Noch eine Psathyrella (8 Fotos) *PIC*

interhias ⌂, (vor 7213 Tagen)

Servus,

habe ich doch glatt noch eine Psathyrella aufgestöbert, gefunden am 25. November im Buchenwald, und zwar an einem im Laub liegenden, morschen Ast:

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Beim Schlüsseln im Horak bin ich bei Psathyrella murcida hängen geblieben, die Beschreibung bei Enderle 1996 (Beitr. zur Kenntnis der Pilze ME, S. 42) unter dem Namen P. fagetophila passt auch nicht schlecht.
Aber: Diese Art soll nur in Laubstreu wachsen, nicht auf Holz.

Wer hilft mir aus der Patsche?

Beschreibung:
Funddaten: 25.11.2006; Fundort: MTB 7934/4/1/4, 600 m Oberdill, Oberdiller Weg Ost, am Wegrand im Buchenwald, direkt auf in der Streu liegendem morschem Ast (höchstwahrscheinlich Buche); Hut: bis 5,5 cm breit, jung mit spärlichen, weißen, vergänglichen Velumresten, bald verkahlend, rötlichbraun bis schokoladenbraun, stark hygrophan, vom Scheitel her ocker ausblassend, im Zentrum fuchsig bleibend; Stiel: bis 8 cm lang, bis 0,7 cm dick, oft recht kräftig, zur Basis hin schwach verdickt, apikal schwach bereift (alt auch rillig), sonst längsfaserig, weißlich, schmutzigweiß, bisweilen blass hellbräunlich, glänzend; Lamellen: aufsteigend und sehr breit angewachsen, bauchig, dünn, mäßig gedrängt, graubraun, Schneiden gleichfarben, etwas heller flockig; Fleisch: wässerig braun, beim Abtrocknen weißlich; Cheilozystiden: spindelig-bauchig, ca. 28-45 x 10-15, dazwischen keulige Zellen; Pleurozystiden: wie die Cheilos geformt, ca. 43-55 x 13-16; Stielbeflockung: aus polymorphen, zystidenförmigen, rundlichen und keuligen Zellen; HDS: hymeniform; Sporen: elliptisch, mit deutlichem KP, 9,3 x 5,5 (8,5-10,5 x 5-6), Q=1,7;

Mikros (Präparate in Wasser)

Cheilozystiden:
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Pleurozystiden:
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Sporen:
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Gruß aus München
Hias

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Re: Noch eine Psathyrella (8 Fotos)

Ingo, (vor 7213 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

also wenn ich den Teilen im Buchenwald begegnet wäre, hätte ich sie wohl als
P. hydrophilia/piluliformis angessprochen. Rein von den makroskopischen
Eigenschaften natürlich. Ich sehe da Velumreste, die Hüte sind deutlich hygrophan,
die Stiele passen in Etwa und Buchenholz mögen sie auch gerne zersetzen.

Allerdings kann ich zu den Mikromerkmalen nichts sagen. Du wirst wohl deine
Gründe haben, den Wässrigen Mürbling gar nicht erst in Betracht zu ziehen.

Bin jedenfalls gespannt, was die Spezialisten meinen.

Grüße nach Süden

Ingo

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Paßt gut *PIC*

pilzmel ⌂, (vor 7213 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,
alter Stöberer, deine Idee P. fagetophila paßt prima. Zumindest spricht nichts akut dagegen. Man erkennt auch die vage, blassbräunliche Unterlegung der Schneide.
Wenn es Arten gibt, die "scheinbar auf Erde" und tatsächlich auf vergrabenem Holz wachsen, gibt es vielleicht auch welche, die "scheinbar auf Holz" wohnen. Beispiel P. pseudocorrugis, hier als Humussiedler:

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Und hier, vom selben Tag und nicht weit entfernt, an einem Ast:

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Beste Grüße! Andreas

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Re: Noch eine Psathyrella (8 Fotos)

Andreas ⌂, (vor 7213 Tagen) @ interhias

Hallo Hias,

ich kann Pilzmel nur zustimmen. P. fagetophila kenne ich glaube ich ganz gut, die ist nicht selten. Und ist eine dieser nicht so wenigen Arten, die sich an alles mögliche entfernt laubholzähnliche Substrat ranmacht, von Blättern über Ästchen bis hin zu Buchenkupulen und Holzschredder und auch (scheinbar?) erdbewohnend vorkommt.

beste Grüße,
Andreas

Servus,
habe ich doch glatt noch eine Psathyrella aufgestöbert, gefunden am 25.
November im Buchenwald, und zwar an einem im Laub liegenden, morschen Ast:

Beim Schlüsseln im Horak bin ich bei Psathyrella murcida hängen geblieben,
die Beschreibung bei Enderle 1996 (Beitr. zur Kenntnis der Pilze ME, S.
42) unter dem Namen P. fagetophila passt auch nicht schlecht.
Aber: Diese Art soll nur in Laubstreu wachsen, nicht auf Holz.
Wer hilft mir aus der Patsche?
Beschreibung: Funddaten: 25.11.2006; Fundort: MTB 7934/4/1/4, 600 m
Oberdill, Oberdiller Weg Ost, am Wegrand im Buchenwald, direkt auf in der
Streu liegendem morschem Ast (höchstwahrscheinlich Buche); Hut: bis 5,5
cm breit, jung mit spärlichen, weißen, vergänglichen Velumresten, bald
verkahlend, rötlichbraun bis schokoladenbraun, stark hygrophan, vom
Scheitel her ocker ausblassend, im Zentrum fuchsig bleibend; Stiel: bis
8 cm lang, bis 0,7 cm dick, oft recht kräftig, zur Basis hin schwach
verdickt, apikal schwach bereift (alt auch rillig), sonst längsfaserig,
weißlich, schmutzigweiß, bisweilen blass hellbräunlich, glänzend;
Lamellen: aufsteigend und sehr breit angewachsen, bauchig, dünn, mäßig
gedrängt, graubraun, Schneiden gleichfarben, etwas heller flockig;
Fleisch: wässerig braun, beim Abtrocknen weißlich; Cheilozystiden:
spindelig-bauchig, ca. 28-45 x 10-15, dazwischen keulige Zellen;
Pleurozystiden: wie die Cheilos geformt, ca. 43-55 x 13-16;
Stielbeflockung: aus polymorphen, zystidenförmigen, rundlichen und
keuligen Zellen; HDS: hymeniform; Sporen: elliptisch, mit deutlichem
KP, 9,3 x 5,5 (8,5-10,5 x 5-6), Q=1,7;
Mikros (Präparate in Wasser)
Cheilozystiden:

Pleurozystiden:
Sporen:
Gruß aus München
Hias

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Re: Noch eine Psathyrella (8 Fotos)

interhias ⌂, (vor 7213 Tagen) @ Andreas

Servus Andreas und Andreas;-)

Dann hätten wir diese Psathyrella ja im Kasten, danke fürs Aus-der-Patsche-Helfen!

Als nächstes werde ich wohl einen oder zwei Düngerlinge hervorkramen.

@Ingo:
Die P. piluliformis wächst meist büschelig und ist wegen ihrer winzigen Sporen leicht abzugrenzen.

Gruß aus München
Hias