Hilfe! - Meine Tochter hat einen Pilz gegessen

Elisabeth, (vor 9493 Tagen)

Hallo, kann mir jemand bei der Pilzbestimmung helfen? Meine 14-monate alte Tochter hat im Garten einen Piz gegessen. Über die Giftnotrufzentrale habe ich erfahren, daß es sich aufgrund Standort und Jahreszeit nicht um einen organschädigenden Pilz handeln kann. Dennoch bin ich beunruhigt. Vielleicht kennt jemand diesen Pilz:
- Es handelt sich um einen kleinen (Größe ungef. wie 1 DM-Stück) braunen (eher braun-grau, nicht gelblich und nicht rötlich) Lamellenpilz mit sehr dünnem Stil
- Bei den größeren Exemplaren ist der Hut etwas gewellt, die Hut-Spitze ist etwas dunkler
- Er wächst rings um einen abgesägten alten Baumstamm, nicht direkt auf dem Holz, sondern auf der Wiese und es handelt sich um eine ganze Anzahl von diesen Pilzen

Vielleicht kann mir jemand helfen
Herzlichen Dank
Elisabeth

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Re: Hilfe! - Meine Tochter hat einen Pilz gegessen

Wolfgang F., (vor 9493 Tagen) @ Elisabeth

Hallo,

zur Bestimmung fehlen folgende Angaben: Farbe der Lamellen bei jungen und alten Pilzen, Farbe des Stiels, Hut- und Stieloberfläche(z.B. schleimig, schuppig, glatt,...?). Allgemein sind Ferndiagnosen aber schwierig, wenn's um braune Lamellenpilze geht...

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Re: Hilfe! - Meine Tochter hat einen Pilz gegessen

Manfred, (vor 9493 Tagen) @ Elisabeth

Muss Wolfgang Recht geben, aber ich kann Dich beruhigen, der Pilz
ist nach Farbe und Fundort ungiftig.

Gruß Manfred

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Re: Hilfe! - Meine Tochter hat einen Pilz gegessen

Doris Kreißl, (vor 9493 Tagen) @ Elisabeth

Hallo, kann mir jemand bei der Pilzbestimmung helfen? Meine 14-monate alte
Tochter hat im Garten einen Piz gegessen. Über die Giftnotrufzentrale habe
ich erfahren, daß es sich aufgrund Standort und Jahreszeit nicht um einen
organschädigenden Pilz handeln kann. Dennoch bin ich beunruhigt.
Vielleicht kennt jemand diesen Pilz: - Es handelt sich um einen kleinen
(Größe ungef. wie 1 DM-Stück) braunen (eher braun-grau, nicht gelblich und
nicht rötlich) Lamellenpilz mit sehr dünnem Stil
- Bei den größeren Exemplaren ist der Hut etwas gewellt, die Hut-Spitze ist
etwas dunkler
- Er wächst rings um einen abgesägten alten Baumstamm, nicht direkt auf dem
Holz, sondern auf der Wiese und es handelt sich um eine ganze Anzahl von
diesen Pilzen
Vielleicht kann mir jemand helfen
Herzlichen Dank
Elisabeth

Hallo Elisabeth,

leider kann ich auch in Bezug auf die Pilzbestimmung keine Aussage machen allerdings würde ich mich von der Giftnotrufzentrale nicht so abspeisen lassen.
Ich würde an Ihrer Stelle nochmals dort anrufen und mir die Telefonnummer des nächsten Pilzsachverständigen geben lassen und mich telefonisch mit dem oder derjenigen in Verbindung setzen.

Viele liebe Grüße Doris

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Re:Nachtrag und Frage an alle!

Doris Kreißl, (vor 9493 Tagen) @ Doris Kreißl

Hallo Elisabeth,

ich wollte noch mal nachfragen, von der Giftnotrufzentrale wurde Dir nur eine telefonische Auskunft gegeben?

Hallo Pilzexperten,

wenn Elisabeth tatsächlich nur telefonische Auskunft bekommen hat( so hatte ich sie eigendlich in Ihrem ersten Posting verstanden), ist das überhaupt möglich? Hier im Forum können Experten selbst bei guten Bildern nicht hundertprozentige Auskunft geben und bei der Notrufzentrale geht das dann telefonisch per Ferndiagnose?Auch wenn es mit großer Wahrscheinlichkeit kein Giftpilz war den Elisabeth´s Tochter da gegessen hat finde ich ein solches Verhalten doch recht sonderbar.
Nicht falsch verstehen, ich bin bestimmt keine die dafür plädiert wegen einem gegessenen Pilz sofort den Magen auszupumpenund ich will auch bestimmt Elisabeth nicht unnötig aufregen aber ich denke telefonische Diagnosen können auch schwer daneben liegen.
Was meint Ihr?

