oT unbedingt denglisch?

Waldschrat, (vor 7221 Tagen)

Hallo Pilzgemeinde,
als Kind/Halbwüchsiger kroch ich vor Wut und Trotz unter ein Bettgestell (übrigens für 3 Kinder), weil mir meine Eltern untersagten, im Schulaufsatz das Wort Bauernhof durch Farm zu ersetzen. Heute sehe ich das ganz anders und preise die Weisheit meiner Ahnen. Zur Sache: Warum müssen deutsche Wörter, so treffend sie auch sein mögen, unbedingt durch englische ersetzt werden? Was motiviert Menschen, ihre Muttersprache zu meiden und sich statt ihrer einer anderen, zudem in lächerlicher Weise und miserabler Perfektion, zu bedienen?
Gruß - Waldschrat

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Re: oT unbedingt denglisch?

Seraph, (vor 7221 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Pilzgemeinde,
als Kind/Halbwüchsiger kroch ich vor Wut und Trotz unter ein Bettgestell
(übrigens für 3 Kinder), weil mir meine Eltern untersagten, im
Schulaufsatz das Wort Bauernhof durch Farm zu ersetzen. Heute sehe ich das
ganz anders und preise die Weisheit meiner Ahnen. Zur Sache: Warum müssen
deutsche Wörter, so treffend sie auch sein mögen, unbedingt durch
englische ersetzt werden? Was motiviert Menschen, ihre Muttersprache zu
meiden und sich statt ihrer einer anderen, zudem in lächerlicher Weise und
miserabler Perfektion, zu bedienen?
Gruß - Waldschrat

hi,

meine kurze Meinung dazu (hab nich viel zeit um diese Uhrzeit ^^): Die Moderne machts. Neue, technische Sachen werden eben mit fremdsprachigen Bezeichnungen versehen, weil sie zumeist auch aus dem Ausland kommen. Insbesondere der Elektronikmarkt (Computer, Digi-Cams, Web-Cams, Handys, DVD-Player etc.) ist dermaßen groß und einflussreich, dass es sich sogar auf unsere Sprache niedergeschlagen hat. Wir lassen uns da nur von dieser Welle mittreiben. Auch das Internet ist sicherlich nicht unschuldig daran. Es internationalisiert Nationalitäten und ebenso auch Sprachen, und da Englisch nunmal eine Weltsprache ist, wird diese auch benutzt. Was ist denn, wenn Chinesisch DIE Weltsprache wäre? Hieße das dann "Chineutsch"?
Ich finde es eigentlich auch gar nicht so schlimm, dass wir DVD-Player anstatt DVD-Abspieler sagen. Es hat sich halt eingebürgert und klingt insgesamt moderner.

Gruß,
Kazuya

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Re: oT unbedingt denglisch?

Waldschrat, (vor 7221 Tagen) @ Seraph

Hallo Kazuya,
Nein, entschiedener Widerspruch. ´Diese Botschaft kenn ich wohl, allein mir fehlt der Glaube´. lch meine vielmehr, es ist eine nationale, machtpolitisch initiierte und vom deutschen Volk begierig aufgenommene Neurose. Die Muttersprache und andere kulturelle Gepflogenheiten/Realitäten werden, gewissermaßen alternierend zur Machtinstanz im voreilenden Gehorsam, vergöttert oder verdammt. Was hat z.B. die Anrede ´hi´ denn mit Elektronik zu tun?
Gruß Waldschrat

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Re: oT unbedingt denglisch?

Thomas Pruss, (vor 7220 Tagen) @ Waldschrat

Moin Waldschrat

Was die Anrede ´hi´ denn mit Elektronik zu tun?

Gar nix, da geb’ ich dir Recht. Und bei uns im Norden sagt man auch immer noch „Moin“ – selbst abends ;-)

Wenn bei uns einer mit „Hi“ grüßt, guckt sich der andere bestimmt erstaunt um und fragt „Wo?“. Logisch, so dicht anner Küste ;-)

Aber: Sprache ist kein statisches Ding, und sie entwickelt sich immer weiter. Da bekommen auch „denglische“ Wörter ihren Platz, und ich finde sie auch gar nicht schlecht, wenn sie es ermöglichen, etwas kürzer und prägnanter auszudrücken („CD-Player“ hat definitv weniger Silben als „Kompaktscheiben-Laserabtastgerät“).
Aber hör’ dich mal genau in die deutsche Alltagssprache hinein: Wieviele englische oder meinetwegen „denglische“ Begriffe findest du denn da? Es sind viel weniger als es uns z. B. die Werbeindustrie mit ihren teils doch sehr abgehobenen Denglisch-Begriffen weis machen will. Also – keine Gefahr für unsere Sprache!
Übrigens: Was wäre deutsch ohne Fremdsprachen? Nur 2 Beispile, die mir spontan einfallen:
Nase kommt aus dem lateinischen nasus
Fluss -> fluvius

Oder wie hießen Städte wie Trier, Köln, Kassel oder Bitburg, wenn die Römer sie nicht benamt hätten, bzw. ihre Namen nicht lateinisch beeinflusst wären?

