und schon wieder paar Unbekannte *PIC*

Andreas W, (vor 7088 Tagen)

Hallo,

gestern abend war ich noch mal los, insgesamt fand ich Pilze von 20 Arten, an Eßbarem lediglich Frauentäublinge und Dachpilze, die ich lieber anderen überlasse. :-) Leider hat jemand alle von mir letzte Woche gefundenen Baby-Riesen-Boviste mitgenommen. :-(

[image]

1. Zu dem fällt mir nichts ein, vielleicht ist der einfach noch zu jung?

[image]

2. Der Farbe nach sehr junge angebrannte Rauchporlinge, aber in der Form?

[image]

3. Gibt es eigentlich auch Mai-Porlinge ohne Fraßstellen?

[image]

4. ca. 7 cm hoch, davon der Hut cm 2 cm, wuchs unter Douglasien am Wegesrand, auf der anderen Wegseite waren Buchen und Eichen. Hat man ohne Mikroskop bei diesem Tintling eine Chance ?

[image]

5. Hypoxylon cohaerens ?

[image]

Außenseite:

[image]

6. Dieser Becherling wuchs am Wegesrand eines Eichen-/Buchen-Mischwalds. Bei Verletzung kommt keine Flüssigkeit raus. Kann es P. arvernensis sein?

Schöne Grüße

Andreas

Eintrag gesperrt
14 Aufrufe

Re: und schon wieder paar Unbekannte

Andreas ⌂, (vor 7087 Tagen) @ Andreas W

Hallo Andreas,

1. Zu dem fällt mir nichts ein, vielleicht ist der einfach noch zu jung?

Fällt mir auch so nix ein. Sieht ein bischen aus wie Hydnellum coeruleum, aber der kann's ja kaum sein, oder?

2. Der Farbe nach sehr junge angebrannte Rauchporlinge, aber in der Form?

Das sind junge Holzkeulen, vermutlich Xylaria longipes.

3. Gibt es eigentlich auch Mai-Porlinge ohne Fraßstellen?

Ja *gg*

4. ca. 7 cm hoch, davon der Hut cm 2 cm, wuchs unter Douglasien am Wegesrand,
auf der anderen Wegseite waren Buchen und Eichen. Hat man ohne Mikroskop
bei diesem Tintling eine Chance ?

Nicht wirklich. Schon ob er in die Micaei oder in die Domestici gehört würde ich mich so nicht trauen zu entscheiden. Hans Bender könnte das allerdings bestimmt.

5. Hypoxylon cohaerens ?

Sehr gut möglich, würde ich auch so taufen.

6. Dieser Becherling wuchs am Wegesrand eines Eichen-/Buchen-Mischwalds. Bei
Verletzung kommt keine Flüssigkeit raus. Kann es P. arvernensis sein?

Gut möglich, es käme aber auch noch Peziza repanda in Frage. Da muss das Mikroskop entscheiden, denn die varia-Gruppe (mit repanda) hat glatte Sporen, bei arvernensis sind sie fein punktiert.
Arvernensis ist ein guter Qualitätstest für ein Mikroskop, denn die Warzigkeit der Sporen ist nur mit gutem Mikroskop sichtbar (und färben mit Baumwollblau).

beste Grüße,
Andreas

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: und schon wieder paar Unbekannte *PIC*

Andreas W, (vor 7087 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

Fällt mir auch so nix ein. Sieht ein bischen aus wie Hydnellum coeruleum,
aber der kann's ja kaum sein, oder?

Ich habe zwar noch nie einen Korkstacheling gefunden und habe daher keine Erfahrung mit der Gruppe, aber der hier ist wohl ein Porling. Meine Abbildung war wohl zu klein?

[image]

Das sind junge Holzkeulen, vermutlich Xylaria longipes.