Viele Grüße Doris

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Re:Nachtrag und Frage an alle!

Huperzia ⌂, (vor 9493 Tagen) @ Doris Kreißl

Hallo Elisabeth,
ich wollte noch mal nachfragen, von der Giftnotrufzentrale wurde Dir nur eine
telefonische Auskunft gegeben?
Hallo Pilzexperten,
wenn Elisabeth tatsächlich nur telefonische Auskunft bekommen hat( so hatte
ich sie eigendlich in Ihrem ersten Posting verstanden), ist das überhaupt
möglich? Hier im Forum können Experten selbst bei guten Bildern nicht
hundertprozentige Auskunft geben und bei der Notrufzentrale geht das dann
telefonisch per Ferndiagnose?Auch wenn es mit großer Wahrscheinlichkeit
kein Giftpilz war den Elisabeth´s Tochter da gegessen hat finde ich ein
solches Verhalten doch recht sonderbar.
Nicht falsch verstehen, ich bin bestimmt keine die dafür plädiert wegen einem
gegessenen Pilz sofort den Magen auszupumpenund ich will auch bestimmt
Elisabeth nicht unnötig aufregen aber ich denke telefonische Diagnosen
können auch schwer daneben liegen.
Was meint Ihr?
Viele Grüße Doris

Hallo Doris,

telefonische Pilzberatung ist definitiv NICHT möglich!
Wie du ja auch schon sagst geht es selbst bei guten Bildern eigentlich nicht. Selbst wenn die Anrufer den Pilz perfekt beschreiben könnten, was wohl nur gute Pilzkenner können, ES GEHT NICHT!

Ein Bekannter, der pilzberät, läßt sich am Telefon eine Kurzbeschreibung machen, um die Leute dann herzubestellen. Dabei hat er schon die tollsten Überraschungen erlebt! Es war fast immer etwas völlig anderes, als er dachte und die Beschreibung völlig unzutreffend.
Man kann ja auch von Laien, für die Pilzberatung ja auch gedacht ist, nicht
erwarten ein Objekt gut zu beschreiben, was auf dem ersten Blick nur in Hut und Stiel zu unterteilen ist.

Huperzia, die trotzdem gerne am Telefon rät

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Re:Nachtrag und Warnung an alle Eltern!

christian behrens, (vor 9487 Tagen) @ Doris Kreißl

Hallo Elisabeth,
ich wollte noch mal nachfragen, von der Giftnotrufzentrale wurde Dir nur eine
telefonische Auskunft gegeben?
Hallo Pilzexperten,
wenn Elisabeth tatsächlich nur telefonische Auskunft bekommen hat( so hatte
ich sie eigendlich in Ihrem ersten Posting verstanden), ist das überhaupt
möglich? Hier im Forum können Experten selbst bei guten Bildern nicht
hundertprozentige Auskunft geben und bei der Notrufzentrale geht das dann
telefonisch per Ferndiagnose?Auch wenn es mit großer Wahrscheinlichkeit
kein Giftpilz war den Elisabeth´s Tochter da gegessen hat finde ich ein
solches Verhalten doch recht sonderbar.
Nicht falsch verstehen, ich bin bestimmt keine die dafür plädiert wegen einem
gegessenen Pilz sofort den Magen auszupumpenund ich will auch bestimmt
Elisabeth nicht unnötig aufregen aber ich denke telefonische Diagnosen
können auch schwer daneben liegen.
Was meint Ihr?
Viele Grüße Doris

An alle Eltern, seit gewarnt!