Grüßlis
Thomas

Grüßlis
Thomas

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Re: oT unbedingt denglisch?

Waldschrat, (vor 7220 Tagen) @ Thomas Pruss

Hallo Thomas,
Deine Argumentation ist korrekt und ich teile sie auch. Aber allmählich entwickle ich eine Neurose gegen englische Begriffe, die völlig unbegründet, überflüssig und deplatziert den deutschen Alltag überziehen und schöne muttersprachliche Wörter verdrängen. Das geht so weit, daß ich kein Geschäft betreten, wo "open, Hair-, Nail-" etc. am Eingang steht. Übrigens, eine englische Familienangehörige findet die deutsche Sprache schön und schüttelt auch den Kopf über soviel Würdelosigkeit und Dummheit.
Gruß - Waldschrat

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Re: oT unbedingt denglisch?

Werner Stangl, (vor 7220 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Kazuya,
Nein, entschiedener Widerspruch. ´Diese Botschaft kenn ich wohl, allein mir
fehlt der Glaube´. lch meine vielmehr, es ist eine nationale,
machtpolitisch initiierte und vom deutschen Volk begierig aufgenommene
Neurose. Die Muttersprache und andere kulturelle
Gepflogenheiten/Realitäten werden, gewissermaßen alternierend zur
Machtinstanz im voreilenden Gehorsam, vergöttert oder verdammt. Was hat
z.B. die Anrede ´hi´ denn mit Elektronik zu tun?
Gruß Waldschrat

Aber geh, tu's nicht übertreiben, das klingt ja ganz nach Verfolgungswahn. Keine Machtinstanz hat je den Gruß Hi gefördert. Der letzte staatlich geförderte Gruß klang so ähnlich, nur mit einem l dran...
Die Anglisierung der Alltagssprache hat mehrere Gründe. Erstens freilich die erwähnte technologische Entwicklung, die oft aus den USA kommt und daher Begriffe verwendet, die man erst eindeutschen müsste.
Und selbst, wenn eine Entwicklung nicht aus den USA kommt, hat sich v.a. im Internet Englisch nun einmal zur lingua franca entwickelt, mit der international kommuniziert wird. Und nicht nur technologisch, sondern auch Pop-kulturell (Musik, Kino, TV etc.) ist die Leitkultur amerikanisch, da muss gar keine Instanz intervenieren. Nehmen wir das Bsp. "Event", das man natürlich eindeutschen kann mit "Ereignis" oder "Veransataltung". Allerdings werden diese Begriffe den Bildern nicht ganz gerecht, die viele im Kopf haben, wenn sie "Event" hören. Mit dem Begriff wird beispielsweise gleich ein bestimmtes Lebensgefühl mitgeliefert, er bezeichnet also nur besimmte Ereignisse und ist semantisch nicht mehr deckungsgleich. Daher wird der Begriff benutzt. So, wie die ganze Welt einige deutsche Begriffe wie Leitmotiv, Hinterland, Über-Ich oder Waldsterben benutzt, für die direkt übersetzte Worte kein vollständiger Ersatz wären, da sie eigene, spezifische Konzepte wiedergeben. Nur ist das Deutsche halt nicht so dominant, weshalb eben viel weniger Worte Eingang in andere Sprachen finden

Das alles ist nicht neu, im 18. Jh. wurde unsere Sprache z.B. recht stark französisiert, v.a. in Wien (Potschamberl, Trottoir, Pompfüneberer...)- und ich glaube in Berlin auch, wenn ich mich nicht täusche. Leitkulturen haben eben prägenden Einfluss auf Sprache, die nie statisch war, sondern ständigen Veränderungen unterworfen ist und bleiben wird.

Das soll aber nicht heißen, dass ich die Blüten dieser Entwicklung nicht sähe, die diese Entwcklung manchmal treibt. So heißt der Nachtslalom in Schladming seit ein paar Jahren nur noch "Night Race" (sprich: Nait Rëiss), obwohl es ursprünglich ja schon eine Bezeichnung gab und Schi Fahren keine besondere angelsächsische Sportart ist.
Oder unser allseits geliebtes Handy, das eigentlich ein cell phone ist und nur bei uns Handy genannt wurde weil der Begriff so handy war.

Es ist meiner Meinung nach weniger eine tatsächliche Politik dahinter als eine kulturelle Anpassung, die nahtlos in eine kulturelle Selbstaufgabe wechseln kann.

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Re: oT unbedingt denglisch?

