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Mich interessiert mal Eure Meinung....

Frank H., (vor 7831 Tagen)

Hallo an alle,

nach langer Zeit will ich mich auch mal wieder zu Wort melden. Beneidet habe ich Euch schon, die Ihr Morcheln en masse gefunden habt. Bei uns im Rothaargebirge wie immer nichts. Auch sonst ist noch überhaupt nix zu finden.
Dafür bekam ich einen mittleren Schock, als ich letztens meine beste Pfifferlingsstelle besuchte, im Buchen- Eichenmischwald gelegen. Eine Menge an Bäumen gefällt und aus dem Wald gezogen. Dadurch der Boden auch ziemlich ramponiert, vor allem an den exponierten Stellen am Weghang. Deshalb habe ich die Befürchtung, das ich in diesem Wald dieses und die nächste Jahre nicht mehr viel finden werde. Oder täusche ich mich da ? Wie sind Eure Erfahrungen ?

Gruß, Frank

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Re: Mich interessiert mal Eure Meinung....

Werner, (vor 7831 Tagen) @ Frank H.

Hallo Frank,

Deshalb habe ich die Befürchtung, das ich in diesem Wald dieses und die
nächste Jahre nicht mehr viel finden werde. Oder täusche ich mich da ? Wie
sind Eure Erfahrungen ?

ja, da sieht es meist dann sehr schlecht aus. Aber vielleicht sind ja noch genug alte Bäume da für ein paar Pilze. Meine Erfahrungen mit größeren Rodungen sind allerdings in dieser Hinsicht sehr schlecht. Durch die zwangsläufigen Veränderungen im Kleinklima (verstärkte Sonneneinstrahlung und damit auch Austrocknung) ist da meist nur noch recht wenig los.

Gruß,

Werner

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Re: Mich interessiert mal Eure Meinung....

Tommy, (vor 7831 Tagen) @ Werner

Hallo Frank,

Tja, warum sollte es Dir anders ergehen, als dem leidgeprüften Rest von uns...
Bundesforste und Privatbesitzer wüten in Österreich's Wäldern mit beispielloser Rücksichtslosigkeit. Vom der immer wieder propagierten Plenterwirtschaft ist man Lichtjahre entfernt.
Kahlschlag lautet die Devise.
Und wenn man dann zwei, drei Bäumchen zur "Verjüngung" stehen läßt, grenzt dies an Hohn!
Wie mein Vorredner richtig bemerkte, führt die Sonneneinstrahlung zu großflächiger Austrocknung und Veränderung des Mikroklima's.
Hier bleiben die von Dir geschätzten Laubwald-Pfifferlinge und andere Großpilze höchstwahrscheinlich aus.
Bei allem Schlechten darf aber auch das Gute nicht unerwähnt bleiben :

Solche Kahlschläge bergen den Vorteil, dass die so entstehenden ökologischen Nischen neu besetzt werden und Pionierpflanzen zumindest befristet profitieren
können. In weiterer Folge etabliert sich meist rasch eine gleichfalls interessante Pilzsukzession.

LG, Tommy

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Re: Mich interessiert mal Eure Meinung....

Manu, (vor 7831 Tagen) @ Tommy

Bei uns hatten sie vor zwei Jahren ziemlich ausgeputzt, haben allerdings viele ältere Bäume stehen lassen. Aber als ich den teilweis planierten Boden sah, hätte ich heulen können. So war genau am selbigen Jahr dort nix zu finden. Wir dachten echt "das wars". Letztes Jahr war allerdings alles wieder da. Haufenweise Maronen u. ein paar Pfifferlinge u. Steinpize. Allerdings war letztes Jahr hier allgemein super. Ich denke, es wird einfach davon abhängen wie sehr abgeholzt wurde usw. Schau getrost immer mal wieder nach. Vielleicht hast du und dein Wald (deine Pfifferlinge) Glück im Unglück gehabt :-)

Gruß:
Manu

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Re: Mich interessiert mal Eure Meinung....

Stephan, (vor 7831 Tagen) @ Frank H.

Deshalb habe ich die Befürchtung, das ich in diesem Wald dieses und die
nächste Jahre nicht mehr viel finden werde. Oder täusche ich mich da ? Wie
sind Eure Erfahrungen ?

