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Neues von Ischnoderma *PIC*

zuehli ⌂, (vor 7985 Tagen)

Hallo Allerseits,

Ihr erinnert Euch noch an meinen Unbekannten, der sich als Ischnoderma irgendwas entpuppen sollte.
Nachdem vier Wochen ins Land gezogen sind, sieht er so aus:

[image]
[image]

Blöderweise weigert sich das Stück Holz, auf dem er wächst, immer noch mir seine Laub- oder Nadelzugehörigkeit kundzutun. Das hat natürlich zur Folge, daß sich Kollege Pilz auch noch nicht als benzoinum oder resinosum outen will.
Bleibt nur zu warten wie er sich im Alter gibt, wenn er den Winter in seinem fortgeschrittenen Jugendalter übersteht.
Schaun mer mal wie er in weiteren vier Wochen aussieht (wenn er denn noch lebt).
Ich bleibe am Ball.
Schönen vierten Advent in die Runde
Harald

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Re: Neues von Ischnoderma

Helgo BRAN, (vor 7984 Tagen) @ zuehli

zu
... noch nicht als benzoinum oder resinosum

outen will.
Bleibt nur zu warten wie er sich im Alter gibt, wenn er den Winter in seinem
fortgeschrittenen Jugendalter übersteht.

Hey Harald,
laut KRIEGLSTEINER ist es müßig, die Holznatur des Substrats - wahrsch. recht mühsam - zu ermitteln. Denn auch noch in Bd. 1 der Reihe 'Die Großpilze Baden-Württembergs' schrieb er, es gebe von der Gattung Ischnod. "nur eine Art"!
Ich behandle unsere Funde hier dementsprechend.
Die beiden Aufnahmen sind sehr schön + typisch. Der Fruchtkörper-Komplex wird aber so schön nicht bleiben; denn "ausdauernd", also den Winter überlebend, ist er nicht - ganz anders also als zB Fomes und Fomitopsis.
Mit frdl. Grüßen
Helgo '04-12-19_02

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Re: Neues von Ischnoderma

Jens ⌂, (vor 7984 Tagen) @ Helgo BRAN

Hallo Helgo,

zur Frage ob eine oder zwei Arten sind gab es hier vor kurzem schon eine Diskussion:
Beitrag 74577

Ich halte jedenfalls die Aufteilung in zwei Arten für gerechtfertigt.

Gruß Jens

Hey Harald,
laut KRIEGLSTEINER ist es müßig, die Holznatur des Substrats - wahrsch. recht
mühsam - zu ermitteln. Denn auch noch in Bd. 1 der Reihe 'Die Großpilze
Baden-Württembergs' schrieb er, es gebe von der Gattung Ischnod. "nur
eine Art"!
Ich behandle unsere Funde hier dementsprechend.
Die beiden Aufnahmen sind sehr schön + typisch. Der Fruchtkörper-Komplex wird
aber so schön nicht bleiben; denn "ausdauernd", also den Winter
überlebend, ist er nicht - ganz anders also als zB Fomes und Fomitopsis.
Mit frdl. Grüßen
Helgo '04-12-19_02

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Nix neues von Ischnoderma

Werner2, (vor 7984 Tagen) @ Jens

Ich halte auch 2 Arten für gerechtfertigt.
.
Gruss Werner2

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Jens hat Recht, siehe meinenTread vor 3 Wochen *oT*

Dedimyk, (vor 7984 Tagen) @ Helgo BRAN

- kein Text -

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Schau noch mal hier, Helgo

zuehli ⌂, (vor 7984 Tagen) @ Helgo BRAN

Hallo Helgo,

Jahn hat die Unterschiede noch mal herausgearbeitet. Werner hat ja netterweise den Link zu den Westfälischen Pilzbriefen rausgesucht. Hier ist er noch mal:

Gruß Harald

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Re: Schau noch mal hier, Helgo

