Pilze Pilze Forum
Erweitert

Groteske Ausmasse

Manfred, (vor 7464 Tagen)

Hallo

Dass auf Rindenhaufen die Morcheln kommen, ist für Insider eine altbekannte Tatsache. Wohl zur Hauptsache dank dem Internet weiss es jetzt scheinbar auch der Hinterste und Letzte.
Was sich aber gestern in einem Tal im Berner Oberland abgespielt hat, spottet jeder Beschreibung:
Da wird nicht etwa auf dem grossen Parkplatz der Bergbahnen und Talstationen geparkt, das ist viel zu mühsam. Nein, gleich zu Dutzenden werden die teilweise mit Fahrverbot belegten Waldwege mit dem Auto in Angriff genommen. Bei jedem Holzplatz wird angehalten, ausgestiegen, die Rindenhaufen durchwühlt und gleich wieder weitergefahren - stop + go, von einem zum andern...
Und der arme Rucksackwanderer, der dann zu spät kommt, hat das Nachsehen, er darf dafür noch die mitleidigen Blicke der Autofahrer einfangen.
Ach ja, Rindenhaufen sind ja Holzabfälle, da können ja getrost auch noch andere Abfälle deponiert werden, als da wären: Bierdosen, Plastiktüten mit vom unterwegs bei McDonalds geholtem Unrat, Petflaschen usw.... und Freund Fido,
der sich so lange im Auto gedulden musste, darf selbstverständlich noch an Ort und Stelle sein Geschäft verrichten - den nächsten Ankömmling wirds freuen...!
Ich frage mich einfach, wohin solche Zustände führen. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis sämtliche Waldwege mit Fahrverboten belegt oder gebührenpflichtig werden - die von Hochwasser geplagte Bergbevölkerung wird sich zu wehren wissen. Langsam aber sicher wird es Zeit, dass der Benzinpreis auf 5 Franken bzw. 2,5 Euro steigt. Wie sonst soll die Bevölkerung zum Umdenken gezwungen werden? Für mich gilt vorerst: nie wieder an einem Feiertag! (habe dennoch etwas gefunden).

Grüssli
Manfred

Eintrag gesperrt
10 Aufrufe

Hallo Manfred,wollte Dir schon bei Deinem Beitrag

Hans hurter, (vor 7464 Tagen) @ Manfred

vom 23.5.06 die vielen km ins Berner Oberland, antworten.Ich habe auch super Pilzgründe am Thunersee und die habe ich bis vor etwa 5 Jahren in der guten Pilzsaison unter der Woche regelmässig besucht Anfahrtszeit ca. 2h.Was mich heute davon abhält ist , die vollen Autobahnen auch unter der Woche,die Raser,der hohe Benzinpreis,die Schontage (nicht die Tageslimiten) und nicht zuletzt die immer wie mehr zunehmenden Sammler die durch den Wald rennen oder fahren mit 4Weelerautos (ist ja heute modern) bis auf die Alp trotz Fahrverbot ,habe schon 1985 Autokennzeichen aus Italien,Frankreich
ect. gesehen.Das gleiche gilt im Jura.Da ich jetzt Zeit habe und neue Gebiete mit meinem Freund gesucht habe und gefunden ist die Fahrzeit ins Pilzgebiet auf angenehme 30-45Min. gesunken , hat aber natürlich den Nachteil ,dass die Witterung stimmen muss und keine Alternative vorhanden ist.
In der guten Pilzzeit komme ich den Sammelwütigen zuvor indem ich am 06h schon auf meinem Mätteli bin oder vor den Feiertagen abräume!Ein nicht zu vergessendes Erlebnis hatte ich im super Jahr 2004 an einem Sonntag im August.Ich habe mein Tagessoll 1kg pro Person Tag schon am Freitag und Samstag
geerntet am Sonntag um 6hoo kein Auto auf dem P-Platz, als ich mein Tagessoll erreicht hatte standen ca.20 Autos auf dem P-Platz Kennzeichen,D,CH AG SO LU ZH JU,F,NL (warscheinlich Tourist) und der ganze Wald voll Pilzler (hallo Thomas das waren die Kampfpilzler!) . Am Nachmittag nach dem Mittagessen wollte ich meiner Frau Steinpilze zeigen die ich an einem schwer zugänglichen Platz zugedeckt stehen gelassen habe, als wir dort angekommen waren habe ich einen CH Italiener von weitem mit dem Feldstecher beobachtet wie er meine Stelle abgeräumt hat.Ich kenne seine Nationalität weil ich Ihn schon früher getroffen habe.Trotzdem habe ich Ihm höflich eine guten Appetit gewünscht und meine Frau hat dann auf meine Hinweise noch einige schöne Steinler geerntet.Plötzlich kommt ein Mann fast rennend den Waldweg herunter in der der Hand einen leeren Pilzkorb ,auf meine Frage warum er es so eilig habe so sehe er doch keine Pilze die Antwort er brauche auch etwas Fitnesstraining. Später sah ich Ihn dann auf dem Waldpicnicplatz mit der Familie die Kinder haben mit dem Paintball kleine gelbe Kügelchen die ganze Umgebung vollgespickt und Fichtenzweige für eine Waldhütte abgebrochen.Ganz in der Nähe Waldwiese 5m hatte es übrigens schöne käche Parasol!
Am Waldweg habe ich dann am Montag einige schöne Steini geerntet. Oberhalb vom Waldpicnicplatz habe ich dann noch an einer schwer zugänglichen Stelle meiner Frau zum Steinitagessoll verholfen,
wunderschöne Sommertsteini.Von da an habe ich mir neue Stellen gesucht und gefunden .Bin mir aber bewusst ,dass überall Pilzler auftauchen können .Am meisten Freude habe ich an den Fundstellen direkt neben den P-Plätzen im Dickicht wo sie fast keiner vermutet!Habe übrigens Plätze keine 5-10m vom Auto weg auch bei den Speisemorcheln (nicht Aldi)und direkt neben einem Fischerhotspott (auch moderner Ausdruck)Liebe Grüsse Hans

