coco

Hallo Coco,
danke für das Einstellen des Artikels, der ist ja echt nett gemacht.
Eigentlich dürfte es bei uns ja nicht zu Verwechslungen zwischen Maronenröhrlingen und Maronen kommen da es sie bei uns ja gar nicht geben weil sie laut dem Artikel ja von "südländischen Kastanienbäumen" stammen. ;o)
Liebe Grüsse
Matthias

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Re: nochmal zum tintling: hier die "glosse"

Huperzia ⌂, (vor 8072 Tagen) @ Matthias

Hallo Coco,
danke für das Einstellen des Artikels, der ist ja echt nett gemacht.
Eigentlich dürfte es bei uns ja nicht zu Verwechslungen zwischen
Maronenröhrlingen und Maronen kommen da es sie bei uns ja gar nicht geben
weil sie laut dem Artikel ja von "südländischen Kastanienbäumen"
stammen. ;o)
Liebe Grüsse
Matthias

Ist der Begriff "Maronenröhrling" nicht wissenschaftlich betrachtet völlig inkorrekt und müßte demnach "Maronenbrauner Filzröhrling" lauten? Immerhin ist´s schon lang kein Boletus mehr.
Auch wenn´s in dem Zusammenhang vielleicht eher andersrum wirkt "Volksnamen" geben den Pilzen (bzw. ihren Namen) eine Art Beständigkeit und diese Funktion erfüllen sogar der "Flocki" und "Knolli", auch wenn es eben etwas dauert bis sich eine Konvention überallhginb durchgesprochen hat und diese Namen wohl weitgehend aufs Internet begrenzt bleiben (obwohl "begrenzt" kann man das Internet kaum nennen).

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Einseitige Sichtweise...

Karl-Heinz ⌂, (vor 8073 Tagen) @ coco

Dies sei an einem eigenen Beispiel kurz erklärt:
Ich hatte mitte Juli diesen Jahres schöne Exemplare des "Grünen Knollenblätterpilzes, Amanita phalloides" gefunden und mit 3 Bildern präsentiert. Seinerzeit hatte ich den exakten Volksnamen, wie auch den schlauen Namen wie vorstehend aufgeführt genannt. Das macht auch Sinn und sollte bei einem wichtigen Pilz-/Giftpilz so gehandhabt werden.
Als wir kürzlich über eine Pilzsendung frotzelten die in BR 3 lief, benutzte ich den Begriff "Knolli" mit dem Zusatz eines *g* im Text.
Ich denke und meine auch zu wissen, dass fast alle anderen das ähnlich handhaben und es je nach Situation und Kontext so auch passend ist.

Schöne Woche noch
Gruß
Karl-Heinz

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und ein widerruf von karin montag (@georg)

coco, (vor 8073 Tagen) @ coco

hallo,

karin montag hat mich eben angerufen und mitgeteilt, dass herr zehfuß mit der veröffentlichung seines artikels im internet überhaupt nicht einverstanden sei ("die leute sollen den tintling kaufen") und sie die erteilte erlaubnis widerrufen müsse. da ich hier nicht der webmaster bin, kann ich diese mitteilung nur hiermit an georg weitergeben.

beste grüsse

coco

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Re: und ein widerruf von karin montag (@georg)

Hans aus ED, (vor 8073 Tagen) @ coco

hallo,
karin montag hat mich eben angerufen und mitgeteilt, dass herr zehfuß mit der
veröffentlichung seines artikels im internet überhaupt nicht einverstanden
sei ("die leute sollen den tintling kaufen") und sie die
erteilte erlaubnis widerrufen müsse. da ich hier nicht der webmaster bin,
kann ich diese mitteilung nur hiermit an georg weitergeben.
beste grüsse
coco

Tintling ? kaufen ? welchen .. den schopfi oder den falti ? *gg

Gruß Hans

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hihi, Hans! :---)) *oT*

Birgit, (vor 8073 Tagen) @ Hans aus ED

- kein Text -

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Oh, Mann, Zehfuß ...

Werner, (vor 8073 Tagen) @ coco

karin montag hat mich eben angerufen und mitgeteilt, dass herr zehfuß mit der
veröffentlichung seines artikels im internet überhaupt nicht einverstanden
sei ("die leute sollen den tintling kaufen") und sie die
erteilte erlaubnis widerrufen müsse. da ich hier nicht der webmaster bin,
kann ich diese mitteilung nur hiermit an georg weitergeben.

Der ist aber erpicht darauf, sich ins Abseits zu stellen ... hätte er bloß mal vor seinem Geschreibsel nachgedacht. Denn er hatte vorher einen Riesenbonus bei vielen hier ... denke ich mal. Und dann kriegt er eine Sondernummer zu seinen Ehren und jetzt setzt er noch eins drauf auf die unausgegorene Glosse ... so kann man sich selbst auch schaden.

Und wegen der Glosse kauft sicher niemand den Tintling, denn die Zeitschrift bietet viel mehr, auch gute "Zehfuß-Artikel".

Gruß,

Werner

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Re: und ein widerruf von karin montag (@georg)

amanita, (vor 8073 Tagen) @ coco

hallo,
karin montag hat mich eben angerufen und mitgeteilt, dass herr zehfuß mit der
veröffentlichung seines artikels im internet überhaupt nicht einverstanden
sei ("die leute sollen den tintling kaufen") und sie die
erteilte erlaubnis widerrufen müsse. da ich hier nicht der webmaster bin,
kann ich diese mitteilung nur hiermit an georg weitergeben.
beste grüsse
coco

Hallo coco.
Ich lese den Tintling ab Erstausgabe. Herr Zehfuss hat mir die Prüfung abgenommen. Was soll das denn ??? Warum wird er so engstirnig. Ich dachte Pilzler sind aufgeschlossene Menschen für alles. Ich schreibe auch über Flockis und Steinis. Unser schönes Hobby soll doch für alle sein die sich dafür interessieren.
viele Grüsse
Amanita

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Mir hat er auch die Prüfung abgenommen...

Christoph G, (vor 8073 Tagen) @ amanita

... und irgendwie hatte ich das Gefühl, dass es ihm nicht gepasst hat, dass er fast nix zum korrigieren hatte.(Hatte halt Glück mit den Täuberln, die er mir vorgelegt hat). Dann wurde er ungehalten, weil ich wissend um die Schwierigkeit bei der makroskopischen Täublingsbestimmung immer ein "Könnte" der Lederstieltäubling oder "Könnte" der Zedernholztäubling vorangestellt hab. Zitat: "Ja wenn Sie immer "Könnte" sagen, dann glaubt Ihnen kein Ratsuchender, dass sie eine Ahnung haben" Ich war natürlich eingeschüchtert, aber Walter hat dann die Prüfung mit einem für mich sehr schmeichelhaften Kommentar beendet. Tja und spätestens da hat sich offenbahrt, dass es halt gute und weniger gute (Pilz) Lehrer/Prüfer gibt ;-)) Nix für Ungut Herr Zehfuß, falls Sie`s lesen :-))

LG Christoph

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Übrigens ihr neues Buch...

