Rund um Frankfurt?

Evchen, (vor 6961 Tagen)

Hallo miteinander,

bin relativ frisch nach Frankfurt a.M. gezogen und irre pilzsuchtechnisch noch ein wenig umher.

War gestern im Taunus auf diesem bekannten Berg (Feldberg?). Das war ganz schön aber schon recht kalt, was die Pilze nicht so zu mögen schienen.

Der Stadtwald ist nicht weit. Dort war ich noch nicht. Wie ist denn der so? Bäume, Boden, Pilze.

Komme ursprünglich aus dem Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald.

Liebe Grüße,

Evchen

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Re: Rund um Frankfurt?

zuehli ⌂, (vor 6961 Tagen) @ Evchen

Hallo Evchen,

guck doch mal bei den "Pilzfreunden Südhessen Sulzbach", die im Rhein-Main-Gebiet tätig sind:

Gruß Harald

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Re: Rund um Frankfurt?

Evchen, (vor 6961 Tagen) @ zuehli

Super! Danke!

Die machen ja sogar fast wöchentlich Wanderungen :-).

Da klinke ich mich doch glatt mal am Sonntag ein. Ein paar Gleichgesinnte fehlen mir sowieso auch. Ich stöber praktisch allein durch den Wald, was als Frau durchaus nicht so angenehm ist.

Grüße,

Evchen

Hallo Evchen,
guck doch mal bei den "Pilzfreunden Südhessen Sulzbach", die im
Rhein-Main-Gebiet tätig sind: http://pilzfreunde.blogg.de/ >
Gruß Harald

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Re: Rund um Frankfurt?

Frank Horn, (vor 6960 Tagen) @ Evchen

Hallo,

aus Frankfurt ziehe ich gerade weg (wenn auch nicht weit, nur nach Oberursel), aber den Frankfurter Stadtwald brauche ich jetzt nicht mehr. Kann ich Dir also auch sagen, was ich weiß.

Pilze suche ich lieber im Taunus, vor allem wegen der Stockschwämmchen, die ich in Frankfurt noch nie gefunden habe. Aber Frankfurt gibt auch einiges her. Kein Naturpark, natürlich, und ein Höllenlärm im Wald wegen der Flugzeuge, aber im Schwanheimer Wald ein beachtlicher Bestand von alten Eichen (mit Hirschkäfern in den Stümpfen!). Im Schwanheimer Wald habe ich schon große Vorkommen von Steinpilzen gesehen. Fährst Du am besten zum Friedhof Goldstein (Straßenbahn) und gehst quer durch den Wald Richtung Unterschweinstiege / Kelsterbach. Die richtigen Waldstücke mußt Du dann selber finden.

Die Unterschweinstiege heißt übrigens so, weil man früher die Schweine zum Eichelnfressen dorthin getrieben hat.

Im ganzen Stadtwald viel Parasol und Tintlinge (überdüngt...). In den Parks ab und zu ein Riesenbovist, manchmal auch Anischampignons. Die riesigen Champignon-Placken im Ostpark sind aber Karbol. Dafür im Ostpark und Niedwald: jede Menge Bärlauch, um im pilzarmen März den Sammeltrieb zu befriedigen.

Im Taunus gibt es noch mehr: im Vordertaunus (Oberusel, Homburg) neben Steinpilzen, Stockschwämmchen und Parasol oft viele Hexenröhrlinge. Perlpilze en masse, wenn man sie mag (Pantherpilze aber genausoviel, und Knollenblätter erst recht), Hallimasch sowieso. Goldröhrlinge manchmal massenweise, wenn man die richtige Lärchenschonung findet. Maronen vor allem weiter oben (Richtung Feldberg / Altkönig), aber fast alle madig. Pfifferlinge selten, da muß man schon viel Glück haben, oder sich in den Hintertaunus bemühen (am besten gleich ganz hinter nach Grävenwiesbach, da ist der Wald auch relativ menschenleer).

Täublinge gibt es wohl auch eine Menge, aber mit denen kenne ich mich nicht aus.

Rötende Schirmpilze sind im Taunus auch häufig, oft im selben Waldstück wie Parasol. An manchen Wegrändern auch genug Schopftintlinge, daß es sich lohnt.

Der Feldberg ist natürlich Krampf, weil mit dem Auto zu erreichen und völlig überlaufen. Der wahre Eingeborene geht regelmäßig auf den Altkönig. Da oben gibt es aber wiederum keine Stockschwämmchen, sondern alles mögliche, was so ähnlich aussieht und keins ist (womöglich gar Nadelholzhäubling). Wenn Du ganz hart drauf bist, kannst Du da im Winter auch noch graublättrige Schwefelköpfe sammeln, aber immer nur eine Handvoll pro Braumstumpf.

Im Sommer gibt es noch Heidelbeeren, aber das lohnt sich erst ab etwa 600 Höhenmeter (Sandplacken, Viermärker, Altkönig). Weiter unten tragen sie kaum.

