Hallimasch von Obstbäumen

Andi, (vor 6954 Tagen)

Hallo allerseits

Habe kürzlich von einem Kollegen gehört, dass Hallimasch die auf Obstbäumen wachsen, durch den Pilzkontrolleur nicht für den Verzehr freigegeben werden. Sie seine giftig, respektive giftiger als die andern Varietäten...
Das Gift der Hallimasch ist, soweit es mir bekannt ist, nicht hitzebeständig. Nach Trocknen oder Erhitzen der Hallimasch, sollten sie nicht mehr giftig sein. Ist das nicht bei allen Varianten so? Wenn das bei den "grünen" nicht der Fall ist, kann mir jemand erklären wieso?

Bei den erwähnten Hallimasch handelte es sich um "grünlichgelbe" Hallimasch. Jedoch nicht die honiggelben, sondern bedeutend grüner. Diese Art findet man anscheinend jedoch nur auf Obstbäumen.

Wie handhaben das andere Pilzsachverständige, respektive in der Schweiz Pilzkontrolleure, beim Vorlegen von solchen "Hallimasch-Arten"?

Bin auf eure Antworten bereits gespannt.

Gruss Andi

Eintrag gesperrt
6 Aufrufe

Hier ist die Lektüre...

Karl-Heinz ⌂, (vor 6954 Tagen) @ Andi

"Pilzgifte - Giftpilze", Flammer/Horak zu empfehlen:

Hier wird bezüglich der Giftigkeit unterschieden zwischen Armillaria mellea, Honigfarbenener Hallimasch, der Laubwaldform und

Armillaria ostoya, Dunkler Hallimasch, der Nadelwalddform:

A. mellea wird als bedingt toxisch bezeichnet,
A. ostoya wird als "bedingt essbar" bezeichnet.

Zitat Seite 49:

"Durch Wegschütten des Brühwassers werden Armillaria-Arten teilweise entgiftet und die Schadstoffe unter die kritische Schwelle abgesenkt".

Viele Grüße
Karl-Heinz

Hallo allerseits
Habe kürzlich von einem Kollegen gehört, dass Hallimasch die auf Obstbäumen
wachsen, durch den Pilzkontrolleur nicht für den Verzehr freigegeben
werden. Sie seine giftig, respektive giftiger als die andern Varietäten...
Das Gift der Hallimasch ist, soweit es mir bekannt ist, nicht hitzebeständig.
Nach Trocknen oder Erhitzen der Hallimasch, sollten sie nicht mehr giftig
sein. Ist das nicht bei allen Varianten so? Wenn das bei den
"grünen" nicht der Fall ist, kann mir jemand erklären wieso?
Bei den erwähnten Hallimasch handelte es sich um "grünlichgelbe"
Hallimasch. Jedoch nicht die honiggelben, sondern bedeutend grüner. Diese
Art findet man anscheinend jedoch nur auf Obstbäumen.
Wie handhaben das andere Pilzsachverständige, respektive in der Schweiz
Pilzkontrolleure, beim Vorlegen von solchen "Hallimasch-Arten"?
Bin auf eure Antworten bereits gespannt.
Gruss Andi

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Re: Hier ist die Lektüre...

Andi, (vor 6954 Tagen) @ Karl-Heinz

Danke für deinen Hinweis.

Am 17. November 2007 findet in Bern ein Seminar zum Thema "Giftpilze Pilzgifte" statt. Durch das Seminar führt Herr Dr. René Flammer.

Werde das Thema und die Fragen betreffend Giftigkeit der verschiedenen Hallimasch einem Kollegen mitgeben, der dieses Seminar vermutlich besuchen wird. Mal schauen, was Herr Flammer dazu meint. Eventuell hat er noch mehr Infos dazu.

Gruss Andi

"Pilzgifte - Giftpilze", Flammer/Horak zu empfehlen: Hier wird
bezüglich der Giftigkeit unterschieden zwischen Armillaria mellea,
Honigfarbenener Hallimasch, der Laubwaldform und
Armillaria ostoya, Dunkler Hallimasch, der Nadelwalddform: A. mellea wird als
bedingt toxisch bezeichnet,
A. ostoya wird als "bedingt essbar" bezeichnet.
Zitat Seite 49: "Durch Wegschütten des Brühwassers werden
Armillaria-Arten teilweise entgiftet und die Schadstoffe unter die
kritische Schwelle abgesenkt".
Viele Grüße
Karl-Heinz

Eintrag gesperrt
10 Aufrufe

Re: Hallimasch von Obstbäumen

42, (vor 6954 Tagen) @ Andi

Das Gift der Hallimasch ist, soweit es mir bekannt ist, nicht hitzebeständig.
Nach Trocknen oder Erhitzen der Hallimasch, sollten sie nicht mehr giftig
sein.

Das mit dem Trocknen würde mich auch mal interessieren. Ist bekannt, ob das
Gift nach Trocknen (ohne starkes Erhitzen) abgebaut ist?

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

Eintrag gesperrt
9 Aufrufe

Re: Hallimasch von Obstbäumen

Hermann, (vor 6954 Tagen) @ Andi

Hallimasch wird schon ewig in der TCM verwendet, das Antibiotikum Armillaric acid (1H-Cyclobut(e)indene-3-carboxylic acid, CAS 129251-06-5) dürfte am bekanntesten sein. Vor allem Prof. 杨峻山 erforscht Armillaria mellea seit Jahren, eine Übersicht z.B. http://www.zgkjcx.com/Article/ShowArticle.asp?ArticleID=1564 und z.B. http://www4.gu.edu.au:8080/adt-root/uploads/approved/adt-QGU20040520.143342/public/02Wh...
Ich meine auch mal wo gelesen zu haben, daß allein mellea in mind. 14 Untertypen aufteilbar ist.