Meine Erfahrungen mit solchen Stellen sind eigentlich immer, dass das Pilzgebiet unwiederbringlich kaputt ist.

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Off-Topic: Genitiv-S

Jürgen, (vor 7831 Tagen) @ Tommy

Hallo Tommy,

vorab: Ich bin der Letzte, der anderen wegen der Rechtschreibung als Oberlehrer auf die Finger klopft. Das wäre im Web sowieso ein aussichtsloser Kampf.

Aber weil ich in Deinem Post sehe, dass Du Dir gleich zweimal die Mühe machst, ein Genitiv-s mit Apostroph abzutrennen: Ist diese aus dem Englischen adaptierte Schreibweise denn in Österreich inzwischen Standard?

Interessiert mich einfach, weil ich auch beruflich ständig mit dem Deutschen zu tun habe.

Grüße, Jürgen

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Re: Mich interessiert mal Eure Meinung....

Manfred, (vor 7831 Tagen) @ Frank H.

Hallo an alle,
nach langer Zeit will ich mich auch mal wieder zu Wort melden. Beneidet habe
ich Euch schon, die Ihr Morcheln en masse gefunden habt. Bei uns im
Rothaargebirge wie immer nichts. Auch sonst ist noch überhaupt nix zu
finden.
Dafür bekam ich einen mittleren Schock, als ich letztens meine beste
Pfifferlingsstelle besuchte, im Buchen- Eichenmischwald gelegen. Eine
Menge an Bäumen gefällt und aus dem Wald gezogen. Dadurch der Boden auch
ziemlich ramponiert, vor allem an den exponierten Stellen am Weghang.
Deshalb habe ich die Befürchtung, das ich in diesem Wald dieses und die
nächste Jahre nicht mehr viel finden werde. Oder täusche ich mich da ? Wie
sind Eure Erfahrungen ?
Gruß, Frank

-
Hallo Frank

Nach meiner Erfahrung durchwegs negativ. In dieser Hinsicht scheinen
gerade die Pifferlinge sehr empfindlich zu sein. Einmal auf diese
Weise ausgerottet, kenne ich kaum Stellen, wo sie nachher wieder
gekommen sind.

Grüssli
Manfred

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Zerstörerische Waldwirtschaft

Manfred, (vor 7831 Tagen) @ Tommy

Hallo Frank,
Tja, warum sollte es Dir anders ergehen, als dem leidgeprüften Rest von
uns...
Bundesforste und Privatbesitzer wüten in Österreich's Wäldern mit
beispielloser Rücksichtslosigkeit. Vom der immer wieder propagierten
Plenterwirtschaft ist man Lichtjahre entfernt.
Kahlschlag lautet die Devise.
Und wenn man dann zwei, drei Bäumchen zur "Verjüngung" stehen läßt,
grenzt dies an Hohn!
Wie mein Vorredner richtig bemerkte, führt die Sonneneinstrahlung zu
großflächiger Austrocknung und Veränderung des Mikroklima's.
Hier bleiben die von Dir geschätzten Laubwald-Pfifferlinge und andere
Großpilze höchstwahrscheinlich aus.
Bei allem Schlechten darf aber auch das Gute nicht unerwähnt bleiben : Solche
Kahlschläge bergen den Vorteil, dass die so entstehenden ökologischen
Nischen neu besetzt werden und Pionierpflanzen zumindest befristet
profitieren
können. In weiterer Folge etabliert sich meist rasch eine gleichfalls
interessante Pilzsukzession.
LG, Tommy

-

Hallo Tommy und alle andern

Was, wird jetzt in Oesterreich auch schon so gewütet wie
hier in der Schweiz? Bis jetzt glaubte ich immer, dass
in Oesterreich die Wälder viel schonender behandelt würden...
Frage dazu: was ist Plenterwirtschaft?
Was die Kahlschläge betrifft, so ist es zumindest hier
im Schweiz. Mittelland so, dass in der Folge das
Brombeergestrüpp durch den verstärkten Lichteinfall derart
wuchert, dass nach 2-3 Jahren an ein Durchkommen nicht
mehr zu denken ist. Auch hier: bis jetzt (fast) nur
negative Erfahrungen!