42, (vor 7220 Tagen) @ Thomas Pruss

Hi [SCNR] Thomas,

(„CD-Player“ hat definitv weniger Silben als
„Kompaktscheiben-Laserabtastgerät“).

Na, da hast Du jetzt aber beim 'deutschen' Wort jede Menge Englisch 'drin'.
Laser = 'Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation'
(Lichtverstärkung durch Induzierte Emission) [Wikipedia]

Also korrekter: CD-Player = Kompaktscheiben-Induktions-Emmissions-
Lichtverstärkungs-Abtastgerät ... noch ein paar Silben weniger, gell?
(Und frage jetzt nicht, woher die Worte 'Induktion' und 'Emmission' kommen,
sonst könnten es noch einige Silben mehr werden)

Ich jedenfalls habe nichts gegen 'Denglis(c)h' - allerdings bin ich auch
alles andere als ein Patriot. Ich wüßte auch nicht, was ich dazu geleistet
bzw. womit ich es verdient habe, dass ich mich als 'Deutscher' bezeichnen
darf.

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: oT unbedingt denglisch?

Thomas Pruss, (vor 7220 Tagen) @ 42

Moin Thomas,
Werners Statement … äh … Beitrag unten fasst die Problematik gut zusammen.

Also korrekter: CD-Player = Kompaktscheiben-Induktions-Emmissions-
Lichtverstärkungs-Abtastgerät ...
(Und frage jetzt nicht, woher die Worte 'Induktion' und 'Emmission' kommen,
sonst könnten es noch einige Silben mehr werden)

stimmt, aber dann wäre ich ja jetzt noch am Schreiben.
inducere (lat.): hineinführen, beginnen …
emittere (lat.): abstrahlen, abgeben …

Ich sag’s ja – ohne Latein wären die Germanen immer noch sprachlos.

Ich jedenfalls habe nichts gegen 'Denglis(c)h' - allerdings bin ich auch
alles andere als ein Patriot. Ich wüßte auch nicht, was ich dazu geleistet
bzw. womit ich es verdient habe, dass ich mich als 'Deutscher' bezeichnen
darf.

Weiß ich auch nicht. Immerhin bis du ja Bayer, in Sonderheit Franke, und bei euch lässt der Lokalpatriotismus wenig Platz für anderes ;-)

Ganzschnellabtauch!

Thomas

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Re: oT unbedingt denglisch?

Waldschrat, (vor 7220 Tagen) @ Werner Stangl

Es ist meiner Meinung nach weniger eine tatsächliche Politik dahinter als
eine kulturelle Anpassung, die nahtlos in eine kulturelle Selbstaufgabe
wechseln kann.

Hallo Werner,
Deinen letzten Satz unterschriebe ich, wenn er so lautete:
Es ist sowohl ein kultureller Selbstaufgabedrang als auch dessen Wohlwollen der Politik darüber vorhanden. In einer uniformierten Welt lassen sich globale Mark- und Machtstrategien am besten verwirklichen.
Gruß - Waldschrat

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Re: oT unbedingt denglisch?

pfifferling, (vor 7220 Tagen) @ Waldschrat

Hallo,

ich nehm dich jetzt mal beim Wort.

Was motiviert Menschen, ...
...miserabler Perfektion, zu bedienen?

Wir haben es hier zwar nicht mit Anglizismen, sondern mit lateinischen Begriffen zu tun, aber auch hierfür würde sich ein deutsches "WORDING" ;-) finden.

Im übrigen stört mich hier im Forum, dass man bei den Pilznamen nicht zumindest in Klammern auch die deutschen Namen verwendet!!!

P.S: Im Prinzip gebe ich dir aber recht. Ganz schlimm finde ich das in Besprechungen, wo man krampfhaft versucht seine Überlegenheit durch englische Begriffe zu untermauern. Z.B.: "Dazu comitten wir uns jetzt ..." - ich finde dies absolut lächerlich...

Gruß
Frank

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Ah, die pilzlose Zeit ist angebrochen...

zuehli ⌂, (vor 7220 Tagen) @ Waldschrat

... und man sucht verzweifelt Themen, mit denen man das Forum in Wallung halten kann.
Über was man sich doch so alles echauffieren kann.

so what...
Harald

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denglisch

Dieter W, (vor 7220 Tagen) @ Werner Stangl

ich möchte zu bedenken geben dass sich bei vielen Dingen auch der Inhalt geändert hat und deshalb eine neue Bezeichnung durchaus sinnvoll erscheint. So ist zum Beispiel ein Backshop kein Bäcker, da sollte man schon einen Unterschied machen und diesen auch benennen.

Dieter W

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Re: eindeutig ein Pilzthema!

Ingo, (vor 7220 Tagen) @ pfifferling

Im übrigen stört mich hier im Forum, dass man bei den Pilznamen nicht
zumindest in Klammern auch die deutschen Namen verwendet!!!