Diese Geschichte: 'Kleines Kind knabbert undefinierbaren Pilz' kenne ich nur zu gut!
Auch unser Joscha, im zarten Alter von 18 Monaten, knabberte an einem strahlenden
Mai-Freitag, auf einem Hinterhofspielplatz in Hannovers Nordstadt an einem
schönen großen, äußerst hässlichen Pilz mit großen Lamellen (Der Pilz wurde in einer
kleinen Butterbrottüte verstaut und 'zum Zeigen eingesackt).
So berichtete meine Frau mir aufgeregt am Telefon meines Arbeitsplatzes, wobei
ich eigentlich gerade anfing, mich auf meinen Feierabend zu freuen:
Apotheker's Auskunft war ungenügend und der Kinderarzt war schon zu Hause.
Das waren die ersten Versuche meiner Frau, den Pilz zu enttarnen. Schließlich begab
sie sich unsicher mit Joscha in die Kinderklinik 'Auf der Bult', wo man den Pilz anhand einer
"Literaturrecherche" als Giftpilz bestimmte: "Kahler Kremling"
Ich hatte nie zuvor von diesem gemeinen Pilz gehört.
Man erklärte meiner Frau die möglichen Symtome, wie Nierenversagen,
Leberschäden und einen möglichen lebensbedrohlichen
Zustand binnen 24 Stunden. Also auf jeden Fall, meine Frau war am Telefon sehr
aufgeregt, was mich sofort zum Aufbruch zu besagten Krankenhaus veranlasste.
Dort angekommen und durchfragend nach meiner Familie, hörte ich Joscha schon
von weiten brüllen, wie ich es zuvor von ihm noch nicht kannte. Mit einer fetten
Kanüle im Arm (...Notzugang, ...wenn die Venen zusammenfallen...Lebensgefahr...; Zitat),
versuchte man gerade dem Kind ein Brechmittel mit Hife einer großen Spritze in den Hals
und somit in den Magen zu befördern, da alle vorherigen Versuche durch zu heftige
Gegenwehr gescheitert waren. Es mußte das Brechmittel sein, da es wohl "zum
Magenauspumpen bereits zu spät sei".
Tatlächlich wirkte das Mittel dann auch irgendwie und man untersuchte die ans
Tageslicht beförderte Flüssigkeit, sich einredend,
daß dort, kaum erkennbar zwar, Spuren des Giftpilzes sein.
Joscha war so erschöpft, daß er einschlief. Man brachte ihn 'auf Station' und
wir sollten nun noch mindestens 10 Stunden ausharren und hoffen das Joscha
diese Sache überlebt...
Nun konnte ich mich endlich ans Telefon hängen und versuchen, fernmündlichen
Rat einzuholen, was mir seitens des Kinderkrankenhauses anscheinend irgendwie
doch übel genommen wurde. Es gab ja noch den "corpus delicti" in der
Butterbrottüte. Ich fragte im Landesmuseum bei der Pilzsammelstelle
(kein Experte vorort) – Die Dame leitete mich aber weiter an die Leiterin dieser
Projektgruppe – Diese wiederum kannte einen Pilzexperten 20km von Hannover
entfernt – Dort erreichte ich nur die Lebensgefärtin, welche mir dann aber immerhin
die Telefonnummer der Giftnotrufzentrale in Göttingen (auch Pilze) gab – Dort erfuhr ich
dann von einem Netz von Pilzexperten, welche für einen bestimmten Einzugsbereich
zuständig sein – Ich rief die mir genannten Nummern an und erreichte dann
sogar einen Experten!
Der Mann war über meine kurze Schilderung der Ereignisse mehr als überrascht,
erklärte mir aber, er könne und dürfe keine fernmündlichen Auskünfte erteilen.
Viemehr erklärte er mir, das Kinderkrankenhaus 'Auf der Bult' hätte einen Kurier
oder ein Taxi mit dem zweifelsohne vorhandenen "Giftpilz" nach vorheriger
Anrufung des Pilzexperten-Netzes dorthinschicken müssen, um den Pilz zu
bestimmen und danach dann Maßnahmen zur Weiterbehandlung zu ergreifen.
"Dieses müsse der Klinik unbedingt bekannt gewesen sein" (Zitat-Pilzmensch).
Ich überzeugte den Experten, daß es bei meinem Sohn um "Leben und Tot" ging
und er gestattete mir, ihn aufzusuchen. Zum Glück war es nicht weit bis zum
"Bestimmungsort" und der nette Mensch erklärte mir den Pilz: "In der vermutlich
genossenen Menge, (es war ca. ein Fingerhut voll), extrem ungefährlich, mancherorts
als Speisepilz gesammelt, manchmal allergische Reaktionen bei größeren Mengen
in ungekochtem Zustand... .
... Hohlen sie also ihr Kind da 'raus!
So tat ich es dann auch bereitwillig, den Chefarzt der Kinderklinik zur Rede stellend.
Der Mann mußte sich erst 'schlau fragen' um mir dann mitzuteilen, seine Angestellten
hätten sich mit einer Literaturrecherche überaus richtig verhalten.
Auf das Beraternetz angesprochen bekam ich keine klare Antwort und eine Entschuldigung
für einmal "Eltern zu Tode erschrecken" gab es freilich auch nicht.
Die Sonne ging draußen langsam unter und ein sonniger Freitag war im Eimer!
Klein Joscha macht jetzt einen riesen Bogen um Pilze, leider, ich hoffe er hat kein
bleibendes Pilztrauma erlitten! Pilze können auch recht bekömmlich sein.

