Noch was zum Thema Zecken: Wie entfernen?

Heinz Ebert ⌂, (vor 7265 Tagen)

In dem von mir zitierten und hierhin kopierten Artikel kam vielleicht nicht so deutlich heraus, wie man eine Zecke - die sich schon "verankert" hat, am besten und schadlos wegbekommt. René Schumacher hat es mir seinerzeit so erklärt: man schaut, wie "rum" die Zecke sitzt. Sie sitzt nämlich immer schräg und streckt ihr Hinterteil nach oben. Von hinten (!) schabt man mit Messers Schneide (Messer fast senkrecht zur Haut) die Zecke weg (evtl. mehrmals schaben). Das ist für die Zecke eine Überraschung und sie kann nichts mehr unter die Haut absondern.
Die im Handel angebotenen Zeckenzangen haben diesen Effekt nicht, sondern im Gegenteil: die winzigen Tiere können leicht gequetscht werden und sondern noch Flüssigkeiten mit Erregern ab.
In diesem Jahr habe ich erstmals "Zeckenkärtchen" gesehen, die man in Apotheken kaufen kann. Die sehen aus wie Scheckkarten, haben an einer Ecke eine Einkerbung, die über die Zecke geschoben wird, und die die Zecke erfassen und rausziehen sollen.
Ich persönlich bevorzuge die Methode mit dem Messer, auch wenn das marzialisch aussieht. Damit werden jedenfalls auch kleinste Exemplare restlos entfernt, was mit dem Kärtchen nicht so gewährleistet ist.
"Zeckenzangen" oder Splitterpinzetten benutze ich höchstens noch bei unsrer (inzwischen 19 Jahre alten) Hauskatze Meggy.
Die "Messer-von hinten-Schab-Methode" ist für mich von allen ausprobierten die Effektivste (und billigste).
Beste Grüße, Heinz Ebert

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Re: Hallo Hans

ziggi, (vor 7264 Tagen) @ Heinz Ebert

Hallo Heinz Ebert,

das klingt auf jeden Fall so, als würde es schnell gehen. Aber da bleibt doch sicher öfter mal der Kopf stecken. Oder kriegst du ihn so auch mit raus? Ich weiß, Kopf ist weniger schlimm als Sekret. Trotzdem entfern ich die Dinger lieber komplett.
Danke auch noch für den vorigen Beitrag, sehr informativ.

Gruß
Markus

In dem von mir zitierten und hierhin kopierten Artikel kam vielleicht nicht
so deutlich heraus, wie man eine Zecke - die sich schon
"verankert" hat, am besten und schadlos wegbekommt. René
Schumacher hat es mir seinerzeit so erklärt: man schaut, wie
"rum" die Zecke sitzt. Sie sitzt nämlich immer schräg und
streckt ihr Hinterteil nach oben. Von hinten (!) schabt man mit Messers
Schneide (Messer fast senkrecht zur Haut) die Zecke weg (evtl. mehrmals
schaben). Das ist für die Zecke eine Überraschung und sie kann nichts mehr
unter die Haut absondern.
Die im Handel angebotenen Zeckenzangen haben diesen Effekt nicht, sondern im
Gegenteil: die winzigen Tiere können leicht gequetscht werden und sondern
noch Flüssigkeiten mit Erregern ab.
In diesem Jahr habe ich erstmals "Zeckenkärtchen" gesehen, die man
in Apotheken kaufen kann. Die sehen aus wie Scheckkarten, haben an einer
Ecke eine Einkerbung, die über die Zecke geschoben wird, und die die Zecke
erfassen und rausziehen sollen.
Ich persönlich bevorzuge die Methode mit dem Messer, auch wenn das
marzialisch aussieht. Damit werden jedenfalls auch kleinste Exemplare
restlos entfernt, was mit dem Kärtchen nicht so gewährleistet ist.
"Zeckenzangen" oder Splitterpinzetten benutze ich höchstens noch
bei unsrer (inzwischen 19 Jahre alten) Hauskatze Meggy.
Die "Messer-von hinten-Schab-Methode" ist für mich von allen
ausprobierten die Effektivste (und billigste).
Beste Grüße, Heinz Ebert

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Sorry, falsche Betreffzeile *oT*

ziggi, (vor 7264 Tagen) @ ziggi

- kein Text -

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Re: Hallo Hans

Heinz Ebert ⌂, (vor 7264 Tagen) @ ziggi

Meistens geht alles raus bei diesem Überraschungsangriff. Es ist übrigens nicht der Kopf der Zecke, was unter die Haut geht, sondern nur der "zackige" Saugapparat. Wie der unter dem Mikroskop aussieht, das kann man hier sehen:
http://www.zecken.de/fsme/alles_ueber_zecken_koerperbau.asp?nav=2&subnav=3#2
Beste Grüße, Heinz Ebert

Hallo Heinz Ebert,
das klingt auf jeden Fall so, als würde es schnell gehen. Aber da bleibt doch
sicher öfter mal der Kopf stecken. Oder kriegst du ihn so auch mit raus?
Ich weiß, Kopf ist weniger schlimm als Sekret. Trotzdem entfern ich die
Dinger lieber komplett.
Danke auch noch für den vorigen Beitrag, sehr informativ.
Gruß
Markus

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Re: Noch was zum Thema Zecken: Wie entfernen?