Christoph G, (vor 8073 Tagen) @ Christoph G

...mit Herrn Ostrow "Pilze in naturnahen Wäldern der Pfalz" gefällt mir sehr gut. Nur leider sind die Fotos in meinem Exemplar völlig blass farbverfälscht. Ist das generell so, oder hab ich nur ein "verdrucktes" Exemplar erwischt. Frage geht natürlich an Alle, die auch ein Exemplar besitzen.

Gruß Christoph

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Re: Übrigens ihr neues Buch...

Karl-Heinz ⌂, (vor 8073 Tagen) @ Christoph G

Habe selbst ein Buch durchgesehen und aus diesem Grund - völlig farbverfälschte Bilder - nicht gekauft.
Gruß
Karl-Heinz

...mit Herrn Ostrow "Pilze in naturnahen Wäldern der Pfalz" gefällt
mir sehr gut. Nur leider sind die Fotos in meinem Exemplar völlig blass
farbverfälscht. Ist das generell so, oder hab ich nur ein
"verdrucktes" Exemplar erwischt. Frage geht natürlich an Alle,
die auch ein Exemplar besitzen.
Gruß Christoph

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Re: Übrigens ihr neues Buch...

Huperzia ⌂, (vor 8073 Tagen) @ Christoph G

ja, Bilder sind leider völlig farbfalsch

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Soll das heißen, ich soll den Beitrag löschen?

Georg, (vor 8073 Tagen) @ coco

Ein großer Verlust wär's ja nicht.

Meine Gedanken zum Inhalt behalte ich besser für mich ;-)

Georg

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Re: Soll das heißen, ich soll den Beitrag löschen?

coco, (vor 8073 Tagen) @ Georg

Ein großer Verlust wär's ja nicht.
Meine Gedanken zum Inhalt behalte ich besser für mich ;-)
Georg

hm, georg,

ich kann nur weitergeben, dass die freigabe meiner zitierung durch frau montag heute nachmittag freundlich erteilt und heute abend freundlich widerrufen wurde. ob das für dich als betreiber dieses forums bedeutet, dass du den beitrag löschen musst, vermag ich nicht zu beurteilen.......

;-) coco

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wir können ja abstimmen... *ggg* *oT*

Harald Andres Schmid, (vor 8073 Tagen) @ coco

- kein Text -

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Ja, bitte.

Karin_2, (vor 8072 Tagen) @ Georg

Lieber Georg,

ich erteilte coco zunächst die Erlaubnis den Artikel einzustellen, damit auch die Nichtleser des Tintling die Gelegenheit haben sich in diesem Forum objektiv dazu zu äußern. Ich folgte damit der m.A.n. sehr stichhaltigen und guten telefonischen Argumentation von coco und ging dabei auch von einem Einverständnis des Autoren aus.
Das war jedoch ein Irrtum meinerseits und ich kann auch die Begründungen von Hans Dieter Zehfuß gut nachvollziehen.
Ich bitte also den Beitrag zu löschen.
Mit dem sachlichen Inhalt des Artikels im Sinne der Überschrift bin ich durchaus einverstanden, denn es wird in der Fachsprache - nicht nur bei Pilzen - tatsächlich viel zuviel verballhornt, falsch oder unsinnig apostrophiert und verniedlicht. Damit werden die Angaben unpräzise und der jeweils betroffene Fachbereich wird von einer Schwammigkeit der Sprache unterwandert.
Nichts anderes wollte der Autor zum Ausdruck bringen.
Der Artikel liegt mir bereits seit vielen Monaten vor. Die gestrige Eingabe entsprechender Begriffe in die foreneigenen Suchmaschine aus diesem aktuellen Anlass bestätigt die aufgezeigte Problematik auch gegenwärtig, sogar mehr denn je.
Einen großen Teil der Argumentation in diesen Threads kann ich jedoch auch sehr gut nachvollziehen.
Ich würde mich freuen, wenn darüber weiter diskutiert werden würde. Ich fände es zumindest nicht gut, wenn es zwischen Printmedien und elektronischen Medien Grenzen gäbe bzw. sich diese auftun würden.
Mir fehlt leider meistens die Zeit zum Lesen und erst recht zum Posten. Man kann eben nicht alles machen, der Tag hat halt nur 24 Stunden. Dass ich das Forum indes für eine ausgesprochen postive Einrichtung halte, habe ich im Tintling schon mehrfach zum Ausdruck gebracht und werde das auch weiterhin tun.

Herzliche Grüße
Karin Montag

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gibts einen pädagogischen Ansatz?

Birgit, (vor 8072 Tagen) @ Karin_2

Hallo Karin,

Mit dem sachlichen Inhalt des Artikels im Sinne der Überschrift bin ich
durchaus einverstanden, denn es wird in der Fachsprache - nicht nur bei
Pilzen - tatsächlich viel zuviel verballhornt, falsch oder unsinnig
apostrophiert und verniedlicht. Damit werden die Angaben unpräzise und der
jeweils betroffene Fachbereich wird von einer Schwammigkeit der Sprache
unterwandert.

Das ist schlicht gesagt nicht zutreffend. Die meisten Schreiber hier, die diese Begriffe verwenden, kennen sowohl die korrekte deutsche als auch die "botanische" Bezeichnung eines Pilzes. Die wenigen Ausnahmen lernen spätestens beim Kauf eines Pilzbuches und/oder bei intensiverer Beschäftigung mit Pilzen die korrekten Bezeichnungen. Ich frage mich hautpsächlich auch, welchen pädagogischen Ansatz der Kommentar von Herr Zehfuß verfolgt? Wer solcherart provoziert, erzeugt automatisch heftigen Widerspruch. Das ist nun wirklich altbekannt und kann bei jedem Schüler oder Jugendlichen verfolgt werden, einem Lehrer ist dies sicher bekannt. Daraus folgt für mich, daß der Kommentar offensichtlich gar nicht überzeugen wollte und ich lande bei ähnlichen Schlußfolgerungen wie sie hier in einigen Postings schon angesprochen wurden.

Wie könnte hingegen ein sinnvollerer pädagogischer Ansatz aussehen? Eine Möglichkeit wäre, mit gutem Beispiel voranzugehen. Ein Ansatz, der in der Kindererziehung immer wieder empfohlen wird, auch wenn dieser sicher auch nicht immer zum Erfolg führt.

