Risspilz-Bestimmung (9 Fotos) *PIC*

interhias ⌂, (vor 7388 Tagen)

Servus zusammen,

nur langsam scheinen sich die Risspilze vom Dürre-Schock zu erholen. Diese hier fand ich im Bergwald (760 m) auf einem schottrigen Waldpfad bei großen Weißtannen und Fichten:

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Mit dem Stangl-Schlüssel lande ich im Subgenus Inocybe, Supersection Marginatae, bleibe dort aber gnadenlos stecken. Ein geübtes Auge könnte mir vielleicht einen Wink geben;-)

Beschreibung:
Hut: 2,5-3 cm breit, trocken und matt, stark radialrissig, jung kaum, später schwach und stumpf gebuckelt, am Scheitel samtig bis angedrück feinschuppig, die äußeren 2/3 dann längsfaserig und am Rand aufreißend, dunkel haselnussbraun, im Zentrum bisweilen ockerbräunlich ausblassend; Stiel: bis 3,2 cm lang, ca. 0,4-0,5 cm breit, zylindrisch, zur Spitze hin deutlich verbreitert und oft zusammengedrückt, dann bis 0,8 cm breit, blass beigebräunlich, an der Spitze bisweilen mit rötlichem Ton (jung!), apikal weißlich bereift, darunter längsfaserig, glänzend, Basis schwach verdickt; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, mäßig gedrängt, jung weißlich, später rauchgrau, schließlich olivgrau, Schneiden fein weißflockig gezähnelt; Fleisch: im Stiel cremefarben, im Hut wässerig graubraun; Geruch: unauffällig, +/- neutral; Geschmack: mild, +/- neutral ; Basidien: 4-sporig, ca. 32-35 x 9-10; Cheilozystiden: metuloid, ca. 55-65 x 17-20, Wandstärke bis 1 µm (an der breitesten Stelle der Zystiden); Pleurozystiden: metuloid, ca. 70-80 x 16-18, Wandstärke bis 1 µm; Kaulozystiden: im oberen Stieldrittel vorwiegend metuloid, ca. 60-15 x 11-15, büschelig, Wandstärke bis 1 µm; im unteren Stieldrittel nicht metuloid, weniger bauchig und kleiner, zum Teil aber sehr groß (40-50 x 10-11 bzw. 70-90 x 13-24); Sporen: mandelförmig, dickwandig, 8,4 x 5,7 (8-9 x 5-6),Q=1,5 (1,3-1,7);

Mikros:
Sporen:
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Pleurozystide:
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Cheilozystiden:
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Kaulozystiden im unteren Stieldrittel:
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Kaulozystiden im oberen Stieldrittel:
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Gruß aus München
Hias

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Re: Risspilz-Bestimmung (9 Fotos)

Helmut, (vor 7387 Tagen) @ interhias

Servus Hias,

bei der Merkmalskombination ist es kein Wunder, wenn Schlüsselversuche im Nichts enden. Auf Anhieb ist mir I. glabripes eingefallen (wg. der kleinen Sporen), die müsste allerdings jung eine Cortina haben (Cortinatae!) und die Kaulozystiden dürften nur oben am Stiel sein. Zudem sind die Hymenialzystiden zu wenig dickwandig. Allerdings sehen Deine Kaulozystiden vom unteren Stielbereich eher wie zystidenähnliche Hyphenenden aus und weniger wie echte Zystiden.

Als kleinsporige Alternative - eine "richtige" Marginatae - käme I. albomarginata in Frage. Die hat aber u. a. abgerundete Sporenenden und nicht (sub)konische wie bei Deinem Fund und die Stielbasis müsste abgesetzt knollig sein - passt also auch nicht.

Auf Anhieb kann ich somit jetzt keinen Namen in die Runde werfen. Sollte es sich tatsächlich um eine Cortinatae handeln, wäre der Schlüssel noch einmal diesbezüglich durchzuackern, was ich jetzt noch nicht getan habe. Mal sehen, ob dann ein brauchbares Ergebnis herauskommt.

Einstweilen vorherbstliche Grüße

Helmut

Servus zusammen,
nur langsam scheinen sich die Risspilze vom Dürre-Schock zu erholen. Diese
hier fand ich im Bergwald (760 m) auf einem schottrigen Waldpfad bei
großen Weißtannen und Fichten:

Mit dem Stangl-Schlüssel lande ich im Subgenus Inocybe, Supersection
Marginatae, bleibe dort aber gnadenlos stecken. Ein geübtes Auge könnte
mir vielleicht einen Wink geben;-)
Beschreibung: Hut: 2,5-3 cm breit, trocken und matt, stark radialrissig,
jung kaum, später schwach und stumpf gebuckelt, am Scheitel samtig bis
angedrück feinschuppig, die äußeren 2/3 dann längsfaserig und am Rand
aufreißend, dunkel haselnussbraun, im Zentrum bisweilen ockerbräunlich
ausblassend; Stiel: bis 3,2 cm lang, ca. 0,4-0,5 cm breit, zylindrisch,
zur Spitze hin deutlich verbreitert und oft zusammengedrückt, dann bis 0,8
cm breit, blass beigebräunlich, an der Spitze bisweilen mit rötlichem Ton
(jung!), apikal weißlich bereift, darunter längsfaserig, glänzend, Basis
schwach verdickt; Lamellen: ausgebuchtet angewachsen, mäßig gedrängt,
jung weißlich, später rauchgrau, schließlich olivgrau, Schneiden fein
weißflockig gezähnelt; Fleisch: im Stiel cremefarben, im Hut wässerig
graubraun; Geruch: unauffällig, +/- neutral; Geschmack: mild, +/-
neutral ; Basidien: 4-sporig, ca. 32-35 x 9-10; Cheilozystiden:
metuloid, ca. 55-65 x 17-20, Wandstärke bis 1 µm (an der breitesten Stelle
der Zystiden); Pleurozystiden: metuloid, ca. 70-80 x 16-18, Wandstärke
bis 1 µm; Kaulozystiden: im oberen Stieldrittel vorwiegend metuloid, ca.
60-15 x 11-15, büschelig, Wandstärke bis 1 µm; im unteren Stieldrittel
nicht metuloid, weniger bauchig und kleiner, zum Teil aber sehr groß
(40-50 x 10-11 bzw. 70-90 x 13-24); Sporen: mandelförmig, dickwandig,
8,4 x 5,7 (8-9 x 5-6),Q=1,5 (1,3-1,7);
Mikros: Sporen:
Pleurozystide:
Cheilozystiden:
Kaulozystiden im unteren Stieldrittel:
Kaulozystiden im oberen Stieldrittel:
Gruß aus München
Hias