RAW-Versuch *PIC*

Boletus ⌂, (vor 7265 Tagen)

Hallo

Der interessante Phototechnik-Beitrag von 42 (Thomas...danke dafür)vor einigen Tagen hat mich dazu motiviert mich in diese Technik auch mal zu versuchen. Leider war es mir aus Zeitgründen am Wochenende nicht vergönnt mehrere Arten im RAW-Format abzulichten. Wenigstens sind mir bei strömendem Regen einige Frk. von Pholiota lenta Modell gestanden. Hier das Resultat, noch nicht perfekt, aber es lässt hoffen (man kann da noch einiges daran herumschrauben).

[image]

Herzliche Grüsse
Sepp

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Re: RAW-Versuch

AK_CCM, (vor 7265 Tagen) @ Boletus

Servus Sepp,

sieht doch schon ganz gut aus, lediglich der Stiel des linken Fruchtkörpers ist an einer Stelle überstrahlt und dadurch zeichnungslos weiß. On die gute Bildqualität jetzt den konvertierten Rohdaten zuzuschreiben ist, vermag ich aufgrund des fehlenden Vergleichsbildes nicht zu beurteilen.

Gruß, Andreas

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Vergleichsbild *PIC*

Boletus ⌂, (vor 7265 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

Hier das unbearbeitete jpg welches die Lumix bei jedem "RAW-Einsatz" mit aufzeichnet. Fairerweise hab ich das Bild mit dem gleichen Faktor nachgeschärft und mit dem Photoshop mit der gleichen Stufe "für web speichern" komprimiert.
[image]

Gruss Sepp

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Re: Vergleichsbild

Michael Schneider, (vor 7265 Tagen) @ Boletus

Hallo Sepp,

WOW ! ! ! ein riesenunterschied, lohnt sich doch tatsächlich im raw format zu speichern ("42" sein dank! (-;), ich hab auch angefangen im raw format zu speichern, aber 7megabyte pro bild! da ist der speicher schnell voll..
(aber so überleg ich mir eher nicht jeden mist zu knipsen..((-: )

mit freundlichen grüessli michi

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Sehe leider keine Bilder, nur die roten Kreuze ;-( *oT*

Rainer_aus_AC, (vor 7265 Tagen) @ Boletus

- kein Text -

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Jetzt geht's wieder - wohl ein temporärer Effekt *oT*

Rainer_aus_AC, (vor 7265 Tagen) @ Rainer_aus_AC

- kein Text -

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Ich kann RAW empfehlen! (Bild-Beispiele)

Harald Andres Schmid, (vor 7264 Tagen) @ Boletus

Hallo

Zeit, dass ich mich hier wieder etwas einbringe - hallo *wink*.

Ich habe mich in den letzten Monaten intensiv mit RAW beschäftigt.
Die gute alte Coolpix 5000 hat bereits RAW-Modus.
Die mitgelieferte Software zum Konvertieren ist allerdings Schrott.
Und hier liegt auch der Haken bei RAW:

- Bei vielen Kameras, die RAW anbieten, ist kein vernünftiger Konverter dabei.
- Wer kein Photoshop CS2 hat, kann das wirklich geniale, integrierte ACR (Adobe Camera RAW) nicht nutzen
- Der Geniale, kostenlose RAW-Shooter soll bald von Adobe geschluckt werden.
- Bei anderer Konvertierungs-Software scheiden sich bei der Bewertung die Geister, es ist schwierig, das für einen passende zu finden.
- Und -Die Angst geht um: Wenn eine Kamera mal veraltet ist, wird es bald keine Software mehr geben, die das jeweils spezielle RAW-Format lesen kann, - die Bild-Dateien auf der Festplatte werden zu unlesbaren "Leichen".
- RAW braucht Uebung, wie alles andere auch. Die blassen, flauen, unscharf wirkenden Originaldateien sind am Anfang nicht grad ermutigend. Wer sich nicht die Zeit nimmt, zu lernen, aus den Bildern das rauszuholen, was drinsteckt, der soll es lassen und wie bisher die Bilder von der Kamera im .jpg-Format abspeichern lassen. (Der Ursprung ist auch hier immer ein RAW! Die Kamera optimiert Kontraste, macht den Weissabgleich, schärft das Bild - das lässt sich auch voreinstellen, wie stark sie das soll - und speichert es anschliessend als .jpg ab).

