hallo
wie Christoph sagte, bedeutet der Begriff "inocybig" Geruch nach
Risspilz. Und die riechen grösstenteils nach Sperma, Samenflüssigkeit.
Da "inocybig" ein bischen jugendfreier tönt, hat es sich
eingebürgert.
Falls jemand nicht weiss, wie Sperma riecht, gibt es noch den Vergleich mit
Kastanienblüten, was m.E. sehr gut hinkommt.
Gerüche sind jedoch immer nur Annäherungen, oft ist eine Kombination von zwei
Begriffen sinnvoll.
Auch ist es sehr individuell, was man womit assoziiert.
So riecht der Riesenchampignon laut Literatur nach Anis, was nach meiner Nase
absoluter Unfug ist. Der Pilz riecht nach Klebestift.
"Inocybig" ist verwandt mit den mehlartigen Gerüchen, mit
Komponenten von spirituösen, schnäpsligen und sogar etwas fruchtigen
Düften.
Mehlartig ist für gewisse Leute eher assoziert mit Geruch nach billigem
Industrie-Camembert, was wiederum gewisse Leute bei "Inocybig
herausriechen.
Gruss, harald andres
Vielen Dank für die Aufklärung. Hatte es beinahe geahnt, weil die Autorin des Pilzbuches (Rose Marie Dähncke), aus dem ich den Begriff entnommen hatte, schon einigermaßen betagt ist und somit vielleicht sich ein wenig vor der Verwendung des deutschen Begriffs für inocybig gescheut hat. Ansonsten verwendet die Autorin an anderer Stelle durchaus deutsche Bezeichnungen, wie z.B. obst- oder mehlartig.
In anderen Pilzbüchern habe ich die Bezeichnung "spermatisch" gefunden (z.B. E.Laux im Zusammenhang mit dem kegeligen Rißpilz). Beim Feldtrichterling ist mitunter auch schon mal von einem mehligen Geruch zu lesen. Wenn also Mehl möglicherweise nach Sperma riechen soll, bin ich voll im Bilde. 