Helgo BRAN, (vor 7984 Tagen) @ zuehli

Hallo Helgo,
Jahn hat die Unterschiede noch mal herausgearbeitet. Werner hat ja
netterweise den Link zu den Westfälischen Pilzbriefen rausgesucht. Hier
ist er noch mal:
Beitrag 74604

Lieber Harald ,
vielen Dank für den Link. Aber ich kann den mit mn. bescheidenen Rechner (leider?) nicht öffnen. Vielleicht, weil mir e. Freund vor Monaten ##### ("weil unnötig und hinderlich") entfernte. Is aber nit schlimm:
Denn ich bin nun mal kein "Splitter", sondern versuch' mir immer vor Augen zu halten, wie arg wenig wir - trotz all der vielen Veröffentlichungen - immer noch über die Pilzwesen und vor allem über die unterschiedliche Merkmalsausprägung bei deren Fruchtkörpern wirklich wissen. Erst recht bei unterschiedlichem Substrat oder gar untersch. Wirten! Gab's nicht Kollegen, die bei verschiedenen(nit allen!) der vielen Phellinus-Arten entsprechende Vermutungen wohl zu recht äußerten? Ich denke zB an die Formen(beiderlei!) von Daedaleopsis, die ich aus einunddemselben Kirsch-Ast erhielt, nachdem ich einen daumendicken mit f. tricolor auf den Balkon geholt hatte. Oder die wirtsabhä. Merkmalsausprägung bei den parasitischen Nomada-Wespenbienen. Oder die vielerlei Färbungsvarianten beim Siebenpunkt-Marienkäfer uva! Solange wir nicht, notgedrungen mühsam und über viele Jahre, Kulturversuche auf versch. Substraten anstellen, sollten wir so mein'ich, den Autor der jüngsten Publikation = KRGL. gelten lassen. Erst recht, wo doch Frk. KEINE INDIVIDUEN sind!
Einverstanden?
Mit frdl. Grüßen, nicht nur an Dich, Harald,
Helgo 2004-12-19_19.5

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Re: Schau noch mal hier, Helgo

Andreas ⌂, (vor 7984 Tagen) @ Helgo BRAN

Hallo Helgo,

im Prinzip gehe ich ja mit Deiner Ansicht konform, auch wenn ich mich eher als "Splitter" bezeichnen würde.
Aber die Schlussfolgerung, solange wir nicht anderes beweisen können, sollten wir "die jüngste Publikation" anerkennen, dem muss ich doch widersprechen. Das würde ja bedeuten, dass je neuer ein Artikel, desto richtiger wäre er. Und in diesem Fall muss ich doch sagen, dass ich JAHN trotz des Alters der Publikation mehr vertraue als KRIEGLSTEINER. Zumal GJK schon manches Mal dabei "erwischt" wurde, trennbare Taxa zusammenzulegen. Natürlich hat er auch oft recht damit, das will ich gar nicht bestreiten.
In diesem Fall glaube ich es aber nicht.

@zuehli: Laub- von Nadelholz zu unterscheiden geht bei nicht zu morschem Holz schon mit einer guten Lupe an einem Querschnitt. Leider hab' ich dazu keinen Schlüssel bzw. keine Literatur. Vielleicht kann jemand aus dem Forum was dazu sagen, denn wenigstens diese Grund-Unterscheidung soll problemlos möglich sein.