Grüssli
Manfred

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Re: Mich interessiert mal Eure Meinung.... *PIC*

Marco, (vor 7831 Tagen) @ Tommy

Hallo Tommy,

Tja, warum sollte es Dir anders ergehen, als dem leidgeprüften Rest von
uns...
Bundesforste und Privatbesitzer wüten in Österreich's Wäldern mit
beispielloser Rücksichtslosigkeit. Vom der immer wieder propagierten
Plenterwirtschaft ist man Lichtjahre entfernt.

Hier mal ein paar Bilder aus Nordhessen, die nur zum Teil dokumentieren, was die hiesige Forstwirtschaft mit unseren Wäldern anstellt. Da werden neben diversen Kahlschlägen Wege und Waldböden gnadenlos ramponiert, alle 10 Meter Harvesterschneißen geschlagen, einfach ohne Rücksicht geholzt, was das Zeug hält und regelrechte Schlachtfelder hinterlassen.

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Traurige Grüße,
Marco

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Re: Mich interessiert mal Eure Meinung....

HeideHilf, (vor 7830 Tagen) @ Frank H.

Hallo an alle,
nach langer Zeit will ich mich auch mal wieder zu Wort melden. Beneidet habe
ich Euch schon, die Ihr Morcheln en masse gefunden habt. Bei uns im
Rothaargebirge wie immer nichts. Auch sonst ist noch überhaupt nix zu
finden.
Dafür bekam ich einen mittleren Schock, als ich letztens meine beste
Pfifferlingsstelle besuchte, im Buchen- Eichenmischwald gelegen. Eine
Menge an Bäumen gefällt und aus dem Wald gezogen. Dadurch der Boden auch
ziemlich ramponiert, vor allem an den exponierten Stellen am Weghang.
Deshalb habe ich die Befürchtung, das ich in diesem Wald dieses und die
nächste Jahre nicht mehr viel finden werde. Oder täusche ich mich da ? Wie
sind Eure Erfahrungen ?
Gruß, Frank

Hallo Frank,
nach meiner Erfahrung erholen sich meine Gebiete doch meist wieder (bezieht sich allerdings nur auf Steinpilze, maronen: Pfifferlinge gibts hier kaum). Ich habe auch festgestellt, daß gerade Steinpilze einen "ausgeräumten", lichten Wald bevorzugen. Langsfristig betrachtet ist sogar die Bewirtschaftung des Waldes für die Pilzsammler von Vorteil ( Dabei Pferde einzusetzen ist wohl leider zu teuer in den Geizistgeil Zeiten). Ohne Forstwirtschaft weniger Röhrlinge um es verkürzt zu sagen. Dazu ein vielleicht interessanter Literaturtipp: "Gisela Schadewaldt: Pilzvorkommen in einer städtischen Parkanlage (Wiesbaden-"Unter den Eichen"), in Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde , Band 112. Wiesbaden 1990." Dort wird festgestellt, das in einem eigentlich "lebensfeindlichen" Umfeld für Pilze (saurer Boden, wenig Humus, aufgeräumtes Ambiente, geringer Niederschlag, allerdings wärmebegünstigt) nichtdestotrotz zahlreiche (83 Makromyceten) , teilweise sehr seltene Arten existieren (ermittelt durch Beobachtungen 1987-89). Bewirtschaftung muß nicht unbedingt die Zahl der Arten verringern.
Sinnvoller wäre es aber wohl mehr im Winterwald zu arbeiten, da dann der Boden geschont wird und auch die Arbeit leichter ist. So habe ich das in Erinnerung. Letztendlich gehts auch darum ob man Wald nur als Holzplantage oder als wertvollen Naturraum betrachtet. Da die Gemeinden/das Land aber pleite sind werden jetzt wohl schnell alte Eichen und Buchen zu Geld gemacht.
vile grüsse
heide

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Wiesbadener Park

ThomasHofheim, (vor 7830 Tagen) @ HeideHilf

Hallo Heide,
einige Ergänzungen noch zum Wiesbadener Park "Unter den Eichen", den ich ganz gut kenne, da der Artikel von Frau Schadewaldt - bei allen Verdiensten um dieses interessante Gebiet - hier teilweise etwas mißverständlich ist.