Eine weitere Möglichkeit ist, seinen Geist zu öffnen und zu realisieren, daß viele Wege nach Rom führen (auch über den Flocki-Umweg). Diese Sichtweise wird aber meines Erachtens nach heutzutage oft nicht praktiziert, auch in Hernn Zehfuß Kommentar nicht. Gerade dies halte ich aber auch für eines der maßgeblichen Probleme, die zu unserer hausgemachten Pisa-Bildungsmisere beitragen. Ich beurteile dies nicht nur aus dem hohlen Buch heraus, sondern hauptsächlich aus meiner Erfahrung als Nachhilfelehrerin für Mathematik. Auch bei mathematischen Problemen gibt es meist viele verschiedene Wege, die zum korrekten Ergebnis führen. Alle Wege sind richtig, manche dauern viel länger und sind komplizierter als andere, aber die SChüler lernen ungleich viel mehr aus diesen Umwegen und aus ihren möglichen Fehlern. In der Realität lernen die Schüler hauptsächlich Kochrezepte, die den einzig "wahren" Weg propagieren, kritische Fragen (könnte man das nicht auch anders machen?) werden häufig niedergebügelt oder durch die oft repressive Atmosphäre des Unterrichts von vorneherein unterdrückt. So erziehe ich mir Schüler, die zum selbstständigen, kreativen Lösen von Problemen nicht mehr fähig sind, bei Abschluß der Schule ist dieses Ziel bei den meisten SChülern vollkommen erreicht. Diese SChüler sind vollkommen überfordert, eigene Lösungsansätze für neue Probleme zu produzieren.

ANalogien zum hier diskutierten Thema möge sich bitte jeder selber vorstellen, ich denke sie sind offensichtlich.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: gibts einen pädagogischen Ansatz?

Karin_2, (vor 8072 Tagen) @ Birgit

Hallo Karin,
Das ist schlicht gesagt nicht zutreffend. Die meisten Schreiber hier, die
diese Begriffe verwenden, kennen sowohl die korrekte deutsche als auch die
"botanische" Bezeichnung eines Pilzes. Die wenigen Ausnahmen
lernen spätestens beim Kauf eines Pilzbuches und/oder bei intensiverer
Beschäftigung mit Pilzen die korrekten Bezeichnungen.

Hallo Birgit,

das sehe ich nicht ganz so, sondern meine durchaus den Einzug einer gewissen Schnodderigkeit im Gebrauch der Sprache feststellen zu können. Das bezieht sich aber auf fast alle Lebensbereiche und nicht nur auf die Pilze. Das Internet mit seiner schnelllebigen Struktur leistet einem gewissen sorglosen Umgang mit der Sprache Vorschub und die unzähligen Anglizismen tun dazu ihr Übriges.
Abgesehen davon nehme ich mich davon gar nicht mal grundsätzlich aus, sondern habe mich vielmehr auch schon dabei ertappt einen Knollenblätterpilz als "Knolli" bezeichnet zu haben. Perli, Pfiffi, Steini und Champi käme mir allerdings nicht in den Sinn, denn die korrekten namen sind ja auch nicht schlecht. Flocki mag schon wegen der Länge seines Volksnamens vielleicht ein Grenzfall sein, mit Apostroph ist er für meinen Geschmack aber weit jenseits der Grenze. Dies ist aber nur eine persönliche Meinung, nicht mehr.

Ich frage mich

hautpsächlich auch, welchen pädagogischen Ansatz der Kommentar von Herr
Zehfuß verfolgt? Wer solcherart provoziert, erzeugt automatisch heftigen
Widerspruch. Das ist nun wirklich altbekannt und kann bei jedem Schüler
oder Jugendlichen verfolgt werden, einem Lehrer ist dies sicher bekannt.
Daraus folgt für mich, daß der Kommentar offensichtlich gar nicht
überzeugen wollte und ich lande bei ähnlichen Schlußfolgerungen wie sie
hier in einigen Postings schon angesprochen wurden.

Wie ich schon sagte, kann und möchte ich mich vielen der hier dargelegten Meinungsäußerungen nicht verschließen.

Wie könnte hingegen ein sinnvollerer pädagogischer Ansatz aussehen? Eine
Möglichkeit wäre, mit gutem Beispiel voranzugehen. Ein Ansatz, der in der
Kindererziehung immer wieder empfohlen wird, auch wenn dieser sicher auch
nicht immer zum Erfolg führt.

Nun ja, dass Herr Zehfuß in puncto korrekte Anwendung der deutschen Sprache mit gutem Beispiel vorangeht, wird man ihm sicher nicht aberkennen wollen.

Eine weitere Möglichkeit ist, seinen Geist zu öffnen und zu realisieren, daß
viele Wege nach Rom führen (auch über den Flocki-Umweg). Diese Sichtweise
wird aber meines Erachtens nach heutzutage oft nicht praktiziert, auch in
Hernn Zehfuß Kommentar nicht. Gerade dies halte ich aber auch für eines
der maßgeblichen Probleme, die zu unserer hausgemachten
Pisa-Bildungsmisere beitragen. Ich beurteile dies nicht nur aus dem hohlen
Buch heraus, sondern hauptsächlich aus meiner Erfahrung als
Nachhilfelehrerin für Mathematik. Auch bei mathematischen Problemen gibt
es meist viele verschiedene Wege, die zum korrekten Ergebnis führen. Alle
Wege sind richtig, manche dauern viel länger und sind komplizierter als
andere, aber die SChüler lernen ungleich viel mehr aus diesen Umwegen und
aus ihren möglichen Fehlern. In der Realität lernen die Schüler
hauptsächlich Kochrezepte, die den einzig "wahren" Weg
propagieren, kritische Fragen (könnte man das nicht auch anders machen?)
werden häufig niedergebügelt oder durch die oft repressive Atmosphäre des
Unterrichts von vorneherein unterdrückt. So erziehe ich mir Schüler, die
zum selbstständigen, kreativen Lösen von Problemen nicht mehr fähig sind,
bei Abschluß der Schule ist dieses Ziel bei den meisten SChülern
vollkommen erreicht. Diese SChüler sind vollkommen überfordert, eigene
Lösungsansätze für neue Probleme zu produzieren.

Einverstanden. Gute Argumentation.

ANalogien zum hier diskutierten Thema möge sich bitte jeder selber
vorstellen, ich denke sie sind offensichtlich.

Was mir dabei am meisten zu denken gibt, ist dieser Satz aus einem anderen Posting: "Außerdem will ich Christoph Hahn zustimmen, das vorliegende Tintlingsheft hätte ich mir sicher nicht gekauft, und dies nicht nur wegen der Glosse. Ich hoffe das ändert sich wieder."

Nun, man wird sehen....; ich tue was ich kann und ich denke die Autoren des Tintling tun das ebenso. Vielleicht äußern sich gerade zu der vorliegenden Seite (und natürlich auch zu den anderen 71) auch Leser z.B. in Form eines Leserbriefes. Ich würde mich sehr darüber freuen.

Liebe Grüße
Birgit

Ebensolche

Karin

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Re: gibts einen pädagogischen Ansatz?

