Semmelstoppelpilze

Shroomfreak, (vor 7326 Tagen)

Hallo , habe nach den ganzen Steinpilzen im späten August und September nun eine Stelle mit Semmelstoppelpilzen gefunden, der reine Wahnsinn von Handgroßen bis kleinen in ner halben Stunde ca. 1kg , das war dann genug, wollte nicht mehr sammeln als ich essen kann, hatte sowas noch nie gesehen, vor allem nicht diese Größen, wie sieht es eigendlich aus mit Pfifferlingen dieses Jahr, hatte kaum Glück bisher , die Bodenseeregion scheint da nicht viel herzugeben, dabei war sonst der Oktober immer mein Pfifferlingmonat , aus dem Wald sind die 100mal besser als aus dem Supermarkt,kann mir jemand sagen ob es einen "Stoppelpilz" neben dem uns bekannten Semmelstoppelpilz gibt ? oder ist dies der einzige mit Stoppeln ? Stimmt es das Semmelstoppelpilze zu schonen sind und man sie besser nicht sammeln sollte ? Freue mich auf Resonanz. lg Shroomfreak

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Re: Semmelstoppelpilze

coco, (vor 7326 Tagen) @ Shroomfreak

hallo,

meines wissens werden derzeit drei stoppelpilze unterschieden, was für speisezwecke aber egal ist, sofern man stoppelpilze von anderen stachelpilzen unterscheiden kann.

wichtig zu wissen ist, dass bittere pilze drohen, wenn die stacheln 3mm länge erreichen bzw. mit der fingerkuppe leicht zu entfernen sind. deine handgrossen dürften also zu alt sein.

wenn ein pilz so ortshäufig ist, wie du beschreibst und ich es von den semmelstoppelpilzen aus dem schwarzwald kenne, würde ich mich eher an den gesunden menschenverstand halten als an rote listen und sie ruhig in überschaubarer menge ernten. zur konservierung taugen die stoppelpilze sowieso nicht so gut, also nehme man nur, soviel man essen kann...

ciao coco

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Re: Semmelstoppelpilze

Werner, (vor 7326 Tagen) @ coco

Hallo Shroomfreak (hast Du auch einen richtigen Vornamen?), hallo Coco,

ich kann mich Coco nur anschließen, bis auf folgendes,

wichtig zu wissen ist, dass bittere pilze drohen, wenn die stacheln 3mm länge
erreichen bzw. mit der fingerkuppe leicht zu entfernen sind. deine
handgrossen dürften also zu alt sein.

Hier findet man oft handgroße Semmelstoppel, die definitiv noch jung sind - alleine die Länge der Stacheln ist für die Genießbarkeit ein Merkmal. Ich habe schon Riesenteile gefunden, die bloß ganz kurze Stoppeln hatten. Und die sind gut. Dagegen gibt es öfters von der var. rufescens auch recht kleine mit sehr langen Stacheln, die dann meist bitter sind.

wenn ein pilz so ortshäufig ist, wie du beschreibst und ich es von den
semmelstoppelpilzen aus dem schwarzwald kenne, würde ich mich eher an den
gesunden menschenverstand halten als an rote listen und sie ruhig in
überschaubarer menge ernten. zur konservierung taugen die stoppelpilze
sowieso nicht so gut, also nehme man nur, soviel man essen kann...

Ich verstehe beim Semmelstoppel eh die Eintragung in die Rote Liste nicht. Hier ist es einer der häufigsten Pilze überhaupt. Für Norddeutschland kann u.U. was anderes gelten.

Gruß,

Werner

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Re: Semmelstoppelpilze

pussy-pussy, (vor 7325 Tagen) @ Shroomfreak

Hallo ,

ich kann nur unterstreichen, was die Kollegen geschrieben haben. Ansonsten noch 2 Anmerkungen:
1) Hier im südöstlichen Saarland, im Eichen-Hainbuchenwald auf Muschelkalk, kommt der S relativ häufig vor. Heuer sowohl qualitativ als auch quantitativ ernorm.
2) In Frankreich wird der S häufig vermarktet. Am 30.09.2006 wurde im CORA Sarreguemines (Saargemünd)angeboten: Pied de Mouton (Semmelstoppelpilz) 1 kg zu 13,99 Eur, Girolles (Pfifferlinge) 1 kg zu 9,99 Eur. !!!

Salü aus SB