beste Grüße,
Andreas

Denn ich bin nun mal kein "Splitter", sondern versuch' mir immer
vor Augen zu halten, wie arg wenig wir - trotz all der vielen
Veröffentlichungen - immer noch über die Pilzwesen und vor allem über die
unterschiedliche Merkmalsausprägung bei deren Fruchtkörpern wirklich
wissen. Erst recht bei unterschiedlichem Substrat oder gar untersch.
Wirten! Gab's nicht Kollegen, die bei verschiedenen(nit allen!) der vielen
Phellinus-Arten entsprechende Vermutungen wohl zu recht äußerten? Ich
denke zB an die Formen(beiderlei!) von Daedaleopsis, die ich aus
einunddemselben Kirsch-Ast erhielt, nachdem ich einen daumendicken mit f.
tricolor auf den Balkon geholt hatte. Oder die wirtsabhä.
Merkmalsausprägung bei den parasitischen Nomada-Wespenbienen. Oder die
vielerlei Färbungsvarianten beim Siebenpunkt-Marienkäfer uva! Solange wir
nicht, notgedrungen mühsam und über viele Jahre, Kulturversuche auf
versch. Substraten anstellen, sollten wir so mein'ich, den Autor der
jüngsten Publikation = KRGL. gelten lassen. Erst recht, wo doch Frk. KEINE
INDIVIDUEN sind!
Einverstanden?
Mit frdl. Grüßen, nicht nur an Dich, Harald,
Helgo 2004-12-19_19.5

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Re: Schau noch mal hier, Helgo

Helgo BRAN, (vor 7983 Tagen) @ Andreas

Hallo Helgo,
im Prinzip gehe ich ja mit Deiner Ansicht konform, auch wenn ich mich eher
als "Splitter" bezeichnen w?de.
Aber die Schlussfolgerung, solange wir nicht anderes beweisen k?nen, sollten
wir "die j?gste Publikation" anerkennen, dem muss ich doch
widersprechen. Das w?de ja bedeuten, dass je neuer ein Artikel, desto
richtiger w?e er. Und in diesem Fall muss ich doch sagen, dass ich JAHN
trotz des Alters der Publikation mehr vertraue als KRIEGLSTEINER. Zumal
GJK schon manches Mal dabei "erwischt" wurde, trennbare Taxa
zusammenzulegen. Nat?lich hat er auch oft recht damit, das will ich gar
nicht bestreiten.
In diesem Fall glaube ich es aber nicht.
@zuehli: Laub- von Nadelholz zu unterscheiden geht bei nicht zu morschem Holz
schon mit einer guten Lupe an einem Querschnitt. Leider hab' ich dazu
keinen Schl?sel bzw. keine Literatur. Vielleicht kann jemand aus dem
Forum was dazu sagen, denn wenigstens diese Grund-Unterscheidung soll
problemlos m?lich sein.
beste Grüße,
Andreas

Tut mir leid, lieber Andreas und Kollegen:
solange nicht erfolgreiche, "aussagekräftige" Kultivierungsversuche von den entspr. verschiedenen Substraten vorliegen, sind alle Wertungen doch weitgehend nur subjektive, die anderen nicht bindende Einschätzungen zum möglichen Artrang. Wer macht denn bitte endlich mal entspr. Versuche zB mit Sporen/Myzel vom Sanddorn-Feuerschwamm auf Prunus uvä!! ? Und wieviele Jahre dauert es, bis belastbare Erkenntnisse vorliegen? Man mü©¬te sogar über mehrere Generationen kultivieren, weil das Pilzwesen sich ähnlich wie versch. Hefen ans Substrat habituieren kann. - Wie wertet(!) Ihr denn zB die Formen unser Wei©¬beerigen Mistel: Laubholz-, Tannen- und Kiefern-FORM oder Kopf- und Kleiderlaus?:
Rassen, Unterarten, eigene Arten? Immerhin handelt es sich bei denen um leichter zu "handhabende" Individuen.
Mit frdl. Grü©¬en
Helgo (im Internet-Café) '04-12-20_12.55

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Re: Schau noch mal hier, Helgo

Andreas ⌂, (vor 7983 Tagen) @ Helgo BRAN

Hallo Helgo,

Tut mir leid, lieber Andreas und Kollegen: solange nicht erfolgreiche,
"aussagekräftige" Kultivierungsversuche von den entspr.
verschiedenen Substraten vorliegen, sind alle Wertungen doch weitgehend
nur subjektive, die anderen nicht bindende Einschätzungen zum
möglichen Artrang.