Ich habe bisher mal zwei unter Ahorn gefunden und nun auf Buche so viele (auf dem Stumpf standen ca. 40 Stück)??? Für Xylaria hypoxylon wären sie allerdings schon bißchen zu groß.

schöne Grüße

Andreas

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: und schon wieder paar Unbekannte

Andreas ⌂, (vor 7087 Tagen) @ Andreas W

Hallo Andreas,

das scheint mir ein junger Flacher Lackporling zu sein.

beste Grüße,
Andreas

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: und schon wieder paar Unbekannte

Andreas W, (vor 7072 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,
Fällt mir auch so nix ein. Sieht ein bischen aus wie Hydnellum coeruleum,
aber der kann's ja kaum sein, oder?
Das sind junge Holzkeulen, vermutlich Xylaria longipes.
Ja *gg*
Nicht wirklich. Schon ob er in die Micaei oder in die Domestici gehört würde
ich mich so nicht trauen zu entscheiden. Hans Bender könnte das allerdings
bestimmt.
Sehr gut möglich, würde ich auch so taufen.
Gut möglich, es käme aber auch noch Peziza repanda in Frage. Da muss das
Mikroskop entscheiden, denn die varia-Gruppe (mit repanda) hat glatte
Sporen, bei arvernensis sind sie fein punktiert.
Arvernensis ist ein guter Qualitätstest für ein Mikroskop, denn die
Warzigkeit der Sporen ist nur mit gutem Mikroskop sichtbar (und färben mit
Baumwollblau).
beste Grüße,
Andreas

Hallo,

ist zwar schon bißchen her, aber nun kann ich sagen, daß die Holzkeulen eher Xylaria polymorpha sind. So viele habe ich auch von denen zuvor noch nie gesehen (ein Fund mit zwei Stück) und nun zwei Baumstümpfe mit mehr als 100 Stück.

schöne Grüße

Andreas

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Ergebnis und Qualitätstest *PIC*

Gelbfieber, (vor 7078 Tagen) @ Andreas W

Hallo und guten Tag,

der Becherlingsfund ist nach mikroskopischer Untersuchung Peziza arvernensis der Buchenwaldbecherling.

Durch Andreas Gminders gute Anregung

„Arvernensis ist ein guter Qualitätstest für ein Mikroskop, denn die Warzigkeit der Sporen ist nur mit gutem Mikroskop sichtbar (und färben mit Baumwollblau).“

habe ich bei der mikroskopischen Untersuchung dieses Becherlings gleich einen „Qualitätstest“ zweier Mikroskope unternommen und dokumentiert. Verglichen wurde ein Presser Mikroskop (Name geändert), Presser mit Markenokular und ein Markenmikroskop. Bei diesem Vergleich geht es nur, und ausdrücklich nur um – ist die Feinwarzgkeit von Peziza arvernensis auch mit einem Mikroskop im unteren Preissegment, früher hat man Preisspanne gesagt ;-) 200 – 400,-€ zu sehen.
Vorgabe war: Spore von Peziza arvernensis in mindestens 2 Ebenen sehen (abbilden)
Ergebnis:
Die Sporen (16x9µm) waren mit dem Presser nur in einer Ebene, im optischen Schnitt, sehr mäßig zu sehen und abzubilden. Der Sporenrand sehr undeutlich. Vergrößerung 1500fach (Objektiv 100x Okular 15x)!
Bei der Kombination Presser mit Markenokular konnten 2 Ebenen sichtbar gemacht werden. Im optischen Schnitt eine deutlichere Randschärfe. Feinwarzigkeit in anderen Ebenen nicht zu sehen. Sporenverzerrung beim Austausch des Okulars unübersehbar. Vergrößerung 1000fach. Objektiv 100x Okular 10x)
Beim Markenmikroskop gibt es eine glasklare Randschärfe im optischen Schnitt, sowie eine sehr gut und ohne Färben zu erkennende Feinwarzigkeit in mehreren Ebenen. Vergrößerung 1000fach.
Die Fotos sind bei allen Einstellungen und Mikroskopen ohne Adapter durch das Okular gemacht worden. Der verwendete Fotoapparat ist von der Firma Nikon.
Fazit:
Über alle Mikroskope im unteren Preissegment möchte ich mir kein Urteil erlauben aber es wird deutlich das auch ein Austausch eines Presser Okulars gegen ein Markenokular, keine wesentliche Verbesserung der Abbildung bringt und somit auch keine Ornamentation der Sporen von P. arvernensis zu sehen ist. Färben mit Baumwollblau hat bei Presser zu keinem besseren Ergebnis geführt. Aus meiner und der Sicht meines Mannes, der mir bei der Darstellung der „Pressersporen“ geholfen hat, ist ein Presser Mikroskop (200 – 400,-€) zur Pilzbestimmung nicht oder nur sehr bedingt zu gebrauchen.
Ein Schlusssatz sollte noch erlaubt sein:
Man kann mit jedem Mikroskop und digitalem Fotoapparat Mikrobilder von Pilzchen durchs Okular machen, kann sie aber nicht immer zur Bestimmung hernehmen.

