Man soll niemals über zu großen Körbe spotten

Evchen, (vor 6947 Tagen)

Gestern bei der Pilzwanderung der Pilzfreunde Südhessen Sulzbach e. V. in Elsenfeld gefunden:

- 2 krause Glucken
- reichlichst Trompetenpfifferlinge (die ich aber meist stehen ließ, weil ich mich dieses Jahr schon daran überessen habe)
- 3 Maronen (Röhrlinge waren, wie gerade üblich, sehr schwach vertreten)
- Nette Kollektion Stockschwämmchen

Aber was durfte ich mir bei dem nasskalten Regenwetter anhören, wegen meines großen Korbes ;-).

Leider habe ich keine Digicam. Die Glucken waren sensationell.

Übrigens nochmal vielen Dank für den Tip mit den Pilzfreunden Südhessen. War jetzt schon auf zwei Wanderungen dabei. Das macht richtig Spaß und man lernt eine Menge.

Noch ein Gluckenrezept, das ich gestern erfunden habe und das sehr gut ankam:

Jägerfrühstück ( = Bauernfrühstück mit krauser Glucke)

Glucke mühsam putzen... ---> Verzweifeln und Resterde Erde sein lassen. Mitbraten. Hauptsache es ist kein Sand und Nadelzeug mit drin.

Bratkartoffeln mit ein ganz bißchen Speck machen.
Pilz in anderer Pfanne wie üblich mit Zwiebeln braten.

Knusprigbraune Bratkartoffeln in die, bzw. DEN Pilz werfen, gequirltes Ei drüber --> Jägerfrühstück.

Gruß,

Evchen

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Glucke putzen....

Karl-Heinz ⌂, (vor 6947 Tagen) @ Evchen

Hallo,

versuche es doch mal so:

Beitrag 68630

Gruß
Karl-Heinz

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Re: Man soll niemals über zu großen Körbe spotten

Max, (vor 6947 Tagen) @ Evchen

Hallo Evchen

Mich erstaunt die Tatsache am meisten, dass die Krause Glucke bei uns in der Schweiz zum Teil regional als Speisepilz überhaupt nicht begehrt ist. Am Jurasüdfuss wo ich wohne, ist ein Krause Glucke Fund für den Finder ein richtiger Glücksfall. Fast jeder Fund spricht sich herum.
Zwanzig Kilometer entfernt, im Schweizer Mittelland wo ich arbeite, dreht sich kein Mensch nach diesem Pilz um. Im Jahr 2006 habe ich mindestens ein Dutzend dieser Pilze über Wochen bis zum Zerfall beobachten können. Und dies in einem der bekanntesten und meist begangenen Pilzwälder meines Arbeitsortes!
Fragt man nach den Gründen, steht der fade Geschmack, sowie der grosse Putzaufwand an vorderster Stelle. Ich kann den Geschmack nicht beurteilen, da ich selber diesen Pilz auch immer stehen lasse. Ich weiss nur dass es sich bei diesen Pilzen des Jahres 2006 im Mittelland in den allermeisten Fällen wirklich um die Krause Glucke gehandelt hat und nicht um die Breitblättrige.
Mich freut es natürlich immer, wenn ich dann so ein wunderbares Riesending mit meiner Kamera ablichten kann.

Liebe Grüsse
Max

Gestern bei der Pilzwanderung der Pilzfreunde Südhessen Sulzbach e. V. in
Elsenfeld gefunden: - 2 krause Glucken
- reichlichst Trompetenpfifferlinge (die ich aber meist stehen ließ, weil ich
mich dieses Jahr schon daran überessen habe)
- 3 Maronen (Röhrlinge waren, wie gerade üblich, sehr schwach vertreten)
- Nette Kollektion Stockschwämmchen
Aber was durfte ich mir bei dem nasskalten Regenwetter anhören, wegen meines
großen Korbes ;-).
Leider habe ich keine Digicam. Die Glucken waren sensationell.
Übrigens nochmal vielen Dank für den Tip mit den Pilzfreunden Südhessen. War
jetzt schon auf zwei Wanderungen dabei. Das macht richtig Spaß und man
lernt eine Menge.
Noch ein Gluckenrezept, das ich gestern erfunden habe und das sehr gut ankam:
Jägerfrühstück ( = Bauernfrühstück mit krauser Glucke)
Glucke mühsam putzen... ---> Verzweifeln und Resterde Erde sein lassen.
Mitbraten. Hauptsache es ist kein Sand und Nadelzeug mit drin.
Bratkartoffeln mit ein ganz bißchen Speck machen.
Pilz in anderer Pfanne wie üblich mit Zwiebeln braten.
Knusprigbraune Bratkartoffeln in die, bzw. DEN Pilz werfen, gequirltes Ei
drüber --> Jägerfrühstück.
Gruß,
Evchen