Genauso ist es, ganz meiner Meinung. Und ich glaube eben dass man die Arten unterscheiden kann, Du glaubst es nicht. Wie so häufig gibt es verschiedene Ansichten, gerade in der Pilzkunde wo sich schwerlich etwas "beweisen" läßt.
Ich habe ja auch gar nicht versucht, Dich von meiner Meinung zu überzeugen. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass die Aussage "man solle die neueste Bearbeitung akzeptieren solange nichts hieb- und stichfest bewiesen ist" in meinen Augen nicht so pauschal gelten kann, weil eine jeweilige neueste Bearbeitung eben auch "nur" eine Meinung ist, die man nicht unbedingt teilen muss und die nicht dadurch mehr Gewicht erhalt wie eine andere, nur weil sie eben neuer ist.
Im speziellen Fall halte ich Hermann Jahn immer noch für eine Kapazität und da es Porlings-Fachleute gibt, die auch heute noch diese Meinung teilen und G.J. Krieglsteiner außer pauschalem "es sind alle Übergänge zu finden" (was ich an meinen Funden eben nicht nachvollziehen kann) keine wirklichen Argumente bringt, deshalb halte ich mich weiterhin an die Theorie von 2 getrennten Arten.
Wie gesagt, das ist MEINE Meinung, die um Himmels Willen keiner mit mir teilen muss wenn er andere Erfahrungen oder auch nur eine andere Meinung hat. Aber bitte nicht pauschal "das Neueste ist das Wahrste"!

Übrigens herzliche Grüße von Irene und Gisbert, die uns aus ihrem neuen Garten unseren diesjährigen Weihnachtsbaum spendiert haben :-))

beste Grüße,
Andreas

Wer macht denn bitte endlich mal entspr. Versuche

zB mit Sporen/Myzel vom Sanddorn-Feuerschwamm auf Prunus uvä!! ? Und
wieviele Jahre dauert es, bis belastbare Erkenntnisse vorliegen? Man
mü©¬te sogar über mehrere Generationen kultivieren, weil das
Pilzwesen sich ähnlich wie versch. Hefen ans Substrat habituieren
kann. - Wie wertet(!) Ihr denn zB die Formen unser Wei©¬beerigen Mistel:
Laubholz-, Tannen- und Kiefern-FORM oder Kopf- und Kleiderlaus?: Rassen,
Unterarten, eigene Arten? Immerhin handelt es sich bei denen um leichter
zu "handhabende" Individuen.
Mit frdl. Grü©¬en
Helgo (im Internet-Café) '04-12-20_12.55

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Re: Schau noch mal hier Andreas

Helgo BRAN, (vor 7983 Tagen) @ Andreas

Hey Andreas,
in dem Punkt "bitte nicht pauschal "das Neueste ist das Wahrste"! " muß ich Dir schon völlig recht geben. Erst recht, wo es bei wissenschaftlichen Erkenntnisschritten immer auch "Rückfälle" und Voreingenommenheiten gibt.
Ich dachte nur, daß KRGL. und Du - Ihr habt ja kooperiert - einen besonders umfassenden Überblick über alle Argumente hattet.
JAHN (Herm.) habe ich immer sehr geschätzt und war ihm stes dankbar dafür, daß er mir mal einen selteneren Porling bestimmte. Und dessen =Westf. Pilzbr.= sind gewiß sehr verdienstvoll und gediegen.
Ich will halt nur immer wieder auch das Zweifeln, die gesunde Skepsis, propagieren. In der Pilzkunde ist das ja auch besonders angebracht.
Nein, überall - bis in die hohe und "höchste" Politik, gell?
Furchtbar, was zB die US-Amerikaner sich immer noch herausnehmen.
Auf der Startseite v. Zauberpilz.com kann man ja ganz unten (KLEINE Schrift!)immer wieder schreckliche Informationen aufrufen. Leider viel wichtiger als unsere lieben Pilze.

