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Frage bzgl. Maronen-Phänotyp

Neu-Ostwestfale, (vor 7722 Tagen)

Hallo*,

seit Jahren rätsele ich über die Frage, nach welchen Kriterien sich der Phänotyp des Maronenröhrlings manifestiert.
Phänotyp 1: "Knacki" :dicker Stiel, dunkelbraune Kappe, Fleisch trocken und fest
Phänotyp 2: "Glipschi". dünnerer Stiel, hellbraune Kappe, die bei nassem Wetter häufig etwas glipschig ist. Fleisch etwas wässriger als beim "Knacki".

Üblicherweise ist "Glipschi" an feuchteren Standorten zu finden. Stellenweise habe ich beide ausgeprägten Phänotypen in Eintracht am gleichen Standort erlebt.

Meine bisherigen Theorien (Feuchtigkeit/Baumbestand des Standortes)
sind nach eingehender Überprüfung wieder alle zu den Akten gelegt worden.

Habt ihr eine Idee?
..von unterschiedlichen Maronenarten habe ich bisher nichts gehört!

Gruß
Wolfgang

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Re: Frage bzgl. Maronen-Phänotyp *PIC*

Der Juergen, (vor 7722 Tagen) @ Neu-Ostwestfale

Hallo Wolfgang,

Das von Dir dargestellte Phänomen kenne ich auch. Die "Glipschi-Form" hat nach meinen Beobachtungen eine spätere Erscheinungszeit als die "Knacki-Form" (Mitte Oktober). Der Standort meiner "Glipschi-Formen" kurz umrissen: Sinkerfeuchter Fichtenforst mit eingestreuten Tannen, dicker und dichter Moosauflage und viel Farn (Wurmfarn), der Untergrund ist lehmig +/- tiefgründig (Molasse) und Kalkflüchter wachsen dort (Roter Fingerhut) - ich schätze mal +/- oberflächlich abgesäuert. Vielleicht handelt es sich bei der Glipschi-Form (der Name gefällt mir solangsam:-) um eine "Erscheinungs"-Form (Phänologie) oder um eine "PH-Varietät".

Grüßle
Juergen

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Re: Frage bzgl. Maronen-Phänotyp

Neu-Ostwestfale, (vor 7722 Tagen) @ Der Juergen

Hallo Wolfgang,
Das von Dir dargestellte Phänomen kenne ich auch. Die
"Glipschi-Form" hat nach meinen Beobachtungen eine spätere
Erscheinungszeit als die "Knacki-Form" (Mitte Oktober). Der
Standort meiner "Glipschi-Formen" kurz umrissen: Sinkerfeuchter
Fichtenforst mit eingestreuten Tannen, dicker und dichter Moosauflage und
viel Farn (Wurmfarn), der Untergrund ist lehmig +/- tiefgründig (Molasse)
und Kalkflüchter wachsen dort (Roter Fingerhut) - ich schätze mal +/-
oberflächlich abgesäuert. Vielleicht handelt es sich bei der Glipschi-Form
(der Name gefällt mir solangsam:-) um eine "Erscheinungs"-Form
(Phänologie) oder um eine "PH-Varietät".
Grüßle
Juergen

Hallo Jürgen,

das mit dem Standort (feuchter Fichtenforst mit viel Moos und Farn) hatte ich auch schon beobachtet, ist aber nicht immer konsistent. In diesem Jahr habe ich beide Phänotypen nebeneinander in einem hohen Fichtenwald mit viel Moos und teilweise Gras (und ohne Farne) gefunden; aufgrund der starken Niederschläge war der Boden ziemlich feucht. Die "Glipschi" Form war häufig neben Gräsern zu finden, die "Knacki-Form" im offenen Gelände. Die "Knacki-Form" finde ich ansonsten häufig in lichten Buchenwäldern. Bzgl. der Erscheinungszeit konnte ich noch keine Unterschiede feststellen.
Gruß
Wolfgang

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Re: Frage bzgl. Maronen-Phänotyp *PIC*

Matts & Elli, (vor 7722 Tagen) @ Neu-Ostwestfale

Hallo Zusammen,

auch schon beobachtet, ist aber nicht immer konsistent. In diesem Jahr
habe ich beide Phänotypen nebeneinander in einem hohen Fichtenwald mit
viel Moos und teilweise Gras (und ohne Farne) gefunden; aufgrund der
starken Niederschläge war der Boden ziemlich feucht. Die
"Glipschi" Form war häufig neben Gräsern zu finden, die
"Knacki-Form" im offenen Gelände. Die "Knacki-Form"
finde ich ansonsten häufig in lichten Buchenwäldern. Bzgl. der
Erscheinungszeit konnte ich noch keine Unterschiede feststellen.
Gruß
Wolfgang

Wolfgang, Deine Aussagen können wir bestätigen. Diese herrlichen Dickerchen finden wir am häufigsten unter Buchen und wohl dort, wo es nicht so feucht ist.

