frage an alle österreicher: warum habe ich noch nie, aber absolut nie, einen
hexenröhrling - weder netz- noch flockenstielig - gesichtet; auch
stockschwämmchen mögen mich nicht, wo gibt es nelkenschwindlinge? die
wälder deutschlands scheinen unglaubliche privilegien der natur zu
genießen!
Hallo hanna,
bin zwar kein Österreicher, aber zumindestens im oberbayrischen Gebiet nicht so weit weg angesiedelt. Flockis gibts hier auch nicht viele, Netzstielige Hexenröhrlinge gibts allerdings schon öfter.
Zum Nelkenschwindling, das ist ja quasi mein Stammpilz, da er auf der Wiese hinterm Haus in Massen wächst (im Augenblick übrigens gerade nicht, ich geb Bescheid hier, wenn sie wieder in größeren Mengen da sind): Die Wiese ist rel. wenig (mit wenig Kunstdünger und Festmist, keine Gülle!) gedüngt, liegt auf Lechschotter (viel Steine, daher viel Kalk). Die meisten Nelkenschwindlinge wachsen dort am Rand der Wiese auf einem ehemaligen Weg, der inzwischen total grasig ist. (Auf Pferdekoppeln gibts wohl auch öfter welche, hier bei mir leider nicht) Sie wachsen zum Teil in Hexenringen, die man an dem höheren, dunkelgrünen Grasbewuchs erkennen kann, das Gras darf nicht zu hoch sein. Am besten wachsen sie (wie wohl auch deine Knoblauchschwindlinge), wenns so richtig naß ist, zwei, drei Tage Trockenheit lassen sie hier auf dem schottrigen Boden schon vertrocknen. Kälte und teilweise sogar Frost machen ihnen nix aus, im Gegenteil ich hab den EIndruck, daß sie dann besonders gut und auch wurmfrei wachsen, ich hatte dies Jahr schon im Mai welche und letztes Jahr bis in den November hinein.
Falls du welche findest, Trocknen macht sich sehr gut bei denen (die riechen dann fantastisch), oder als Soßen/Suppenpilz verwenden, gebraten find ich ihn nicht so gut.
Liebe Grüße
Birgit