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Von wegen fader Geschmack!

Schnuffel, (vor 6947 Tagen) @ Max

Hallo Max,

die Krause Glucke hat einen ausgesprochen würzigen Geschmack (vergleichbar ihrem Geruch) und ist zubereitet bissfest und nicht labberig. Sie ist für mich der beste Speisepilz.
Also beim nächsten Mal nicht nur fotografieren, sondern auch in die Pfanne hauen.

Gruß
Schnuffel

Hallo Evchen
Mich erstaunt die Tatsache am meisten, dass die Krause Glucke bei uns in der
Schweiz zum Teil regional als Speisepilz überhaupt nicht begehrt ist. Am
Jurasüdfuss wo ich wohne, ist ein Krause Glucke Fund für den Finder ein
richtiger Glücksfall. Fast jeder Fund spricht sich herum.
Zwanzig Kilometer entfernt, im Schweizer Mittelland wo ich arbeite, dreht
sich kein Mensch nach diesem Pilz um. Im Jahr 2006 habe ich mindestens ein
Dutzend dieser Pilze über Wochen bis zum Zerfall beobachten können. Und
dies in einem der bekanntesten und meist begangenen Pilzwälder meines
Arbeitsortes!
Fragt man nach den Gründen, steht der fade Geschmack, sowie der grosse
Putzaufwand an vorderster Stelle. Ich kann den Geschmack nicht beurteilen,
da ich selber diesen Pilz auch immer stehen lasse. Ich weiss nur dass es
sich bei diesen Pilzen des Jahres 2006 im Mittelland in den allermeisten
Fällen wirklich um die Krause Glucke gehandelt hat und nicht um die
Breitblättrige.
Mich freut es natürlich immer, wenn ich dann so ein wunderbares Riesending
mit meiner Kamera ablichten kann.
Liebe Grüsse
Max

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Re: Von wegen fader Geschmack!

Evchen, (vor 6947 Tagen) @ Schnuffel

Auf jeden Fall. Ich bin ja nicht so der Fan von weichen Pilzen, weshalb ich Steinis und Maronen am liebsten getrocknet mag. Die Glucke kommt mir doch sehr entgegen.

Ich kenne ziemlich viele Leute, die kennen die Glucke gar nicht, obwohl die ja wirklich ein ganz auffälliger Pilz ist. Einige fürchteten auch die Verwechslung mit Korallenpilzen, z.B. R. pallida, was ich so jetzt nicht nachvollziehen kann. Das sieht für meine Augen schon sehr unterscheidbar aus. Jedenfalls war mein Glucken-Erstfund vor 15 Jahren über jeden Zweifel erhaben eine Koralle zu sein. Und damals hatte ich sie bis dato lediglich auf Bildern gesehen, die ich noch nichtmal dabei hatte. Aber klar: Wenn man da Probleme hat, sollte man natürlich nicht sammeln.