Hallo Frank,

was stört dich denn daran, welcher Name in Klammern geschrieben wird?
In der Regel schreibe ich erst den heimischen Begriff und im Anschluß daran
den Fachbegriff in Klammern. Gut, manchmal vergesse ich auch die Klammern.
Aber warum bestehst du nun darauf, den deutschen Artnamen in Klammern zu
setzen? Du hast sicher verstanden, nicht? ;-)

Viele Grüße Ingo

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Re: Ah, die pilzlose Zeit ist angebrochen...

Werner, (vor 7220 Tagen) @ zuehli

Also, ich würde es mal so formulieren: in gehobenem Pilz-Dotanisch ist halt einfach der botanische Name sinnvoll, der deutsche lediglich erfunden und oft bei jedem Autor anders. Also benutze ich vorwiegend botanische Namen für seltenere Pilze und oft weiß ich auch die diversen deutschen Namen einfach nicht. Beim Steinpilz, Pfifferling etc. ist es fast umgekehrt, da macht zumindest in kulinarischem Sinne Boletus edulis keinen Sinn ... man nehme 300g B. edulis, 250 g Cantharellus cibarius .... :-)

Andererseits halte ich es auch bei irgendwelchen obskuren Becherlingen für daneben, wenn man mit Gewalt deutsche Namen haben muß. Jemand der sich damit - insbesondere mikroskopisch - beschäftigt, wird auch die botanischen Namen verwenden. Einfach deswegen, weil fast jeder sich damit Beschäftigende sofort weiß, was gemeint ist. Wenn ich aber irgendeinen deutschen Namen z.B. aus Pilze der Schweiz nehme, heißt der sehr oft im Gerhardt anders und im Laux evtl. noch mal anders. Und wenn jetzt jemand anfügen will, daß es auch bot. Synonme gibt - klar, die gibt es. Nur - dafür gibt es diverse Literatur und die besseren Bücher nennen auch die geläufigen Synonyme zum jeweils vom Autor grade bevorzugten botanischen Namen. Dieses Thema hat m.E. mit Denglisch rein gar nichts zu tun.

Dann zu Denglisch: Für mich ist es kein Denglisch, wenn ich von Email, Computer, Digicam u.a. spreche. Das sind einfach Ausdrücke, die es vor 30 Jahren auf deutsch gar nicht gegeben hatte. Und ich verwende z.B. auch aus alter Gewohnheit die im Usenet (wieder so ein Ausdruck, den man zwar mit Gewalt eindeutschen kann ... aber was soll's) gebräuchlichen Abkürzungen - einfach deswegen, weil alle, die schon länger im ehemals fast rein englischsprachigen Internet unterwegs waren, diese Ausdrücke bzw. Abkürzungen gebraucht hatten. Warum sollte ich jetzt aus einem ROFL oder ROTFL (rolling on the floor laughing) mit Gewalt ein RADBL machen, wenn es schon seit knapp 20 Jahren ROTFL bzw. ROFL heißt. Das ist für mich kein Denglisch.

Denglisch dagegen ist für mich der Hair-Dresser, hinter dem sich der stinkordinäre Frisör oder Friseur von seinerzeit verbirgt. Oder die noch viel entsetzlicheren Werbesprüche, die oft noch grauenhaft falsch sind. Auch ein Event finde ich persönlich daneben. Mag ja persönliche Anschauung sein, aber was ist denn so anders an den "Events" von 2007 im Vergleich zu den Veranstaltungen, Feten, Parties, Treffen, Konzerten etc. von 1980? Sind die wirklich so revolutionär neu, daß kein deutsches bisher gebräuchliches Wort das trifft? (Ja, jetzt wird einer sagen, Party ist auch Denglisch, nur gibt es das Wort halt schon seit ca. 1965 verbreitet im Deutschen).

Also, ich finde es lediglich blödsinnig, wenn man gute deutsche Begriffe, die einmal üblich waren, durch "Denglische" ersetzt. Neu entstandene Begriffe, die man mühsam eindeutschen muß, halte ich dagegen für genauso daneben.

Nur meine 2 Cents zum Thema,

Werner

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OT: Nix Patriot!

42, (vor 7220 Tagen) @ Thomas Pruss

Weiß ich auch nicht. Immerhin bis du ja Bayer, in Sonderheit Franke, und bei
euch lässt der Lokalpatriotismus wenig Platz für anderes ;-)

Bayer?: Na ja, ein wenig
Franke?: ja, aber Unterfranke!

Daher kommt auch folgendes patriotisches 'Gedicht':
It's nice to be a Preis,
it's higher to be a Bayer,
but the highest rank
is to be an Underfrank

Ganzschnellabtauch!

Dito

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Ah, die pilzlose Zeit ist angebrochen...