Birgit, (vor 8072 Tagen) @ Karin_2

Hallo Karin,

Abgesehen davon nehme ich mich davon gar nicht mal grundsätzlich aus, sondern
habe mich vielmehr auch schon dabei ertappt einen Knollenblätterpilz als
"Knolli" bezeichnet zu haben. Perli, Pfiffi, Steini und Champi
käme mir allerdings nicht in den Sinn, denn die korrekten namen sind ja
auch nicht schlecht. Flocki mag schon wegen der Länge seines Volksnamens
vielleicht ein Grenzfall sein, mit Apostroph ist er für meinen Geschmack
aber weit jenseits der Grenze. Dies ist aber nur eine persönliche Meinung,
nicht mehr.

Mir ist der Apostroph nur einmal aufgefallen und damals ist er sofort moniert worden. Mag sein, daß ich mich irre und das öfter passiert ist. Sollte es aber tatsächlich nur einmal vorgekommen sein, was ja sofort korrigiert wurde, dann finde ich eine Bezugnahme gerade darauf kleinlich und schäbig. Auf Fehlern herumzuhacken, die bereits zugegeben wurden, kann ich nur so bezeichnen.

Wie ich schon sagte, kann und möchte ich mich vielen der hier dargelegten
Meinungsäußerungen nicht verschließen.
Nun ja, dass Herr Zehfuß in puncto korrekte Anwendung der deutschen Sprache
mit gutem Beispiel vorangeht, wird man ihm sicher nicht aberkennen wollen.

Nein, das ist klar, nur lesen wir hier im Forum halt auch nichts von ihm im Forum (was ich allerdings begrüßt habe). Meine Argumentation bezüglich Kritik am Forum ist häufig die, daß wir alle das Forum zu dem machen, was es ist. Ein Forum lebt von den Leuten, die in ihm schreiben, nicht von denen, die nie schreiben, aber kritisieren. Jeder hat es selbst in der Hand, dem Forum zumindestens in seinen eigenen Beiträgen die von ihm gewünschte Richtung zu geben. Pure Kritik ohne eigene Beteiligung hat für mich etwas von Konsumentenmentalität. Mit der Möglichkeit der Beeinflußung durch die eigene Beteiligung ist es für mich schon fast "basisdemokratisch", jedenfalls in der Natur des Internet liegend erheblich mehr als in jeder noch so guten Pilzzeitung. Dies ist unser großer Vorteil und ich muß sagen, daß ich stolz darauf bin, was wir alle zusammen geschaffen haben.

Einverstanden. Gute Argumentation.

Danke :-)

Was mir dabei am meisten zu denken gibt, ist dieser Satz aus einem anderen
Posting: "Außerdem will ich Christoph Hahn zustimmen, das vorliegende
Tintlingsheft hätte ich mir sicher nicht gekauft, und dies nicht nur wegen
der Glosse. Ich hoffe das ändert sich wieder."

Ja, dies war beabsichtigt, aber auch ich sage: man wird sehen, mehr möchte ich hier nicht dazu sagen. Vielleicht müssen wir - oder zumindestens einige von uns - uns ja auch an die eigene Nase packen und versuchen einige Artikel für den Tintling zu schreiben. Meine Fachkompetenz dafür ist aber sicher bei weitem nicht ausreichend, außerdem schreibe ich nicht gern und nicht gut.

Nun, man wird sehen....; ich tue was ich kann und ich denke die Autoren des
Tintling tun das ebenso. Vielleicht äußern sich gerade zu der vorliegenden
Seite (und natürlich auch zu den anderen 71) auch Leser z.B. in Form eines
Leserbriefes. Ich würde mich sehr darüber freuen.

Ja, dann werde ich das vielleicht auch mal versuchen.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: gibts einen pädagogischen Ansatz?

Huperzia ⌂, (vor 8072 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

Deinen Gedanken finde ich wirklich gut und für mich bringt´s die Sache gut auf den Punkt ....auch wenn man nun vielleicht etwas abschweift.

In der Schule, in die mein Sohn seit diesem Jahr geht, werden zwei Methoden angeboten, Lesen zu lernen. Die eine ist die, die wohl fast alle hier an eigenem Leib erfahren durften: es wird ein Buchstabe nach dem anderen eingeführt und man lernt so nacheinander Wort für Wort lesen und dann auch schreiben. Wenn man statt Pfifferling Pfiferlink schreibt, wird es sofort korrigiert .....aber solche schweren Worte sind da dann auch erst in der zweiten Klasse dran.

Die andere Methode noch nicht ganz so verbreitete Methode, die auch mein Sohn erfahren darf, ist die, daß die Kinder schon in der ersten Woche eine Tabelle bekommen, wo neben jedem gängigen deutschen Laut ein Bildchen gemalt ist, was mit demselben anfängt. Neben dem P ist ein Pilz, neben dem Sch ein Schweinsohr, neben dem I ein Igelstäubling und so weiter. Die Kinder können mit dieser Tabelle sofort wild drauflosschreiben. Sie hören (anfangs sprechen sie dabei viel laut vor sich hin, um die Laute und ihre Reihenfolge zu erkennen) also die Laute und gucken dann, wo sich das Wort, das mit diesem laut anfängt in ihrer Tabelle befindet und schreiben diesen dann ab. So entstehen Worte wie "Fiferlink, Schtainpilts, Knolenbleterpils und Marone". Für manche recht gewöhnungsbedürftig, aber bei dieser Methode nur konsequent, wenn diese Wörter im heft auftauchen sind sie RICHTIG, richtiger als die für unser geschultes Gemüt korrekte Schreibweise. Die Kinder können also von Anfang an alles schreiben, was sie hören und werden angehalten (durch die übrige Unterrichtsstruktur) dies viel zu tun. Lesen können sie so noch nicht, aber es gibt einen Moment, in dem es Klick macht und sie das Lesen begreifen ....nicht durch mühsames einzelnes Zusammenziehen der Buchstaben, sondern durch Erfassen der Laute des ganzen Wortes (da vertrau ich den Aussagen der Lehrerin, soweit ist Felix noch nicht).
Rechtschreibung ist dann eine Sache, die ganz von alleine kommt, oft aber erst in der dritten oder vierten Klasse. Sinn der Sache ist, den Spaß am Lernen zu fördern. Die Kinder (schreiben) erst und konsumieren (lesen) als Folge. Der Spaß des Schreibens wird nicht durch oft schwer nachvollziehbare Rechtschreibregeln gebremst.
Wie ich gehört habe, ist da schon manch ein Eltern sehr unruhig geworden, als das Kind mit fortgeschrittenem Schulalter noch "Fiferlink" geschrieben hatte und wie groß das Unverständnis in der oft eher älteren Lehrerschaft ist, kann ich mir nur denken.
Viele Wege führen, wie Bigit schon sagt, nach Rom und ich persönlich halte diesen Lernweg für sinnvoller, weil jeder Schüler selbst sein Tempo bestimmt und eben auch die Kreativität mehr gefragt ist.