Herzlichen Dank für all die lieben Grüße aus Jena!
Ich erwidere sie natürlich an Euch alle und wünsche frohe Weihnachtstage
Euer Helgo 2004-12-20_16

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Re: Schau noch mal hier Andreas

Andreas ⌂, (vor 7983 Tagen) @ Helgo BRAN

Hallo,

Hey Andreas,
in dem Punkt "bitte nicht pauschal "das Neueste ist das
Wahrste"! " muß ich Dir schon völlig recht geben. Erst recht, wo
es bei wissenschaftlichen Erkenntnisschritten immer auch
"Rückfälle" und Voreingenommenheiten gibt.
Ich dachte nur, daß KRGL. und Du - Ihr habt ja kooperiert - einen besonders
umfassenden Überblick über alle Argumente hattet.

Das ist leider nicht überall möglich. Da ich bei Aphyllophorales außer den Röhrlingen nichts bearbeitet habe und nur bei den Russulales etwas mitdiskutiert habe, kann ich mir kein Urteil über Germans Überblick erlauben - aber schlecht wird er sicher nicht gewesen sein.

JAHN (Herm.) habe ich immer sehr geschätzt und war ihm stes dankbar dafür,
daß er mir mal einen selteneren Porling bestimmte. Und dessen =Westf.
Pilzbr.= sind gewiß sehr verdienstvoll und gediegen.
Ich will halt nur immer wieder auch das Zweifeln, die gesunde Skepsis,
propagieren. In der Pilzkunde ist das ja auch besonders angebracht.

Ganz klar, das ist sogar ausgesprochen wichtig! Übrigens ein geflügeltes Wort von Hans Haas, das vor allem in Frankreich sich großer Beliebtheit erfreut: "Êtes toujours très critiques!". War den Franzosen zu den damaligen Zeiten (50er- und 60er-Jahre) sehr einprägsam, da die damalige Mentalität, das von den Autoritäten (Romagnesi, Kühner, Josserand, etc.) gesprochene Wort als Fixum anzuerkennen, sehr verbreitet war ....
Wer sich mal ein wenig mit Nomenklatur beschäftigt mag, der wird in kürzester Zeit sein blaues Wunder erleben und ist gut beraten, nur das als Fakt anzunehmen, was er wirklich persönlich und höchstselbst gesehen hat. Und die Taxonomen sind (soweit ich sie bisher kennengelernt habe) auch Leute, die diese Maxime auch anderen zugestehen und nicht beleidigt sind, wenn man ihren Aussagen nicht 100% vertraut, sondern die entsprechende Literaturstelle doch lieber selber nochmal mit eigenen Augen sehen will ....

Dir auch beste Weihnachtsgrüße und ein gutes Neues Jahr!

Andreas

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Re: Schau noch mal hier, Helgo

Helmut Schludermann, (vor 7983 Tagen) @ Andreas

Hallo Helgo,
im Prinzip gehe ich ja mit Deiner Ansicht konform, auch wenn ich mich eher
als "Splitter" bezeichnen würde.
Aber die Schlussfolgerung, solange wir nicht anderes beweisen können, sollten
wir "die jüngste Publikation" anerkennen, dem muss ich doch
widersprechen. Das würde ja bedeuten, dass je neuer ein Artikel, desto
richtiger wäre er. Und in diesem Fall muss ich doch sagen, dass ich JAHN
trotz des Alters der Publikation mehr vertraue als KRIEGLSTEINER. Zumal
GJK schon manches Mal dabei "erwischt" wurde, trennbare Taxa
zusammenzulegen. Natürlich hat er auch oft recht damit, das will ich gar
nicht bestreiten.
In diesem Fall glaube ich es aber nicht.
@zuehli: Laub- von Nadelholz zu unterscheiden geht bei nicht zu morschem Holz
schon mit einer guten Lupe an einem Querschnitt. Leider hab' ich dazu
keinen Schlüssel bzw. keine Literatur. Vielleicht kann jemand aus dem
Forum was dazu sagen, denn wenigstens diese Grund-Unterscheidung soll
problemlos möglich sein.
beste Grüße,
Andreas