Zunächst einmal muß man sagen, dass der Park gar nicht sooo "lebensfeindlich" ist. Allein schon dadurch, dass hier auf sehr engem Raum Stellen mit ganz unterschiedlichen ph-Werten vorkommen - von sauer bis basisch - wird es vielen Arten, die eigentlich gar nicht zusammen vorkommen dürften, ermöglicht, hier gemeinsam zu wachsen.
Hinzu kommt, dass der Park für eine städtische Anlage erstaunlich "ungepflegt" ist, was sich nicht nur an dem vielen Müll in den Randbereichen bemerkbar macht, sondern vor allem daran, dass nur zwei- bis dreimal pro Jahr gemäht wird. "Unter den Eichen" hat nichts mit den gepflegten "Englische-Rasen-Parks" vieler Städte zu tun. Und auch wenn bei der Mahd oft einiges an Laubstreu mit entfernt wird, ist ein - wiederum für einen Park - gar nicht so humusarmer Boden entstanden, der entsprechende Streuzersetzer mitbringt. Gerade bei den Nicht-Mykorrhizapilzen ist in der Liste von Frau Schadewaldt vieles nicht enthalten, so dass ein etwas schiefes Bild entsteht. Insgesamt sind mittlerweile übrigens um die 200 Arten nachgewiesen, wobei ich schätze, dass sich mindestens noch weitere 100 finden lassen würden.
All das verstärkt aber eher noch die außerordentliche Stellung des Wiesbadener Parks, so dass ich kaum glaube, dass man ihn mit Wäldern oder Forsten vergleichen kann, seien sie "gepflegt" oder "ungepflegt", kahlgeschlagen oder naturnah.
Viele Grüße
Thomas

Hallo Frank,
nach meiner Erfahrung erholen sich meine Gebiete doch meist wieder (bezieht
sich allerdings nur auf Steinpilze, maronen: Pfifferlinge gibts hier
kaum). Ich habe auch festgestellt, daß gerade Steinpilze einen
"ausgeräumten", lichten Wald bevorzugen. Langsfristig betrachtet
ist sogar die Bewirtschaftung des Waldes für die Pilzsammler von Vorteil (
Dabei Pferde einzusetzen ist wohl leider zu teuer in den Geizistgeil
Zeiten). Ohne Forstwirtschaft weniger Röhrlinge um es verkürzt zu sagen.
Dazu ein vielleicht interessanter Literaturtipp: "Gisela Schadewaldt:
Pilzvorkommen in einer städtischen Parkanlage (Wiesbaden-"Unter den
Eichen"), in Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde ,
Band 112. Wiesbaden 1990." Dort wird festgestellt, das in einem
eigentlich "lebensfeindlichen" Umfeld für Pilze (saurer Boden,
wenig Humus, aufgeräumtes Ambiente, geringer Niederschlag, allerdings
wärmebegünstigt) nichtdestotrotz zahlreiche (83 Makromyceten) , teilweise
sehr seltene Arten existieren (ermittelt durch Beobachtungen 1987-89).
Bewirtschaftung muß nicht unbedingt die Zahl der Arten verringern.
Sinnvoller wäre es aber wohl mehr im Winterwald zu arbeiten, da dann der
Boden geschont wird und auch die Arbeit leichter ist. So habe ich das in
Erinnerung. Letztendlich gehts auch darum ob man Wald nur als Holzplantage
oder als wertvollen Naturraum betrachtet. Da die Gemeinden/das Land aber
pleite sind werden jetzt wohl schnell alte Eichen und Buchen zu Geld
gemacht.
vile grüsse
heide

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Re: Mich interessiert mal Eure Meinung....

Tommy, (vor 7830 Tagen) @ Marco

Hallo Tommy,

Hier mal ein paar Bilder aus Nordhessen, die nur zum Teil dokumentieren, was
die hiesige Forstwirtschaft mit unseren Wäldern anstellt.

Traurige Grüße,
Marco

Hi Marco,

Deine Bilder sind so ziemlich das exakte Abbild dessen, was auch hierzulande offenbar unter moderner Waldbewirtschaftung verstanden wird.
Es schmerzt bis ins Mark, mit ansehen zu müssen, wie nicht einmal VERSUCHT wird, halbwegs schonend vorzugehen. Die hinterlassenen "Kriegsschauplätze"
sind auf Jahrzehnte nachhaltigst geschädigt.

