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Wer kann mir bei diesem Porling helfen? *PIC*

Gelbfieber, (vor 7991 Tagen)

Text und Bilder Detlef Emgenbroich

Hallo im Forum,
jetzt habe ich Mal einen unbekannten Porling von dem es nachfolgend 4 Bilder gibt:
Gefunden am 2.9.2004 auf einem Eichenast auf der Erde
liegend im NSG Barnbruch MTB 3530.3 MF 12`.
Der Barnbruch ist ein Feuchtgebiet mit vorrangig Erlen ,
Eichen, Birken und Nadelhölzern.
Wer kann mir dazu etwas sagen. Es gibt auch ein Exsikkat davon.

Vielen Dank im voraus

Detlef

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Re: Wer kann mir bei diesem Porling helfen?

Huperzia ⌂, (vor 7991 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Detlev,

der Pilz erinnert mich am Spongiporus fragilis, der allerdings nur an Nadelholz vorkommt. Ich hatte den Pilz dies Jahr an der Rödelkreuzung (bei der DGfM-Tagung waren wir ja auch dort ;-)) an Fichte. Es soll einen sehr ähnlichen geben, der auch an Laubholz vorkommen kann, Spongiporus guttulatus oder auch Leptoporus mollis, soll auch ähnlich sein und auch selten an Laub.
Vielleicht ist ja was dabei, was zu deinem passen könnte.

Viele Grüße,

Tanja

Text und Bilder Detlef Emgenbroich
Hallo im Forum,
jetzt habe ich Mal einen unbekannten Porling von dem es nachfolgend 4 Bilder
gibt: Gefunden am 2.9.2004 auf einem Eichenast auf der Erde
liegend im NSG Barnbruch MTB 3530.3 MF 12`.
Der Barnbruch ist ein Feuchtgebiet mit vorrangig Erlen ,
Eichen, Birken und Nadelhölzern.
Wer kann mir dazu etwas sagen. Es gibt auch ein Exsikkat davon.
Vielen Dank im voraus
Detlef

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Re: Wer kann mir bei diesem Porling helfen?

Arcarith, (vor 7991 Tagen) @ Gelbfieber

Also ich würde sagen Der Erlen Schillerporling(inonotus radiatus)

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Inonotus radiatus paßt absolut nicht, danke Detlef *oT*

Dedimyk, (vor 7991 Tagen) @ Arcarith

- kein Text -

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Re: Wer kann mir bei diesem Porling helfen?

Dedimyk, (vor 7991 Tagen) @ Huperzia

Hallo Tanja,

danke für Deine Vorschläge. Aber die Spongiporus und Leptoporus-Arten sind Synonyme für Saftporlinge und in diese Richtung habe ich auch schon untersucht und kein befriedigendes Ergebnis erzielt.
Selbst mit Harry Andersson, dem ich die Bilder und das Exsikkat übergeben habe, sind wir noch nicht weitergekommen.
Habe mir eben noch Mal den Jülich zur Hand genommen und in Hinblick auf Spongiporus guttulatus ( Peck ) David den großen Tropfen-Saftporling überprüft und einige Übereinstimmungen festgestellt.
Habe ihn bisher ausgeschlossen, da Knut Wöldecke nur Nadelholz als Wirt angibt, aber Jülich verweist auf ein seltenes Laubholzvorkommen hin.
Wir werden nochmal in diese Richtung untersuchen.
Also danke für den Tip.

Ganz besonders bedanke ich mich bei Uschi, die meine Anfrage mit Bildern eingestellt hat, da es bei mir noch nicht so weit ist.

Herzliche Grüße

Detlef

Hallo Detlev,
der Pilz erinnert mich am Spongiporus fragilis, der allerdings nur an
Nadelholz vorkommt. Ich hatte den Pilz dies Jahr an der Rödelkreuzung (bei
der DGfM-Tagung waren wir ja auch dort ;-)) an Fichte. Es soll einen sehr
ähnlichen geben, der auch an Laubholz vorkommen kann, Spongiporus
guttulatus oder auch Leptoporus mollis, soll auch ähnlich sein und auch
selten an Laub.
Vielleicht ist ja was dabei, was zu deinem passen könnte.
Viele Grüße,
Tanja

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Re: Wer kann mir bei diesem Porling helfen?

