Hallo Axel,
vielen Dank für deine Erläuterung. Anscheinend habe ich da etwas durcheinander gebracht oder mir hat jemand etwas Falsches erzählt. Dem werde ich bei Gelegenheit noch einmal nachgehen.
Vielleicht noch eine Anmerkung: Woher soll Otto Normalverbraucher diesen "Mehlgeruch" kennen oder anders gefragt: Wer kommt heutzutage noch in eine Mühle? Ich kenne Mühlen jedenfalls nur aus dem Fernsehen. Noch schwieriger wird das Ganze, wenn es um ausgefallene Gerüche geht, wie z.B. Blattwanze. Ich wüsste nicht einmal, wie das Insekt aussieht, geschweige denn wie es riecht. Daher sind solche Merkmale für Laien (so wie mich) oft schwer bis gar nicht interpretierbar und die entsprechenden Angaben in Bestimmungsbüchern unnütz.
Fehl am Platz sind sie deswegen nicht: Wer die Gerüche kennt, kann diese Merkmale ja bestimmen. Und ob ein Pilz z.B. nach Anis riecht, kann i.d.R. auch ein Laie rausbekommen. Aber viele Gerüche kennt der gewöhnliche Pilzgänger einfach nicht.
Was könnte man Anfängern also auf dem Weg mitgeben: mehr riechen? Wenn manche wüssten, was man wo riechen kann, würden einige dem bestimmt nachkommen...
Viele Grüße
Andreas
Hallo Andreas,
mit 'mehlartig' bezeichnet man einen Pilz, der nach gemahlenem Korn riecht,
d. h. nach dem Geruch, der auftritt, wenn Korn zu Mehl gemahlen wird. Wer
einmal an einer Kornmühle im Produktionsbetrieb vorbeigefahren ist weiß
was gemeint ist. Dieser Geruch wird auch verkürzt als 'mehlartig'
bezeichnet. Gurkengeruch ist etwas deutlich anderes.
Der 'Mehlgeruch' tritt bei vielen Pilzen auf, so z.B. beim Mairitterling oder
beim Mehlräsling (Name!).
Zur Ermittlung des Mehlgeruchs nimmt man ein Stück des Hutes, zerreibt es
zwischen den Fingern und riecht anschließend daran.
Wer eine feine Nase hat kann auch verschiedene Varianten des Mehlgeruchs
unterscheiden, z.B. den ranzigen Mehlgeruch.
Gruß
Axel