Die genialen Vorteile von RAW:

- RAW ist ein "Digitales Negativ" ohne Komprimierung, das für das, was es leistet, erstaunlich wenig Speicherplatz braucht, z.B. im Vergleich mit dem um Längen unterlegenen Tiff.
- Aus einer RAW-Datei lassen sich aus über- und unterbelichteten Bildpartien am Computer noch mit einer Belichtungsänderung von 2-3 Blendenwerten Bilder mit sauberer Zeichnung, ohne Rauschen und Artefakte, herausholen.

Ein Beispiel:

Der weisse Pilzhut des Wolliggestiefelten Schirmlings war völlig überbelichtet.
Bei einem .jpg-Bild wäre das Bild nicht zu retten gewesen.
Bei einem Abdunkeln des Bildbereiches am Hut wäre kaum noch Zeichnung erschienen.
Hier das Ergebnis der korrigierten RAW-Datei:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/497463/display/7383712
Der Effekt wäre bei .jpg undenkbar.
Nur ein richtig belichtetes Bild hätte dieses Ergebnis gebracht, allerdings wäre in der Praxis die Umgebung sehr dunkel.

Weitere Beispiele:

Landschaftsfotografie:
Eine RAW-Datei bietet die Möglichkeit, aus jeder einzelnen Bildpartie separat die optimalen Tonwerte herauszuholen, im folgenden Beispiel aus der unterbelichteten Hüttenwand, dem überbelichteten Himmel, den "abgesoffenen" dunklen Partien der Bäume.
Das war früher nur mit aufwendiger Arbeit in der Dunkelkammer möglich.
Das Bild wäre als .jpg extrem flau herausgekommen:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/497463/display/7064457

Schwarzweiss:
Direkt aus der RAW-Datei lassen sich genialste Schwarzweissbilder im "alten Stil" konvertieren.
Und zwar auf unvergleichliche Art, in dem sich die jeweilige Grauzeichnung der einzelnen Farbkanäle gezielt nutzen lässt.
Das folgende Bild wäre wieder als .jpg ein flaues Landschaftsbildchen.
Ich habe über den Blaukanal den Himmel mit tiefer, schöner Wolkenzeichnung herausgeholt, wie man es früher mit Rotfilter machte, die Landschaft entsprechend mit anderen Tonwerten, und zusammengefügt.
Das Ergebnis ist ein dramtisches Landschafts-Schwarzweissfoto, das in der Fotocommunity für die Galerie vorgeschlagen wurde und fast gewählt wurde:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/497463/display/7316557
Und hier noch eines, das auch fast in der Galerie landete:
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/497463/display/7369314
Selbstverständlich lässt sich das alles auch weniger realisieren, ich wollte gerade diesen Effekt, es ist jedoch jede andere Bildaussage möglich.

(Die Bilder aus der fotocommunity lassen sich nicht direkt einbinden, daher die Links).

Fazit:
Wer die Anfangsmühen nicht scheut, hat mit RAW ein geniales Mittel, seine Bilder besser werden zu lassen.
Wer sich dabei allerdings nur auf die Automatik-Funktion seine RAW-Konverters verlässt, wird vielleicht enttäuscht sein, und sich fragen, was der ganze Aufwand soll.

Für Pilze benutze ich meist immer noch die gute alte Coolpix 4500.
Sie hat noch keinen RAW-Modus, ist aber sonst unschlagbar.

Lieben Gruss, Harald Andres

P.S. Die Samtfussrüblinge kommen!
Folglich werdet Ihr mich hier wieder mehr sehen - versprochen! :-)

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Re: Ich kann RAW empfehlen! (Bild-Beispiele)

Hans-Jürgen, (vor 7264 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Sehr beeindruckend, Harald Andres, insbesondere die B&W-Konvertierung über die einzelnen Farbkanäle.