Viele Grüße,

Tanja

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Hallo Hans Dieter Zehfuss !!

Werner2, (vor 8073 Tagen) @ coco

Sie lesen doch hier mit, oder ?
Ich weis ja recht gut, was Sie von den, wie Sie es formulieren, ganzen "Pilzküken" halten, und ich weis auch, dass die Ihnen fast ausnahmslos nicht das Wasser reichen können. Das meine ich ehrlich!
Auch wenn ich Sie die ganzen Jahre immer wieder als alter Polterer kennengelernt, und mich manchmal über Sie mit Grund geärgert habe: Sie haben aber doch jede Menge Humor, und über den "Furz des Jahres" habe ich wirklich sehr gelacht - obwohl Christoph Hahn darüber garnicht lachen konnte.
.
Der Beitrag im Tintling war aber unnötig, und dass darauf Kritik folgte,
zum Teil dümmlich und unsachlich, war zu erwarten.
Es ist aber keine Aufregung wert und daher lassen Sie doch die Leute über Ihren
Artikel diskutieren. Es ist lediglich eine Seite aus dem Tintling. Da steht man doch drüber. Oder?
.

Gruss Werner2

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Dümmlich und unsachlich????

Werner, (vor 8073 Tagen) @ Werner2

Hallo Namensvetter,

auch wenn ich Dir sonst zustimme, aber bitte:

Der Beitrag im Tintling war aber unnötig, und dass darauf Kritik folgte,
zum Teil dümmlich und unsachlich, war zu erwarten.

also, ich habe keine dümmlichen und unsachlichen Antworten auf den Artikel gelesen ... was meinst Du damit???

Gruß,

auch Werner

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Re: Hallo Hans Dieter Zehfuss !!

Christoph ⌂, (vor 8073 Tagen) @ Werner2

Hallo Werner2,

diese Aussage verstehe ich auch nicht:

Ich weis ja recht gut, was Sie von den, wie Sie es formulieren, ganzen
"Pilzküken" halten, und ich weis auch, dass die Ihnen fast
ausnahmslos nicht das Wasser reichen können. Das meine ich ehrlich!

Inwiefern "nicht das Wasser reichen"? In Bezug auf Fachwissen, Artenkenntnis, oder in Bezug auf was? Was hat denn Artenkenntnis mit Wertschätzung von Menschen zu tun??? Du scheinst Herrn Zehfuß ja gut zu kennen. Ich würde gerne wissen, was mit der Meinung über "Pilzküken" gemeint ist. Es ist doch egal, wieviele Arten man kennt, wie viele Artikel man geschrieben hat, um vollwertiger mensch zu sein. Und es muss doch auch möglich sein, Kritik zu äußern, auch wenn man kein Experte ist. Was wäre denn, wenn man nur über Politik diskutieren dürfte, wenn man Politiker ist, und das "dumme Volk" entsprechend abwertend eingestuft wird.
Man könnte Tausend Beispiele aufzählen. Nein, niemand ist über Kritik erhaben. Wer selbstbewusst ist und Fachwissen hat, der weiß gewöhnlich, wie man mit Kritik umzugehen hat, solange diese sachlich und nicht persöhnlich ist. Sowas nennt man Gedankenaustausch und Diskussion. Ich gehe davon aus, dass diese Aussage nicht eins zu eins die Meinung von Herrn Zehfuß ist (von wegen Abschätzung von "Pilzküken"). Wenn ja, wäre das traurig. Aber es ist ja deine Aussage...

Auch wenn ich Sie die ganzen Jahre immer wieder als alter Polterer
kennengelernt, und mich manchmal über Sie mit Grund geärgert habe: Sie
haben aber doch jede Menge Humor, und über den "Furz des Jahres"
habe ich wirklich sehr gelacht - obwohl Christoph Hahn darüber garnicht
lachen konnte.

*lol* Jetzt lache ich doch mal laut aus. Ich kann auch lachen *grins*. Und auch hier - sage ich mal rein subjektiv, anders geht es ja nicht *grins* - war ich nur mit dem Tenor, sprich dem Inhalt an sich nicht konform. Und da kann man ja sicherlich auch eine Gegenmeinung vertreten. Ist aber auch egal, da eben wie so vieles auf dieser Welt nicht unbedingt zu den wichtigsten Dingen gehörend...

Der Beitrag im Tintling war aber unnötig, und dass darauf Kritik folgte,
zum Teil dümmlich und unsachlich, war zu erwarten.

Uups. Und da muss ich auch einhaken. Wo wurde denn bitte dümmliche oder unsachliche Kitik geäußert? Wenn das ganze wirklich als Glosse gemeint wäre - und nicht der Versuch unternommen wurde, das Ganze zu tarnen, um Kritik aus dem Wege zu gehen (ich weiß es ja nicht, warum die Überschrift gewählt wurde), dann müssten auch Einwürfe wie die Frage, ob "Schopfi" oder "Falti" entsprechend gesehen werden: nicht als dümmliche Kritik, sondern als Humor, der zurückgegeben wurde. Die anderen Beiträge sind m.E. nur Meinungsäußerungen und Diskussion. Oder irre ich mich? Ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen.

Es ist aber keine Aufregung wert und daher lassen Sie doch die Leute über
Ihren
Artikel diskutieren. Es ist lediglich eine Seite aus dem Tintling. Da steht
man doch drüber. Oder?

Das wiederum klingt ziemlich abwertend dem Tintling gegenüber *grins*. Dafür lede ich ihn zu gerne, als dass ich das so stehen lassen würde. Auch wenn mich das neueste Heft nicht "überzeugt" hat. Sehr interessant fand ich aber beispielsweise den Zehfuß-Artikel zum Zunder. Vielen Dank dafür (ehrlich und ernst gemeint). Andere Teile finde ich dagegen weniger lesenswert. Aber das ist einfach eine Privatmeinung. Und man kann es niemanden überall und immer Recht machen. Trotzdem, solange nicht jeder Tintling so ist, wie der letzte, werde ich ihn auch weiterhin gerne lesen. Und dann ist auch jede Seite für mich irgendwie wichtig. Ich habe nicht viel im Tintling publiziert, aber doch manchmal was beigetragen. Und ich werde das sicherlich auch in Zukunft tun, sofern meine Beiträge angenommen werden. Ich nehme ihn auch wegen der hohen Auflage wirklich wichtig.

Im Punkt "drüber stehen" gebe ich dir aber Recht. Das Verhalten finde ich seltsam, habe ich aber beim vorangehenden Posting schon geschrieben.

So, ich hoffe, ich schaffe es jetzt wirklich, meinen Schnabel zu halten ;-)

Grüße
Christoph

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Das Problem an dem Text ist ...

