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Gymnopus fusipes,Cortinarius spec.,Lactarius spec. *PIC*

Werner, (vor 8066 Tagen)

Hallo an alle,

habe wieder einmal ein paar Arten gefunden, die mir Kopfzerbrechen bereiten. Am meisten davon ein Gymnopus cf. fusipes (Spindeliger Rübling), der mir nicht so recht gefallen will. Eigentlich spricht ja vieles dafür, stark wurzelnder Stiel mit bräunlichen Flecken. Aber zuerst mal die Größe: die größeren waren deutlich über 10 cm im Durchmesser. Und dann die sehr engstehenden, praktisch weißen Lamellen auch bei den voll ausgewachsenen Exemplaren. Allerdings hatten sie einige Rostfleckchen, die ja wieder für fusipes sprächen. Naja, irgendwie denke ich schon, daß es fusipes ist, denn ansonsten fällt mir nix dazu ein. Im feucht-moorigen Milieu. In direkter Nachbarschaft waren eigentlich nur Fichten, vielleicht habe ich doch einen möglichen Laubbaum übersehen. Aber auch da war ich mir eigentlich relativ sicher.

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Dann dieser Cortinarius, gewachsen im Mischwald (Fichte, Buche u. a. Laubbäume). Mäßig feucht. Leicht lila Schein auf dem Hut und am Stiel. Velum bei jungen Exemplaren weiß.

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Ein Lactarius, der mich schon öfters gefoppt hat, den ich aber noch nicht mikroskopisch in der Mache hatte. Interessant daran ist, daß er jung eher ziemlich lila ist, so in Richtung trivialis und etwas älter mehr nach albocarneus aussieht. Hat jemand schon mal eine Idee, bevor ich das Mikroskop anwerfe? Gewachsen ist er bei Fichte und Birke, eine kleine, junge Buche in der Nähe kommt wohl eher nicht in Frage. Die Milch ist nach kurzer Zeit arg bitter.

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Diesen Marasmius halte ich für torquescens, in letzter Zeit öfters im Buchenwald gefunden. Da der Stiel nicht glänzt, glaube ich eher an torquescens als an cohaerens. Würdet ihr zustimmen?

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Mycena leucogala oder auch Mycena galopus var. nigra, je nach Autorenauffassung:

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Mycena rosella, die recht schön rot gefärbte Lamellenschneiden hat - kommt leider auf dem Bild nicht raus.

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Und dann noch Lactarius semisanguineus (Spangrüner Kiefernreizker) - denn was anderes fällt mir dazu nicht ein. Bei Kiefer, im Feucht-Moorigen, Milch karottenrot, dann weinrot. Später vergrünend - wie der ganze Pilz.

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Und zuletzt noch mal die stark nach Anis riechenden Lentinellus cochleatus (Anis-Zähling).

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Für Hilfestellungen bin ich - wie immer - sehr dankbar.

Gruß,

Werner

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Re: Gymnopus fusipes,Cortinarius spec.,Lactarius s

DirkW, (vor 8066 Tagen) @ Werner

hallo werner,

was hältst du von collybia/gymnopus distorta (verdrehter rübling)? enge lamellen mit rostflecken kommen doch sehr gut hin, auch die farben, nur der buckel fehlt ein bisschen.

das mit den milchlingen verstehe ich nicht. soll das eine art sein? der zweite schaut nach l. blennius aus.

beste grüße,

dirk

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Re: Gymnopus fusipes,Cortinarius spec.,Lactarius s

Werner, (vor 8066 Tagen) @ DirkW

hallo werner,
was hältst du von collybia/gymnopus distorta (verdrehter rübling)? enge
lamellen mit rostflecken kommen doch sehr gut hin, auch die farben, nur
der buckel fehlt ein bisschen.

Naja, vielleicht. Aber Rhodocollybia distorta paßt eigentlich fast noch weniger, außer den Lammellen. Aber der Stiel mit den braunen Flecken, das stark Wurzelnde, die Hutfarbe???

das mit den milchlingen verstehe ich nicht. soll das eine art sein? der
zweite schaut nach l. blennius aus.

Nein, das muß schon eine Art sein. Ich war auch echt verblüfft. Aber es war nur ein kleiner Standort mit ca. 20 qm, dort kamen auch die Übergänge vor. Blennius ist es wohl sicher nicht, denn der wäre ja nicht bitter (was ich leider sehr ausgeprägt schmecke), sondern scharf (was ich immer nur marginal feststellen kann).

beste grüße,
dirk

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Re: Gymnopus fusipes,Cortinarius spec.,Lactarius s

Wolfgang P., (vor 8066 Tagen) @ Werner

Naja, vielleicht. Aber Rhodocollybia distorta paßt eigentlich fast noch
weniger, außer den Lammellen. Aber der Stiel mit den braunen Flecken, das
stark Wurzelnde, die Hutfarbe???