Die Sorgen wegen veraltender NEF-Formate teile ich nicht. Im Gegenteil. Die RAW-Softwares werden immer besser, und man kann aus alten RAWs mittlerweile Dinge herausholen, die mit alten RAW-Programmen nicht möglich waren. Die Hersteller müssen ein Interesse daran haben, alte RAWs weiterhin zugänglich zu machen.

Ich sage das allerdings aus bestimmter Perspektive, nämlich als Nikon-SLR-Fotograf und mit Blick auf die Entwicklung von Nikon Capture, dessen neueste NX Version noch einmal einen deutlichen Schritt weitergeht als die bisherigen Versionen (Trotzdem benutze ich sie nicht, weil ich meinen alten Workflow vorziehe).

Wenn die Entwicklung im RAW-Bereich so weitergeht, verkaufe ich jedenfalls eines Tages meine Photoshop CS Lizenz für'n Appel und n Ei.

Gruß
Hans-Jürgen

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Ja, aber... ! (betr. Raw-Konvertern)

Harald Andres Schmid, (vor 7263 Tagen) @ Hans-Jürgen

Sehr beeindruckend, Harald Andres, insbesondere die B&W-Konvertierung über
die einzelnen Farbkanäle.

Danke!

Die Sorgen wegen veraltender NEF-Formate teile ich nicht. Im Gegenteil. Die
RAW-Softwares werden immer besser, und man kann aus alten RAWs
mittlerweile Dinge herausholen, die mit alten RAW-Programmen nicht möglich
waren. Die Hersteller müssen ein Interesse daran haben, alte RAWs
weiterhin zugänglich zu machen.

Hhm.. da sind nicht alle so optimistisch.
RAW ist kein Standard-Format wie .jpg.
Die Hersteller kommen bei jedem Modell mit einem neuen RAW-Format heraus.
Jeder kocht sein eigenes Süppchen, das von Adobe vorgeschlagene Standard-Format DNG wird weitgehend ignoriert.
Bei Kauf einer neuen Kamera muss man sich erst orientieren, ob die bisher verwendete Software das neue RAW-Format unterstützt, oder ob es dafür Updates gibt.
Erstaunlich, denn eigentlich ist ja RAW etwas genial Simples, das mit nur 12-Bit ein unglaubliches Spektrum an Bild-Informationen abdeckt, soweit, dass es sogar einem 16-Bit Tiff überlegen ist und erst noch weniger Speicherplatz braucht, also etwas, das sich auch standardisieren liesse.

Ich sage das allerdings aus bestimmter Perspektive, nämlich als
Nikon-SLR-Fotograf und mit Blick auf die Entwicklung von Nikon Capture,
dessen neueste NX Version noch einmal einen deutlichen Schritt weitergeht
als die bisherigen Versionen (Trotzdem benutze ich sie nicht, weil ich
meinen alten Workflow vorziehe).

Ja, hier kommen wir in den Bereich, wo eben das Problem besteht, dass das alles unglaublich schnellebig ist.
Die Entwicklung der Kamera-Formate ebenso wie die der Software.
Wer z.B. nur Photoshop CS hat und nicht CS2, wird in Sachen RAW-Konvertierung einfach im Regen stehen gelassen.
Wer hat schon den Nerv, sich nur dazu eine so unglaublich teure, neueste Software zu leisten, nur um das Privileg zu haben, jeweils in ACR die neuesten Updates für RAW-Formate herunterladen zu können?
Gute RAW-Konverter sind auch nicht gerade billig, und ob sie zu einem passen, kann man mit Probe-Versionen kaum herausfinden, es braucht etwas Uebung mit der jeweiligen Software, um sie einschätzen zu können.
Ratschläge anderer und Testberichte sind schwierige Ratgeber, wie man z.B. aus der sehr kontroversen Bewertung von Nikon Capture gut entnehmen kann.