Hallo
Dass auf Rindenhaufen die Morcheln kommen, ist für Insider eine altbekannte
Tatsache. Wohl zur Hauptsache dank dem Internet weiss es jetzt scheinbar
auch der Hinterste und Letzte.
Was sich aber gestern in einem Tal im Berner Oberland abgespielt hat, spottet
jeder Beschreibung: Da wird nicht etwa auf dem grossen Parkplatz der
Bergbahnen und Talstationen geparkt, das ist viel zu mühsam. Nein, gleich
zu Dutzenden werden die teilweise mit Fahrverbot belegten Waldwege mit dem
Auto in Angriff genommen. Bei jedem Holzplatz wird angehalten,
ausgestiegen, die Rindenhaufen durchwühlt und gleich wieder weitergefahren
- stop + go, von einem zum andern...
Und der arme Rucksackwanderer, der dann zu spät kommt, hat das Nachsehen, er
darf dafür noch die mitleidigen Blicke der Autofahrer einfangen.
Ach ja, Rindenhaufen sind ja Holzabfälle, da können ja getrost auch noch
andere Abfälle deponiert werden, als da wären: Bierdosen, Plastiktüten mit
vom unterwegs bei McDonalds geholtem Unrat, Petflaschen usw.... und Freund
Fido,
der sich so lange im Auto gedulden musste, darf selbstverständlich noch an
Ort und Stelle sein Geschäft verrichten - den nächsten Ankömmling wirds
freuen...!
Ich frage mich einfach, wohin solche Zustände führen. Es dürfte nur eine
Frage der Zeit sein, bis sämtliche Waldwege mit Fahrverboten belegt oder
gebührenpflichtig werden - die von Hochwasser geplagte Bergbevölkerung
wird sich zu wehren wissen. Langsam aber sicher wird es Zeit, dass der
Benzinpreis auf 5 Franken bzw. 2,5 Euro steigt. Wie sonst soll die
Bevölkerung zum Umdenken gezwungen werden? Für mich gilt vorerst: nie
wieder an einem Feiertag! (habe dennoch etwas gefunden).
Grüssli
Manfred

