Riesenporling u. rötl. Holzritterling eßbar???
Hallo,
nach den Photo-postings von Bea bin ich jetzt etwas ins Schleudern geraten. Im Bon steht der nicht als eßbar drin. Das gleiche gilt für den rötlichen Holzritterling. Was denn nun???
Hallo,
nach den Photo-postings von Bea bin ich jetzt etwas ins Schleudern geraten. Im Bon steht der nicht als eßbar drin. Das gleiche gilt für den rötlichen Holzritterling. Was denn nun???
Mahlzeit,
in meinen Büchern stehen beide Pilze zwar als essbar aber wertlos drin.
Vergiften tut man sich also nicht und wenn man auf Pappe steht, dann immer hinein damit =
Gruß Rainer
Hallo,
nach den Photo-postings von Bea bin ich jetzt etwas ins Schleudern geraten.
Im Bon steht der nicht als eßbar drin. Das gleiche gilt für den rötlichen
Holzritterling. Was denn nun???
Beide Pilze können wohl vom Speisewert als 'ungiftig, aber weitgehend unbrauchbar' eingestuft werden.
Wie das 'weitgehend' ausgelegt wird, hängt von den persönlichen Eßgewohnheiten verschiedener Autoren ab. Bei Frau Dähncke kommt alles in den Kochtopf, was keine Vergiftungssymptome auslöst, andere Autoren nehmen die Konsistenz und den Geschmack als Kriterien, einen Pilz als ungenießbar zu deklarieren. Es gibt ja auch Leute, die Birkenporlinge essen - warum dann nicht auch Riesenporlinge?
Wolfgang
Hallo,
nach den Photo-postings von Bea bin ich jetzt etwas ins Schleudern geraten.
Im Bon steht der nicht als eßbar drin. Das gleiche gilt für den rötlichen
Holzritterling. Was denn nun???
Servus!
Den Holzritterling hab ich neulich mal verkostet. Kann ich absolut nicht weiterempfehlen, schmeckt unangenehm muffig (jedenfalls geschmort). Dafür sieht er immerhin hübsch aus.
Zum Riesenporling kann ich dir nichts sagen, weil ich ihn noch nicht probiert habe, aber in meinen Büchern ist er sowohl als eßbar als auch als ungeniesbar eingestuft. Auf die die Buchangaben ist nur bedingt Verlaß, da wird sicher viel vom Hörensagen reingeschrieben. Ich würd's einfach ausprobieren an deiner Stelle.
Ich hab z. B. gestern den "eßbaren" Schafporling aus der Pfanne verkostet: schmeckt wie roher Gallenröhrling, also sakrisch bitter, da vergeht einem auch die Lust, ein ganz junges Exemplar zu verkosten.
Interhias
Aha,
ich merke schon, die Meinungen über den Speisewert gehen doch stark auseinander. Ich werde sie also mal probieren, zumal von anderen Pilzen, die ich mittlerweile sehr schätze, ähnliches berichtet wurde. Z.B. kann ich nicht nachvollziehen, warum man den Lackporling oder falschen Pfifferling also geschmacklos bezeichnet. Mag ich beide sehr. Oder die Krause Glucke als exzellent, mich überkommt schon das Würgen wenn ich nur an das ganze Krabbelzeug denke, was man garantiert nicht komplett erwischt beim Putzen. Beim Perlpilz gehen die Meinungen ebenfalls ziemlich auseinander, und den mag ich auch sehr (die Maden stören allerdings...).
Diese unterschiedlichen Auffassungen wären vielleicht sogar mal ein separates Posting wert, mich würde jedenfalls interessieren, bei welchen Pilzen ihr das so seht.
Na denn, es muß wohl jeder so seine Erfahrungen machen.
Sabine.
Hallo Interhias,
Ich hab z. B. gestern den "eßbaren" Schafporling aus der Pfanne
verkostet: schmeckt wie roher Gallenröhrling, also sakrisch bitter, da
vergeht einem auch die Lust, ein ganz junges Exemplar zu verkosten.
Bist du sicher, daß du wirklich Schafporlinge und nicht Semmelporlinge erwischt hast? Der echte Schafporling ist nämlich wirklich mild und ein guter Speisepilz, kein bißchen bitter, während die Semmelporlinge wohl bitter werden können.
Ciao
Birgit
hallo.
