Viele Pilze in Thüringen! 8 Bilder, 850 KB *PIC*

Andreas ⌂, (vor 7387 Tagen)

Hallo,

die regelmäßigen und ergiebigen Regenfälle haben in Thüringen zumindest örtlich doch schon einiges bewegt.
Auf Kalk findet man derzeit vor allem die schnellen Saprobionten wie Ackerlinge, Tintlinge und so was, aber auch die ersten Röhrlinge, z.B. Würzelnder Bitter-Röhrling
Auf Buntsandstein hatten wir bei der gestrigen Exkursion mit den Kindern doch schon eine recht reichliche Auswahl, ich schätze mal so etwa 40 Pilzarten. Dabei auch einges an Röhrlingen und Täublingen, die Steinpilze drücken gerade an allen Ecken raus.
Hier mal ein paar Bilder aus der Gegend südwestlich von Stadtroda:

Zunächst der obligatorische Steinpilz :-))
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An Täublingen fanden wir dort z.B. den Wiesel-Täubling (Russula mustelina), eigentlich ein montaner Pilz. Aber die Ecke dort ist eindeutig noch montan getönt, auch wenn nicht mal recht 400 m NN hoch.
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Hier der Jodoform-Täubling (Russula turci):
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Auf einem ehemaligen Holzlagerplatz größere Mengen am Falschen Pfifferlingen (Hygrophoropsis aurantiaca), die hier besonders orange getönt waren:
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Eine Detailaufnahme von den Lamellen zeigt die hier recht starke Gabelung. Trotzdem sind es Lamellen und keine Leisten wie beim Pfifferling.
Das Bild ist übrigens scharf, es wirkt nur so verschwommen ...
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Und noch was kleines Schönes, dessen Schönheit allerdings mehr im Detail liegt. In Unmengen war dieser Rotschneidige Helmling auf Holzstückchen, Zapfen, Nadeln und Zweigchen zu finden:
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Und hier die namensgebenden Lamellen im Detail:
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Zum Schluss noch ein nicht seltener Pilz, der zwar sehr spezielle Standortansprüche hat, dort aber mit hoher Stetigkeit gefunden werden kann: Der Kohle-Schüppling (Pholiota highlandensis), der auf jungen Brandstellen vorkommt. Sie müssen allerdings meiner Erfahrung nach eine bestimmte Größe haben. Der Pilz kommt als einer der ersten, schon nach ein paar Monaten und bleibt den Brandstellen lange erhalten, auch wenn diese schon anfangen zuzuwachsen.
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Heute schauen wir mal nach Röhrlingen und Täublingen in einem wechselhaften Gebiet (Sandtsein und Kalkeinfluss) mit alten Buchen und Eichen. Potentieller Standort vom Fahlen Röhrling, Anhängsel-Röhrling, Pantherpilz, Hainbuchen-Täubling und solchen schönen Sachen.

Für die Kurse im Thüringer Wald nächste und übernächste Woche scheinen wir aus dem vollen schöpfen zu können :-)) - Wem ich nun den Mund wässrig gemacht habe: http://www.pilzkurse.de

beste Grüße,
Andreas

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Hallo Tanja+Andreas,nicht schon wieder Steini!*GG*

Hans hurter, (vor 7387 Tagen) @ Andreas

Liebe Grüsse Hans

Hallo,
die regelmäßigen und ergiebigen Regenfälle haben in Thüringen zumindest
örtlich doch schon einiges bewegt.
Auf Kalk findet man derzeit vor allem die schnellen Saprobionten wie
Ackerlinge, Tintlinge und so was, aber auch die ersten Röhrlinge, z.B.
Würzelnder Bitter-Röhrling
Auf Buntsandstein hatten wir bei der gestrigen Exkursion mit den Kindern doch
schon eine recht reichliche Auswahl, ich schätze mal so etwa 40 Pilzarten.
Dabei auch einges an Röhrlingen und Täublingen, die Steinpilze drücken
gerade an allen Ecken raus.
Hier mal ein paar Bilder aus der Gegend südwestlich von Stadtroda: Zunächst
der obligatorische Steinpilz :-))

An Täublingen fanden wir dort z.B. den Wiesel-Täubling (Russula mustelina),
eigentlich ein montaner Pilz. Aber die Ecke dort ist eindeutig noch montan
getönt, auch wenn nicht mal recht 400 m NN hoch.

Hier der Jodoform-Täubling (Russula turci):
Auf einem ehemaligen Holzlagerplatz größere Mengen am Falschen Pfifferlingen
(Hygrophoropsis aurantiaca), die hier besonders orange getönt waren:
Eine Detailaufnahme von den Lamellen zeigt die hier recht starke Gabelung.
Trotzdem sind es Lamellen und keine Leisten wie beim Pfifferling.
Das Bild ist übrigens scharf, es wirkt nur so verschwommen ...