Ich wünsche allen Eltern viel Vergnügen
mit den "lieben Kleinen"
und ein dickes Fell!
Gruß! christian

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Re:Nachtrag und Frage an alle!

Andreas ⌂, (vor 9487 Tagen) @ Doris Kreißl

Hallo Pilzexperten,
wenn Elisabeth tatsächlich nur telefonische Auskunft bekommen hat( so hatte
ich sie eigendlich in Ihrem ersten Posting verstanden), ist das überhaupt
möglich? Hier im Forum können Experten selbst bei guten Bildern nicht
hundertprozentige Auskunft geben und bei der Notrufzentrale geht das dann
telefonisch per Ferndiagnose?Auch wenn es mit großer Wahrscheinlichkeit
kein Giftpilz war den Elisabeth´s Tochter da gegessen hat finde ich ein
solches Verhalten doch recht sonderbar.
Nicht falsch verstehen, ich bin bestimmt keine die dafür plädiert wegen einem
gegessenen Pilz sofort den Magen auszupumpenund ich will auch bestimmt
Elisabeth nicht unnötig aufregen aber ich denke telefonische Diagnosen
können auch schwer daneben liegen.
Was meint Ihr?
Viele Grüße Doris

Hallo Doris,

ich bin prinzipiell Deiner Meinung, dass telefonische Diagnosen nicht möglich und geradezu fahrlässig sind. Aber es gibt auch hin und wieder Fälle, bei denen ist es durchaus möglich:
1. Ein Mann ried mich an und wollte wissen, ob er die Champignons aus seinem Garten essen kann. Er konnte mir die Pilze glaubhaft als Champignons beschreiben, ohne dass ich ihm die wesentlichen Merkmale suggerieren mußte (keine Volva, Lamellen rosa - braun werdend etc.). Bald stellte sich heraus, dass der Mann eine gewissse wenn auch sehr bescheidene Ahnung von Pilze hatte und es ihm gar nicht um die Verwechslung Champignon - Knollenblätterpilz ging, sondern dass er den Karbolegerling nur dunstig vom Höhrensagen her kannte und deshalb unsicher war. Das lies sich nun durchaus am Telefon abklären: Stielbasis schräg anschneiden und eventuelle chromgelbe Verfärbung beobachten.
2. Eine Kindergärtnerin rief mich völlig aufglöst an, eines oder mehrere Kinder hätte(n) vermutlich (!) Pilze gegessen. Was tun? Ich fragte sie gewohnheitsmäßig nach dem Aussehen des Pilzes und es stellte sich heraus, dass es ein harter, konsolenförmige Pilz an einem Baumstamm gewesen war. Nachdem ich auf Rückfrage "wie fest war der Pilz, völlig unnachgiebig oder etwas schwammig" den Zimtfarbenen Weichporling (stark giftig!!) ausschließen konnte, riet ich ihr, das Kind bzw. die Kinder und sich selbst zu beruhigen um nicht durch Panik irgendwelche eingebildeten Symptome herbeizuschreien und ansonsten gar nix.

Ich denke in beiden Fällen war eine Telefondiagnose durchaus sinnvoll.