Eine gute Zeit
Gelbfieber

[image] http://www.naturfoto-kontor.de

Peziza arvernensis Buchenwaldbecherling
(Sporen im optischen Schnitt, Spore in 3 Ebenen und Vermessungsprotokoll Sporen 1000fach)

[image] http://www.naturfoto-kontor.de/mikroservice.html

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

In Sachen Baumwollblau

Der Juergen, (vor 7078 Tagen) @ Gelbfieber

hallo Gelbfieber

Färben mit Baumwollblau hat bei Presser zu
keinem besseren Ergebnis geführt.

Warum hast Du keine Fotos von in Baumwollblau gefärbten Sporen gebracht? Es hätte Deinen ausführlichen Vergleich wunderbar abgerundet und man hätte einen Eindruck vom Sinn oder Unsinn des Sporenfärbens erhalten. Vielleicht sehen die Warzen in Baumwollblau ja 'etwas' anders aus, als von ungefärbten Sporen und von Deinen abgebildeten?

mfg
J. Marqua

Eintrag gesperrt
18 Aufrufe

Re: Ergebnis und Qualitätstest

42, (vor 7078 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo,

ein interessanter Vergleich! Kannst Du das 'Markenmikroskop' näher spezifizieren?

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

Eintrag gesperrt
14 Aufrufe

"Merkwürdig"

Gelbfieber, (vor 7078 Tagen) @ 42

Hallo und guten Tag Thomas,

heute Nachmittag hatte ich bereits vier Mailanfragen rund um das Markenmikroskop und nun möchtest du auch etwas darüber wissen. Merkwürdig, keiner fragt nach der preiswerten Variante ;-)
Thomas, das Markenmikroskop ist aus dem Hause Olympus. Trintubus mit „vernünftigen“ Okularen – nicht so Hühnerkieken wodurch man kaum etwas sieht!
Den Vergleich solltest du aber nicht zu hoch hängen, denn der komplette Qualitätsunterschied der beiden Mikroskope ist einfach zu riesig. Interessant wäre einmal ein Zeiss/Olympus gegen z. B. HPM 400 (etwa 600,-€) zu stellen. Gelegentlich schaue ich durch ein Zeiss und kann zwischen Olympus und Zeiss keinen Unterschied feststellen. Halt, doch …… mit „meinen“ 30W bin ich klar im Vorteil gegenüber dem Zeiss mit 15 Watt.
So, nun SCHULZ mit der Technik. Sollte dich ein kleiner graublauer Becherling (Beschreibung und Bildchen außen/innen) interessieren kiek mal wedder in ;-)

Eine gute Zeit und Tschüßi
Gelbfieber

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

sehr informativ, danke :) *oT*

coco, (vor 7078 Tagen) @ Gelbfieber

- kein Text -

Eintrag gesperrt
15 Aufrufe

Da nicht für :-) *oT*

Gelbfieber, (vor 7078 Tagen) @ coco

- kein Text -

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: Ergebnis und Qualitätstest

Winerius, (vor 7078 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Gelbfieber,

schöner Vergleich, aber was mir noch fehlen würde und vielleicht auch wesentlich interessanter wäre, ist ein Vergleich des Bresser Mikroskops mit den Olympus Objektiven.
Nicht, dass die Okulare für ein vernünftiges Bild nicht von Bedeutung wären, aber den Objektiven würde ich da einen wesentlich größeren Einfluss auf die Qualität des Bildes einräumen.
Was für Objektive benutzt du eigentlich?
Würde mich auf eine Antwort freuen.

