Hallo Andreas,
besten Dank für die ausführlichen "Insider-Informationen". So ein
Projekt flächendeckend mit der gleichen Aussagekraft durchzuziehen ist
wohl unmöglich.
Filmreife Vorstellung übrigens: German Krieglsteiner tausende Kilometer
allein durch norddeutsche Marschen zwischen Bleigrauer Zwergbovist und
Feldschwindling - welch ein Road-Movie.

Was die DGfM-Kartierung 2000 betrifft, werde ich meine bescheidenen Daten
sicher mal zuschicken - habe aber noch nicht das PC-Programm. Lohnt sich
das eigentlich oder reichen auch eigene Ausdrucke?
Es reichen natürlich auch (hand-)schriftliche Angaben, die dann halt jemand in den Computer eingeben muss. Das war in Ba.-Wü. auch nicht anders und man kann ja nicht verlangen, dass sich mitarbeitswillige Leute (oft gesetzteren Alters) noch extra einen Computer kaufen und sich einarbeiten, bloss um dann Funde melden zu "dürfen".
Ich für meinen Teil finde, dass sich das PC-Programm lohnt. Mann kann damit so nebenbei auch seine Dias und Exsikkate verwalten, so man hat. Allerdings kostet es für Nicht-DGfM-Mitglieder erheblich mehr und ob es mir das wert wäre, wage ich zu bezweifeln. Der für mich große Nachteil liegt darin, dass man die Auswertungen nicht vernünftig in WORD o.ä. übertragen kann, sondern lediglich als Nur-Text-Format. Ferner sind die Autorennamen so besch.... abgekürzt und ohne Leerzeichen an die Klammer gesetzt, so dass man auch da für jede Art nacharbeiten muss wenn man ein vernünftiges Layout haben will.
Die ökologischen Angaben exakt und vollständig zu gewährleisten, stelle ich : mir für einen Laien allerdings mühsam vor.
Ein irgendwie unausrottbarer Einwand!!! Man muss doch nicht alle möglichen Ökoangaben komplett ausfüllen! Nur das was man sicher weiß, also z.B. sauer-basisch oder ob auf Holz oder Erdboden gewachsen etc.. Was man nicht sicher weiß läßt man eben frei. Jede einzelne sichere Angabe ist besser als keine!
Und noch ne allerletzete Frage: Auf welchen Zeitraum ist das Projekt : eigentlich datiert?
Da bin ich überfragt. Daten können immer gebraucht werden. Aber wann es eine Zwischenbilanz geben wird, ist nicht bekannt. Die deutschlandweite Kartierung lag jetzt einige Zeit (Jahre) etwas auf Eis, auch weil man sich nicht so recht mit den ex-DDRlern einigen konnte. Die kartieren schon lange ausgewählte Arten mit besonderer Bedeutung für bestimmte Biotope und etwas ähnliches war/ist wohl auch für Westdeutschland geplant. Aber soweit ich weiß, war man über die Liste in Zwist geraten ....
Naja, vielleicht tut's jetzt unter neuem Vorsitz in der DGfM wieder einen Ruck in der Kartierung.
Gruß,
Andreas