DirkW, (vor 8073 Tagen) @ coco

... doch eigentlich nur, dass er die anforderungen seiner gattung nicht erfüllt. eine "glosse" soll ja durchaus provokant, übertrieben, unsachlich sein (also was solls), aber vor allem doch eines: witzig ... hier liegt aber leider der hase im pfeffer - der beitrag von zehfuß ist nun wirklich so humorlos, dass es fast schon wieder zum lachen ist, was meiner meinung nach daran liegt, dass der autor sich des "kulturgutes nr. 1, der sprache" nicht in dem erforderlich lustig-virtuosen maße zu bedienen weiß, wie es hier vorteilhaft wäre. aber man muss ja nicht alles können ...
viel schlimmer ist der reaktionäre geist, der aus diesem beitrag spricht und der komplett ignoriert, dass so ein forum ein pool verschiedenster interessen, themen und eben auch ausdrucksweisen ist - nicht mehr und nicht weniger - und kein monothematischer wissenschafts-diskurs ...
übrigens, wo wir schon mal beim thema sind: wisst ihr wie mein pilzfreund und ich - natürlich nur unbeobachtet, unter ausschluss der öffentlichkeit und ganz intim - amanita rubescens nennen?: kristallo! ... haha ... na wenn das mal nicht putzig ist ...

beste grüße

dirkling

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Re: Das Problem an dem Text ist ...

Christoph ⌂, (vor 8073 Tagen) @ DirkW

Hallo Dirkling,

ich stimme in dem Punkt völlig zu, dass die Überschrift "Glosse" zum Inhalt nicht gut passt. das haben ja auch schon andere bemerkt. Ich sehe in der Überschrift eher die vorausahnende "Vorsicht", sich der Kritik nicht stellen zu müssen, die folgen könnte, da es ja nur "humoristisch" gemeint sei. Und viel zum Schmunzeln gibt es in dem Beitrag wirklich nicht. Da gebe ich (ich glaube, Birgit war`s) recht, dass es journalistisch betrachtet wohl eher ein Kommentar ist. Aber ich denke, das wird Herrn Zehfuß ziemlich egal sein.

Was ich hingegen absolut unverständlich finde, ist die Tatsache, dass er so wenig zu seinem eigenen Text zu stehen scheint, dass er ihn nicht in dem Medium, das er angreift, stehen lassen möchte. Scheut er die Kritik? Will er nur ein zustimmendes Nicken aus dem Kreise seines Fanclubs? Will er Tintlingsleser davor warnen, hier im Forum mitzuwirken? Anscheinend möchte er ja diejenigen, die er kritisiert, nicht erreichen. Die sollen seine Glosse wohl nur lesen, indem sie den Tintling kaufen. Sieht er nicht, dass er damit gerade den "Werbeeffekt" untergräbt. Es steht ja schon geschrieben, dass es sich beim aktuellen Tintling um ein Zehfuß-Sonderheft handelt. Es ist also um einiges mehr darin zu erwarten, als nur diese eine nicht-Glosse.

Für mich ist der Punkt abgehakt, da diese Scheu, sich der Diskussion und Kritik zu stellen, ausreicht, um den Inhalt als nicht relevant, da wohl nicht wirklich ernst gemeint, einzustufen. Wäre es ein Anliegen des Autors, auf einen - seiner Meinung nach bestehenden - Missstand hinzuweisen, müsste er doch froh sein, dass Karin Montag gestattet hat, diesen text hier publik zu machen. Ich weiß nicht, ob nach einer Zustimmung und dann erfolgten "Publikation" (hier im Forum) überhaupt rechtlich die Möglichkeit besteht, das Publikationsrecht nachträglich abzuerkennen. Jedenfalls kommt es mir spanisch vor, dass das so indirekt verläuft. Im Prinzip hätte Karin Montag ja auch direkt hier im Forum was sagen können, oder - offizieller Weg - Georg anschreiben können. Ich vermute mal, dass sie es unbürokratisch machen wollte, und daher coco kontaktierte - nur kann der hier - mangels Editiermöglichkeit - nichts wieder rausnehmen.

Ist aber auch egal. Vielleicht wird Georg das Ausgangsposting editieren und die "Glosse" wieder rausnehmen. Jedenfalls ist das Verhalten von Herrn Zehfuß für mich in diesem Punkt nicht nachvollziehbar. ich wäre doch froh, wenn eine (ernst gemeinte???) Kritik am richtigen Fleck ankäme und würde dies nicht versuchen zu boykottieren.

Daher meine oben geäußerte Vermutung, dass der Beitrag weniger einem ihm ernsten Thema gelten könnte, sondern vielmehr die "nicht-Internetler" und "Internet-Feinde" (die man eh nicht bekehren muss) ansprechen soll, um möglichst viel Schulterklopfen einzufahren. Aber auch das ist nur eine Vermutung und keine Behauptung. Letztere würde ich mir nicht anmaßen.

Jedenfalls weiß ich, dass Herr Zehfuß hier sicher mitliest, auch wenn er sich nie zu Wort meldet. Ich will ihn weder persönlich angreifen, noch sonstwie komprimittieren. Ich äußere nur meine private Meinung zum Inhalt der "nicht-Glosse". Und natürlich zu dem Verhalten, die Publikmachung dieser "Glosse" zu verhindern.

Warum ich so vorsichtig bin? Das will ich nicht offen sagen, aber manche wissen vermutlich, warum dies besser so ist.

Also für mich ist das ganze abgehakt und erledigt. Ich denke, es ist alles wichtige gesagt. Das Forum wird weiter bestehen, viele werden hier wertvolle Informationen finden, es ist keine Müllkippe und wird es hoffentlich nicht werden. Und ich hoffe, dass Leute, die mit dem Gedanken spielen, das Internet als das zu nutzen, was es ist - eine reichhaltige Informationsbörse, wenn man damit richtig umgehen kann - nicht von dieser "nicht-Glosse" davon abgeschreckt werden. Dann hätte Herr Zehfuß eine Wirkung erzielt, die traurig wäre. Aber diesen großen Impact traue ich einer kleinen "nicht-Glosse" wiederum nicht zu.

Also viel Rauch um Nichts? Hoffentlich.