Wenn die Entwicklung im RAW-Bereich so weitergeht, verkaufe ich jedenfalls
eines Tages meine Photoshop CS Lizenz für'n Appel und n Ei.

Das kann ich nicht nachvollziehen.
Glaubst Du denn, dass es bald RAW-Konverter gibt, die einen Funktionsumfang von Photoshop (Ebenenarbeit!) abdecken?
Was Du allerdings oben gesagt hast, dass man mittlerweile aus alten RAW-Dateien mit neuen Konvertern erstaunlich mehr herausholen kann, als ursprünglich gedacht - das habe ich auch so erlebt und finde es für die Zukunft interessant.

Allerdings, ich möchte da für Einsteiger auch eine Warnung aussprechen:
Vorsicht mit schlechten RAW-Konvertern!
Vorsicht mit Bildbetrachtern, die RAW-Konvertierung als Zusatzleistung integriert haben!
Ich musste unglaublich Lehrgeld zahlen.
Am Anfang war ich überhaupt nicht begeistert von RAW.
Die Ergebnisse waren nie überzeugend.
Das lag an der schrecklichen Nikon-Software NikonView.
Beim oben gezeigten Bild des Wolliggestiefelten hätte ich damit die Zeichnung auf dem überbelichteten Hut nicht so wiederherstellen können.
Paradox: Die Kameras bieten ein RAW-Format an, aber keine vernünftige Lösung, es zu konvertieren!
Dann versuchte ich es mit Alternativlösungen:
Z.B. ACDsee, ein sehr guter, professioneller Bildbetrachter, unterstützt freundlicherweise das alte NEF-Format meiner Coolpix.
Das geht solange gut, wie man damit nur die Bilder auf der Speicherkarte durchsehen möchte.
Die Ergebnisse der RAW-Konvertierung mit dieser Software sind allerdings nicht zu gebrauchen.
Da waren die guten, alten .jpg-Bilder, wie sie aus der Kamera kamen, deutlich besser!!!
Das wäre alles nicht so schlimm, wenn es nicht darauf hinausliefe, dass ich als RAW-Anfänger nun nicht weiss:
Liegt es an mir, liegt es an der Software, oder ist RAW sowieso ein modischer Blödsinn, auf den man auch gut verzichten kann?
Ich habe zum Glück etwas insistiert, nicht zu schnell aufgegeben und in den Diskussionsforen der Fotocommunity professionelle Anleitung und Hilfe gefunden.
Ich möchte nicht mehr auf das RAW-Format verzichten.
Aber das war ein schwieriger Weg...

Gruß
Hans-Jürgen

Lieben Gruss, Harald Andres

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Raw und EXIF-Daten?

AK_CCM, (vor 7263 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald-Andres,

trifft sich gut, dass Du schon etwas Erfahrung bzgl. Raw-Konvertierung etc. sammeln konntest. Der einzige Grund, weshalb ich keine Rohdaten aufzeichne, sind die fehlenden, eingebetteten EXIF-Daten, wie z.B. Blende und Belichtungszeit. Oder gibt es dafür auch eine Lösung? Habe ich vielleicht übersehen, dass dies schon integriert ist?

Gruß, Andreas

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Re: Raw und EXIF-Daten?

42, (vor 7263 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

trifft sich gut, dass Du schon etwas Erfahrung bzgl. Raw-Konvertierung etc.
sammeln konntest. Der einzige Grund, weshalb ich keine Rohdaten
aufzeichne, sind die fehlenden, eingebetteten EXIF-Daten, wie z.B. Blende
und Belichtungszeit. Oder gibt es dafür auch eine Lösung? Habe ich
vielleicht übersehen, dass dies schon integriert ist?

Harald-Andres hat ja schon gesagt, dass die Qualität des RAW-Konverters von
Belang ist - und zwar sehr. Nach div. Tests habe ich mich für den Konverter
von Phase One entschieden (Capture One LE). Der kostet normalerweise 99,00 Euro,
aber momentan gibt's eine Aktion von Sandisk; hier kauft man eine Extreme III
Speicherkarte und erhält den Konverter umsonst dazu (ich habe eine 2 GB-CF-Karte
für 65 Euro erstanden incl. Konverter).