Werner2, (vor 7991 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo,
schönes Problem. Aus dem Ärmel kann man da eine Bestimmung bestimmt
nicht schütteln. Stimmt die Eiche? Gibt es eine Holzprobe?.
Ein Exikkat müsste sich eigentlich bestimmen lassen.
Das sieht mir wirklich nicht wie ein I. radiatus aus.
Auch S. guttulatus ist das sicher nicht, mal unabhängig vom Substrat.
S. guttulatus ist im Prinzip eine besondere Wuchsform des Bitteren
Saftporlings S. stipticus. Wir konnten ihn ja auf der DGfM-Tagung in Friederichroda hinreichend studieren.
Ich denke der Pilz gehört eher in die Richtung I. dryadeus (Tropfender
Schillerporling) usw. Dazu würden die Guttationstropfen und das Substrat Eiche passen. Allerdings kenne ich die nicht von Ästen sonder nur vom Stammgrund.
.
Wenn gewünscht, würde ich ein Stückchen vom Exikkat kontrollieren.
.
Gruss Werner2
.

Text und Bilder Detlef Emgenbroich
Hallo im Forum,
jetzt habe ich Mal einen unbekannten Porling von dem es nachfolgend 4 Bilder
gibt: Gefunden am 2.9.2004 auf einem Eichenast auf der Erde
liegend im NSG Barnbruch MTB 3530.3 MF 12`.
Der Barnbruch ist ein Feuchtgebiet mit vorrangig Erlen ,
Eichen, Birken und Nadelhölzern.
Wer kann mir dazu etwas sagen. Es gibt auch ein Exsikkat davon.
Vielen Dank im voraus
Detlef

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Re: Wer kann mir bei diesem Porling helfen?

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7990 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Detlef,

aufgrund der braunfilzigen Oberfläche: könnte es sich nicht um Ischnoderma benzoinum (Schwarzgebänderter Harzporling) handeln, der macht auch gerne diese braunen Tropgfen?

Grüsse, Markus

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Markus, Ischnoderma benzoinum ist es nicht

Dedimyk, (vor 7990 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Markus,

für Ischnoderma benzoinum war die Konsistenz zu weich und außerdem ist er ein Nadelholzbewohner. Wie ich ja vor ein paar Wochen schrieb, machen wir gerade ein Untersuchung des Formenkreises Ischnoderma benzoinum und I. resinosum um die Unterscheidungsmerkmale herauszuheben.
Im Augenblick scheint die Untersuchung aufgrund des Tips von Tanja in Richtung Oligoporus guttulatus ( Peck 1888 ) Gilbertson & Ryvarden 1985 Syn. Spongiporus guttulatus ( Peck ) David 1980 am vielversprechendsten zu sein, auch unter dem Aspekt, das Jülich ein seltenes Vorkommen auf Laubholz aufzeigt, daß für den Eichenast dann ja passen würde.
Es gibt leider zu wenig Unterlagen über Oligoporus guttulatus, selbst in den Großpilzen Baden-Württembergs Band 1 Seite 552 wird er nur mit einem besseren Dreizeiler erwähnt, ohne Bild und sonstige Angaben.Bis auf den Jülich gibt es
nichts Diesbezügliches
Mal sehen was sich noch ergibt.
Sollte jemand im Forum jedoch entsprechende Quellen über Oligoporus / Spongiporus guttulatus kennen, würde ich mich über eine Information sehr freuen.

Herzliche Grüße

Detlef

.: Hallo Detlef,

aufgrund der braunfilzigen Oberfläche: könnte es sich nicht um Ischnoderma
benzoinum (Schwarzgebänderter Harzporling) handeln, der macht auch gerne
diese braunen Tropgfen?
Grüsse, Markus

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Werner, an Inonotus dryadeus glaube ich nicht

Dedimyk, (vor 7990 Tagen) @ Werner2

Hallo Werner 2,
an den Inonotus dryadeus habe ich natürlich auch gedacht, vor allem das Vorkommen auf Eiche, wenns auch nur ein Ast ist ( normal am Stamm )und die wunderschönen Guttationstropfen. Allerdings ist I. dryadeus feinporig und mein Exemplar relativ großporig. Auch sonst paßte es morphologisch überhaupt nicht.
Ich habe ein Exsikkat mit dem Eichenast. Es scheint sich um ein sehr junges Exemplar zu handeln, denn bisher haben wir noch keine Sporen gefunden.

Werner, natürlich nehme ich Dein Angebot gerne an, Dir eine Probe des Exsikkates und des Holzes zu schicken.
Doch erst mal sehen, was Harry Andersson noch rauskriegt, der das Exsikkat z. Z. zur Untersuchung vorliegen hat.