Nichts für ungut, Herr zehfuß. Nichts ist persönlich gemeint. Aber ich hoffe, dass es gestattet ist, inhaltliche Kritik zu üben. In diesem Sinne mit einem pilzklerischen Gruß in die Pfalz,

Christoph Hahn

... doch eigentlich nur, dass er die anforderungen seiner gattung nicht
erfüllt. eine "glosse" soll ja durchaus provokant, übertrieben,
unsachlich sein (also was solls), aber vor allem doch eines: witzig ...
hier liegt aber leider der hase im pfeffer - der beitrag von zehfuß ist
nun wirklich so humorlos, dass es fast schon wieder zum lachen ist, was
meiner meinung nach daran liegt, dass der autor sich des "kulturgutes
nr. 1, der sprache" nicht in dem erforderlich lustig-virtuosen maße
zu bedienen weiß, wie es hier vorteilhaft wäre. aber man muss ja nicht
alles können ...
viel schlimmer ist der reaktionäre geist, der aus diesem beitrag spricht und
der komplett ignoriert, dass so ein forum ein pool verschiedenster
interessen, themen und eben auch ausdrucksweisen ist - nicht mehr und
nicht weniger - und kein monothematischer wissenschafts-diskurs ...
übrigens, wo wir schon mal beim thema sind: wisst ihr wie mein pilzfreund und
ich - natürlich nur unbeobachtet, unter ausschluss der öffentlichkeit und
ganz intim - amanita rubescens nennen?: kristallo! ... haha ... na wenn
das mal nicht putzig ist ...
beste grüße
dirkling

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Re: Das Problem an dem Text ist ...

DirkW, (vor 8072 Tagen) @ Christoph

hallo christoph,

ja, ich glaube nämlich auch, dass es hier vor allem darum geht printmedien (seriös) und netz-kultur (unseriös) gegeneinander auszuspielen - das finde ich das eigentlich unangenehme an dieser "glosse". ein anliegen, das nicht nur von völlig falschen voraussetzungen und einer gehörigen portion unkenntnis ausgeht, sondern bedenklich antiquiert erscheint.
mir persönlich sind verniedlichungen, abkürzungs-wahn und comichafte netzsprache größtenteils auch eher fremd (ich nenne meine freundin schließlich auch nicht mäuschen, sondern beim vornamen ... obwohl, wenn ichs mir so recht überlege ...flocki wär eigentlich ganz süß ... *lachsmilegrins)
aber im ernst: wolfgang hat (viel) weiter unten die ganze problematik ziemlich gut auf den punkt gebracht, finde ich ...
beste grüße
dirk

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Glosse und hohes Ross

Jürgen, (vor 8073 Tagen) @ DirkW

Hallo,

als hauptberuflicher Journalist ist festzuhalten: Der Beitrag von Herrn Zehfuß erfüllt keinesfalls die Kriterien der Textgattung "Glosse", sondern ist (allenfalls) ein Kommentar.

Nebenbei: Es muss dem "normalen" Forums-User einfach klar sein, dass es da draußen jene "arrivierten", selten fehlbaren Mykologen gibt, die sich auf die selbstgefällige Warte glauben zurückziehen zu müssen, von der aus sie die volksmykologischen Niederungen in etwa so betrachten wie die Zoobesucher die Affen im Käfig.

Grüße, Jürgen

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Interessant, dass Herr Zehfuss in einem Nachruf..

Christoph G, (vor 8072 Tagen) @ Jürgen

.... auf Dr. Hans Haas, wie ich fand, durchaus amüsant, etwas an dessen Denkmal gekratzt hat. Ich hatte das Glück Herrn Dr. Haas noch kennenzulernen, und Herrn Zehfuß` Laudatio, hat sich deutlich von den anderen, sicherlich vollkommen berechtigten "Huldigungen" unterschieden, ich mußte jedenfalls schmunzeln :-)) (Stichwort: Das Rotliegende)
Also Humor sprech ich Herrn Zehfuß in keinster Weise ab. (Wirklich ehrlich gemeint)!
Gruß Christoph

als hauptberuflicher Journalist ist festzuhalten: Der Beitrag von Herrn
Zehfuß erfüllt keinesfalls die Kriterien der Textgattung
"Glosse", sondern ist (allenfalls) ein Kommentar.
Nebenbei: Es muss dem "normalen" Forums-User einfach klar sein,
dass es da draußen jene "arrivierten", selten fehlbaren
Mykologen gibt, die sich auf die selbstgefällige Warte glauben
zurückziehen zu müssen, von der aus sie die volksmykologischen Niederungen
in etwa so betrachten wie die Zoobesucher die Affen im Käfig.
Grüße, Jürgen

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nunja

Birgit, (vor 8072 Tagen) @ Christoph G

.... auf Dr. Hans Haas, wie ich fand, durchaus amüsant, etwas an dessen
Denkmal gekratzt hat. Ich hatte das Glück Herrn Dr. Haas noch
kennenzulernen, und Herrn Zehfuß` Laudatio, hat sich deutlich von den
anderen, sicherlich vollkommen berechtigten "Huldigungen"
unterschieden, ich mußte jedenfalls schmunzeln :-)) (Stichwort: Das
Rotliegende)

die Geschmäcker sind verschieden. Unter einem kritischen Nachruf verstehe jedenfalls ich etwas vollkommen Anderes, schmunzeln konnte ich schon gar nicht. Am Beispiel eines guten Bekannten (das war auch ein Zwölfender, allerdings ein physikalischer) habe ich einen wirklich guten, auch kritischen, Nachruf lesen können.

Außerdem will ich Christoph Hahn zustimmen, das vorliegende Tintlingsheft hätte ich mir sicher nicht gekauft, und dies nicht nur wegen der Glosse. Ich hoffe das ändert sich wieder.

Liebe Grüße

Birgit

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pilzmel mach´tz

coco, (vor 8072 Tagen) @ DirkW

hallo dirk,

[...]der beitrag von zehfuß ist
nun wirklich so humorlos, dass es fast schon wieder zum lachen ist, was
meiner meinung nach daran liegt, dass der autor sich des "kulturgutes
nr. 1, der sprache" nicht in dem erforderlich lustig-virtuosen maße
zu bedienen weiß, wie es hier vorteilhaft wäre.

genau: pilzmel wird per forumsbeschluss zum ständigen glossisten des tintling ernannt. wird die auflage verdoppeln.

[...]kristallo! [...]

weshalb? geht ihr immer ein kristallo trinken, wenn ihr einen madenfreien perly castet?

ciao

coco

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Re: pilzmel mach´tz

DirkW, (vor 8072 Tagen) @ coco

hallo coco,

genau: pilzmel wird per forumsbeschluss zum ständigen glossisten des tintling
ernannt. wird die auflage verdoppeln.

ja, gute idee, pilzmel hätte das zeug dazu. mein erster themen-vorshlag (off-topic): lehrer machen nie feierabend!

weshalb? geht ihr immer ein kristallo trinken, wenn ihr einen madenfreien
perly castet?

nein, das nicht - nur bei seltenen schneckerln, saftie's und dicken boleten. sonst hätten wir wohl in nullkommanix ein behandlungswürdiges alkoholproblem ... haha. es hat eher mit den velumresten auf dem hut zu tun ...

beste grüße
dirk

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Nö, nö!!!

pilzmel ⌂, (vor 8072 Tagen) @ DirkW

Hallo!
Nett gesagt. Aber das ist eine andere Dimension.
Zum Ausgangsthema ist alles und noch ein wenig drüber erwähnt. Ich für meine Person reagiere meistens sehr tolerant. Da grummle ich höchstens ein, zwei Jährchen herum, und fertig.
Um die Sachlage nochmal mit wissenschaftlicher Akribie zu beleuchten, hier in Kopie mein Bestimmungsschlüssel vom 26.2.2002 (da hatte sich jemand erkundigt, was die vielen Kosenamen bedeuten):

Hallo,
wenn man also den Strubbelkopf wegen der Länge wegläßt, den Stoni wieder eindeutscht und die Hexe als Synonym auffaßt, dann findet man sich wie folgt zurecht.