Was die Exif-Frage betrifft: selbstverfreilich werden die Exifdaten unverändert
weitergegeben (es sei denn, man will das nicht).

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Raw und EXIF-Daten?

Werner, (vor 7263 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,

Harald-Andres hat ja schon gesagt, dass die Qualität des RAW-Konverters von
Belang ist - und zwar sehr. Nach div. Tests habe ich mich für den Konverter
von Phase One entschieden (Capture One LE).

Hast Du auch den RAW-Shooter getestet? Der kommt ja zumindest im Net sehr gut weg. Und wenn ja, warum hat Dir der eventuell nicht gefallen? Habe nämlich vor, es mit dem zu versuchen.

Gruß,

Werner

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Re: Raw und EXIF-Daten?

AK_CCM, (vor 7263 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,

dass es unter den auf dem Markt befindlichen Raw-Konvertern sowie Raw-Konvertierfunktionen in diverser EBV-Software teils gravierende Unterschiede gibt, ist nichts Neues. Ich bedaure zutiefst den Aufkauf von Rawshooter, einer der besten wenn nicht sogar der beste Raw-Konverter, durch den Platzhirsch Adobe. Zum Glück kam mit dem letzten stillen Update noch Unterstützung für die E-330 dazu. Vielleicht sollte ich mich nochmals mit einem Workflow inkl. Graukarte beschäftigen...

Andererseits könnte man sooo viel tun. Aktuell beschäftige ich mich lieber mit dem Mikroskop als mit meiner Kamera. Fakt ist einfach: Wenn man die Kamera bedienen und die entsprechende Lichtsituation schaffen kann, spart dies EBV-Arbeit und letztendlich Zeit.

Die Sandis-Extreme-III-Aktion war mir neu - Danke für den Tipp. Wollte mir ohnehin demnächst noch eine weitere Karte zulegen. Ist die SW bei jeder Karte dabei oder muss man diese bei speziellen Anbietern kaufen?

Gruß, Andreas

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Re: Raw und EXIF-Daten?

42, (vor 7263 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

der RAW-Shooter (zumindest die Freeware-Version) kann nicht mit meiner
neuen Canon 400D - deshalb konnte ich diesen auch nicht testen.

Wirklich getestet habe ich nur den Canon eigenen, der bei meiner Kamera dabei
war und eben den PhaseOne (der für mich klar bessere Ergebnisse bringt und
besser bedienbar ist und wesentlich schneller arbeitet). Tests gelesen
habe ich recht viele ;-)

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Raw und EXIF-Daten?

42, (vor 7263 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas,

Die Sandis-Extreme-III-Aktion war mir neu - Danke für den Tipp. Wollte mir
ohnehin demnächst noch eine weitere Karte zulegen. Ist die SW bei jeder
Karte dabei oder muss man diese bei speziellen Anbietern kaufen?

Nein, die SW ist nicht immer/automatisch mit dabei! Du mußt ausdrücklich
eine Sandisk mit der PhaseOne-Aktion ordern. Meine stammt von onlineshop21.de
(ist zwar nicht der billigste, aber wohl sehr zuverlässig).

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Ja, aber... ! (betr. Raw-Konvertern)

Hans-Jürgen, (vor 7263 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald Andres,

danke für die ausführliche Kommentierung. Ich kann Deine Einschätzung weitgehend nachvollziehen. Letzten Endes ist RAW und der Weg dorthin eine Frage der Perspektive. Ich bin kein Free- und Shareware-Ritter - also habe ich auch viele Probleme nicht.

Hhm.. da sind nicht alle so optimistisch.

Das weiß ich schon. Aber es wird auch viel gekräht im Internet. Kaum kommt ne neue Kamera auf den Markt, findet sich außer Lobhudlern auch die Kritikaster-Gemeinde ein. Wirklich schlauer wird man durch beides nicht.

