Die Betonung liegt auf "unverwechselbar" d.h. bestimmbar ohne dass
ich draufrumkauen muss. Gibt es sowas?
Nun, wie immer: das hängt von Deinem Kenntnisstand ab. Russula vesca (Speisetäubling) ist eigentlich schwer verwechselbar. Schau Dir mal die Bilder an und achte auch auf die zu kurz geratene Huthaut, die am Rand immer etwas fehlt.
Auch der Frauentäubling ist leicht an den wächsernen, nicht brechenden Lamellen erkennbar - wenn man ihn dann mit Bildern noch vergleicht.
Es kostet mich immer unheimliche Überwindung auf unbekannten Pilzen
rumzukauen (Ja, ich erkenne Täublinge, trotzdem
). Dazu kommt, dass ich
meinem Geschmackssinn nicht wirklich traue, vielleicht bin ich ja auch
einfach zu unempfindlich um zu merken dass der nicht schmeckt???
Letztens hatte ich mich mal überwunden und einen getestet und mitgenommen, da
mild. Mann war ich froh, als ich zu Hause feststellte, dass er total
verwurmt war
.
Na, so schlimm ist das Probieren doch nicht. Du mußt lediglich "scharf" schmecken können. Da hapert es bei mir teilweise etwas. Und wenn Du Täublinge wirklich von anderen Pilzen unterscheiden kannst, kann auch nix arg Schlimmes passieren. Nur stellt sich mir bei vielen Arten die Frage, ob sie es wert sind, in den Kochtopf zu wandern. Man ißt ja auch kein Gras oder Pappdeckel usw. Als ich angefangen habe, Pilze zu sammeln, habe ich alle auch nur marginal eßbaren Arten in den Kochtopf geworfen. Heute sehe ich das anders - da ich ja nicht drauf angewiesen bin, alles, was bedingt eßbar ist, reinzuwürgen. Aber das kommt wohl auch daher, daß ich inzwischen mehr erfreut über seltene Arten als über häufige, eßbare bin.
Gruß,
Werner