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Thurgaupilze - 1. Milchlinge + Schleierlinge *PIC*

Christoph G, (vor 7744 Tagen)

Heute im Buchen/Tannen/Fichtenmischwald in der nähe von Frauenfeld Kanton Thurgau:
Neben Lachsreizkern, pechschwarzen Milchlingen (L.picinus) und L. scrobiculatus gab es folgende Arten:

Der grubige Weisstannenmilchling (L. intermedius)

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Der rosaanlaufende Milchling (L.acris) in Fichten/Tannennadelstreu (Buche in der Nähe):

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Ein Mohrenkopf (L.lignyotus):

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Dann schöne Phlegmacien:

Anisklumpfuß (C. odorifer)

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Und wahrscheinlich den erdigriechenden Schleimkopf (C.variiecolor), aber ohne ausgeprägten Geruch, vielleicht doch C. largus oder C. nemorensis???

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LG Christoph

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Re: Thurgaupilze - 1. Milchlinge + Schleierlinge

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7744 Tagen) @ Christoph G

Hallo Christoph,

da muss ich doch einen Einspruch erheben: Dein Mohrenkopf ist ziemlich sicher der Pechschwarze Milchling (L. picinus); das mit dem Pechschwarz muss man nicht sehr ernst nehmen, der ist oft recht hell!
Es kann auch ökologisch kaum sein, dass beide im demselben Wald wachsen: der Rosaanlaufende Milchling (L. acris), übrigens sehr schön fotografiert, ist ein Kalkzeiger, das Mohrenköpfchen das pure Gegenteil!

Viele Grüsse, Markus

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Das mit dem Mohrenkopf war so...

Christoph G, (vor 7744 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Markus,

Ich war mit einer befreundeten VAPKO Kontrolleurin auf ihrem Hausberg unterwegs. Im Gebiet wo L. acris wuchs gabs auch ne Menge L. picinus und andere kalkholde Arten s.o.. In einem anderen Waldgebiet wo die Steinpilze wuchsen und sonst auch flockenstielige HR anzutreffen sind, hat sie mir zugerufen: "Ich han en Mohrekopf gfunde!" ich hab drauf zurückgerufen: "Laß ihn stehen zum fotografieren!" Ich hab selber nicht unter den Hut geschaut und mich von der abgesetzten dunklen Stielzone überzeugt. Grad eben hab ich ihr angerufen und sie meinte, die Zone sei deutlich abgesetzt gewesen. Aber da sie auch nicht ganz sicher war, und wir morgen nochmal unterwegs sind können wirs nachprüfen. Allein von den Bodenverhältnissen würde ich den Mohr nicht ausschliessen wollen, da hats schon auch zumindest oberflächlich abgesauerte Flächen. Morgen weiss ich mehr ;-))

lG Christoph

Hallo Christoph,
da muss ich doch einen Einspruch erheben: Dein Mohrenkopf ist ziemlich sicher
der Pechschwarze Milchling (L. picinus); das mit dem Pechschwarz muss man
nicht sehr ernst nehmen, der ist oft recht hell!
Es kann auch ökologisch kaum sein, dass beide im demselben Wald wachsen: der
Rosaanlaufende Milchling (L. acris), übrigens sehr schön fotografiert, ist
ein Kalkzeiger, das Mohrenköpfchen das pure Gegenteil!
Viele Grüsse, Markus

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Re: Das mit dem Mohrenkopf war so...

Birgit, (vor 7744 Tagen) @ Christoph G

Hallo Christoph

Ich war mit einer befreundeten VAPKO Kontrolleurin auf ihrem Hausberg
unterwegs. Im Gebiet wo L. acris wuchs gabs auch ne Menge L. picinus und
andere kalkholde Arten s.o..

ich dachte L. picinus mags auch wenigstens oberflächlich versauert?

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Das mit dem Mohrenkopf war so...

Christoph G, (vor 7744 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

ja kann schon sein, so genau weiss ich das auch nicht. Ich hatte Markus so verstanden, dass er in einem Wald mit L. acris schon vom Standort her L. picinus für wahrscheinlicher hält wie L. lignyotus. Aber ich denk in Nadelstreu (vor allem Fichten) ist immer ne Absauerung dabei. Die Exemplare von L. picinus wuchsen in unmittelbarer Nähe der beiden Phlegmacien und des Weisstannenmilchlings und L. scrobiculatus, welcher ja wohl eher Kalk bevorzugt. Wer schön, wenn man sie fragen könnte, wie sies gerne hätten ;-))

LG Christoph

Hallo Christoph
ich dachte L. picinus mags auch wenigstens oberflächlich versauert?
Liebe Grüße
Birgit

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Re: Das mit dem Mohrenkopf war so...

Markus Wilhelm ⌂, (vor 7744 Tagen) @ Christoph G

Hallo zusammen,

da habe ich eine Diskussion ausgelöst!! Es ist so, dass L. picinus nicht so spezifisch wächst, aber das Mohrenköpfchen schon! Ich denke einfach, dass der Mohrenkopf-Milchling doch immer enorm dunkel ist, immer radial gerunzelt und die Tendenz zum trichterigen Hut hat. Und ein junger L. picinus sieht eben genau so aus wie auf Deinem Bild!
Viele Grüsse, Markus

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Re: Das mit dem Mohrenkopf war so...

Johannes K., (vor 7744 Tagen) @ Markus Wilhelm

Mir läuft der Picinus oft auf Almwiesen mit eingestreuten Fichten über den Weg. Der Mohrenkopf eher im Wald im freundlichen Moosbett an Sauerklee. Es gibt allerdings auch eine Fichte am Rand einer relativ abschüssigen Almwiese, unter deren am Wiesenboden anliegenden Ästen hin und wieder Fliegenpilz, Steinpilz und Mohrenkopf gleichzeitig zu finden sind.
Irritierend finde ich den deutschen Namen "Pechschwarzer Milchling" für den Picinus. Da muß man doch einfach denken, schwärzer gehts nicht. Und der Mohrenkopf ist tatsächlich "enorm dunkel" und blaßt eigentlich nur bei Trockenheit und im Alter ein wenig aus. Und im Unterschied zum Picinus hat er eben diese netten Runzeln ganz oben am Stiel.

Johannes

Hallo zusammen,
da habe ich eine Diskussion ausgelöst!! Es ist so, dass L. picinus nicht so
spezifisch wächst, aber das Mohrenköpfchen schon! Ich denke einfach, dass
der Mohrenkopf-Milchling doch immer enorm dunkel ist, immer radial
gerunzelt und die Tendenz zum trichterigen Hut hat. Und ein junger L.
picinus sieht eben genau so aus wie auf Deinem Bild!
Viele Grüsse, Markus

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Re: Thurgaupilze - 1. Milchlinge + Schleierlinge *PIC*

Schwammerlkönig, (vor 7744 Tagen) @ Christoph G

Hallo Christoph,
ich denke, das ist eher C. variecolor. Den verfärbenden Schleimkopf C. nemorensis habe ich erst kürzlich gefunden, und zwar standorttreu seit über 30 Jahren auch im Mischwald, bevorzugt unter Buchen. Vergleiche mal die Bilder. C. nemorensis hat anfangs mehr lila Farbtöne in der Färbung. Erst wenn er einiges älter wird, sieht er bräunlich aus. Am besten du wirfst ihn unter das Mikroskop. Hab leider das Buch nicht vorliegen, ich denke Band 5 oder 6 Pilze der Schweiz war es. Wir hatten ihn gemeinsam in München bei einem Freund untersucht. Ich glaube er hatte warzige Sporen. Der Geruch war streng erdig, muffig.
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LG Peter