Evchen

Hallo Max,
die Krause Glucke hat einen ausgesprochen würzigen Geschmack (vergleichbar
ihrem Geruch) und ist zubereitet bissfest und nicht labberig. Sie ist für
mich der beste Speisepilz.
Also beim nächsten Mal nicht nur fotografieren, sondern auch in die Pfanne
hauen.
Gruß
Schnuffel

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Re: Von wegen fader Geschmack! *PIC*

Max, (vor 6947 Tagen) @ Evchen

Hallo Evchen

Ich werde sie trotzdem nicht in die Pfanne hauen, da ich eh fast nie Pilze mit nach Hause nehme.
Im Anhang siehst Du noch eine von vielen Langenthaler - Glucken vom Vorjahr. Die war weithin sichtbar, blieb aber trotzdem bis zum bitteren Ende stehen.
Bei meinem Fototermin war sie über 40cm breit und wohl bereits schon in einem nicht mehr küchentauglichen Zustand.

Liebe Grüsse
Max

[image]

Auf jeden Fall. Ich bin ja nicht so der Fan von weichen Pilzen, weshalb ich
Steinis und Maronen am liebsten getrocknet mag. Die Glucke kommt mir doch
sehr entgegen.
Ich kenne ziemlich viele Leute, die kennen die Glucke gar nicht, obwohl die
ja wirklich ein ganz auffälliger Pilz ist. Einige fürchteten auch die
Verwechslung mit Korallenpilzen, z.B. R. pallida, was ich so jetzt nicht
nachvollziehen kann. Das sieht für meine Augen schon sehr unterscheidbar
aus. Jedenfalls war mein Glucken-Erstfund vor 15 Jahren über jeden Zweifel
erhaben eine Koralle zu sein. Und damals hatte ich sie bis dato lediglich
auf Bildern gesehen, die ich noch nichtmal dabei hatte. Aber klar: Wenn
man da Probleme hat, sollte man natürlich nicht sammeln.
Evchen

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Breitblättrige Glucke!!!

Schnuffel, (vor 6945 Tagen) @ Max

Hallo Max,

mit dem Foto hast Du gleich die Lösung für Dein Gluckenproblem mitgeliefert: der gezeigte Pilz ist eindeutig die Breitblättrige Glucke und nicht die Krause Glucke.

Die Krause G. ist normalerweise unter Kiefern zu finden und nur selten unter Fichten und wächst immer dicht am Fuß des Stamms.
Die Breitblättrige G. kommt unter Laubbäumen (Eiche, Buche) vor und auch unter Tannen und selten unter Fichten.
Ich kenne sie nur von Tannen und auch in der Pilzkartierung 2000 Online sind von den 7 Funden 6 unter Nadelbäumen angegeben (4 x Tanne, 2 x Fichte, 1 x ohne Angabe). Bei meinen Funden wuchs sie nie direkt am Stamm, sondern neben Wurzeln in etwa 1 m Abstand vom Stamm, wie auf Deinem Foto, wo auch nur alte Tannen und keine Kiefern zu sehen sind.

Über die Geruchs- und Geschmacksqualitäten gibt es ganz unterschiedliche Angaben:

Breitenbach/Kränzlin, Pilze der Schweiz, Band 2: Geruch pilzartig, Geschmack mild. (Dasselbe steht dort auch bei der Krausen G.)

Dähncke, 1200 Pilze: Geruch pilzig, Geschmack mild.

Lüder Grundkurs Pilzbestimmung: Unangenehm muffiger Geruch und Geschmack.

Ich kann nur Angaben zum Geruch machen: Ich finde ihn genauso würzig und angenehm wie den der Krausen G., allerdings erheblich weniger intensiv.

Gruß
Schnuffel

Hallo Evchen
Ich werde sie trotzdem nicht in die Pfanne hauen, da ich eh fast nie Pilze
mit nach Hause nehme.
Im Anhang siehst Du noch eine von vielen Langenthaler - Glucken vom Vorjahr.
Die war weithin sichtbar, blieb aber trotzdem bis zum bitteren Ende
stehen.
Bei meinem Fototermin war sie über 40cm breit und wohl bereits schon in einem
nicht mehr küchentauglichen Zustand.
Liebe Grüsse
Max

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Re: Von wegen fader Geschmack!