Huperzia ⌂, (vor 7220 Tagen) @ Werner

Denglisch dagegen ist für mich der Hair-Dresser, hinter dem sich der
stinkordinäre Frisör oder Friseur von seinerzeit verbirgt. Oder die noch
viel entsetzlicheren Werbesprüche, die oft noch grauenhaft falsch sind.
Auch ein Event finde ich persönlich daneben. Mag ja persönliche Anschauung
sein, aber was ist denn so anders an den "Events" von 2007 im
Vergleich zu den Veranstaltungen, Feten, Parties, Treffen, Konzerten etc.
von 1980? Sind die wirklich so revolutionär neu, daß kein deutsches bisher
gebräuchliches Wort das trifft? (Ja, jetzt wird einer sagen, Party ist
auch Denglisch, nur gibt es das Wort halt schon seit ca. 1965 verbreitet
im Deutschen).
Also, ich finde es lediglich blödsinnig, wenn man gute deutsche Begriffe, die
einmal üblich waren, durch "Denglische" ersetzt. Neu entstandene
Begriffe, die man mühsam eindeutschen muß, halte ich dagegen für genauso
daneben.

Hallo Werner,

Die Marktforscher, die diese Begriffe in die Welt schmeißen werden sie gewählt haben eben um sich abzusetzen und Leute, die darauf reagieren damit zu ködern. Glücklicherweise sind es genügend, die eben auch - wie du und wohl die Mehrheit hier im Forum - gerade NICHT darauf abfahren und so wird es immer auch Werbung geben, die die Liebhaber des reinen Deutsch befriedigt.
Im Grunde liegt es an jedem selbst, mitzumachen oder nicht, wobei ich zugeben muß, daß man sich selbst oft nicht gegen diese sprachlichen Übergriffe wehren kann und man selbst ständig in Gefahr schwebt unsinnige Anglismen zu verwenden. Vielleicht ärgert es uns deshalb so sehr? ;-)

Liebe Grüße,
Tanja

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Re: oT unbedingt denglisch?

oefff, (vor 7220 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Kazuya,
Nein, entschiedener Widerspruch. ´Diese Botschaft kenn ich wohl, allein mir
fehlt der Glaube´. lch meine vielmehr, es ist eine nationale,
machtpolitisch initiierte und vom deutschen Volk begierig aufgenommene
Neurose. Die Muttersprache und andere kulturelle
Gepflogenheiten/Realitäten werden, gewissermaßen alternierend zur
Machtinstanz im voreilenden Gehorsam, vergöttert oder verdammt. Was hat
z.B. die Anrede ´hi´ denn mit Elektronik zu tun?
Gruß Waldschrat

hi waldschrat!
ihr beitrag erinnert mich stark an die zeit meines soziologiestudiums.
während einiger freistunden hielten wir uns im soziologie-cafe auf, wo auch ein kicker(tischfußball) steht. 3 spieler waren wir schon - einer fehlte.
wir fragten den nächstbesten. seine antwort: nein, tischfußball würde er wohl nicht spielen...es spiegele ja machthierarchische gepflogenheiten der fußballfans wider und führe zu gewalttätigem aktionismus.

ähnlich "exaggerated" und zudem pseudokonspirativ kommt mir ihr beitrag vor.
zweifelsohne fehlt mir als nicht deutsch-fühlender der wille, die deutsche sprache als das was es ist(oder gewesen ist) zu erhalten. und zudem sehe ich auch nichts falsches darin, dass sich sprachlich einiges ändert; ist die derzeitige deutsche sprache, die so für schützenswert halten doch ebenso nur ein zeitlicher auszug aus einer langen entwicklung.
trotz vieler nervenden begleiterscheinungen("yo digga, wazzuup?", das heißt soviel wie "hallo mein freund, wie geht es dir?") kann ich darin nicht viel schlechtes finden.

peace up follies! wird zeit, dass mal wieder ein paar neue mushies im treespot representen.
übrigens...nehmt meinen beitrag nicht ganz zu ernst. hier der längst fällige smiley: ;) (auch wieder so ein thema...)

lieben gruß! patrick

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Re: Ah, die pilzlose Zeit ist angebrochen...

Werner Stangl, (vor 7220 Tagen) @ Werner

Denglisch dagegen ist für mich der Hair-Dresser, hinter dem sich der
stinkordinäre Frisör oder Friseur von seinerzeit verbirgt. Oder die noch
viel entsetzlicheren Werbesprüche, die oft noch grauenhaft falsch sind.
Auch ein Event finde ich persönlich daneben. Mag ja persönliche Anschauung
sein, aber was ist denn so anders an den "Events" von 2007 im
Vergleich zu den Veranstaltungen, Feten, Parties, Treffen, Konzerten etc.
von 1980? Sind die wirklich so revolutionär neu, daß kein deutsches bisher
gebräuchliches Wort das trifft? (Ja, jetzt wird einer sagen, Party ist
auch Denglisch, nur gibt es das Wort halt schon seit ca. 1965 verbreitet
im Deutschen).