1 Pilz röhrt.................2

1'Pilz schweigt..........3

2 farbenfroh .............Flocki KECK

2'seriös.....................Steini KECK

3 HUs igelartig .........Stoppi LEONIE

3'HUs lamellig...........4

4 dicke Lamellen.......Pfiffi MINE-O

4'dünne Lamellen......5

5 eßbar.....................Champi DORO

5'giftig.......................Knolli SAREK

Beste Grüße! pm.

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Re: nochmal zum tintling: hier die "glosse"

Hans aus ED, (vor 8072 Tagen) @ coco

Hallo,

nun ein etwas ernster zu nehmender Beitrag von meiner Seite zu der Veröffentlichung im Tintling:

Wenn ich mich richtig erinnere sind deutsche Pilznamen meist willkürlich gewählt und keineswegs regional noch international genormt.

Nehmen wir zum Beispiel den beliebten Cantharellus cibarius :
Ich habe diesen Pilz erstmalig unter der Bezeichnung Eierschwammerl kennengelernt weitere regionale Bezeichnungen wie Reherl und eben Pfiffi konnte ich alsbald diesen Pilz zuordnen und auch den Begriff „Pfifferrupfen“ habe ich in der Oberpfalz für das Sammeln eben diesen Pilzes kennengelernt.

Dann könnte man in noch Rozites caperatus anführen:
ob man ihn nun Zigeuner(l) oder Reifpilz nennt dürfe für den interessierten Mykologen keine Rolle spielen - er kann mit beiden Bezeichnungen etwas anfangen.

Auch der beliebte Maronenröhrling Xerocomus (Boletus?) badius wird unter Sammlern meist als Maronerl oder Braunkappe bezeichnet – was sollte daran schlimm sein?

Und zu den in Bayern beliebten Täuberln, den sogenannten Täublingen (Russula) ist m.E. nicht mehr viel zu sagen.

Ein weiteres Beispiel wie irreführend die deutschen Pilzbezeichungen sein können hat vor kurzen Herr Till R. Lohmeyer im DGFM Forum kundgetan: http://www.dgfm-ev.de/phorum/read.php?f=8&i=862&t=862

Den abschließenden Satz in der „Glosse“ von Herrn Zehfuss:

„Zitat Anfang“
Nein, das Internet ist gewiss nicht der Müllhaufen der Informationsgesellschaft - aber es wird von manchen dazu gemacht.
„Zitat Ende“

finde ich persönlich mehr als bedenklich, habe ich doch in diesen „Müllhaufen“ sehr viele interessierte und interessante Leute kennengelernt die das faszinierende Hobby Mykologie mit mir teilen.

Gruß Hans

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Löschen nicht notwendig, da Zitat!

Thomas Pruß, (vor 8072 Tagen) @ coco

Moin Coco,
du hast die „Glosse“ zitiert in deinem Posting, in dem du am Schluss die Quelle genau genannt hast. Ein Löschen ist deshalb nicht notwendig.
Grüsslis
Thomas

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*merci* *oT*

coco, (vor 8072 Tagen) @ Thomas Pruß

- kein Text -

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Knolli und Maronen sind normale Volksnamen

John, (vor 8071 Tagen) @ coco

Ich sammle seit meiner frühen Kindheit Pilze und habe alles was man so wissen muss von meinem Herrn Papa gelernt. Der ist Jahrgang 1940 und hat schon mit 4 Jahren alleine Pilze bei Dresden gesammelt...und man wird es kaum glauben, schon damals wurden die Namen "Knolli" und "Maronen" für Pilze verwendet. So gesehen sind das keine Internetnamen sondern ganz normale umgangssprachliche Bezeichnungen seit langer Zeit. Vielleicht werden manche Begriffe nur regional gebraucht, durch das Internet werden sie aber schnell für alle zu geläufigen Begriffen.
Eventuell sollte sich Herr Zehfuß ja mal mehr mit gelebter Sprache und regionalen Unterschieden befassen, denn mit Pilzen oder Duden-Hochdeutsch (tja die Diskussion über neue oder alte Rechtschreibung in diesem Zusammenhang ist ja auch noch nicht angesprochen...) ? Und wer in seinen öffentlich zugänglichen Internetartikeln Begriffe wie "okay", "freiwillig oral reindreht", (huch tatsächlich sogar) "Knollis", "mit einem Speed" etc. gebraucht sollte sich nun wahrhaftig nicht unbedingt über "die Missachtung der Hochsprache" beschweren.

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Re: Knolli und Maronen sind normale Volksnamen

Huperzia ⌂, (vor 8070 Tagen) @ John

....ich denke daß Netzi und Flocki früher weniger gebräuchlich waren, läßt sich dadurch erklären, daß die Begriffe Netzstieliger Hexenröhrling und Flockenstieliger Hexenröhrling unter den alten Sammlern nicht so sehr gebräuchlich waren (da hießen sie Schuster und noch tausendfach anders oder wurden einfach nicht gesammelt....) - Netzstieliger Hexenröhrling und Flockenstieliger Hexenröhrling sind doch vor allem "Büchernamen", mit denen in Pilzbüchern eine möglichst korrekten und aussagekräftigen Bezeichnung gewählt wird. Diese Büchernamen sind sicher den meisten mitlerweile gebräuchlicher als die alten Volksnamen (anders als bei noch gängigeren Pilzen wie Marone und Knolli) und da man aber nicht nur drüber lesen, sondern auch sprechen will, kommen halt Netzi und Flocki zum Zuge.

Netzstieliger Hexenröhrling, Flockenstieliger Hexenröhrling, Maronenfilzröhrling, Grüner Knollenblätterpilz .... sind einfach absurd starre Namen mit denen schwer zu reden (oder schreiben) ist.

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Re: Knolli und Maronen sind normale Volksnamen

Ilmtalratz, (vor 8069 Tagen) @ Huperzia

Den Schusterpilz z.B. kenne ich noch aus meiner Kindheit. Diesen Begriff hat schon meine (längst verstorbene) Großmutter benutzt.

Ratz

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Der Duden kennt...

Robert Blau, (vor 8069 Tagen) @ John

... übrigends die Marone als Pilz:

Dudenabfrage

Von daher eruebrigt sich da m.E. jede Diskussion