Re: Warnung und Apell an die Vernunft

luemmele, (vor 7344 Tagen) @ Boletus

Das mit 50€ ist leider falsch. Pro 1KG sind es bei uns 100€.
Thread und Zeitungsbericht bei uns vor ein paar Tagen...

Beitrag 101312
mein Beitrag dazu:
Beitrag 104391

gruss Luemmele

Hallo,
Artikel von heute in der Aargauer Zeitung: Für Pilzfrevler kann es sehr
teuer werden
WALDSHUT (D)
Pilzler aus der Schweiz haben dieses Jahr bereits 15 000 Euro Bussgelder
bezahlt.
FRANK REISER
Für viele Schweizer ist der Schwarzwald das Pilzeldorado schlechthin. Und so
strömen sie mit Beginn der Saison frühmorgens über die Grenze, um in den
Wäldern ennet dem Rhein nach besonders schönen Exemplaren zu suchen. Doch
das Pilzeln im schwarzen Wald kann mithin ziemlich teuer werden und
einigen Ärger nach sich ziehen.
Denn Deutschland hat die Ausfuhr von Pilzen stark eingeschränkt, damit die
Wälder nicht regelrecht leer geräumt werden. «Pro Person und Tag ist die
Ausfuhr von einem Kilogramm Pilzen erlaubt», sagt Robert Helfrich,
Pressesprecher beim Hauptzollamt in Singen. Wer mehr Pilze dabei hat, der
muss zahlen. «Wir ziehen pro Kilogramm mehr 50 Euro ein», so Helfrich
weiter und fügt hinzu, dass es sich dabei um eine Sicherstellung des zu
erwartenden Bussgeldes handle. Die eigentliche Busse spreche das
Landratsamt aus, in dessen Auftrag der Zoll handle und damit das
Bundesumweltschutzgesetz vollziehe. «Wir hatten dieses Jahr schon einige
Fälle mit zu hohen Ausfuhrmengen.» Rund 15 000 Euro an Bussgeldern habe
das Landratsamt bereits eingenommen.
Wer zum Pilzesuchen in den Schwarzwald reist, muss damit rechnen, dass er bei
der Rückreise in die Schweiz vom deutschen Zoll kontrolliert wird. Und die
Zöllner kennen ihre Pappenheimer. Pilzler sind oft am Morgen unterwegs,
kehren demnach früh wieder zurück, sitzen unter Umständen mit
verschmutzten Händen am Steuer ihres Wagens. Und es sind viele
italienische Staatsangehörige, welche im Schwarzwald nach Steinpilzen
suchen. Robert Helfrich fügt hinzu, dass aber keineswegs nur die Schweizer
oder Italiener negativ auffallen. Auch zahlreiche Deutsche fielen mit
Beginn der Saison regelrecht in die Wälder ein und hinterliessen mit ihren
Autos oft grosse Schäden.
Übrigens: Die Einfuhr von Pilzen in die Schweiz ist kantonal geregelt. Der
Aargau erlaubt 20 Kilogramm pro Person. Wer in Betracht zieht, eine solche
Menge aus Deutschland auszuführen und dabei erwischt wird, könnte mit
mindestens 950 Euro gebüsst werden. Dies sollte Pilzfrevler eigentlich
abschrecken.

Gruss Sepp

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