Waldschrat, (vor 7264 Tagen) @ Heinz Ebert

Das ist für die Zecke eine Überraschung und sie kann nichts mehr
unter die Haut absondern.

Hallo Heinz Ebert,
woher weißt Du das so genau, ist das gesichert? Meine Eltern träufelten immer Öl auf sie oder schmierten sie mit Butter ein. So verlor sie ihre Verankerung und ließ sich leicht rauspulen. Ich weiß, die Methode wird von heutigen Ärzten abgelehnt. Aber in meiner Kindheit lehnten Ärzte es auch ab, Verbrennungen mit kaltem Wasser zu spülen und empfahlen stattdessen lauwarmes. Der Tochter einer Bekannten hätte dieser Rat fast das Leben gekostet. Nach einem Sturz in eine heiße Wäschewanne badete sie das Kleinkind in der lauwarmen Badewanne. Heute gilt: Wasser so kalt wie möglich. Wer weiß, vielleicht wird auch die Ölmethode eines Tages wieder propagiert.
Gruß - Waldschrat

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Re: Noch was zum Thema Zecken: Wie entfernen?

Trüffel, (vor 7264 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Heinz Ebert,
woher weißt Du das so genau, ist das gesichert? Meine Eltern träufelten immer
Öl auf sie oder schmierten sie mit Butter ein. So verlor sie ihre
Verankerung und ließ sich leicht rauspulen. Ich weiß, die Methode wird von
heutigen Ärzten abgelehnt. Aber in meiner Kindheit lehnten Ärzte es auch
ab, Verbrennungen mit kaltem Wasser zu spülen und empfahlen stattdessen
lauwarmes. Der Tochter einer Bekannten hätte dieser Rat fast das Leben
gekostet. Nach einem Sturz in eine heiße Wäschewanne badete sie das
Kleinkind in der lauwarmen Badewanne. Heute gilt: Wasser so kalt wie
möglich. Wer weiß, vielleicht wird auch die Ölmethode eines Tages wieder
propagiert.
Gruß - Waldschrat

Aber zu unserer Kindheit war nicht bekannt, daß die Zecke gerade bei dieser Behandlung massenhaft Krankheitskeime in den menschl. Körper hinein "kotzt", von denen man noch keine Ahnung hatte, bzw. deren Verbreitungsgebiet noch weit weg war. Ich hab die Zecken früher auch mit Öl oder 'ner brennenden Zigarette verjagt. Mach ich heut nicht mehr. BTW, damals gab es z.B. auch noch kein Aids, daran hatte in den 50ern auch niemand gerechnet. Und jetzt muß man viel mehr Vorsorgemaßnahmen treffen. Jede Infektionskrankheit tritt irgendwann zum ersten Mal auf, siehe die ständi mutierende (richtige) Grippe (Influenzia).
Und in den 50er und 60er Jahren gab es allgemein die Ansicht, daß man alles altes Wissen wegwerfen könne, weil man in der Lage sei, die Natur zu beherrschen. Es herrschte ein Fortschrittsglaube, der noch immer in manchen Hirnen rum geistert. Stillen galt als altmodisch (hat Néstle nicht immer noch wirtschaftliche Interessen an diesem Glauben?), Kinder sollten möglichst keimfrei aufwachsen (mit verheerenden Folgen für das Immunsystem). Ganz zu schweigen von den Klimaveränderungen, die in den früheren Zeiten sogar als wünschenswert gesehen wurden, man kann ja Heizkosten sparen und "auf der ganzen Welt herrschen Klimabedingungen, die die Welt vorm Hunger retten".
Gut, jetzt bin ich ganz schön weit ausgeschweift. Aber ich denke trotzdem daß das alles ein Beispiel für die Sorglosigkeit der Menschheit ist.

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Re: Noch was zum Thema Zecken: Wie entfernen?

Heinz Ebert ⌂, (vor 7263 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Waldschrat,
da ich nicht allwissend bin, sehe ich mich nicht in der Lage, dies in diesem Forum auszudiskutieren.
Gruß, Heinz Ebert

Hallo Heinz Ebert,
woher weißt Du das so genau, ist das gesichert? Meine Eltern träufelten immer
Öl auf sie oder schmierten sie mit Butter ein. So verlor sie ihre
Verankerung und ließ sich leicht rauspulen. Ich weiß, die Methode wird von
heutigen Ärzten abgelehnt. Aber in meiner Kindheit lehnten Ärzte es auch
ab, Verbrennungen mit kaltem Wasser zu spülen und empfahlen stattdessen
lauwarmes. Der Tochter einer Bekannten hätte dieser Rat fast das Leben
gekostet. Nach einem Sturz in eine heiße Wäschewanne badete sie das
Kleinkind in der lauwarmen Badewanne. Heute gilt: Wasser so kalt wie
möglich. Wer weiß, vielleicht wird auch die Ölmethode eines Tages wieder
propagiert.
Gruß - Waldschrat