Für mich auf jeden Fall Rhodocollybia distorta/prolixa/fodiens (mikroskopisch zu klären).

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Dank und noch Fragen zum Lactarius

Werner, (vor 8066 Tagen) @ Wolfgang P.

Für mich auf jeden Fall Rhodocollybia distorta/prolixa/fodiens (mikroskopisch
zu klären).

Habe ich jetzt gemacht, weil es mich doch sehr interessiert hat. Du hattest recht, es müßte R. prolixa var. prolixa sein (halte mich da an die Antonin-Noordeloos Monografie bzgl. Bezeichnung). Die Sporen maßen 5,7 x 5,0 im Schnitt. Und die vermutliche Assoziation mit Picea bestätigt das.

Den Marasmius torquescens habe ich anhand der Huthautstruktur auch bestätigt.

Bliebe noch der Lactarius. Der gibt mir immer noch Rätsel auf. Ich habe die Sporen von einem größeren Exemplar gemessen. (6,5)-6,9-(7,8) x (4,8)-5,0-(5,2) und waren stark gratig, aber nicht netzig verbunden. Der doch deutlich bittere Geschmack läßt mich nicht so recht an blennius glauben. Albocarneus fällt wegen der Assoziation mit Abies wohl auch aus. Vorschläge?

Gruß,

Werner

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Re: Gymnopus fusipes,Cortinarius spec.,Lactarius s

Christoph G, (vor 8066 Tagen) @ Werner

Also die spindeligen Rüblinge, die ich kenne sehen schon sehr verschieden von deinen aus, deine Stiele sind für mich zu glatt und zu hell und zu wenig in sich verdreht, aber ist halt nur so ein Eindruck. Der Schleierling KÖNNTE C. alboviolaceus sein der weißviolette Dickfuß.
Bei deinen Milchlingen dachte ich auch an zwei Arten und an blennius beim zweiten oder auch fluens, falls die Milch beim schütteln wegspritzt.
Aber mehr fällt mir dazu auch nicht ein.

LG Christoph

Hallo an alle,
habe wieder einmal ein paar Arten gefunden, die mir Kopfzerbrechen bereiten.
Am meisten davon ein Gymnopus cf. fusipes (Spindeliger Rübling), der mir
nicht so recht gefallen will. Eigentlich spricht ja vieles dafür, stark
wurzelnder Stiel mit bräunlichen Flecken. Aber zuerst mal die Größe: die
größeren waren deutlich über 10 cm im Durchmesser. Und dann die sehr
engstehenden, praktisch weißen Lamellen auch bei den voll ausgewachsenen
Exemplaren. Allerdings hatten sie einige Rostfleckchen, die ja wieder für
fusipes sprächen. Naja, irgendwie denke ich schon, daß es fusipes ist,
denn ansonsten fällt mir nix dazu ein. Im feucht-moorigen Milieu. In
direkter Nachbarschaft waren eigentlich nur Fichten, vielleicht habe ich
doch einen möglichen Laubbaum übersehen. Aber auch da war ich mir
eigentlich relativ sicher.

Dann dieser Cortinarius, gewachsen im Mischwald (Fichte, Buche u. a.
Laubbäume). Mäßig feucht. Leicht lila Schein auf dem Hut und am Stiel.
Velum bei jungen Exemplaren weiß.

Ein Lactarius, der mich schon öfters gefoppt hat, den ich aber noch nicht
mikroskopisch in der Mache hatte. Interessant daran ist, daß er jung eher
ziemlich lila ist, so in Richtung trivialis und etwas älter mehr nach
albocarneus aussieht. Hat jemand schon mal eine Idee, bevor ich das
Mikroskop anwerfe? Gewachsen ist er bei Fichte und Birke, eine kleine,
junge Buche in der Nähe kommt wohl eher nicht in Frage. Die Milch ist nach
kurzer Zeit arg bitter.


Diesen Marasmius halte ich für torquescens, in letzter Zeit öfters im
Buchenwald gefunden. Da der Stiel nicht glänzt, glaube ich eher an
torquescens als an cohaerens. Würdet ihr zustimmen?

Mycena leucogala oder auch Mycena galopus var. nigra, je nach
Autorenauffassung:
Mycena rosella, die recht schön rot gefärbte Lamellenschneiden hat - kommt
leider auf dem Bild nicht raus.

Und dann noch Lactarius semisanguineus (Spangrüner Kiefernreizker) - denn was
anderes fällt mir dazu nicht ein. Bei Kiefer, im Feucht-Moorigen, Milch
karottenrot, dann weinrot. Später vergrünend - wie der ganze Pilz.