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Re: Hallo Manfred,wollte Dir schon bei Deinem Beit

tom66, (vor 7464 Tagen) @ Hans hurter

Hallo Hans

Diese Situationen treffen immer öfters ein. Letztes Jahr im Berner Oberland waren wir am 1. Tag nach der Schonzeit um 05.45 auf einer Alp als wir um 09.00 zu den Autos zurückkehrten waren auch ca 25 Autos dort parkiert und viele mit italienischen Kennzeichen. Ich weiss also auch nicht wo das noch hinführen soll. Ich gönne allen Sammler ihre Pilze aber mit ein Grund warum ich das Pilzsammeln liebe sind die Abgeschiedenheit und die Ruhe in der Natur und nicht das einem ständig irgend jemand folgt oder wie auch schon erlebt einem mit einem Affentempo bergauf überholt wobei ich sie meistens ein paar Höhenmeter später wieder eingeholt habe. Die Freude und Ruhe in unseren ehemals so schönen Bergen wird zunehmend durch solche "Sammler" gestört. Das gleiche spielt sich übrigens auch mit oder bei den Morcheln ab.

Gruss

Tom66

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Hab ich noch nie erlebt....

Christoph G, (vor 7464 Tagen) @ Manfred

.... egal, ob ich im Schwarzwald oder hier am Bodensee oder im Pfälzerwald unterwegs war, mir sind lediglich schon einzelne Pilzsammler begegnet, aber nie grosse Gruppen. Das scheint regional unterschiedlich zu sein...gerade in der Schweiz, aber auch in der ehemaligen DDR hab ich jetzt nicht nur hier im Forum schon öfters von Massenanaufläufen von Pilzlern gehört. woran das wohl liegt...??

LG Christoph

Dass auf Rindenhaufen die Morcheln kommen, ist f�r Insider eine altbekannte
Tatsache. Wohl zur Hauptsache dank dem Internet weiss es jetzt scheinbar
auch der Hinterste und Letzte.
Was sich aber gestern in einem Tal im Berner Oberland abgespielt hat, spottet
jeder Beschreibung: Da wird nicht etwa auf dem grossen Parkplatz der
Bergbahnen und Talstationen geparkt, das ist viel zu m�hsam. Nein, gleich
zu Dutzenden werden die teilweise mit Fahrverbot belegten Waldwege mit dem
Auto in Angriff genommen. Bei jedem Holzplatz wird angehalten,
ausgestiegen, die Rindenhaufen durchw�hlt und gleich wieder weitergefahren
- stop + go, von einem zum andern...
Und der arme Rucksackwanderer, der dann zu sp�t kommt, hat das Nachsehen, er
darf daf�r noch die mitleidigen Blicke der Autofahrer einfangen.
Ach ja, Rindenhaufen sind ja Holzabf�lle, da k�nnen ja getrost auch noch
andere Abf�lle deponiert werden, als da w�ren: Bierdosen, Plastikt�ten mit
vom unterwegs bei McDonalds geholtem Unrat, Petflaschen usw.... und Freund
Fido,
der sich so lange im Auto gedulden musste, darf selbstverst�ndlich noch an
Ort und Stelle sein Gesch�ft verrichten - den n�chsten Ank�mmling wirds
freuen...!
Ich frage mich einfach, wohin solche Zust�nde f�hren. Es d�rfte nur eine
Frage der Zeit sein, bis s�mtliche Waldwege mit Fahrverboten belegt oder
geb�hrenpflichtig werden - die von Hochwasser geplagte Bergbev�lkerung
wird sich zu wehren wissen. Langsam aber sicher wird es Zeit, dass der
Benzinpreis auf 5 Franken bzw. 2,5 Euro steigt. Wie sonst soll die
Bev�lkerung zum Umdenken gezwungen werden? F�r mich gilt vorerst: nie
wieder an einem Feiertag! (habe dennoch etwas gefunden).
Gr�ssli
Manfred

Eintrag gesperrt
8 Aufrufe

Auch Ruhrgebiet scheint Pilzler-leer zu sein...

arysch, (vor 7464 Tagen) @ Christoph G

Meinerseits muss ich auch sagen, dass in den Wäldern im Ruhrgebiet (12 Mln Einwohner) sehr moderat zugeht. Ich bin deshalb sehr froh, da ich einige Kilometer von Dortmund menschenleere Wälder finde, und das sogar am Wochenende...

Auch Thüringer Wald (Andreas Gminder könnte dazu bestimmt mehr sagen) und auch Schwarzwald habe ich nicht so erlebt...

Schöne Grüße
Artur

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

hast Du die Wechselstaben verbuchtelt?