Na ja, ich könnte mal argumentieren, dass man davon spricht, dass wir heute in einer "Event"-Kultur leben, also alles, was wir tun, zum Ereignis werden soll. In diesem Sinn soll unser Einkauf im Einkaufzentrum zum "Shopping-Event" werden, der Konzert-Besuch zum "Musik-Event" etc. Insofern fasst der Begriff Kategorien zusammen, die nicht im gleichen Sinne als zusammengehörig wahrgenommen wurden.
Und dass Party schon lange verbreitet ist, ändert tatsächlich nichts - es war halt nur ein früher Vertreter der allgemeinen Wort-Schwemme. Man könnte "Party" genauso ersetzen wie "Event" - die Frage bleibt nur: wozu?
Wobei ich schon verstehe, wenn es einem manchmal die Grausbirnen aufsteigen lässt. Ich persönlich kann ja mit der erwähnten "Event"-Kultur selber nicht viel anfangen, daher ist der Begriff für mich nicht unbedingt positiv konnotiert.

Liebe Grüße,
Werner S.

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Re: oT unbedingt denglisch?

Waldschrat, (vor 7220 Tagen) @ oefff

Hallo Patrick,
ich habe das Gefühl, daß bei Dir etwas anderes ankam als ich meinte, abschickt zu haben.
Erlaube mir deshalb die Klarstellung:
- ich finde englische Wörter in der deutschen Sprache zweckmäßig, wenn dafür hier keine entsprechenden existieren oder umständliche Wortketten bemüht werden müßten. Beispiel: Laser
- ich finde englische Wörter in der deutschen Sprache blöd, wichtigtuerisch und deplatziert, wenn dafür bereits treffender deutsche Begriffe existieren. Beispiel: openair, indoor.
- ich meine, ein deutscher Muttersprachler im Normalfall außerstande ist, englische Wörter situationsgerecht im deutschen Text zu verwenden. Versuche mal, ein englisches Kreuzworträtsel zu lösen!
- das Wort "deutsch" ist hier lediglich ein Platzhalter und hat mit Deutschtum nichts zu tun. Ebenso könnte "polnisch, schwedisch, portugisisch etc" stattdessen stehen.
Gruß - Waldschrat

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Re: oT unbedingt denglisch?

Der Juergen, (vor 7220 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Waldschrat,

ein äußerst ergiebiges Thema für philosophische Überlegungen (zur pilzarmen Zeit:-). Ich bin ja kein Kostverächter, was Off-Topic-Themen angeht:-)

Thomas Pruss hat eines schon erwähnt; es gibt immer eine starke Kultur, die von anderen assimiliert wird. Deutsch und Französisch war z.B. zur Zeit Dostojewskis in Russland sehr beliebt. Seit dem zweiten Weltkrieg ist eben die US-amerikanische Kulter maßgeblich.

Die Globalisierung! Da die Welt anhand der medialen, politisch-ökonomischen Vernetzung zum "Dorf" geworden ist, braucht es einen gemeinsamen Code (KANN eine Weltsprache sein, aber auch Fragmente einer populären Sprache oder eine "Kunstsprache").

Die Konsumgesellschaft! Die Halbwertszeit von Neologismen (Wortneuschöpfungen) wird angesichts des immer größeren Warenumsatzes kürzer: der Konsument muss, um zu "Verbrauchen", immer etwas Neues haben. Dieses Neue unterscheidet sich vom Alten meist nur durch einen neuen Namen! Ebenso geht es mit Trends; sie werden schnell alt und müssen mittels neuer Bezeichnungen aufgefrischt, erneuert oder neu positioniert werden. Huperzia hat es bereits erwähnt; hier hilft nur die partielle "Konsumverweigerung": Man verzichte nach dem Kauf des Plunders dann wenigstens, den Anderen mit dem "Neu-Schwätz" des Prospektes auf die Nerven zu gehen *g*

Grüßle
Juergen

p.s: Sehr zu empfehlen sind die Betrachtungen Erich Fromms zur modernen Konsumgesellschaft. Ist zwar "alter Stoff", hat aber nichts an Aktualität eingebüßt.

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Re: oT unbedingt denglisch?

Der Juergen, (vor 7220 Tagen) @ oefff

Hallo Patrick,

Waldschrat meinte wohl eher den inflationären Gebrauch von "Werbesprache"; die meisten Anglizismen haben heutzutage ihren Geburtsort in irgend einer Werbeagentur:-). Dass Sprache ein "evolutiver Körper" ist, dürfte den Meisten klar sein. Sprache beruht auf Konventionen der "Ausübenden" und ist extremen Veränderungen unterworfen. Heute spricht z.B. kaum noch jemand den "Blut&Boden-Jargon" des "Dritten Reichs". Bestimmte Kraftausdrücke von Damals ("entartete Kunst" z.B.) sind inmitten einer sich neu entwickelten Gesellschaft ausgestorben.