Und zuletzt noch mal die stark nach Anis riechenden Lentinellus cochleatus
(Anis-Zähling).

Für Hilfestellungen bin ich - wie immer - sehr dankbar.
Gruß,
Werner

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Re: Gymnopus fusipes,Cortinarius spec.,Lactarius s

Werner, (vor 8066 Tagen) @ Christoph G

Also die spindeligen Rüblinge, die ich kenne sehen schon sehr verschieden von
deinen aus, deine Stiele sind für mich zu glatt und zu hell und zu wenig
in sich verdreht, aber ist halt nur so ein Eindruck.

Stimmt. Wobei die Stiele nicht immer verdreht sind - aber der Gesamteindruck und insbesondere die Lamellen passen halt eigentlich nicht.

Der Schleierling
KÖNNTE C. alboviolaceus sein der weißviolette Dickfuß.

Der ist es! Habe den in meiner leider noch bescheidenen Cortinarius-Literatur wohl glatt übersehen. Dabei soll er relativ häufig sein.

Bei deinen Milchlingen dachte ich auch an zwei Arten und an blennius beim
zweiten oder auch fluens, falls die Milch beim schütteln wegspritzt.
Aber mehr fällt mir dazu auch nicht ein.

Naja, ich dachte auch immer an 2 Arten, bis ich diese Fundstelle mit allen Übergängen gefunden habe. Und die Bilder zeigen nur die Extreme.

Gruß,

Werner

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Re: Gymnopus fusipes,Cortinarius spec.,Lactarius s

Piwo, (vor 8066 Tagen) @ Werner

Hallo an alle,

auch so

habe wieder einmal ein paar Arten gefunden, die mir Kopfzerbrechen bereiten.
Am meisten davon ein Gymnopus cf. fusipes (Spindeliger Rübling), der mir
nicht so recht gefallen will. Eigentlich spricht ja vieles dafür, stark
wurzelnder Stiel mit bräunlichen Flecken. Aber zuerst mal die Größe: die
größeren waren deutlich über 10 cm im Durchmesser. Und dann die sehr
engstehenden, praktisch weißen Lamellen auch bei den voll ausgewachsenen
Exemplaren. Allerdings hatten sie einige Rostfleckchen, die ja wieder für
fusipes sprächen. Naja, irgendwie denke ich schon, daß es fusipes ist,
denn ansonsten fällt mir nix dazu ein. Im feucht-moorigen Milieu. In
direkter Nachbarschaft waren eigentlich nur Fichten, vielleicht habe ich
doch einen möglichen Laubbaum übersehen. Aber auch da war ich mir
eigentlich relativ sicher.

G. fusipes scheidet aus. Der wächst meist an Stümpfen von Eichen (Buchen). Auch ist die Stieldrehung bzw. Rillung überhaupt nicht zu erkennen. Ich denke, Rhodocollybia maculata könnte besser passen.

Gruß
Piwo

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L. trivialis ?

Harald Andres Schmid, (vor 8065 Tagen) @ Werner

Hallo an alle,
Ein Lactarius, der mich schon öfters gefoppt hat, den ich aber noch nicht
mikroskopisch in der Mache hatte. Interessant daran ist, daß er jung eher
ziemlich lila ist, so in Richtung trivialis und etwas älter mehr nach
albocarneus aussieht.

hallo
warum hast du L. trivialis verworfen?
Der sieht jung oft aus wie beim unteren Bild, alt blasst er völlig aus und wird zu einem "anderen" Pilz.
Die Milch wäre bei ihm beim Eintrocknen schwefelgelb, laut Literatur, in der Praxis oft nur so leicht cremefarben, im Unterschied zu L. blennius, die fast einen leichten Grünstich aufweisen kann.
Nadelwald mit Birken käme auch gut hin.
Die ähnliche Farbe von Hut und Stiel habe ich mir auch gemerkt als Hilfe zur Bestimmung.
Der Stiel ist im unteren Teil oft wie "aufgeblasen".
Der von dir erwähnte L. albocarneus ist sehr schleimig und zieht fast "Fäden".
Lieben Gruss, Harald Andres

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Re: L. trivialis ?

Werner, (vor 8065 Tagen) @ Harald Andres Schmid

hallo
warum hast du L. trivialis verworfen?

Wegen der Sporen. L. trivialis hat deutlich größere Sporen, lt. Heilmann-Clausen 7.3-10x5.9-7.8 und auch in meiner anderen Literatur werden überall ähnliche Masse angegeben.

Der sieht jung oft aus wie beim unteren Bild, alt blasst er völlig aus und
wird zu einem "anderen" Pilz.
Die Milch wäre bei ihm beim Eintrocknen schwefelgelb, laut Literatur, in der
Praxis oft nur so leicht cremefarben, im Unterschied zu L. blennius, die
fast einen leichten Grünstich aufweisen kann.