Dass es ohne Holzbringung nicht geht, dürfte jedermann plausibel sein, und das ist ja auch nicht der Punkt.
Dass hierbei die "Komplettlösung" im Sinne völliger Vernichtung großräumiger Ökosysteme das Mittel der Wahl sein muss, ist jedoch nicht einzusehen.

Es beginnt ja schon beim heutigen Forststraßenbau :
Zweispurige Autobahnen sind es nahezu, die sich bis an die Waldgrenze hinauf in die Bergflanken fressen (1500-1600 mSh). Der Traktor tut's ja längst nicht mehr; schweres Gerät muss empor geschafft werden, das das Holz vor Ort zunehmend universeller prozessiert, sodass in absehbarer Zeit wahrscheinlich fertige Tische und Sessel aus dem Walde kommen werden.

Raupenfahrzeuge verdichten den Waldboden dermaßen, dass, insbesondere in Hanglagen, keine Wasseraufnahme mehr möglich ist. Fazit : der durch Sonneneinstrahlung bewirkten Austrocknung wird zusätzlich Vorschub geleistet.

Die massive Störung der hangabwärts gerichteten Wasserdrainage in den oberen Bodenschichten, welche die in Serpentinen angelegten Forststraßen bewirken, trägt das Ihre dazu bei, dass solche Hänge und deren Vegetation längerfristig regelrecht verdursten.
Zur Verdeutlichung :
An jeder Straßenböschung tritt der wasserführende Horizont ans Freie.
Ein Teil der Feuchtigkeit schafft es, im Bereich der Trasse zu versickern und wird weiter hangabwärts geleitet, bis er erneut auf die Straße trifft, somit wiederum an die Luft, infolgedessen ein weiterer Teil durch Verdunstung in Verlust gerät ..und so weiter. Man male sich aus, wieviel Wasser schliesslich unten ankommt.

Die aggressive Bewirtschaftung der Wälder schädigt diese also doppelt und dreifach!

Die Schlägerungen machen selbst vor den überaus empfindlichen Karstwäldern nicht Halt. Einzig die Bäume sind es, die einen Teil des rasch im Kalk abfliessenden Wassers zurück halten und so eine artenreiche Pflanzendecke überhaupt erst ermöglichen.
In Schutzgebieten, Natur- und Biosphärenparks und bis hart an die Grenzen unserer wenigen Urwälder wird gleichfalls hemmungslos Raubbau betrieben.

Die Wertschätzung der Natur und die Achtung im Umgang mit dem Lebewesen Baum scheint einen traurigen Tiefpunkt erreicht zu haben, und ich geniere mich zutiefst für unseren Gesetzgeber, der solchem Vorgehen freien Raum läßt.

Wir haben es wahrlich nicht nötig, mit erhobenem Zeigefinger auf die verheerenden Brandrodungen in überseeischen Tropenwäldern zu schielen.
Brasilien liegt vor unserer Haustüre!

Ein einigermaßen verbitterter
Tommy

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Re: Off-Topic: Genitiv-S

Tommy, (vor 7830 Tagen) @ Jürgen

Hallo Tommy,
Aber weil ich in Deinem Post sehe, dass Du Dir gleich zweimal die Mühe
machst, ein Genitiv-s mit Apostroph abzutrennen: Ist diese aus dem
Englischen adaptierte Schreibweise denn in Österreich inzwischen Standard?

Hallo Jürgen,

Ich muss gestehen : Ich weiß es nicht!
Ich für meinen Teil orientiere mich nur sehr am Rande am Reglement der jüngst erfolgten Rechtschreibreform. Ob das genetivische Apostroph nun nicht mehr en voque ist oder doch, entzieht sich ganz und gar meiner Kenntnis.
Ich glaube es in der Schule so zu verwenden gelernt zu haben, und so pflege ich es bis heute.
Ist dessen Gebrauch im Deutschen nach heutiger Auffassung oder gar generell unzulässig?
Im Englischen jedenfalls bestimmt nicht, dessen bin ich mir da weitaus sicherer. Schande über mich !

LG, Tommy

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