Grüßle
Juergen

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Re: oT unbedingt denglisch?

oefff, (vor 7220 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Patrick,
ich habe das Gefühl, daß bei Dir etwas anderes ankam als ich meinte,
abschickt zu haben.
Erlaube mir deshalb die Klarstellung: - ich finde englische Wörter in der
deutschen Sprache zweckmäßig, wenn dafür hier keine entsprechenden
existieren oder umständliche Wortketten bemüht werden müßten. Beispiel:
Laser
- ich finde englische Wörter in der deutschen Sprache blöd, wichtigtuerisch
und deplatziert, wenn dafür bereits treffender deutsche Begriffe
existieren. Beispiel: openair, indoor.
- ich meine, ein deutscher Muttersprachler im Normalfall außerstande ist,
englische Wörter situationsgerecht im deutschen Text zu verwenden.
Versuche mal, ein englisches Kreuzworträtsel zu lösen!
- das Wort "deutsch" ist hier lediglich ein Platzhalter und hat mit
Deutschtum nichts zu tun. Ebenso könnte "polnisch, schwedisch,
portugisisch etc" stattdessen stehen.
Gruß - Waldschrat

hallo waldschrat,

ich habe das Gefühl, daß bei Dir etwas anderes ankam als ich meinte,
abschickt zu haben.

ich habe das gefühl, du könntest recht haben.

wenn sich dein ärger auf beispiele wie das folgende [aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Denglisch] bezieht, kann ich dich durchaus verstehen.

-->Wie im Meeting (Anglizismus) mit den Consultants (Anglizismus) besprochen, wird unsere Awareness-Kampagne (Anglizismus) dann nächstes Jahr gelauncht (Denglisch).

und nochmal in bekannterer sprache...
-->Wie beim Treffen mit den Beratern besprochen, wird unsere Sensibilisierungskampagne dann nächstes Jahr gestartet

nach dem motto:
in amerika sprechen sie schließlich auch englisch.

auch wenn ich zwar immernoch nicht ganz verstehen kann, dass man sich nun so dermaßen darüber aufregen kann...mein beitrag wäre wohl nach richtigem verständnis weniger sarkastisch ausgefallen.
ich empfehle trotzdem eine prise gleichgültigkeit bzgl. der thematik.
grüße! patrick

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Re: oT unbedingt denglisch?

Michael Schneider, (vor 7220 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Waldschrat,

ein bisschen mehr toleranz, wär schon schön (-;

ich könnt mich ja auch jedesmal aufregen wenn die deutschen, zur Boeing 747 "iiiiiumbo" sagen und nicht "Tschumbo" aber das iss halt so (-;

und ich denke die verschiedenen länder "wachsen" durch die heutigen kommunikationsmittel(www) auch immer mehr zusammen, und so vermischen sich halt die sprachen/ausdrücke etwas,

man möge es mir verzeihen:

aber ich denke viele deutsche sind schon ein bisschen "ami-geil"!

so aus der sicht eines ausländers...

Mit freundlichem Gruss michi

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Re: oT unbedingt denglisch?

Steininger, (vor 7220 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Waldschrat,

solange am Rande des Waldes kein Schild mit der Aufschrift
COME IN AND FIND OUT steht,kann ich über viele Anglizismen
einfach nur lächeln.

Grüße
Wolfgang

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Re: oT unbedingt denglisch?

Ingo, (vor 7220 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Eckhard,

einige späte Überlegungen zum Thema nun auch noch von mir.
Das Pilzforum ist ja scheinbar nur am Rande betroffen. Aber
du siehst ja schon am Gruß von Kazuya, dass die jüngere Generation
das heutzutage etwas zeitgemäßer handhabt.

In Hinsicht auf ein vereinigtes Europa meine ich, es ist auch an der Zeit,
dass zusammenwächst, was zusammen gehört.
Schließlich haben sich die germanischen Sprachen aus einem gemeinsamen
Sprachstamm erst seit der Zeit der Völkerwanderung so richtig auseinander entwickelt.
Vor allem, wenn zu der Phonetik der Sprache eine eigene Schrift
entwickelt wurde, wie es nun im englischen, niederländischen sowie im
skandinavischen Sprachraum Usus ist.

Man stelle sich nur mal vor, wie es aussähe, wenn unsere Mitbürger aus Bayern
oder aus Sachsen eine ihrer Mundart entsprechende Schrift einführen würden.
Die wäre vom Hochdeutschen mindestens so weit entfernt, wie momentan das
niederländische vom plattdeutschen.

Was dieses Kleinstaaterei- und Nationalitätengehabe allein in den letzten
zwei Jahrhunderten an Leid hervorbrachte, möchte ich hier gar nicht erst erwähnen.