Danke erstmal und herzliche Grüße

Detlef

Hallo,
schönes Problem. Aus dem Ärmel kann man da eine Bestimmung bestimmt
nicht schütteln. Stimmt die Eiche? Gibt es eine Holzprobe?.
Ein Exikkat müsste sich eigentlich bestimmen lassen.
Das sieht mir wirklich nicht wie ein I. radiatus aus.
Auch S. guttulatus ist das sicher nicht, mal unabhängig vom Substrat.
S. guttulatus ist im Prinzip eine besondere Wuchsform des Bitteren
Saftporlings S. stipticus. Wir konnten ihn ja auf der DGfM-Tagung in
Friederichroda hinreichend studieren.
Ich denke der Pilz gehört eher in die Richtung I. dryadeus (Tropfender
Schillerporling) usw. Dazu würden die Guttationstropfen und das Substrat
Eiche passen. Allerdings kenne ich die nicht von Ästen sonder nur vom
Stammgrund.
.
Wenn gewünscht, würde ich ein Stückchen vom Exikkat kontrollieren.
.
Gruss Werner2
.

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Re: Markus, Ischnoderma benzoinum ist es nicht

Helmut Schludermann, (vor 7990 Tagen) @ Dedimyk

Hallo Markus,
für Ischnoderma benzoinum war die Konsistenz zu weich und außerdem ist er ein
Nadelholzbewohner. Wie ich ja vor ein paar Wochen schrieb, machen wir
gerade ein Untersuchung des Formenkreises Ischnoderma benzoinum und I.
resinosum um die Unterscheidungsmerkmale herauszuheben.
Im Augenblick scheint die Untersuchung aufgrund des Tips von Tanja in
Richtung Oligoporus guttulatus ( Peck 1888 ) Gilbertson & Ryvarden
1985 Syn. Spongiporus guttulatus ( Peck ) David 1980 am
vielversprechendsten zu sein, auch unter dem Aspekt, das Jülich ein
seltenes Vorkommen auf Laubholz aufzeigt, daß für den Eichenast dann ja
passen würde.
Es gibt leider zu wenig Unterlagen über Oligoporus guttulatus, selbst in den
Großpilzen Baden-Württembergs Band 1 Seite 552 wird er nur mit einem
besseren Dreizeiler erwähnt, ohne Bild und sonstige Angaben.Bis auf den
Jülich gibt es
nichts Diesbezügliches
Mal sehen was sich noch ergibt.
Sollte jemand im Forum jedoch entsprechende Quellen über Oligoporus /
Spongiporus guttulatus kennen, würde ich mich über eine Information sehr
freuen.
Herzliche Grüße
Detlef

Hallo Detlef,

Ryvarden, Gilbertson European Polypores, part2 Seiten 412,413. erschienen bei Fungiflora A/S P.O.Box 95 Blindern N-0314 Oslo Norway, Fax 47 22469731
beschreibt guttulatus allerdings ohne Foto. Wirt: lebende Fichte. Ob er passt, kann ich vom Bild her nicht sagen. Normalerweise muss man sich durch den Schlüssel hanteln.

Gruß

Helmut

.: Hallo Detlef,

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Helmut, danke für den Tip, Gruß Detlef *oT*

Dedimyk, (vor 7990 Tagen) @ Helmut Schludermann

- kein Text -

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Re: Markus, Ischnoderma benzoinum ist es nicht

Pilzpeter, (vor 7990 Tagen) @ Dedimyk

Hallo Detlef,

bei Kotlaba: "Polyporales der Cechoslovakei" gibt es eine ausführlichere Beschreibung (allerdings auf tsch.) und ein Farbbild, könnte Dir ggf. eine mail senden.Auch bei Pilat in "Atlas der Cham. de l`Europe" Band III Polyporales - gibt es als Leptoporus stipticus f. guttulatus eine Beschreibung (allerdings auf frz.) und ein (schlechtes) Scvhwarzweißfoto.

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Pilzpeter, das Bild aus Kotlaba wäre prima

Dedimyk, (vor 7989 Tagen) @ Pilzpeter

Hallo pilzpeter,

danke für die Information. Ich wäre sehr an dem Foto und den Daten interessiert und nehme Dein Angebot der Zusendung per email gerne an.
Meine E-Mail: Detlef.Emgenbroich@onlinehome.de

Danke im voraus und herzliche Grüße

Detlef

Hallo Detlef,
bei Kotlaba: "Polyporales der Cechoslovakei" gibt es eine
ausführlichere Beschreibung (allerdings auf tsch.) und ein Farbbild,
könnte Dir ggf. eine mail senden.Auch bei Pilat in "Atlas der Cham.
de l`Europe" Band III Polyporales - gibt es als Leptoporus stipticus
f. guttulatus eine Beschreibung (allerdings auf frz.) und ein (schlechtes)
Scvhwarzweißfoto.