Ingo, (vor 7461 Tagen) @ Christoph G

aber auch in der ehemaligen DDR hab ich jetzt:
nicht nur hier im Forum schon öfters von Massen-
anaufläufen von Pilzlern gehört. woran das wohl liegt...??
LG Christoph

Hallo Christoph,

..also da musst du wohl einen Buchstabendreher produziert haben!
Meine gelegentlichen Ausflüge aus der Berliner City führen mich
regelmässig in die Brandenburger Forsten. Da habe ich allerhöchstens
Massenaufläufe von Pilzen registrieren können. Im Herbst stehen zwar
oft viele Autos am Strassenrand - jedoch trifft man kaum Leute
im Wald. In der Regel mache ich mich aber auch erst Samstag oder
Sonntag Nachmittag auf den Weg. Was sich im Morgengrauen so abspielt,
weiss ich nicht - da schlafe ich lieber aus.
An den Morchelstellen konnte ich bisher auch noch keinerlei
ungewöhnlichen Schwund feststellen. Ohne meinen Fleiss würden die
Guten wohl alle verrotten.

LG Ingo

Eintrag gesperrt
10 Aufrufe

hab den artikel gefunden...

Christoph G, (vor 7460 Tagen) @ Ingo

... war zwar nicht in brandenburg aber auch in der ehemaligen DDR (Thueringen):

Beitrag 89535

LG Chr.

Hallo Christoph,

..also da musst du wohl einen Buchstabendreher produziert haben!
Meine gelegentlichen Ausflüge aus der Berliner City führen mich
regelmässig in die Brandenburger Forsten. Da habe ich allerhöchstens
Massenaufläufe von Pilzen registrieren können. Im Herbst stehen zwar
oft viele Autos am Strassenrand - jedoch trifft man kaum Leute
im Wald. In der Regel mache ich mich aber auch erst Samstag oder
Sonntag Nachmittag auf den Weg. Was sich im Morgengrauen so abspielt,
weiss ich nicht - da schlafe ich lieber aus.
An den Morchelstellen konnte ich bisher auch noch keinerlei
ungewöhnlichen Schwund feststellen. Ohne meinen Fleiss würden die
Guten wohl alle verrotten.
LG Ingo

Eintrag gesperrt
11 Aufrufe

Achtung - erstaunliche Erkenntnisse !!!

Ingo, (vor 7460 Tagen) @ Christoph G

... war zwar nicht in brandenburg aber auch in der ehemaligen DDR
(Thueringen):
Beitrag 89535

...ach diesen Bericht! An den kann ich mich auch noch erinnern.
Ich wollte ja erst „Volle Zustimmung“ ins Forum brüllen – bis
ich den Bericht nochmal las, und dann noch einmal und nochmal.
Dann fiel bei mir endlich der Groschen! Ich fürchte, wir sind
alle auf ein groß angelegtes Täuschungsmanöver unseres Erfurter
Pilzfreundes hereingefallen. Kein Wunder – studiert dieser doch
irgendwas mit Medien. Ein Berufszweig, der es sich offensichtlich
zur Aufgabe gemacht hat, Nebensächlichkeiten aufzubauschen und von
der oft so bitteren Wahrheit abzulenken.

Aber, um die Wahrheit schonungslos aufzudecken, muss man den Bericht
tatsächlich, Aussage für Aussage, auseinander nehmen.

Beginnen wir hiermit:

Leider muss ich erneut Festellen das alles was kein Steini ist einfach
umgetreten wird. Der Wald wimmelt vor umgetretenen Hexenröhrlingen,
Waldegerlingen und und und....

Hier möchte unser „Medienexperte“ den Eindruck erwecken, dass ihn die ganzen
schönen "umgenieteten" Flockis und Waldchampis am meisten geärgert haben.
Möglicherweise möchte er die Schuld hierfür der weit verbreiteten Pilzliteratur
der unteren Preis- und Qualitätskategorie, und der daraus resultierenden
Unwissenheit der „einfachen“ Pilzler in die Schuhe schieben. So wird in vielen
einfachen Bilderbüchern überhaupt vom Sammeln von Rotporern abgeraten - wegen
der "hohen Giftigkeit" von Satanspilz und Netzi und der großen
Verwechslungsgefahr!