Dass das Kulturerbe der Nationalstaaten, Goethe und Co. bewahrt werden sollten,
versteht ich von selbst. Für eine gemeinsame und erfolgreiche Zukunft in einer
immer weiter globalisierten Welt sollten allerdings das Finden von Gemeinsamkeiten
und Toleranz oberstes Gebot haben.

Das einzige Volk Europas übrigens, was sich einer längeren Geschichte rühmen
kann, sind die Basken in Spanien und Teilen Frankreichs.
Die sprachlichen Wurzeln dieses Volkes scheinen wirklich aus der Zeit vor der
indogermanischen Einwanderung von vor über 6.000 Jahren zu stammen.

Die Sprache wurzelt nach aktuellen Erkenntnissen in der Epoche der ersten
europäischen Besiedelung vor über 30.000 Jahren.
Die Erhaltung dieser Wurzeln rechtfertigt aber noch lange keine Terroranschläge
und Separatismusbestrebungen.

In einem Punkt aber hast du unbedingt recht. Wir dürfen bei aller Globalisierung
nicht unsere Wurzeln außer acht lassen und sollten die positiven Seite daraus
bewahren, ohne die dunklen Seiten der Geschichte zu verdrängen.

In der Hoffnung, nicht allzuviel Falsches postuliert zu haben,

Beste Grüße Ingo

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Re: oT unbedingt denglisch?

Waldschrat, (vor 7219 Tagen) @ Ingo

Hallo Ingo,
ich bin baff, welcher Halo mir gekrenzt wird. Dabei stört mich lediglich das eifrige, vornehmlich deutsche und wie mir scheint, auch dümmliche Streben, muttersprachliche Begriffe grundlos zu schmähen und durch Anglizismen zu ersetzen. Ich bin weder Chauvinist, noch Separatist, noch Terrorist, noch ewig Gestriger, auch nicht intolerant und überdies der Meinung, daß Sprachen noch nie Ursache von Kriegen waren, sondern einzig Machtstreben.
Gruß - Waldschrat

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Re: oT unbedingt denglisch?

42, (vor 7219 Tagen) @ Waldschrat

[...] und überdies der Meinung, daß
Sprachen noch nie Ursache von Kriegen waren, sondern einzig Machtstreben

... der Religionen (von denen natürlich nur EINE - nämlich die eigene - die
einzig Wahre ist und deshalb die Andere(n) zu verdammen ist/sind)

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: oT unbedingt denglisch?

Ingo, (vor 7219 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Ingo,
ich bin baff, welcher Halo mir gekrenzt wird. Dabei stört mich lediglich das
eifrige, vornehmlich deutsche und wie mir scheint, auch dümmliche Streben,
muttersprachliche Begriffe grundlos zu schmähen und durch Anglizismen zu
ersetzen. Ich bin weder Chauvinist, noch Separatist, noch Terrorist, noch
ewig Gestriger, auch nicht intolerant und überdies der Meinung, daß
Sprachen noch nie Ursache von Kriegen waren, sondern einzig Machtstreben.
Gruß - Waldschrat

Hallo nochmal,

sei doch froh, dass dein Posting soviel Resonanz gefunden hat.
Hier hat es schon wesentlich interessantere Beiträge zu unserem Hauptthema
gegeben, auf die kaum gepostet (noch so ein Unwort!!!) wurde.

Wenn ich richtig gezählt habe, waren bis jetzt 14 verschiedene Mitglieder
an der Diskussion beteiligt, dich nicht mitgezählt. Ich finde, es haben sich
alle große Mühe gegeben, dieses umfassende Thema zu bearbeiten. Und das in
einem Pilzforum! Diesesmal wollte es auch Nienmandem so recht gelingen, eine
Nebenhandlung aufzubauen, wie bei deinem Artenschutzbeitrag Ende Dezember
geschehen.

Ich finde auch, das Ergebnis kann sich sehen lassen. So sind wir doch
einheitlich zu dem Schluss gelangt, dass alles so weiter geht wie zuvor.
Oder etwa nicht? ;-))

Beste Grüße Ingo

p.s. Das Ersetzen muttersprachlicher Begriffe durch Anglizismen ist
durchaus kein deutsches Problem. Man kann dies auch in spanischsprachigen
Regionen, vor allem in Lateinamerika, beobachten. Aber auch Osteuropa steht
dem kaum nach.

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Re: oT unbedingt denglisch?

Waldschrat, (vor 7219 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,
die milde Kritik sei genehmigt, ich bin sie gewohnt. Mehr ärgert mich ein Vorwurf Churchills, zumal er auch noch Recht hatte: "Die Deutschen lecken dir entweder die Füße oder beißen dich in die Kehle." Jetzt ist ersteres dran.
Freundlicher Gruß - Waldschrat