Volvariella surrecta *PIC*

Klaas, (vor 6950 Tagen)

Hallo zusammen,
in meinem "Stammwald" in Hessen ist derzeit nicht viel zu finden. Daher bin ich dazu übergegangen, die massenhaft vorkommenden Nebelkappen näher zu betrachten, in der Hoffnung einen Parasiten zu entdecken. Nach 3 Tagen war es dann wohl endlich soweit:

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Das sollten doch welche sein - oder?
Keine Ahnung, wie selten/häufig der Scheidling (dieses Jahr) andernorts ist, ich selbst aber habe auf hunderten (tausenden?) Nebelkappen an zig verschiedenen Standorten gerade mal an einer Stelle 2 befallene Exemplare gefunden - aber vielleicht waren die anderen Nebelkappen noch nicht "reif" genug?

Grüße,
Klaas

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Re: Volvariella surrecta

42, (vor 6950 Tagen) @ Klaas

Hallo Klaas,

toller Fund - tolles Bild! Ich hatte leider noch nicht das Glück, die zu
finden.

Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

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Re: Volvariella s. auch in Hannover

Snoopy, (vor 6950 Tagen) @ 42

Hallo Klaas,
toller Fund - tolles Bild! Ich hatte leider noch nicht das Glück, die zu
finden.
Beste Grüße
Thomas '42' Wallner

Ich hab ihn neulich auch gefunden, aber nicht gekannt, und zwar in der Eilenriede (Stadtwald von Hannover). Ich kannte bisher nur Scheidenstreiflinge und habe verzweifelt nach den Streifen gesucht.
Hab mich auch über den merkwürdigen Standort (auf verrotteten Nebelkappen) gewundert. Jetzt hat sich alles wunderbar aufgeklärt! :-)

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Dieses Jahr tatsächlich häufiger *PIC*

Markus Wilhelm ⌂, (vor 6950 Tagen) @ Snoopy

Hallo zusammen,

die Art ist wohl in jedem Mycel der Nebelkappe vorhanden, aber es gelingt dem Scheidling doch sehr selten, seine Pilze auszubilden.
Aber dieses Jahr sind die wenigen Pilze, die überhaupt wachsen, sehr oft von anderen Pilzen befallen. So fand ich den Parasitischen Scheidling diesen Monat schon an drei Orten, und z.T. mit bis 50 Hüten, also war der ganzen Hexenring befallen! Hier das Bild eines kleinen Segmentes eines solchen Ringes.

Grüsse, Markus

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Re: Dieses Jahr tatsächlich häufiger

AK_CCM, (vor 6950 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Markus,

die Art ist wohl in jedem Mycel der Nebelkappe vorhanden, aber es gelingt dem
Scheidling doch sehr selten, seine Pilze auszubilden.

hast Du hierzu einen Literaturverweis an der Hand oder beruht diese Erkenntnis auf Deinen Beobachtungen bzw. Untersuchungen?

So fand ich den Parasitischen Scheidling diesen
Monat schon an drei Orten, und z.T. mit bis 50 Hüten, also war der ganzen
Hexenring befallen!

Auch in der Augsburger Ecke fruktifiziert der Parasitische Scheidling momentan sehr stark - auch an Stellen, an denen ich die Jahre zuvor keine Fk. gefunden hatte. Sogar im Mertinger Forst konnte ich die Art vor ein paar Tagen aufspüren - die letzten 3 Jahre waren dort keine Fruchtkörper vorhanden.

Gruß, Andreas

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Re: Dieses Jahr tatsächlich häufiger

Markus Wilhelm ⌂, (vor 6950 Tagen) @ AK_CCM

Hallo zusammen,

hast Du hierzu einen Literaturverweis an der Hand oder beruht diese
Erkenntnis auf Deinen Beobachtungen bzw. Untersuchungen?

Das beruht rein auf Beobachtungen, also eher eine Mutmassung. Oft bekommen alte Exemplare des Nebelgrauen Trichterlings auffallende Bereifung, wie Schimmel und es treten erste Verkrümmungen auf, wie sie dann ganz extrem sind, wenn dann der Pilz tatsächlich wächst. Und es ist wie im Holz, woher soll das Mycel kommen, wenn der Pilz wie die letzen Jahre so selten war und es keinen Sporenflug gab. Daher die These, dass die Mycelien überall auf eine schwächung des Wirtes warten. Und heuer waren die Pilze effektiv nie richtig vital! Und daher die Häufung von parasitischem Pilzbefall.

Markus

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Re: Dieses Jahr tatsächlich häufiger

AK_CCM, (vor 6949 Tagen) @ Markus Wilhelm

Hallo Markus,

nachstehend ein paar Gedanken. Was hälst Du von der Theorie, dass V. surrecta zum Fruktifizieren auf alte Fk. von C. nebularis angewiesen ist und das Zeitfenster zwischen dem entsprechenden Altersstadium der Nebelkappen und dem Wintereinbruch oftmals nicht ausreicht, um noch Fk. zu bilden?

Dass V. surrecta als standorttreu bezeichnet werden kann, leite ich von einem Fundort bei Bergheim im Südwesten Augsburgs ab. Dort wird die Art seit Jahren regelmäßig gefunden. Wie soll die Art sonst überleben, wenn nicht als Untermieter?! Zur erfolgreichen Verbreitung müssen schließlich auch noch genügend alte Nebelkappen herumstehen.

So stelle ich mir das in etwa vor. Ob wirklich jedes oder fast jedes C.-nebularis-Myzel von dem Scheidling besiedelt wird, kann ich leider nicht beantworten. Vielleicht könnte man mit mikroskopischen Untersuchungen der Myzelstränge (Scheidling schnallenlos, Nebelkappe mit Schnallen) Deine These festigen..?

Gruß, Andreas

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Re: Volvariella surrecta

Till, (vor 6950 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,
das kann dauern. Bei mir waren es ca. 40 Jahre - bis zum 7.10.07. Da fand ihn eine Frau, die zum ersten Mal auf einer Pilzexkursion dabei war, quasi vor meiner Nase am Stadtrand von Traunstein, gleich neben einem viel frequentierten Parkplatz. Ich weiß nicht, wie viele Tausend Nebelkappen ich bis dahin schon kritisch beäugt hatte.

Manche Pilze, habe ich das Gefühl, meiden manche Pilzfreunde, obwohl diese sich sehr um sie bemühen. Und wie zum Hohn zeigen sie sich anderen, die ihr Glück gar nicht zu schätzen wissen, immer wieder.

Schöne Grüße
Till