hallo Markus und piwo,
der favrei sl gefällt mir schon besser- muss mich doch noch mal um die
Zystiden kümmern...
PG Rudi
Hallo Rudi,
und unbedingt auch die Schnallen- und die Pigmentverhältnisse ermitteln. Letztere aus der Hutdeckschicht und unbedingt in Wasser mikroskopiert (in KOH sind manche Pigment löslich und somit verschwunden).
Ich habe zwei jahre die Tropenhauspilze hier in jena untersucht, der Artikel darüber wird im übernächsten Boletus erscheinen. Dabei habe ich festgestellt, dass es folgende Typen in den Tropenhäusern gibt:
1. Pionierpilze, die meist auf frisch bearbeiteten Flächen kommen (Nabelinge, Entoloma rusticoides, Leucoscypha patavina, Clavaria falcata als Beispiele).
2. Mit Substrat (Rindenstückchen oder Hölzern) eingeschleppte, einheimische Arten (Hypholoma fasciculare, Xylaria polymorpha z.B.)
3. Echte tropische Arten, die teils durch die Botanischen Gärten verschleppt werden weil diese oft Pflanzen untereinander tauschen. Dabei handelt es sich sowohl um Boden- als auch um Holzsaprobionten (Lepiota und Hydropus-Arten, Lactocollybia cycadicola z.B.).
Einzige Ausnahme war Mycenella trachyspora, die an derselben Stelle wuchs wie eine tropische Hydropus-Art und die südamerikanische Mycena neospeirea, jedoch bei uns eigentlich eine Freilandart ist.
Bei den echten tropischen Arten, die ja die meisten Bestimmungsprobleme machen, wäre es interessant zu wissen, aus welcher Region der Welt das Substrat kommt und ob eventuell bei der Anlage des Hauses Originalerde verwendet wurde. Hier in jena wurden z.B. einige Kubikmeter Erde aus Kuba verwendet. Dadurch konnte ich vermuten, dass die dort wachsenden Tropenpilze auch aus der Region Mittel-/Südamerika stammen könnten, was in einigen Fällen sicher zutraf und in keinem Fall sicher auszuschließen war. Du tust Dir bei der Literatursuche leichter, wenn Du wenigstens den Ursprungs-Kontinent weißt ....
Viel Glück,
Andreas