Nun, die Milch ist m.E. weißlich, bestenfalls creme und so bleibend. Mit KOH keine Reaktion.

Der Stiel ist im unteren Teil oft wie "aufgeblasen".

Bei mir sind die Stiele eigentlich nur keulig und unten meist etwas dicker, aber nicht ausgeprägt.

Der von dir erwähnte L. albocarneus ist sehr schleimig und zieht fast
"Fäden".

Der dürfte wohl ausfallen, da nirgendwo Tannen waren. Aber die Huthaut war naß schleimig, ja Fäden ziehend. Nach einem Tag zuhause ist sie nur noch schleimig. Im Wald war es aber recht feucht.

Das Einzige, was ich noch bei Basso gefunden habe, wäre L. fascinans, aber der ist viel zu selten, als daß ich ihn hier bereits mehrfach gefunden haben könnte. Auch paßt der Standort nicht so richtig und die Sporengröße würde auch nicht wirklich passen. Ich glaube, den kann man auch vergessen. Und flexuosus paßt mir eigentlich auch nicht in den Kram. Bleibt eben m.E. nur noch blennius als beste Wahrscheinlichkeit - es sei denn, ich habe was übersehen ...

Gruß,

Werner

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Wohl doch var. distorta

Werner, (vor 8064 Tagen) @ Werner

Hallo,

nachdem ich in meiner Literatur weitergelesen habe, bin ich nun doch der Auffassung, daß meine Rhodocollybia prolixa var. prolixa doch var. distorta ist. Es herrscht da ein ziemliches Durcheinander in der Literatur. So ist lt. Noordeloos prolixa Nadelwaldbewohner, distorta Laubwald. Andere Literatur bestätigt das nicht. Auch die Sporengröße wäre zwar eher prolixa lt. Noordeloos, aber die Unterschiede sind marginal. Dafür steht aber im deutschen Teil, der helle Stiel spräche für distorta. Auch das "Stark-Wurzelnde" spricht eher dafür. Und lt. Krieglsteiner und anderer Literatur habe ich doch mehr Merkmale für distorta gefunden.

Ganz sicher ist das alles natürlich nicht - denn dazu sind sich die Autoren selbst wohl viel zu uneinig. Aber auch die Wahrscheinlichkeit anhand der Häufigkeit spricht wohl eher für distorta.

Wenn jemand noch was zur Literaturverwirrung anmerken möchte ...

Viele Grüße und nochmals vielen Dank,

Werner

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Re: Wohl doch var. distorta

Andreas ⌂, (vor 8064 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

der Sporenquotient ist lt. Noordeloos & Antonin entscheidend für die Bestimmung. Zumindest wäre dann Rh. maculata gegebenenfalls "aus dem Rennen", die ich immer noch als das Wahrscheinlichste ansehe. An prolixa oder distorta kann ich nicht recht glauben, eher käme noch Rh. fodiens in Frage.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Wohl doch var. distorta

Werner, (vor 8064 Tagen) @ Andreas

Hallo Werner,
der Sporen quotient ist lt. Noordeloos & Antonin entscheidend für die
Bestimmung. Zumindest wäre dann Rh. maculata gegebenenfalls "aus dem
Rennen", die ich immer noch als das Wahrscheinlichste ansehe. An
prolixa oder distorta kann ich nicht recht glauben, eher käme noch Rh.
fodiens in Frage.

Hallo Andreas,

sorry, aber das verwirrt noch weiter. Die mir vorliegende Monografie "Marasmius, Collybia .." erwähnt da nix davon und die Sporenquotienten geben rein gar nix her:

distorta E:1.0-1.3, Q:1.2
prolixa E:1.1-1.4 Q:1.2
maculata E:1.1-1.3 Q:1.2
maculata var. scorzonera: E:1.1-1.3 Q:1.2

Meine Funde: E:1.0-1.3 Q:1.1 (gerundet)

Also, da sehe ich keine Chance. Aber bei maculata käme ja wohl eh nur die var. scorzonera in Frage, da die anderen hellhütig sind. Das einzige, was damit rausfällt ist maculata var. longispora mit einem deutlich höheren Q-Wert. Scorzonera soll aber "preferrably on poor, sandy soils" vorkommen, was für meine im sehr feuchten Moorrandgebiet auch nicht so wirklich zutrifft. Außerdem stimmt die restliche Beschreibung von scorzonera auch nicht wirklich - Stiel "pale brown, often tinged yellow" und so wirklich arg hygrophan war er auch nicht.

Also, ich weiß nicht so recht, aber maculata möchte ich doch ausschließen. Die var. scorzonera ist ja angeblich auch noch recht selten.

Gruß,

Werner