Diesen kleinen Mops haben wir letztens im August (nachdem es wieder trockener wurde) unter Fichten gefunden, wohl auf Sandboden.
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Viele Grüße und "dicke Maronen" (sehen so hübsch aus) wünschen Euch
Matts & Elli

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Re: Frage bzgl. Maronen-Phänotyp

Dedimyk, (vor 7722 Tagen) @ Neu-Ostwestfale

Hallo Wolfgang,

mir sind aus ferner Vergangenheit Untersuchungen bekannt, die eine Trennung des Maronenröhrlings Xerocomus badius in eine sogenannte helle "glitschige" Unterart mit Standort in Heidel,- und Preißelbeeren in lichten Wäldern, sowie dunkle, festfleischige Unterart mit Standort unter Nadelbäumen in der Streu, beinhaltete.
Da aber die Grenzen fließend waren, ließ man das wieder fallen und die Marone blieb beim X.badius.
Aber für eine grobe Klärung Deiner Frage kann das so gewertet werden.

Herzlichen Gruß Detlef

Hallo*,
seit Jahren rätsele ich über die Frage, nach welchen Kriterien sich der
Phänotyp des Maronenröhrlings manifestiert.
Phänotyp 1: "Knacki" :dicker Stiel, dunkelbraune Kappe, Fleisch
trocken und fest
Phänotyp 2: "Glipschi". dünnerer Stiel, hellbraune Kappe, die bei
nassem Wetter häufig etwas glipschig ist. Fleisch etwas wässriger als beim
"Knacki".
Üblicherweise ist "Glipschi" an feuchteren Standorten zu finden.
Stellenweise habe ich beide ausgeprägten Phänotypen in Eintracht am
gleichen Standort erlebt.
Meine bisherigen Theorien (Feuchtigkeit/Baumbestand des Standortes)
sind nach eingehender Überprüfung wieder alle zu den Akten gelegt worden.
Habt ihr eine Idee?
..von unterschiedlichen Maronenarten habe ich bisher nichts gehört!
Gruß
Wolfgang

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Übrigens

Jürgen, (vor 7722 Tagen) @ Neu-Ostwestfale

werden die beiden Standortformen traditionell als "Grasmarone" und "Sandmarone" bezeichnet.

Gruß, Jürgen

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Re: Übrigens

Der Juergen, (vor 7721 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,

werden die beiden Standortformen traditionell als "Grasmarone" und
"Sandmarone" bezeichnet.

Da muss ich jetzt nochmal nachfragen; welche Ausprägung gehört jetzt zu welcher Standortform: Ist die Glipschi-Form die Grasmarone?

Grüßle
Juergen

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Re: Übrigens

Matthias, (vor 7721 Tagen) @ Der Juergen

Ist die Glipschi-Form die Grasmarone?

Hallo Jürgen,
so ist es ,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Frage bzgl. Maronen-Phänotyp *PIC*

Förster Ewald, (vor 7722 Tagen) @ Neu-Ostwestfale

Ob glibberig oder nicht.........
Hat das nicht eher was mit dem Alter und der Art der Zubereitung zu tun ???
Habe letztes Wochenende mit einem Freund Pilze gesammelt. Obwohl sie alle vom selben Ort stammten waren seine angeblich glibberig, meine jedoch nicht.

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Beste Grüße

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Re: Frage bzgl. Maronen-Phänotyp *PIC*

elfi ⌂, (vor 7722 Tagen) @ Förster Ewald

Hallo,
man kann jeden Röhrling so lange kochen bis er *schlorperig* Ist.
So nannte mein Schwiegervater die zu weich gekochten Pilze und
am liebsten hat er sie schlorperig gegessen!
Schicher ischt dasch ein Vo´teil, wenn man keine Schähne meh´ hat.
Grüße
elfi
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