RAW ist kein Standard-Format wie .jpg.
Die Hersteller kommen bei jedem Modell mit einem neuen RAW-Format heraus.

Das wird auch so bleiben, solange die Sensor-Entwicklung so schnell vorwärtsschreitet. Wer sagt denn, dass wir auf Dauer bei RGB-Daten bleiben? Fuji macht's ganz anders, und ist gerade deswegen bei Profis recht beliebt.

Jeder kocht sein eigenes Süppchen, das von Adobe vorgeschlagene
Standard-Format DNG wird weitgehend ignoriert.

Auch das wird sicher noch eine Zeit lang so bleiben. Bei Videoformaten hat es auch nie geklappt, und wer bei den neuen digitalen Silberscheiben am Schluss das Rennen macht, ist ebenfalls ungeklärt. Und glaubst Du ernsthaft, dass Adobe aus purer Nächstenliebe an einem allgemeinen Standard bastelt?

Die Kamera-Hersteller (und natürlich auch Adobe) haben längst erkannt, dass sich über geschlossene RAW-Formate Kunden binden (und obendrein Softwaregewinne abschöpfen) lassen. Das kann man bejammern. Man kann's aber auch bleiben lassen. Dass immer alles kostenlos und trotzdem perfekt sein soll, ist eine Erwartung, die ich jedenfalls nicht teile. Dass mich (m)eine RAW-Software an (m)einen Kamera-Hersteller bindet, lässt mich ziemlich kalt, weil mich Objektive im Wert von vielen tausend Euro weitaus gründlicher, da kostspieliger an diesen Hersteller binden als eine Software für 100 Euro. Deswegen habe ich mir die Entscheidung für das Kamerasystem halt auch gründlich überlegt. Und: Ich muss(te) mir auch für jede neue Kamera eine neue CF-Karte kaufen, die jedesmal mehr als 100 Euro gekostet hat. Digitalfotografie ist, man mag's mögen oder nicht, ein kostspieliges Hobby.

Bei Kauf einer neuen Kamera muss man sich erst orientieren, ob die bisher
verwendete Software das neue RAW-Format unterstützt, oder ob es dafür
Updates gibt.

Musste ich bisher noch nie. Nikon Updates sind (bisher) immer kostenlos. Mit NX soll jetzt wohl Geld verdient werden. Haben wir das bei Windows nicht auch alle zähneknirschend mitgemacht?

Erstaunlich, denn eigentlich ist ja RAW etwas genial Simples, das mit nur
12-Bit ein unglaubliches Spektrum an Bild-Informationen abdeckt, soweit,
dass es sogar einem 16-Bit Tiff überlegen ist und erst noch weniger
Speicherplatz braucht, also etwas, das sich auch standardisieren liesse.

Völlig richtig. Man darf gespannt sein, ob das gelingt.

Ja, hier kommen wir in den Bereich, wo eben das Problem besteht, dass das
alles unglaublich schnellebig ist.
Die Entwicklung der Kamera-Formate ebenso wie die der Software.
Wer z.B. nur Photoshop CS hat und nicht CS2, wird in Sachen RAW-Konvertierung
einfach im Regen stehen gelassen.

Das Update auf CS2 von einer PS-Uraltversion war für runde 200 Euro zu haben. Ich weiß schon, wir summieren hier nebenher ganz lässig ein paar Hundert Euros auf.

Wer hat schon den Nerv, sich nur dazu eine so unglaublich teure, neueste
Software zu leisten, nur um das Privileg zu haben, jeweils in ACR die
neuesten Updates für RAW-Formate herunterladen zu können?

Da bin ich ganz Deiner Meinung. Sich bloß wegen RAW PS CS kaufen ist purer Unfug. Dabei hat die Software aber doch so einen wunderschönen Entzerrungsfilter, mit dem man alle Objektivschwächen nachträglich wunderbar einfach beheben kann ...

