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Re: Dosierung von Amanita Muscaria

Olaf, (vor 8039 Tagen) @ Georg

Wieso sollte das ein Märchen sein und der Giftgehalt nicht schwanken können?
Weiter unten im Forum stand glaube ich z.B. was zu einem Röhrling der als eßbar und in Übersee wohl nicht als eßbar eingestuft ist.

Ich habe es jedenfalls in mehreren Büchern so gelesen, daß die Giftstoffe und deren Konstellation in Fliegenpilzen varieren kann.

In einem meiner Pilzbücher steht, daß Fliegenpilze in Italien an der Bresciane auf irgendeine spezielle Art in Salz konserviert und diese dann dort ganz normall gegessen werden (können).
D.h. die Teile wandern da in den Kochtopf als Mahlzeit wie hierzulande ein Champignion und das ohne jegliche Nebenwirkungen.
(d.h. auch kein Rauschzustand usw.)

Wären aber alle Fliegenpilze identisch in der Giftzusammensetzung ... nun ja, aber dann müßte doch im Umkehrschluß normallerweise auch in jedem deutschen Pilzbuch ein Küchenrezept für Fliegenpilze drinstehen ... oder nicht? ;)
Tut es aber nicht, denn es stehen irgendwie keine Fliegenpilzrezepte in dt. Pilzkochbüchern und von daher scheinen wohl doch irgendwo/wie Unterschiede möglich zu sein.

xo Olaf

Hi,
der Fliegenpilz ist bei uns auch nicht giftiger als anderswo. Das ist ein
Märchen, das wohl im Mittelalter in die Welt gesetzt wurde, um den rituellen
Gebrauch zurückzudrängen. Organschäden verursacht Amanita muscaria keine.
Um die gewünschte Wirkung zu erzielen (die allerdings
nicht jedermanns Sache ist), muss der Pilz unbedingt unter Wärmeeinwirkung
getrocknet werden, damit sich die im Frischpilz vorhandene Ibotensäure
in das stärker berauschende Muscimol umwandelt.
Lies mal hier: http://www.pilzepilze.de/muscaria.html
Georg

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