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Erfinden(vielleicht OT)

Arcarith, (vor 8001 Tagen)

ich hatte da so eine Ide auf pilzepilze.de gibt es das wissenschaftliche namen dingsbums.und ich hab mir gedacht ihr könntzet doch selber Pilze erfinden. und wer dem Photoshop(oder anderes Programm)mächtig ist kann ja ein Bild reinstellen.
Ich mach den Anfang(wegen fehler bitte nicht böse sein):

Velutocybe salicon= Weiden-Samtkopf

velut=samt
cybe=Kopf
salic=Weide
on= neutrale endung

Viel spaß

PS: ich weis nicht ob das Off topic ist.

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Was macht das für einen Sinn? *oT*

AK_CCM, (vor 8001 Tagen) @ Arcarith

- kein Text -

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vielleicht Spaß?OT *oT*

Arcarith, (vor 8001 Tagen) @ AK_CCM

- kein Text -

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Das kann nur verwirren, macht keinen Sinn *oT*

Dedimyk, (vor 8000 Tagen) @ Arcarith

- kein Text -

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Re: Erfinden(vielleicht OT)

Thomas Pruß, (vor 8000 Tagen) @ Arcarith

Moin Acarith,
die Idee ist witzig und lässt sich bestimmt ausbauen. Solche Fantasie-Arten gibt es übrigens schon länger: So in Kurt Halbritters „Tier- und Pflanzenwelt“. Da findet man dann so absurde Viecher wie den „Zuhälter“, den „Glühlampenhirsch“, dessen Geweih leuchtet oder das Bleistift-ähnliche „Fabertierchen“ mit Beschreibung ihres Vorkommens (in Handanien … oder so… ) und Lebensweise.
Am bekanntesten aber ist wohl das von Prof. Harald Stümpke in den 50er Jahren herausgegebene Bändchen „Bau und Leben der Rhinogradentier“, in dem er eine komplette Ökologie der Nasobemen oder Nasenschreitlinge auf einer fernen Pazifikinsel aufbaute. Das reichte von „Häckels Urnasobem“ (Archirrhinos haeckelii) übder den „Schnäuzenden Schniefling“ (Emuncator sorbens) bis hin zu dem Raubnasobem (Tyrannonasus rex). Sogar fliegende Nasobemen gibt es wie Hoppsorrhinus volitans. Ich glaube, das ist der, der nur rückwärts fliegt, weil er Angst vor der Landung hat. Der Nasenmull lebt unterirdisch, vergleichbar dem Maulwurf, und sogar im Sandlückensystem des Inselstrandes gibt es Nasobemen, die so genannten „Nur-Naslinge“. Star aber ist das Nasobem (Nasobema lyricum) selbst, das schon Christian Morgenstern in seinem Gedicht beschrieb:

Das Nasobem
Auf seinen Nasen schreitet
einher das Nasobem,
von seinem Kind begleitet.
Es steht noch nicht im Brehm.

Es steht noch nicht im Meyer.
Und auch im Brockhaus nicht.
Es trat aus meiner Leyer
zum ersten Mal ans Licht.

Auf seinen Nasen schreitet
(wie schon gesagt) seitdem,
von seinem Kind begleitet,
einher das Nasobem.</center)

Weitere Bilder und Texte z. B. hier:
http://www.krimmer.at/nasling/Einnasen.htm

Das Buch ist praktisch in jeder Uni-Bibliothek zu finden und wurde damals vom Gustav Fischer Verlag herausgegeben. Die Neuauflage von 2001 ist hier:

Stümpke, Harald: Bau und Leben der Rhinogradentia. 2. Aufl. 2001, 90 S., 12 s/w Abb., 15 farb. Abb. Kartoniert. ISBN 3-8274-1196-3. Spektrum Akademischer Verlag/Heidelberg.

So, um das ganze vom OT mal wieder auf die Pilze zu bringen:
Ein Ökosystem mit Fantasiepilzen aufzubauen, wäre echt witzig.
Z. B. Boletus airbus mit seiner Unterart Boletus boeingi, der Flugzeug-Röhrling, der die Tragflächen befällt. Oder Agaricus hydrazinophilus (Nasa, 1984) aus den Boostern des Space-Shuttles, der dafür verantwortlich war, dass die „Columbia“ seinerzeit explodierte. Also, wenn man Pilze erfinden wollte, müsste man sie auch gleich mit ihrer Lebensweise usw. beschreiben.
War nur mal so angedacht.

Grüsslis
Thomas

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Re: Erfinden(vielleicht OT)

42, (vor 8000 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,

Am bekanntesten aber ist wohl das von Prof. Harald Stümpke in den 50er Jahren
herausgegebene Bändchen „Bau und Leben der Rhinogradentier“ [...]

ich denke, noch bekannter ist die berühmte Steinlaus (Petroghagia lorioti)
über die es schon etliche Abhandlungen gibt. Beispielsweise hier:
http://www.florian-seiffert.de/doc/steinlaus.pdf

Und da Menschen ja auch Lebewesen sind:

Sucht doch mal bei Goggle & Co nach

- Jakob M. Mierscheid
- Friedrich Gottlob Nagelmann
- Edmund F. Dräcker

Gruß
Thomas

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Re: Erfinden(vielleicht OT)

Thomas Pruß, (vor 8000 Tagen) @ 42

Geil! ;-))))

Grüsslis
Thomas

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Leuchtschnabelbeutelschabe,sehr nett gemacht *oT*

Dedimyk, (vor 8000 Tagen) @ 42

- kein Text -

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Franz Hohlers Pilznamen

Jürg, (vor 8000 Tagen) @ Arcarith

Hallo
der bekannte Schweizer Schriftsteller und Cabaretist hat in seinem kleinen
SJW-Heftchen "Sprachspiele" deutsche Pilznamen erfunden und sie mit existierenden
kunterbunt gemischt. Wer kann sie auseinanderhalten? (Für Pilzlaien sicher
noch amüsanter als für Kenner!)

Bauchwehkoralle
kommuner Pfaffenschlumpf
Judasohr
Ziegentod
Maggipilz
Schragenfuss
galliger Schwaberling
Kampfermilchling
Zitterzahn
schlitziger Öhrling
Eichenwirrling
pickliger Erlenknilch
falscher Zunderporling
Karbolchampignon
Trümmermorchel
gemeiner Wüstling
gedrungener Wulstling
pfulmiger Schitterling
bleiweisser Trichterling
fleischzottiger Rostporling
teigblättriger Feigling
wohlriechender Stinkling
grauer Faltentintling

die Liste ist beliebig fortzuführen...

Auf Exkursionen, an Bestimmunsanlässen und v.a. auf der Pilzkontrolle
begegnen mir übrigens immer wieder Exemplare der Art
"wegwerfii"

Schönes Wochenende wünscht euch
Jürg

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Re: Franz Hohlers Pilznamen

42, (vor 7997 Tagen) @ Jürg

Hallo Jürg,

Auf Exkursionen, an Bestimmunsanlässen und v.a. auf der Pilzkontrolle
begegnen mir übrigens immer wieder Exemplare der Art
"wegwerfii"

Bei mir heißen die immer 'nichtsehii'. Notfalls geht auch einfach
'Seifenritterling!'

Gruß
Thomas