Gute RAW-Konverter sind auch nicht gerade billig, und ob sie zu einem passen,
kann man mit Probe-Versionen kaum herausfinden, es braucht etwas Uebung
mit der jeweiligen Software, um sie einschätzen zu können.

Die Nikon Software kann man 30 Tage kostenlos testen. Das sollte bei ernsthaftem Interesse zur Beurteilung reichen.

Ratschläge anderer und Testberichte sind schwierige Ratgeber, wie man z.B.
aus der sehr kontroversen Bewertung von Nikon Capture gut entnehmen kann.
Das kann ich nicht nachvollziehen.
Glaubst Du denn, dass es bald RAW-Konverter gibt, die einen Funktionsumfang
von Photoshop (Ebenenarbeit!) abdecken?

Davon gehe ich aus. Das Ebenengebossel hat mich schon immer genervt (und ich weiß, dass es vielen Fotografen ähnlich geht). Photoshop war mir schon immer viel zu wenig "fotografisch". Ich hoffe sehr, dass künftige RAW-Editoren mit wachsendem Funktionsumfang da besser sind.

Was Du allerdings oben gesagt hast, dass man mittlerweile aus alten
RAW-Dateien mit neuen Konvertern erstaunlich mehr herausholen kann, als
ursprünglich gedacht - das habe ich auch so erlebt und finde es für die
Zukunft interessant.
Allerdings, ich möchte da für Einsteiger auch eine Warnung aussprechen:
Vorsicht mit schlechten RAW-Konvertern!
Vorsicht mit Bildbetrachtern, die RAW-Konvertierung als Zusatzleistung
integriert haben!

Ganz Deiner Meinung.

Ich musste unglaublich Lehrgeld zahlen.
Am Anfang war ich überhaupt nicht begeistert von RAW.
Die Ergebnisse waren nie überzeugend.
Das lag an der schrecklichen Nikon-Software NikonView.

Die, wohlgemerkt, kein RAW-Konverter ist und auch nie behauptet hat, einer zu sein.

Beim oben gezeigten Bild des Wolliggestiefelten hätte ich damit die Zeichnung
auf dem überbelichteten Hut nicht so wiederherstellen können.
Paradox: Die Kameras bieten ein RAW-Format an, aber keine vernünftige Lösung,
es zu konvertieren!

Da hören wir doch zusammen mal wieder die Kassen klingeln, oder?

Dann versuchte ich es mit Alternativlösungen: Z.B. ACDsee, ein sehr guter,
professioneller Bildbetrachter, unterstützt freundlicherweise das alte
NEF-Format meiner Coolpix.
Das geht solange gut, wie man damit nur die Bilder auf der Speicherkarte
durchsehen möchte.
Die Ergebnisse der RAW-Konvertierung mit dieser Software sind allerdings
nicht zu gebrauchen.
Da waren die guten, alten .jpg-Bilder, wie sie aus der Kamera kamen, deutlich
besser!!!
Das wäre alles nicht so schlimm, wenn es nicht darauf hinausliefe, dass ich
als RAW-Anfänger nun nicht weiss: Liegt es an mir, liegt es an der
Software, oder ist RAW sowieso ein modischer Blödsinn, auf den man auch
gut verzichten kann?
Ich habe zum Glück etwas insistiert, nicht zu schnell aufgegeben und in den
Diskussionsforen der Fotocommunity professionelle Anleitung und Hilfe
gefunden.
Ich möchte nicht mehr auf das RAW-Format verzichten.

Geht mir genauso.

Aber das war ein schwieriger Weg...

Als Nikon-Forograf hättest Du das auch viel einfacher haben können. Ich sag das Wort, das mit Nikon anfängt und mit Capture aufhört, jetzt aber nicht noch mal ;-) Wenn ich meinen Canon-Freunden über die Schulter schaue, haben die ganz offenbar überwiegend auch viel Freude an ihren RAWs. Dass Dunkelkammerarbeit ganz einfach ist, hat ja schließlich auch keiner behauptet.

Lieben Gruss, Harald Andres

Gruß zurück
Hans-Jürgen