Viele Grüße

Frank

Hallo miteinander,
bin relativ frisch nach Frankfurt a.M. gezogen und irre pilzsuchtechnisch
noch ein wenig umher.
War gestern im Taunus auf diesem bekannten Berg (Feldberg?). Das war ganz
schön aber schon recht kalt, was die Pilze nicht so zu mögen schienen.
Der Stadtwald ist nicht weit. Dort war ich noch nicht. Wie ist denn der so?
Bäume, Boden, Pilze.
Komme ursprünglich aus dem Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald.
Liebe Grüße,
Evchen

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Re: Rund um Frankfurt?

Evchen, (vor 6958 Tagen) @ Frank Horn

Vielen Dank, Frank.

Jetzt bin ich ziemlich überwältigt und weiß nicht so genau, was ich Dir schreiben soll.

Freue mich sehr über Deine Tips... :-)

Und Dünger hin, Dünger her: Parasolpilze findet man im schwabisch-fränkischen Wald eher nur vereizelt und ich esse die fürchterlich gerne ;-)

Na dann viel Freude und reichlich Funde in Oberursel.
Für den schwäbisch-fränkischen Wald, falls Du mal dort landest, gibt es nur einen Tip: Man fährt rein, sucht sich einen Parkplatz der noch nicht voll ist (was einfach ist) und läßt sich zweimal umfallen --> Pilze.

Liebe Grüße,

Evchen

Hallo,
aus Frankfurt ziehe ich gerade weg (wenn auch nicht weit, nur nach
Oberursel), aber den Frankfurter Stadtwald brauche ich jetzt nicht mehr.
Kann ich Dir also auch sagen, was ich weiß.
Pilze suche ich lieber im Taunus, vor allem wegen der Stockschwämmchen, die
ich in Frankfurt noch nie gefunden habe. Aber Frankfurt gibt auch einiges
her. Kein Naturpark, natürlich, und ein Höllenlärm im Wald wegen der
Flugzeuge, aber im Schwanheimer Wald ein beachtlicher Bestand von alten
Eichen (mit Hirschkäfern in den Stümpfen!). Im Schwanheimer Wald habe ich
schon große Vorkommen von Steinpilzen gesehen. Fährst Du am besten zum
Friedhof Goldstein (Straßenbahn) und gehst quer durch den Wald Richtung
Unterschweinstiege / Kelsterbach. Die richtigen Waldstücke mußt Du dann
selber finden.
Die Unterschweinstiege heißt übrigens so, weil man früher die Schweine zum
Eichelnfressen dorthin getrieben hat.
Im ganzen Stadtwald viel Parasol und Tintlinge (überdüngt...). In den Parks
ab und zu ein Riesenbovist, manchmal auch Anischampignons. Die riesigen
Champignon-Placken im Ostpark sind aber Karbol. Dafür im Ostpark und
Niedwald: jede Menge Bärlauch, um im pilzarmen März den Sammeltrieb zu
befriedigen.
Im Taunus gibt es noch mehr: im Vordertaunus (Oberusel, Homburg) neben
Steinpilzen, Stockschwämmchen und Parasol oft viele Hexenröhrlinge.
Perlpilze en masse, wenn man sie mag (Pantherpilze aber genausoviel, und
Knollenblätter erst recht), Hallimasch sowieso. Goldröhrlinge manchmal
massenweise, wenn man die richtige Lärchenschonung findet. Maronen vor
allem weiter oben (Richtung Feldberg / Altkönig), aber fast alle madig.
Pfifferlinge selten, da muß man schon viel Glück haben, oder sich in den
Hintertaunus bemühen (am besten gleich ganz hinter nach Grävenwiesbach, da
ist der Wald auch relativ menschenleer).
Täublinge gibt es wohl auch eine Menge, aber mit denen kenne ich mich nicht
aus.
Rötende Schirmpilze sind im Taunus auch häufig, oft im selben Waldstück wie
Parasol. An manchen Wegrändern auch genug Schopftintlinge, daß es sich
lohnt.
Der Feldberg ist natürlich Krampf, weil mit dem Auto zu erreichen und völlig
überlaufen. Der wahre Eingeborene geht regelmäßig auf den Altkönig. Da
oben gibt es aber wiederum keine Stockschwämmchen, sondern alles mögliche,
was so ähnlich aussieht und keins ist (womöglich gar Nadelholzhäubling).
Wenn Du ganz hart drauf bist, kannst Du da im Winter auch noch
graublättrige Schwefelköpfe sammeln, aber immer nur eine Handvoll pro
Braumstumpf.
Im Sommer gibt es noch Heidelbeeren, aber das lohnt sich erst ab etwa 600
Höhenmeter (Sandplacken, Viermärker, Altkönig). Weiter unten tragen sie
kaum.
Viele Grüße
Frank