Hallo Andreas,
zumindest bei unseren Hölzern ist das mit dem Mikroskop fast immer problemlos möglich: Nadelhölzer haben Hoftüpfel. (Falls nicht bekannt: die Löcher in den Zellwänden schauen ein wenig aus wie Bayrische Krapfen, oder Doughnuts, wenn Dir das lieber ist,nicht wie randlose Löcher oder Leitern etc.)Wenn man sich die einmal angeschaut hat gibt es keinen´Zweifel. Nach meiner Erfahrung kann man die auch bei ziemlich zersetztem Holz immer noch finden.
beste Grüße
Helmut

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Re: Schau noch mal hier, Helgo

42, (vor 7982 Tagen) @ Helmut Schludermann

Hallo Helmut,

Nadelhölzer haben Hoftüpfel. (Falls nicht bekannt: die Löcher in
den Zellwänden schauen ein wenig aus wie Bayrische Krapfen, oder
Doughnuts, wenn Dir das lieber ist,nicht wie randlose Löcher oder Leitern
etc.)

Hast Du dazu irgendwelche Beispielbilder, damit man sich das besser vorstellen
kann?

Gruß
Thomas

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Re: Schau noch mal hier, Helgo

Helmut Schludermann, (vor 7981 Tagen) @ 42

Hallo Helmut,
Hast Du dazu irgendwelche Beispielbilder, damit man sich das besser
vorstellen
kann?
Gruß
Thomas

Hallo Thomas,
leider im Moment nicht, botanische Lehrbücher sind da wahrscheinlich der Tip, abgesehn von Wälzern über Holzmikroskopie.
Ich werde aber über die Feiertage versuchen, ob ich ein Bild fabrizieren kann und das auch ins Netz bringe. Wird sowieso langsam Zeit, dass ich das lerne.

Gruß
Helmut

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Wie sieht es bei Laubholz aus? *oT*

zuehli ⌂, (vor 7982 Tagen) @ Helmut Schludermann

- kein Text -

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Re: Wie sieht es bei Laubholz aus?

Helmut Schludermann, (vor 7981 Tagen) @ zuehli

Da wird es etwas haariger, vor allem wenn man die Gattung bestimmen will. Bis jetzt habe ich mich noch nicht zum Einarbeiten aufraffen können. Ein Kurzschlüssel ist einmal bei der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg herausgekommen. Leider weiß ich die Zeitschrift nicht. Der Artikel heisst:
Hilfsschlüssel zur Bestimmung einheimischer Gehölze, U.Hassler und F. Hirschmann. Zur Zeitschrift habe ich nur: ISSN 0077-6149 Abhandlung 40/1985, Neue Erkenntnisse in der Pilzkunde. Seite 47-55.

Vielleicht kann uns einer der "Hauptamtlichen" mit einem besseren Zitat / Quelle helfen.

Im Buchhandel gibt es immer wieder Photoatlanten und Bücher zur Holzbestimmung. Ich weiss nicht, was derzeit erhältlich ist. Meine spärlichen Kenntnisse stammen noch aus Studienzeiten, lang lang ists her.

Gruß

Helmut

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Re: Schau noch mal hier, Helgo