Gábor, (vor 6944 Tagen) @ Max

Hallo Evchen
Ich werde sie trotzdem nicht in die Pfanne hauen, da ich eh fast nie Pilze
mit nach Hause nehme.
Im Anhang siehst Du noch eine von vielen Langenthaler - Glucken vom Vorjahr.
Die war weithin sichtbar, blieb aber trotzdem bis zum bitteren Ende
stehen.
Bei meinem Fototermin war sie über 40cm breit und wohl bereits schon in einem
nicht mehr küchentauglichen Zustand.
Liebe Grüsse
Max

Hallo Max,

der von Dir gezeigte Pilz unter Fichten ist die breitblättrige Glucke.

Über die Verwertbarkeit als Speisepilz kann ich leider nichts weiter beitragen, da ich bisher einzig die Krause Glucke genossen und als sehr gut befunden habe...

LG, Gábor

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Re: Von wegen fader Geschmack!

Max, (vor 6944 Tagen) @ Gábor

Hallo Gabor und Schnuffel

Besten Dank für die Bestimmungshilfe!
In diesem Fall verwundert es mich nicht, wenn alle diesen Pilz stehen lassen.
Aber dass ich diese Glucke verwechselt habe wurmt mich schon! Ich hätte fast eine Wette abgeschlossen auf die Krause Glucke, aber man lernt halt nie aus.

Liebe Grüsse
Max

Hallo Max,
der von Dir gezeigte Pilz unter Fichten ist die breitblättrige Glucke.
Über die Verwertbarkeit als Speisepilz kann ich leider nichts weiter
beitragen, da ich bisher einzig die Krause Glucke genossen und als sehr
gut befunden habe...
LG, Gábor

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Re: Von wegen fader Geschmack!

Waldschrat, (vor 6947 Tagen) @ Schnuffel

die Krause Glucke hat einen ausgesprochen würzigen Geschmack (vergleichbar
ihrem Geruch) und ist zubereitet bissfest und nicht labberig. Sie ist für
mich der beste Speisepilz.

Hallo Schnuffel,
ha, das druck´ich aus und leg´s meiner Frau vor. Sie, eine Feinschmeckerin und dazu mit einem Geruchssinn ausgestattet, der jeden Polizeispürhund erröten läßt, meint: Die Krause Glucke schmecke so wie sie rieche: nach nichts.
Gruß - Waldschrat

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Re: Von wegen fader Geschmack!

Evchen, (vor 6946 Tagen) @ Waldschrat

Es ist durchaus möglich, daß die Glucke ein Aroma enthält, das manche riechen können und manche nicht (was jetzt nichts mit gut oder schlecht schnüffeln zu tun hat). Ähnliches ist z.B. von Bittermandeln bzw. Cyanid bekannt.
Und wenn der Geruch nichts hergibt, dann leidet auch der Geschmack.

Ich finde den Geruch einer Glucke schon fast extrem. Und interessanterweise meinte mein Freund, dem ich sie vorlegte, er rieche nichts. Falls ich nochmal eine bei einer Pizwanderung finde, lasse ich sie mal durch die Runde gehen und alle schnüffeln. Mal sehen, was dabei herauskommt.

Das zeigt aber, wie unsicher das Merkmal "Geruch" ist.

LG,

Evchen

Hallo Schnuffel,
ha, das druck´ich aus und leg´s meiner Frau vor. Sie, eine Feinschmeckerin
und dazu mit einem Geruchssinn ausgestattet, der jeden Polizeispürhund
erröten läßt, meint: Die Krause Glucke schmecke so wie sie rieche: nach
nichts.
Gruß - Waldschrat

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Re: Von wegen fader Geschmack!

Gábor, (vor 6944 Tagen) @ Waldschrat

Hallo Schnuffel,
ha, das druck´ich aus und leg´s meiner Frau vor. Sie, eine Feinschmeckerin
und dazu mit einem Geruchssinn ausgestattet, der jeden Polizeispürhund
erröten läßt, meint: Die Krause Glucke schmecke so wie sie rieche: nach
nichts.
Gruß - Waldschrat

Hallo Waldschrat,

das solltest Du unbedingt tun:-)

Denn ich hoffe diesen kräftig würzigen, nussartigen Geruch bilde ich mir nicht alleine ein...

LG, Gábor