Speisewert R. olivacea

Peter Reiter, (vor 6965 Tagen)

hallo Leute

mich würde mal interessieren wie eure Erfahrungen bezüglich des Geschmacks und der Verträglichkeit von R. olivacea sind. Die Art steht im Moment in großen Mengen bei uns im Buchenwald und die doch sehr großen Fruchtkörper wären lohnende Sammelobjekte.

GRuß Peter

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Re: Speisewert R. olivacea

Hermann, (vor 6965 Tagen) @ Peter Reiter

Och.. ich mag die Russulas eigentlich fast alle. Die schnurren in der Pfanne nicht so zusammen und bleiben wenigstens etwas knackig. Allerdings ist mir der mustelina wesentlich lieber, aber den findet man so selten :(

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Re: Speisewert R. olivacea

Thüringer-Holz, (vor 6964 Tagen) @ Peter Reiter

Hallo Peter,

Bis vor kurzem galt R.olivacea als hervorragender Speisepilz, bis in Italien vergiftungsähnliche Erscheinungen aufgetreten sind.
Tanja und Andreas schreiben in ihrem jüngsten Werk, dass es sich wahrscheinlich nur um eine individuelle unverträglichkeits- oder allergische Reaktion handeln dürfte.

Schmecken tut er.

LG

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Der "Rotstielige" ist lecker!!!

Harald Andres Schmid, (vor 6964 Tagen) @ Peter Reiter

Hallo

Ich finde den "Rotstieligen" einen der besten Täublinge.
Der angenehm nussige Geschmack, verbunden mit angenehmem "Biss", aufgrund des harten Fleisches - ich finde den Pilz delikat.

Dazu kommt, dass man oft ausgiebige Funde an einem Standort hat, und die Pilze - wohl aufgrund des harten Fleisches - kaum vermadet sind.

Das mit der "Giftigkeit" und den "individuellen Unverträglichkeiten" ist so eine Sache.
In Italien ist der Pilz in der Literatur durchwegs mit einem Totenkopf versehen, glaube ich.
Aus der Gegend könnte das Gerücht mit der Giftigkeit herkommen.

Das könnte damit zusammenhängen, dass die Italiener alle Täublinge ausschliesslich als Reib-Pilze verwenden - sie hobeln sie wie Trüffeln über das Essen.
Das ist natürlich lecker.

Aber:
So ein hartfleischiger Pilz wie der "Rotstielige" ist natürlich roh in grösseren Mengen sehr unbekömmlich.

Das kann man auch an anderen Pilzen sehen:
Stiele von Riesenschirmlingen (und Rauhfüssen) - auch hier:
Ich bin überzeugt, dass diejenigen Leute Bauchgrimmen bekommen, die die Stiele in zu grossen Stücken mitkochen und dann zuwenig lang schmoren, sondern nur kurz andünsten.
(Zehn Minuten gut kochen langen allerdings bei jedem Pilz - man muss es nicht übertreiben!).

So ein grosses Stück Safran-Schirmling-Stiel (oder Rauhfuss-Stiel), ungenügend gekocht, im Magen liegend...
Ich könnte mir vorstellen, dass die "individuelle Unverträglichkeit" bei Safranschirmlingen - die kommt offensichtlich öfters vor - damit zusammenhängt.

Es kommt auf die Menge an:
Ich kann beim "Rotstieligen" nie widerstehen, schon im Wald so kleine Stückchen Lamellen, wie Mandelsplitter, auf dem Nachhauseweg zu kauen.
Der Nuss-Pilz-Geschmack hat es mir angetan...
Ein grösseres Stück roh zu essen, wäre wohl weniger ratsam.

Generell:
Ich habe noch nie erlebt, dass jemand den "Rotstieligen" nicht vertragen hätte. (gut gekocht, versteht sich - und das heisst nicht, dass man ihn dreiviertel Stunden schmoren muss...).

Gruss, Harald Andres

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Re: Der "Rotstielige" ist lecker!!!

Peter Reiter, (vor 6964 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo
Ich finde den "Rotstieligen" einen der besten Täublinge.
Der angenehm nussige Geschmack, verbunden mit angenehmem "Biss",
aufgrund des harten Fleisches - ich finde den Pilz delikat.
Dazu kommt, dass man oft ausgiebige Funde an einem Standort hat, und die
Pilze - wohl aufgrund des harten Fleisches - kaum vermadet sind.
Das mit der "Giftigkeit" und den "individuellen
Unverträglichkeiten" ist so eine Sache.
In Italien ist der Pilz in der Literatur durchwegs mit einem Totenkopf
versehen, glaube ich.
Aus der Gegend könnte das Gerücht mit der Giftigkeit herkommen.
Das könnte damit zusammenhängen, dass die Italiener alle Täublinge
ausschliesslich als Reib-Pilze verwenden - sie hobeln sie wie Trüffeln
über das Essen.
Das ist natürlich lecker.
Aber: So ein hartfleischiger Pilz wie der "Rotstielige" ist
natürlich roh in grösseren Mengen sehr unbekömmlich.
Das kann man auch an anderen Pilzen sehen: Stiele von Riesenschirmlingen (und
Rauhfüssen) - auch hier: Ich bin überzeugt, dass diejenigen Leute
Bauchgrimmen bekommen, die die Stiele in zu grossen Stücken mitkochen und
dann zuwenig lang schmoren, sondern nur kurz andünsten.
(Zehn Minuten gut kochen langen allerdings bei jedem Pilz - man muss es nicht
übertreiben!).
So ein grosses Stück Safran-Schirmling-Stiel (oder Rauhfuss-Stiel),
ungenügend gekocht, im Magen liegend...
Ich könnte mir vorstellen, dass die "individuelle
Unverträglichkeit" bei Safranschirmlingen - die kommt offensichtlich
öfters vor - damit zusammenhängt.
Es kommt auf die Menge an: Ich kann beim "Rotstieligen" nie
widerstehen, schon im Wald so kleine Stückchen Lamellen, wie
Mandelsplitter, auf dem Nachhauseweg zu kauen.
Der Nuss-Pilz-Geschmack hat es mir angetan...
Ein grösseres Stück roh zu essen, wäre wohl weniger ratsam.
Generell: Ich habe noch nie erlebt, dass jemand den "Rotstieligen"
nicht vertragen hätte. (gut gekocht, versteht sich - und das heisst nicht,
dass man ihn dreiviertel Stunden schmoren muss...).
Gruss, Harald Andres

danke Leute

dann werd ich mal selbst experimentieren.

Peter