Saftling, (vor 7981 Tagen) @ Helgo BRAN

Lieber Harald ,
vielen Dank für den Link. Aber ich kann den mit mn. bescheidenen Rechner
(leider?) nicht öffnen. Vielleicht, weil mir e. Freund vor Monaten #####
("weil unnötig und hinderlich") entfernte. Is aber nit schlimm:
Denn ich bin nun mal kein "Splitter", sondern versuch' mir immer
vor Augen zu halten, wie arg wenig wir - trotz all der vielen
Veröffentlichungen - immer noch über die Pilzwesen und vor allem über die
unterschiedliche Merkmalsausprägung bei deren Fruchtkörpern wirklich
wissen. Erst recht bei unterschiedlichem Substrat oder gar untersch.
Wirten! Gab's nicht Kollegen, die bei verschiedenen(nit allen!) der vielen
Phellinus-Arten entsprechende Vermutungen wohl zu recht äußerten? Ich
denke zB an die Formen(beiderlei!) von Daedaleopsis, die ich aus
einunddemselben Kirsch-Ast erhielt, nachdem ich einen daumendicken mit f.
tricolor auf den Balkon geholt hatte. Oder die wirtsabhä.
Merkmalsausprägung bei den parasitischen Nomada-Wespenbienen. Oder die
vielerlei Färbungsvarianten beim Siebenpunkt-Marienkäfer uva! Solange wir
nicht, notgedrungen mühsam und über viele Jahre, Kulturversuche auf
versch. Substraten anstellen, sollten wir so mein'ich, den Autor der
jüngsten Publikation = KRGL. gelten lassen. Erst recht, wo doch Frk. KEINE
INDIVIDUEN sind!
Einverstanden?
Mit frdl. Grüßen, nicht nur an Dich, Harald,
Helgo 2004-12-19_19.5

Hallo Helgo,

zu den Ischnoderma kann ich nix sagen, weil ich die nicht kenne. Aber Dein Argument mit den wirtsabhängigen Merkmalsausprägungen der Wespenbienen fordert zum Widerspruch heraus. Vermutlich meinst Du damit solche Fälle wie Nomada sheppardana/minuscula, N. fulvicornis (=lineola)/meridionalis oder die "Formen" von N. alboguttata und N. panzeri. ABER: Bis auf letztere zeigen aktuelle (noch unveröffentlichte) Arbeiten verschiedener Taxonomen, dass die "Formen" 1) morphologisch klar getrennt sind, wenn auch nicht nach den in den bisherigen Schlüsseln aufgeführten (Farb-)Merkmalen, sondern nach "neuen" und meist nur mikroskopisch sichtbaren Merkmalen und 2) so getrennt sich auch deutliche Unterschiede bei Verbreitung, Phänologie und Lebensräumen zeigen (die Wirtsbeziehungen sind leider selten genau bekannt). Im Pilzforum verzichte ich darauf, hier auf Details einzugehen. Für mich zeigen diese Befunde aber, dass die Synonymisierungen zumindest voreilig waren, mit der Folge, dass jetzt in der Literatur die Daten der jeweiligen Artenpaare/-gruppen "gelumpt" sind. Das ist sehr lästig, denn Daten im nachhinein wieder aufzutrennen ist sehr viel aufwändiger als die Daten von irrtümlich als getrennte Arten geführten Taxa zusammen zu werfen. Sicherlich gibt es viele Fälle - gerade bei den Pilzen-, wo das Aufsplitten zu weit getrieben wurde. Das ist oft die Folge davon, dass manche Taxonomen kein plausibles Artkonzept haben und die bloße Existenz von Unterschieden (zwischen oft wenigen - nicht repräsentativen - Fruchtkörpern) schon für "Artmerkmale" halten (wann schaffen die Botaniker und Mykologen endlich diesen Irrsinn mit den Autorennnamen ab???). Auf der anderen Seite gibt es zweifellos auch eine große Zahl übersehener Arten (z.B. gibt es neben den >33000 aus Deutschland nachgewiesenen Insektenarten m.E. noch Tausende unentdeckter, oft unbeschriebener). Mein Vorschlag: Beim Daten sammeln alles trennen was zu trennen geht. Falls später einmal der Nachweis erbracht wird, dass bestimmte Taxa eine einzige Art repräsentieren, kann man die Daten immer noch zusammen werfen. Was sich im Moment nicht eindeutig zuordnen lässt, kann man ja bis auf weiteres unbestimmt lassen. Zugleich sollten die Taxonomen VOR dem Beschreiben neuer Taxa selbstkritisch prüfen, welche Argumente gegen die Beschreibung eines neuen Taxons sprechen (und ggf. von der Veröffentlichung absehen).

Gruß aus Malsch
Dieter