Ansonsten lasse ich mir von den Krankenhäusern die Pilze oder was die da noch Verwertbares haben per Taxi oder Polizei bringen und melde mich dann telefonisch beim zuständigen Arzt. Behandlungshinweise sollte man tunlichst vermeiden, denn über die entsprechende Literatur und Datenbanken verfügen die Ärzte schon - wenn sie dann mal wissen um welchen Pilz es sich handelt.
Im übrigen bin ich sehr dafür, dass ihr bei Pilzberatungen an Krankenhäuser und ähnliche Institutionen Rechnungen je nach Aufwand schreibt. Ich lasse es als Bagatelle gelten, wenn ich Frischpilze zu christlicher Zeit nach Hause gebracht bekomme und nur dem Arzt telefonisch das Ergebnis mitteilen muß. Sobald ich aber einen Konsiliarbericht schreiben soll, oder wie letztes Jahr um 1.00 Uhr aus dem Urlaub kam, Auto noch nicht ausgeladen und dann von 2.00 bis 4.00 Uhr zwei große Beutel tiefgefrorener, blanchierter Pilzstücke sortieren durfte, dann ist eine saftige Rechnung fällig (in diesem Fall rund 160,- DM), die bisher immer anstandslos überwiesen wurde. Privatpersonen bekommen bei mir natürlich keine Rechnung, das läuft mehr als Propaganda für den Verein.

Wie haltet ihr das?

Gruß,
Andreas

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Re:Nachtrag und Frage an alle!

Wolfgang F., (vor 9486 Tagen) @ Andreas

Ich denke in beiden Fällen war eine Telefondiagnose durchaus sinnvoll.

Ich hatte dieses Jahr mehrfach Anfragen, als Kinder Boviste gegessen hatten. Da hab' ich mich auch getraut, eine Telefondiagnose zu machen. Bei Lamellenpilzen grundsätzlich nicht!

Im übrigen bin ich sehr dafür, dass ihr bei Pilzberatungen an Krankenhäuser
und ähnliche Institutionen Rechnungen je nach Aufwand schreibt. Ich lasse
es als Bagatelle gelten, wenn ich Frischpilze zu christlicher Zeit nach
Hause gebracht bekomme und nur dem Arzt telefonisch das Ergebnis mitteilen
muß. Sobald ich aber einen Konsiliarbericht schreiben soll, oder wie
letztes Jahr um 1.00 Uhr aus dem Urlaub kam, Auto noch nicht ausgeladen
und dann von 2.00 bis 4.00 Uhr zwei große Beutel tiefgefrorener,
blanchierter Pilzstücke sortieren durfte, dann ist eine saftige Rechnung
fällig (in diesem Fall rund 160,- DM), die bisher immer anstandslos
überwiesen wurde. Privatpersonen bekommen bei mir natürlich keine
Rechnung, das läuft mehr als Propaganda für den Verein.
Wie haltet ihr das?

So heftige Arbeitseinsätze, wie Du ihn beschreibst, hatte ich bisher noch nicht, es waren immer 'Bagatellen'. Die Kliniken hier überlassen es den aufgeregten Eltern, die Pilze zur Bestimmung durch die Gegend zu fahren. Auf diese Weise habe ich (fast) immer mit Privatpersonen zu tun. Das habe ich auch schon (eher symbolische Beträge von 20 DM ) in Rechnung gestellt, aber auf die Idee, die Rechnung an die Klinik zu stellen, bin ich noch nie gekommen. Merk' ich mir!

Wolfgang F.

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Re: Hilfe! - Meine Tochter hat einen Pilz gegessen

Elisabeth, (vor 9493 Tagen) @ Elisabeth

Vielen Dank für die vielen Antworten. Meiner kleinen Tochter geht es nach wie vor gut. Das Problem mit der telefonischen Auskunft ergab sich deshalb, weil (wohl aufgrund des Feiertages) alle drei von der Giftnotrufzentrale genannten Pilzexperten in unserer Umgebung nicht zu Hause waren. Der Pilzexperte, der uns dann telefonisch half, war weiter entfernt. Ich habe inzwischen anhand der in dieser web-site abgebildeten Giftpilze festgestellt, daß es sich zumindest sicher nicht um einen organschädigenden Pilz gehandelt hat. Aber ich muß sagen, daß man in einem dringenden Notfall wirklich Schwierigkeiten bekommen könnte...

Lieben Dank nochmal
Elisabeth

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Re: Hilfe! - Meine Tochter hat einen Pilz gegessen

Oktober, (vor 9493 Tagen) @ Elisabeth

Tschüß Elsbeth,
dass auf unsere Gesundheitsorganisationen kein Verlass ist hat Dir dieses Beispiel gezeigt, die Erkenntniss, dass es in anderen Bereichen genauso ist möge Dir erspart bleiben.

Gruß
Manfred + Oktober