Das kommende Szenario wird sich der werte Leser des Artikels nun selbst zusammen
reimen: Was wird denn ein Steinpilz- und Maronensammler tun, wenn er vor einem
Hexenpilz steht? Genau! Er hält ihn erst mal für eines seiner Zielobjekte und
erkennt den Unterschied erst, wenn der Pilz rausgerupft ist. Dann wird er den
Pilz wahrscheinlich im hohen Bogen wegwerfen - der Gefahr der Kontaminierung mit
den Giftstoffen wegen.
Ähnlich gefährlich verhält es sich natürlich mit den Waldegerlingen, die ja
kaum von den tödlichen Wulstlingen unterschieden werden können.

Ein Klasse Täuschungsmanöver, Felix!

Nun aber zum nächsten Absatz:

ich war heute auch ca. 4 Stunden unterwegs und habe meine Reviere
durchstreift!
Ich habe auf meiner Tour 8!! weiter Pilzsammler getroffen!

Acht andere Pilzsucher innerhalb von 4 Stunden – alle Achtung. Das macht im
Schnitt alle 30 Minuten eine unheimliche Begegnung mit der Konkurrenz. Was so
manchem Pilzfreund aus dem Ruhrgebiet hier einen Eindruck von Platzangst
vermitteln soll, wird unsere Pilzfreunde aus der Schweiz sicher nicht
erschüttern. Nach deren Berichten sind das ja geradezu einsame Bedingungen.
Da würde sich manch ein Eidgenosse wohl sogar ein GPS Gerät zulegen müssen.

Aber die Kollegen aus dem Nachbarland waren auch nicht die Zielgruppe Deines Textes – nicht wahr?

Hier nun folgender Satz aus der Reportage des „Wahrheitsverdrehers“:

Dabei bin ich
extra Freitag Mittag los weil ich dachte Freitag Mittag haben die Leute
Andere Dinge zu tun - Na Ja, habe mit den Leuten gesprochen und durfte
auch in die Körbe schauen! Bei allen waren außer Steinpilzen und Maronen
nix drinne.
Dementsprechend "leer" waren die Körbe.

Ein weiterer Versuch, das tatsächliche Anliegen des Verfassers zu verschleiern.
Heißt es nicht auch, Freitag ab eins macht Jeder seins. Gibt es nicht auch
Rentner und pilzbegeisterte Studenten, die sich nach der Vorlesung auch mal was
Warmes auf dem Teller gönnen möchten?
Und warum hatten die Armen alle nur noch ein paar mickrige Maronen und wohl
vermadete Steinpilzrestchen im Korb?!

Naja? Man kann die Wahrheit schon langsam erahnen! Deutlich wird das Ganze
im nächsten Absatz des Verfassers:

Ich zeige euch mit Absicht kein Bild von meinen Funden heute, es ist mir
gegenüber denen die zurzeit nix finden irgendwie unangenehm.
Habe mich dann mehr den Unbekannten Pilzen gewidmet - ist für mich eh
interessanter, außerdem war der Korb voll.

Da liegt also der Hase im Pfeffer begraben! Der gute Felix hatte bereits alle
schönen Pilze eingesammelt und musste sich nun ganz allein mit seinem vollen
Korb abschleppen - das Ganze getarnt im Mantel der Bescheidenheit!

Nun könnte man auf die Idee kommen, dass der gute Felix den ganzen Bericht
nur verfasst hat, um der berechtigten Forumsprügel zu entgehen, die ihm sein
Raubsammeln sicher eingebracht hätte. Nicht umsonst fügte er eine entsprechende
Aussage in einem geschickt getarnten Nebensatz ein. Aber – ein Medienexperte
überlässt nichts dem Zufall!

Sein eigentliches Ziel erreichte der gute Felix erst, indem er folgenden Absatz
noch geschickt in seinem Bericht einbaute:

Es müssen Massen an Leuten die Woche unterwegs gewesen sein, den die
Schnittstellen von Steinpilzen waren nicht zu übersehen. Überall wo ich
hinlief
wurde geschnitten und "aus dem Moos gerupft" was das Zeug hielt!!

Klasse – aus Dir wird sicher noch ein Großer der Branche.