Nachdem in einer der letzten Ausgaben des Tintling dort ein Rezept für den Riesenporling abgedruckt war, habe ich dies als Empfehlung für eher essbare Eigenschaften gewertet.
Wichtig ist : nur junge "Triebe" verwenden.
Es war nicht so schlecht, aber das Essen erhält duch die Gewürze seine Note, der Pilz hält sich zurück.
Fazit: wenn es gerade nichts anderes gibt immer eine Lösung.
Bruno
kann ich nicht nachvollziehen, warum man den Lackporling oder falschen
Pfifferling also geschmacklos bezeichnet. Mag ich beide sehr.
Hallo Sabine,
vor dem Falschen Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca) wird neuerdings gewarnt. Er wird von den Pilzberatern nicht mehr als Speisepilz bezeichnet.
Da soll wohl vor einiger Zeit eine Vergiftung oder zumindest eine Unverträglichkeit vorgekommen sein. Seitdem gilt er als giftverdächtig.
Gruß Karl
Hallo Interhias,
Bist du sicher, daß du wirklich Schafporlinge und nicht Semmelporlinge
erwischt hast? Der echte Schafporling ist nämlich wirklich mild und ein
guter Speisepilz, kein bißchen bitter, während die Semmelporlinge wohl
bitter werden können.
Ciao
Birgit
Bin mir ziemlich sicher, Birgit. Denn das porige Schwammerl hatte nicht den Hauch von bräunlichen oder semmelartigen Farben, es war reinweiß und verfärbte leicht ins Gelbliche. Laut Schwammerlbuch ein "Gilbender Schafporling" (scutiger ovinus). Der Ewald Gerhard beschreibt diesen Porling als "nicht bitter und eßbar", während Markus Flück im Kosmos-Natürführer Pilze angibt, daß beide Schafporlinge und der Semmelporling allesamt jung eßbar, im Alter aber bitter seien. Das Exemplar, das ich verkostet habe, war wirklich schon ein bisserl altersschwach. Hast du denn schon ganz frische Schafporlinge gegessen und für gut befunden?
Interhias
altersschwach. Hast du denn schon ganz frische Schafporlinge gegessen und
für gut befunden?
Ja, erst kürzlich und sie waren sehr gut. Die waren allerdings noch ziemlich jung.
Birgit
Hallo Sabine,
vor dem Falschen Pfifferling (Hygrophoropsis aurantiaca) wird neuerdings
gewarnt. Er wird von den Pilzberatern nicht mehr als Speisepilz
bezeichnet.
Da soll wohl vor einiger Zeit eine Vergiftung oder zumindest eine
Unverträglichkeit vorgekommen sein. Seitdem gilt er als giftverdächtig.
Gruß Karl
Servus Karl
Der Falsche Pfifferling iss überhaupt net giftig!! Unverträglich iss sogar manchmal der Steinpilz, der Pfifferling, und aa der Zuchtchampignon!! Der schmeckt zwar net grad so gut, aber giftig iss er net!! Ess ihn immer, wenn i im Wald nix andres finde!! Hat ma nu nie was gfehlt!!
Haberderi daweil
Ewald!!
Die Beschreibung von 'interhias' trifft sicher auf den Schafporling zu.
Ich kenne ihn als guten Speisepilz mit angenehmen Kocheigenschaften (bleibt in allen Zubereitungsarten bissfest, was ich sehr schätze. )
Er hat aber seine Tücken:
Erstens neigt er sehr stark zu Schimmelpilzbefall ( er bekommt dann zuerst so grünlich bis schwärzliche Pünkten vor allem auf der Oberseite )- vielleicht schmeckt er dann auch bitter?
Zweitens kann er unglaublich zäh werden, wenn die gesammelten und verkochten Exemplare nicht wirklich jung und frisch sind. Auf die Größe darf man da überhaupt nicht achten, denn schon ganz kleine können bei trockener Witterung Pilzmethusalems sein. Ich teste die Unterseite : sie sollte eine angenehm glatte, kühle, fast feuchte Oberfläche aufweisen. Man sollte den Pilz auch noch leicht brechen können; wenn er sich nur mehr elastisch biegt ist er zu alt.
Entschuldigt meinen etwas antiquierten Beitrag, aber ich habe dieses Pilzfreundeforum erst gester entdeckt.
Liebe Grüße aus der Steiermark
Uli Prokop