Mit freundlichen Grüßen
winerius

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: Ergebnis und Qualitätstest

Gelbfieber, (vor 7077 Tagen) @ Winerius

Hallo und guten Tag Werner,

schau mal, für dich wäre jetzt interessant die Objektive zu vergleichen, der Nächste hätte gern gewusst ob es gravierende Unterschiede der Feintriebe der verglichenen Mikroskope gibt, der Übernächste möchte die Beleuchtung verglichen haben und und und …….

Nun nehme ich an, das ich da „misstverstanden“ wurde. Der Vergleich der Mikroskope war kein technischer Vergleich!

Außerdem wüsste ich nicht wie ich das Bresser Mikroskop mit den Olympus Objektiven vergleichen könnte :-( Von der Technik eines Mikroskops wie auch eines Fotoapparates versteh ich, bis auf den Austausch eines Okulars beim Mikroskop, nichts! Für mich ist es wichtig ein brauchbares Ergebnis zu erreichen und nicht das Innenleben der Geräte zu kennen.

Werner, ich schreibe jetzt noch einmal was ganz oben in meinem Bericht zu lesen ist:

„Bei diesem Vergleich geht es nur, und ausdrücklich nur um – ist die Feinwarzigkeit von Peziza arvernensis auch mit einem Mikroskop im unteren Preissegment, früher hat man Preisspanne gesagt ;-) 200 – 400,-€ zu sehen.“

Vereinfacht gesagt: Taugen die Billigdinger zur Pilzbestimmung.

Die Objektive, da gebe ich dir recht, werden wohl den größten Einfluss auf Bild haben. Bei meinen Objektiven handelt es sich um 4x, 10x, 40x und 100x Oel.

Einen schönen Sonntag
Gelbfieber

Eintrag gesperrt
13 Aufrufe

Re: Ergebnis und Qualitätstest

Winerius, (vor 7077 Tagen) @ Gelbfieber

Hallo Gelbfieber,

auch wenn ich mit meiner Nachfragerei lästig werde, seien mir doch noch einige Anmerkungen erlaubt.

Mir ist schon klar, dass es bei deinem Test primär um die Tauglichkeit von Billigmikroskopen zur Pilzbestimmung ging. Aber wenn man die billigen Dinger schon hochrüstet, warum dann ausgerechnet mit besseren Okularen wo doch die Objektive einen wesentlich größeren Anteil an der Bildqualität haben, das war es, was mir nicht so recht einleuchten wollte.

!

++Außerdem wüsste ich nicht wie ich das Bresser Mikroskop mit den Olympus
++Objektiven vergleichen könnte :-( Von der Technik eines Mikroskops wie auch
++eines Fotoapparates versteh ich, bis auf den Austausch eines Okulars beim
++Mikroskop

Ganz einfach: Okulare kann man einfach nach oben herausziehen und Objektive nach unten rausdrehen:-). Das Bresser sollte DIN Objektive besitzen, also ein RMSS-Gewinde, deshalb sollte der Vergleich der Objektive ohne größeren Aufwand problemlos möglich sein.
Du musst natürlich nur wegen meiner Neugier nicht dein Mikroskop umbauen, würde ich nie erwarten, aber es wäre vielleicht auch für dich interessant wie sich so ein billiges Teil mit guten Objektiven schlägt.

++Die Objektive, da gebe ich dir recht, werden wohl den größten Einfluss auf
++Bild haben. Bei meinen Objektiven handelt es sich um 4x, 10x, 40x und 100x
++Oel.

Ja, schön. Und deine Bilder sind mit dem Immersionsobjektiv entstanden-auch klar. Allerdings interessierte mich mehr die Korrektionsklasse deiner Objektive, also hast du Achromaten, Fluoritobjektive oder Apochromaten? Und wenn es nicht zuviel verlangt ist:
welche n.A hat den dein Immersionsobjektiv? Steht übrigens alles auf den Objektiven!

Ich weiß, wieder viel technischer Kram. Ich würde mich trotzdem freuen, wenn du ein bisschen Zeit für mich erübrigen könntest und mir die Daten deines Objektivs mitteilen könntest.
Vielen Dank

Mit freundlichen Grüßen
Werner