Man beachte mal ganz genau die tatsächliche Aussage des Meisters. „Überall, wo
er hinlief wurde geschnitten und...“. Wahnsinn! Dabei hat er es so vollbracht,
dass der Eindruck entstand, dass einige Hundertschaften von Pilzsammlern
am Werk gewesen sein müssen.

Wenn man den Bericht vom Felix mal auf die Tatsachen zusammenkürzt, kommt dabei
Folgendes heraus:
Die Steinpilze bestehen nur noch aus Schnittstellen und die paar Maronen, die es
noch gab, bedecken gerade mal den Boden von ein paar Pilzkörben.
Die Hexenpilze und sonstigen anderen Exemplare sind allesamt umgetreten und,
der Gipfel, es wächst nun auch nichts mehr nach!

Das Resultat von diesem Report wird nun wohl Niemanden mehr verwundern.
Kein Mensch hatte mehr Lust, derart abgesammelte Wälder zu frequentieren.
Es soll im Anschluss sogar massenhaft Hotel-Stornierungen im Erfurter Raum
gegeben haben, als mehrere Dutzend als Wanderverein getarnte Pilzwilderergruppen
aus Brandenburg kurzerhand ihren Wochenendtrip in die Schweiz verlegten.
Der arme Felix allerdings musste sich im Anschluss vermutlich noch tagelang
mit vollen Pilzkörben abschleppen!

Warnung: Ich muss allerdings abschließend darauf hinweisen, dass sich meine
Schlussfolgerungen rein auf die makroskopischen Merkmale des Berichtes von Felix
alias „Thüringer Holz“ beziehen.
Ein mikroskopischer Beweis meiner Darlegungen wird sicher schwierig, da
die Vorkommnisse leider schon verjährt und alle Beweise wohl schon vernichtet
sind.

Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – LG Ingo

Eintrag gesperrt
11 Aufrufe

Ohhh Ingo - du hast mich erwischt......;-)

Thüringer-Holz, (vor 7459 Tagen) @ Ingo

Habe herzlich gelacht, schön wie mann zwischen den Zeilen lesen kann, aber ich habe kürzlich erst wieder gemerkt das man wirklich aufpassen muss wie man was schreibt, das kan manchmal wirklich nach hinten losgehen.
Grüße nach Brandenburg - was machen unsere Freunde da?

FELIX

Eintrag gesperrt
11 Aufrufe

Hallo Ingo ,die Steini sind nicht auf Deiner Liste

Hans hurter, (vor 7460 Tagen) @ Ingo

kannst sie mir ja per Eilpost schicken das Porto übernehme ich dann sebstverständlich!"GGG" Gruss Hans

Hallo Christoph,
..also da musst du wohl einen Buchstabendreher produziert haben!
Meine gelegentlichen Ausflüge aus der Berliner City führen mich
regelmässig in die Brandenburger Forsten. Da habe ich allerhöchstens
Massenaufläufe von Pilzen registrieren können. Im Herbst stehen zwar
oft viele Autos am Strassenrand - jedoch trifft man kaum Leute
im Wald. In der Regel mache ich mich aber auch erst Samstag oder
Sonntag Nachmittag auf den Weg. Was sich im Morgengrauen so abspielt,
weiss ich nicht - da schlafe ich lieber aus.
An den Morchelstellen konnte ich bisher auch noch keinerlei
ungewöhnlichen Schwund feststellen. Ohne meinen Fleiss würden die
Guten wohl alle verrotten.
LG Ingo

Eintrag gesperrt
11 Aufrufe

Re: Groteske Ausmasse

Ernest, (vor 7464 Tagen) @ Manfred

Hallo zusammen,
gestern war ich 6 Stunden auf der Schwäbischen Alb unterwegs. Dabei ist mir kein einziger Mensch begegnet. Die Ausbeute war allerdings sehr gering:
1 frische madenfreie Speisemorchel.
Gruß aus Württemberg
Ernest

Eintrag gesperrt
10 Aufrufe

Re: Groteske Ausmasse

Monika, (vor 7463 Tagen) @ Manfred

Hallo Manfred

Bei uns im Aargau haben wir auch am Monatsanfang die Zürcher, die wegen Sammelverbot zu uns pilgern. Besonders am Wochenende. (nichts gegen ZH)
Die Schontage sollten aufgehoben werden, da bleiben die Leute eher in der näheren Umgebung und fahren nicht zig-Kilometer durch die Gegend.