Und noch was kleines Schönes, dessen Schönheit allerdings mehr im Detail
liegt. In Unmengen war dieser Rotschneidige Helmling auf Holzstückchen,
Zapfen, Nadeln und Zweigchen zu finden:
Und hier die namensgebenden Lamellen im Detail:
Zum Schluss noch ein nicht seltener Pilz, der zwar sehr spezielle
Standortansprüche hat, dort aber mit hoher Stetigkeit gefunden werden
kann: Der Kohle-Schüppling (Pholiota highlandensis), der auf jungen
Brandstellen vorkommt. Sie müssen allerdings meiner Erfahrung nach eine
bestimmte Größe haben. Der Pilz kommt als einer der ersten, schon nach ein
paar Monaten und bleibt den Brandstellen lange erhalten, auch wenn diese
schon anfangen zuzuwachsen.

Heute schauen wir mal nach Röhrlingen und Täublingen in einem wechselhaften
Gebiet (Sandtsein und Kalkeinfluss) mit alten Buchen und Eichen.
Potentieller Standort vom Fahlen Röhrling, Anhängsel-Röhrling,
Pantherpilz, Hainbuchen-Täubling und solchen schönen Sachen.
Für die Kurse im Thüringer Wald nächste und übernächste Woche scheinen wir
aus dem vollen schöpfen zu können :-)) - Wem ich nun den Mund wässrig
gemacht habe: http://www.pilzkurse.de
beste Grüße,
Andreas

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Re: Viele Pilze in Thüringen! 8 Bilder, 850 KB

Jochen Girwert, (vor 7386 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

Deine Überschrift hat mir einen regelrechten Stich versetzt. Viele Pilze? In Thüringen? "Regelmäßige" und ergiebige" Regenfälle? Seit Ende der Hitzewelle komme ich hier (ohne heute) bei mir auf 20 mm. Das ist doch gegen das Defizit nichts. Aber Du hast trotzdem recht. Ich habe es überprüft: es regt sich etwas wie Waldfreunde, erste Champignons, Dachpilze. Nicht zu vergessen ein Röhrling - tatsächlich, es war ein strammer Wurzelnder Bitterröhrling.

Alles Gute, Jochen.

Hallo,
die regelmäßigen und ergiebigen Regenfälle haben in Thüringen zumindest
örtlich doch schon einiges bewegt.
Auf Kalk findet man derzeit vor allem die schnellen Saprobionten wie
Ackerlinge, Tintlinge und so was, aber auch die ersten Röhrlinge, z.B.
Würzelnder Bitter-Röhrling
Auf Buntsandstein hatten wir bei der gestrigen Exkursion mit den Kindern doch
schon eine recht reichliche Auswahl, ich schätze mal so etwa 40 Pilzarten.
Dabei auch einges an Röhrlingen und Täublingen, die Steinpilze drücken
gerade an allen Ecken raus.
Hier mal ein paar Bilder aus der Gegend südwestlich von Stadtroda: Zunächst
der obligatorische Steinpilz :-))

An Täublingen fanden wir dort z.B. den Wiesel-Täubling (Russula mustelina),
eigentlich ein montaner Pilz. Aber die Ecke dort ist eindeutig noch montan
getönt, auch wenn nicht mal recht 400 m NN hoch.

Hier der Jodoform-Täubling (Russula turci):
Auf einem ehemaligen Holzlagerplatz größere Mengen am Falschen Pfifferlingen
(Hygrophoropsis aurantiaca), die hier besonders orange getönt waren:
Eine Detailaufnahme von den Lamellen zeigt die hier recht starke Gabelung.
Trotzdem sind es Lamellen und keine Leisten wie beim Pfifferling.
Das Bild ist übrigens scharf, es wirkt nur so verschwommen ...

Und noch was kleines Schönes, dessen Schönheit allerdings mehr im Detail
liegt. In Unmengen war dieser Rotschneidige Helmling auf Holzstückchen,
Zapfen, Nadeln und Zweigchen zu finden:
Und hier die namensgebenden Lamellen im Detail:
Zum Schluss noch ein nicht seltener Pilz, der zwar sehr spezielle
Standortansprüche hat, dort aber mit hoher Stetigkeit gefunden werden
kann: Der Kohle-Schüppling (Pholiota highlandensis), der auf jungen
Brandstellen vorkommt. Sie müssen allerdings meiner Erfahrung nach eine
bestimmte Größe haben. Der Pilz kommt als einer der ersten, schon nach ein
paar Monaten und bleibt den Brandstellen lange erhalten, auch wenn diese
schon anfangen zuzuwachsen.

Heute schauen wir mal nach Röhrlingen und Täublingen in einem wechselhaften
Gebiet (Sandtsein und Kalkeinfluss) mit alten Buchen und Eichen.
Potentieller Standort vom Fahlen Röhrling, Anhängsel-Röhrling,
Pantherpilz, Hainbuchen-Täubling und solchen schönen Sachen.
Für die Kurse im Thüringer Wald nächste und übernächste Woche scheinen wir
aus dem vollen schöpfen zu können :-)) - Wem ich nun den Mund wässrig
gemacht habe: http://www.pilzkurse.de
beste Grüße,
Andreas